#17 Ein Job ohne Bühne, aber mit großer Wirkung – Im Gespräch mit Kult-Paketbote Sven Samland
Shownotes
Mehr als nur Pakete: Sven Sammland ist seit über 30 Jahren Zusteller – und in Baden-Baden eine echte Kultfigur. Nicht, weil er laut ist oder sich in den Mittelpunkt drängt, sondern weil er Menschen berührt: mit einem Lächeln, einem offenen Ohr und einer Haltung, die ansteckt. Matthias Vickermann und Jessica Sander sprechen mit Sven darüber, was Freundlichkeit wirklich bewirken kann – gerade in Zeiten, in denen viele im Alltag eher Druck als Leichtigkeit spüren.
Sven teilt sein Lebensprinzip, das ihn seit Jugendtagen begleitet: Dinge, die er nicht verändern kann, akzeptiert er. Alles andere sei verschwendete Energie. Er erzählt, wie er zur Post kam, warum Zeit für ihn unbezahlbar ist und weshalb er nie “höher” wollte, sondern vor allem zufrieden. Gleichzeitig wird es auch ernst: Sven spricht über steigende Kontrollen, wachsenden Leistungsdruck und die Lücke zwischen Kundenzufriedenheit und Vorschriften – und was das mit Menschen macht, die ihren Job eigentlich mit Herz machen.
Eine Folge über Dienstleistung mit Würde, über Menschlichkeit im Kleinen und darüber, wie aus Zustellung Beziehung werden kann.
Diese Folge wird unterstützt von der Allianz Capital Solutions GmbH.
Unser Gast:
Sven Samland, DHL-Paketbote aus Baden-Baden
Portrait: Sven Samland (Video)
https://www.youtube.com/watch?v=fnMuaBzumww
Unser Sponsor:
Allianz Capital Solutions bietet Wealth-Management und Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf individuelle Anlagestrategien und langfristig werthaltige Vermögensplanung. Kundinnen und Kunden erhalten über bedarfsgerechte Lösungen Zugang zu sämtlichen Anlageklassen und weltweit attraktiven Investments – inklusive alternativer Anlagen, die für Privatanlegerinnen und Privatanleger oft schwer zugänglich sind.
Allianz Capital Solutions (Übersicht / Infos) https://www.allianz.de/vorsorge/capital-solutions/
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Transkript anzeigen
00:00:02: Das ist ein Prinzip von mir, wo ich aber auch schon immer als Kind und Jugendlicher schon konsequent eingehalten habe.
00:00:08: Dinge, die ich nicht verändern kann.
00:00:10: Akzeptiere sie, hake sie ab, fertig.
00:00:12: Das ist verschwendete Energie.
00:00:14: Ich kann noch so schimpfen, dass es wieder so schlecht ist.
00:00:17: Das wird nicht besser.
00:00:20: Willkommen bei Handwerk und Haltung, dem Podcast mit Matthias Weckermann.
00:00:25: Es geht um Maßarbeit im Handwerk und im Leben.
00:00:28: um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen, gerade dann, wenn es unbequem wird.
00:00:34: Matthias Wickermann ist Marschumacher, Unternehmer, Speaker und Netzwerker.
00:00:38: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Marsch debesetzen.
00:00:43: Wir sprechen über Wandelwerte und das, was wirklich zählt.
00:00:46: Das ist Handwerk und Haltung.
00:00:51: Herzlich willkommen zu Handwerk und Haltung.
00:00:54: Ich bin Jessica Sander und bei mir sitzt natürlich Matthias Wickermann.
00:00:57: Hallo Matthias.
00:00:58: Hallo Jessica, grüß dich.
00:01:00: Und ich glaube, du hast heute eine Ankündigung zu machen.
00:01:02: Ja, ich bin also erst mal ein Superstaat ins Jahr gewesen und in vielerlei Hinsicht, besonders aber auch für diesen Podcast.
00:01:10: Ich habe ja schon seit einer langjährigen Kooperation mit der Allianz, speziell mal Allianz Capital Solutions, eine eigene Gesellschaft der Allianz, die sozusagen das ganze Welfen-Management bedient.
00:01:22: Und ja, wir kamen ins Gespräch, die haben mich gefragt.
00:01:25: Und ab dieser Folge haben wir das Riesenglück, dass die Allianz Capital Solutions GmbH alle Podcast-Volgen jetzt für die nächste Zeit unterstützen wird.
00:01:34: Und da freut mich sehr drauf.
00:01:35: Gerade auch, weil wir hohe Parallelen haben, deren Maxime ist ja werthaltig investieren und ressourcenbewusst handeln und Handwerk und Haltung.
00:01:44: Da sehe ich schon viele Parallelen und freue mich drauf.
00:01:47: Auch natürlich hinsichtlich der anderen Kooperation, Veranstaltungen, die wir machen.
00:01:52: Aber diese Unterstützung, das ist wirklich ein toller Start ins Jahr.
00:01:56: Großartig, da freue ich mich auch.
00:01:57: Und natürlich freue ich mich auch sehr über unseren heutigen Gast.
00:02:00: Er bringt die gute Laune nach Hause.
00:02:02: Er ist seit über dreißig Jahren DHL-Paketbote hier in Baden-Baden, aber er ist noch so viel mehr.
00:02:09: Es gibt Menschen, die irgendwo reinkommen und dann wird es heller.
00:02:11: Und bei ihm zeigt sich besonders, egal in welchem Bereich man arbeitet, man kann seinen Teil dazu beitragen, die Welt ein bisschen schöner zu machen.
00:02:19: Ohne Bühne, ohne Titel, einfach durch seine Haltung.
00:02:22: Und deswegen ist er heute hier und ich freue mich sehr, dass er da ist.
00:02:24: Hallo Sven Samland.
00:02:26: Hallo Sven.
00:02:26: Hallo
00:02:27: Jessica.
00:02:27: Ich freue mich sehr und fühle mich echt geehrt.
00:02:31: Ganz toll.
00:02:32: Ja,
00:02:33: wir freuen uns auch.
00:02:33: Danke
00:02:34: schön, Matthias.
00:02:35: Matthias, warum hast du gesagt, dass Sven gehört auch in unsere Runde und was inspiriert dich an ihm?
00:02:40: Ja.
00:02:41: Also, das muss ich jetzt wirklich ein bisschen weiter ausholen.
00:02:44: Man hat ja einen ganzen Tag ganz viele Menschen, die einem helfen.
00:02:47: Wir helfen ja auch Leuten durch die Schuhreparatur oder durch andere Themen und man macht das, aber man hat auch nicht so Menschen, die so einem aufpoppen.
00:02:55: Und wenn du heutzutage irgendwo, ich nenne es mal ein paar schöne, einen Supermarkt gehst, da dauert schon, dass ich dann einfach sage, wow.
00:03:02: Also die hat mich irgendwie oder der irgendwo inspiriert und das kann man natürlich kein.
00:03:06: Das kann durch ein Lächeln sein und heutzutage sind viele Menschen immer so gleich und ich sehe mich ja genauso in der Dienstleistung und das bist du auch.
00:03:14: Das ist ja einer der wichtigsten Jobs auch mit in Deutschland, dass wir alle unsere Pakete bekommen und gerade für uns mit dem Online-Geschäft ja auch umso wichtiger.
00:03:22: Und wenn ich überlege, ich bin ja schon eine Person, die grundsätzlich fast immer gute Laune hat.
00:03:27: Das dauert bei mir, bis ich mal schlechte Laune hab oder mit irgendwelchen Dingen unzufrieden bin, da muss man's ändern.
00:03:33: Aber es gibt trotzdem Tage, wo ich mir dann denke, oh, bitte nicht, seh ich einen Montagmorgen, der ähnlich ist.
00:03:37: Dann sitze ich im Büro und höre oben im Büro im Obergeschoss, wie die Türen aufgeht, deine Stimme.
00:03:43: Genau, du lachst jetzt auch schon.
00:03:45: Und es ist für mich so inspirierend diese ... Das ist, weil ich dich jetzt lang genug kenne, es ist kein Aufgesetzte, gute Laune.
00:03:53: Und anschließend fällt es irgendwie in so ein Loch, es ist einfach diese gute Laune.
00:03:57: Und darum war es mir so wichtig, jetzt in diesem Podcast in Sven einzuladen, weil ich finde, in dieser jetzigen Zeit, wo so viel Unsicherheit herrscht, vielleicht eine wirtschaftliche Schwäche, die ganz großpolitischen Themen internationaler Art, mit der jeden Tag nur noch mit schlechten Dingen konfrontiert.
00:04:15: Und ich finde es in dieser Zeit ganz besonders, wenn es Menschen gibt, die einfach da so ein bisschen gegen stehen.
00:04:20: Und einfach mit ihrer guten Laune, ihrem Lächeln und ihrer Freude.
00:04:24: Genau, jedem Gutes tun.
00:04:26: Und das ist für mich der Hauptgrund, warum ich dich so gerne in dieser Folge haben wollte.
00:04:31: Und freue mich natürlich auch total darüber, dass du dir heute an deinem freien Tag die Zeit dafür genommen hast.
00:04:36: Mach ich doch gerne für euch.
00:04:37: Ja, danke.
00:04:40: Kommen wir mal zur ersten Frage von mir, Sven.
00:04:42: Wie ihr selbst weiß, viele hier im Baden-Bahn nenn dich den blonden Engel.
00:04:47: So,
00:04:48: optisch passt das natürlich sicher.
00:04:49: Wenn du das hörst, was macht das mit dir?
00:04:51: Und was ist so dein täglicher Antrieb morgens aufzustehen?
00:04:54: Weil ich hätte das auch schon mal gesagt, ich bin ja so ein ganz großer Fender von dem japanischen Ikegai.
00:04:59: Was ist so dein Antrieb?
00:05:00: Was ist der Grund, warum du morgens aufstehst?
00:05:02: Was willst du aus diesem Tag bewirken?
00:05:04: Und das würde ich gerne bei dir mal herausfinden, was ist so dein Antrieb?
00:05:08: Und auch deine Stellung dazu, dass du als Blonder Engel gesehen
00:05:11: wirst.
00:05:11: Das freut mich auch im Gemeinden, dass man mich als Blonder Engel sieht.
00:05:14: Das ist ein wirklich schönes Wort und freut mich auch wirklich.
00:05:19: Es ist eine große Motivation für mich, dass man merkt, dass man so wertgeschätzt wird, dass man so eine große Anerkennung kriegt, Zuneigung, Sympathie, Bekundung.
00:05:29: Das motiviert ungemein und es macht einfach große Freude.
00:05:32: Und mich freut es wirklich.
00:05:33: richtig, richtig an.
00:05:35: Ah, schön.
00:05:36: Und dann aufstehen, macht mir eh keine Probleme.
00:05:39: Und ich bin auch froh, dass ich nie aufstehe und denke, oh nein, ich muss arbeiten.
00:05:43: Sondern als ich aufstehe, ich sage, ey cool, mal gucken, was heute passiert, minstereif ich heute alles.
00:05:48: Und da ich immer noch wirklich, wirklich so viele nette Menschen treffe, im Baser, Baser, super.
00:05:53: Es gibt Schlimmeres.
00:05:55: Ist das denn mehr noch den Motto, ich weiß es von meiner Großmutter, der es geprägt ist, wie du kommst, gegangen, so wir es da auch empfangen, weil ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen auch unzufrieden sind, notorisch unzufrieden, und wenn denn das Paket nicht pünktlich kommt oder nicht mehr vormittags, sondern damit tass oder whatever, dass viele einfach sehr... ungehalten sind und ihren eigenen Frust und ihr eigenes vielleicht schlechtes Dasein an den Menschen auslassen, die am helfen wollen, aber vielleicht nicht gerade an den Tag in der Möglichkeit sind, was im Stau stand oder whatever.
00:06:24: Ist das vielleicht, was du dir für dich aus so Raussehmhörer sagst, nein, ich bin einfach gut drauf und das steckt an?
00:06:30: Ich habe damit überhaupt kein Problem, wenn jemand einen schlechten Tag hat, dass er mich auch anmodst oder schimpft.
00:06:36: Ich habe dafür großes Verständnis, es ist nicht jeder so ausgeglichen.
00:06:40: Mir macht das auch nichts aus.
00:06:41: Ich nehme mich da auch nicht so wirklich so wichtig.
00:06:43: Ich kann da einen Auge zudrücken und denke, lohnt sich das jetzt wirklich, dass ich mich mit ihm auseinandersetze?
00:06:48: Soll ich jetzt wirklich diese Minuten nehmen?
00:06:51: Und letztendlich kommt keine Lösung dabei heraus, dann beende ich das lieber so.
00:06:54: Ich habe damit kein Problem, ich kann verzeihen, ich bin nicht nachtragend, ich habe dafür Verständnis, wenn jemand mal schlechte Laune hat, alles gut.
00:07:02: Aber ich bin halt... Hauptsache meine Laune bleibt gut.
00:07:06: Und das wird er dann auch wieder ausgeglichen.
00:07:08: Dann gibt es so viele Menschen, mit denen ich dann so positiv empfangen werde, das gleicht sich dann immer wieder aus.
00:07:12: Und ich finde das aber auch nicht schlimm, wenn jemand mal mutzig ist.
00:07:17: Das ist mir klar, aber... So
00:07:19: ungerechte Kritik.
00:07:20: natürlich ärgert mich das, aber ich bin jetzt auch keiner, der dann so unbedingt auf seinen Recht bricht und sagt, das war aber nicht so, sondern sagt, so ist besser.
00:07:29: Bähnen wir mal lieber so.
00:07:30: Sven, lass uns doch mal an den Anfang gehen.
00:07:32: Du bist ja eigentlich oder du bist Diplomverwaltungswirt, gehobener Verwaltungsdienst.
00:07:37: Wie kommt man dann zur Post?
00:07:38: War das immer schon ein Traum?
00:07:39: War das ein Plan?
00:07:40: War das eher Zufall?
00:07:41: Also wie hat sich das entwickelt?
00:07:42: Es war reiner Zufall.
00:07:46: Damals, im November, das mündliche Examen, hab es bestanden, hab mein Diplomkkund abgeholt, hab mich auf den Job nie beworben.
00:07:55: Es war nie wirklich meins.
00:07:57: Ich konnte mir das nie so wirklich vorstellen, amtzusitzen und zur Schreibtischarbeit.
00:08:02: Ich hab einfach mal ein bisschen mehr Bewegung gebraucht.
00:08:05: Okay, da ich mich nicht beworben hab, keine Stelle hab, bin ich montags, drei Tage später aufs Arbeitsamt, hab mich Arbeitslos gemeldet, bin dann runter in die Jobbörse zum Arbeitsamt und hab nachfragt, ob da irgendwo eine Stelle frei ist, wo ich vielleicht anfangen könnte.
00:08:18: Die haben mir dann mitgeteilt, dass aber die deutsche Post jemand sucht, haben mir die Adresse gegeben, ich bin dort hingefahren, habe ich bei dem Chef vorgestellt, wir haben super geredet, wir haben uns super gut verstanden.
00:08:29: Dann hat er mir aber mitgeteilt, dass sie überhaupt keine suchen.
00:08:31: Aber er hat mich dann irgendwie so sympathisch vom Auftreter her und so weiter.
00:08:35: Er hat gesagt, okay, morgen früh kann ich anfangen.
00:08:38: Dann hab ich einen Tag später anfangen bei der Post.
00:08:40: Und so, es hat alles angefangen.
00:08:42: Und ich habe auch gleich gemerkt, oh, coole Job, falsch mir.
00:08:46: Was, das war das gleich so?
00:08:46: Du dachtest, Joss, kannst du dir vorstellen, oder war das erstmal für dich auch so ein Prozess?
00:08:50: Also zuerst war es eine große Erleichterung, dass ich dann überhaupt was habe.
00:08:53: Also dass ich jetzt erstmal mehrere Einnahmen habe und Geld und so weiter und ich nicht weiter schauen muss.
00:08:59: Aber ich habe relativ schnell gemerkt, es ist echt cool.
00:09:01: Ich habe meine Ruhe, ich lade mein Auto selber.
00:09:04: Ich habe so eine empatische Fähigkeit, wo ich gut mit Menschen kann und mich auch Menschen interessiere und meine Ruhe.
00:09:12: Ich fahre viel Bewegung.
00:09:14: Es gibt so viele positive Gründe eigentlich, warum ich den Job so gerne mache.
00:09:18: Und mir war das von Anfang an klar, dass ich das auf jeden Fall weiter, weiter, weiter mache.
00:09:23: Ich habe auch Glück gehabt, Musikautor zu sagen.
00:09:25: Damals war die Post noch keine Aktiengesellschaft.
00:09:27: Ich habe auch einen relativ guten Vertrag gekriegt.
00:09:29: Vor allem auch sehr schnellen, unbefristeter Vertrag.
00:09:33: Innerhalb, ein paar Wochen habe ich schon unbefristeter Vertrag gehabt, während andere halt zwei, drei, vier Jahre hin kämpfen müssen, damit ich mal unbefristeter Vertrag kriege.
00:09:40: Da war ich superfröhlich, superglücklich und hab gewusst, das ist mein.
00:09:45: Macht mir Spaß.
00:09:46: Du hast erzählt, für dich gab es nie so wirklich den Traumjob, sondern eigentlich immer da das Motto, ich will glücklich und zufrieden sein.
00:09:52: Das ist, woher kommt das?
00:09:56: Das kommt eigentlich hauptsächlich darauf.
00:09:57: Ich hatte noch nicht so konkrete ... Berufsvorstellung oder Vorstellung vom Leben.
00:10:01: Ich war so ein Tagtreum.
00:10:04: Ich lebe immer hier und jetzt.
00:10:05: Ich habe nie groß an die Zukunft gedacht.
00:10:07: Ich habe nie in der Vergangenheit gelebt, sondern immer hier und jetzt.
00:10:11: Und durch das, dass ich auch nie so konkrete Berufsziele hatte, während andere in meiner Abiturklasse schon genau wussten, ich möchte die medizinische Richtung, ich möchte Jura studiere, ich möchte, was ich Ingenieur werde.
00:10:24: Bin ich immer, habe ich nie gewusst, was ich wirklich, was ich wirklich werde.
00:10:28: Und von dem her war mir eigentlich immer nur wichtig, Zeit für mich zu haben.
00:10:32: Zeit für mich ist unbezahlbar.
00:10:35: Und mir war es immer wichtig, dass die Dinge, die mir wirklich Spaß machen, auch wenn sie noch so primitiv sind wie Musiker, PlayStation-Spieler, Fußball, gucken und so was, das hat mich aber so befriedigt und es war so ein Interfin-Ausstoß und das war mir immer viel wichtiger als jetzt ein Job zu haben, der ... Sehr zeitintensiv ist, ich muss zehn Stunden Arbeit, dann komm nach Hause, du weißt selber, wie das ist.
00:11:01: Deine Gedanken sind nur noch bei der Arbeit, es saut auch wieder Stunden, dann gehst du ins Bett, schläfst das Schmutz auf und das Gleiche.
00:11:06: Und das war es mir nie wert.
00:11:08: Ich wollte immer eigentlich meinen Spaß haben.
00:11:11: Und das war schon mein Abimoto, einfach glücklich und zufrieden sein.
00:11:15: Auch zufrieden mit sich selber meine ich damit, so dass man einfach sagt, ich bin so wie ich bin, ich bin froh, dass ich so bin.
00:11:21: Ich muss mich nicht verändern, ich kann... Ich komme mit jedem aus, ich tue niemanden weh, ich sitze niemanden auf der Tasche, ich bin selbstständig und bin frei in meinem Gedanken.
00:11:31: Ich habe mein Soll erfüllt, ich habe Abitur gemacht, ich habe ein abschließendes Studium, ich kann was vorweisen und hat für mich aber selber nicht so die Bedeutung gehabt.
00:11:40: Ich wollte einfach auch viel Zeit für mich haben, Zeit ist einfach unbezahlbar und da kommt man es nicht aufs große Geld an oder auf die große Karriere.
00:11:48: Die Karriere gehende fehle mir eh.
00:11:50: Hat ich auch wirklich noch nie, habe ich schon früh gespürt.
00:11:53: Und so war das dann einfach, dass es immer schon mein Mutter war, einfach glücklich und zufrieden sein, auch mit sich selber.
00:11:58: Einfach
00:11:58: sein, schön.
00:12:00: Traumhaft.
00:12:02: Sven, wenn du jetzt zurückblickst, was hat dich denn über die Jahre bei diesem Job gehalten?
00:12:07: Ich mein, sind es ja schon dreißig Jahre.
00:12:09: Also ich will jetzt mal in die Tiefe gehen, so der Berufsalltag.
00:12:14: Ich könnte mir vorstellen, es ist ja nicht so, dass das auch jeden Tag ist ein neues Paket.
00:12:18: Es sind vielleicht jedes jeden Tag vielleicht neue Menschen.
00:12:21: Aber selbst das sind ja auch meistens die gleichen.
00:12:23: Was ist es so, was dir diesen Beruf so... Wo gibt es dir so diesen Halt oder so diese Stärke, sagen wow, das mache ich jetzt seit dreißig Jahren, habt ihr immer noch so eine Freude dran?
00:12:31: Ja, das liegt eigentlich hauptsächlich an den ganzen Menschen.
00:12:36: die ich beliefe.
00:12:37: Die sind ja so ein Badewale, wirklich unglaublich freundlich.
00:12:41: Ich fühle mich so richtig wohl, mir wird zugewungen, zugehugt.
00:12:45: Also jeder Mensch will ja irgendwie so Anerkennung oder Bestätigung oder positives Feedback.
00:12:51: Und für mich ist es herrlich, dass jeder Tag wirklich so ist, dass ich nur... so viel Komplimente, so viel positives Feedback, so viele nedeliebenswerte Menschen treffe, die mich selber auch aufbauen, mich freuen und das mich das einfach erfüllt.
00:13:06: Und ich fahre dann immer nach Hause und bin so froh und empfinde es als wirklich als Privileg, dass ich gedanklich bei mir dann bin, dass ich weiß, ich komme jetzt nach Hause, sehe meine liebe Frau, fühle mich total geborgen, kann das machen, was ich will, mit voller Intention, mit voller Lust und habe nur positive ... Gedanken im Kopf über den Alltag, über mein Arbeitsalltag.
00:13:27: Ich stehe echt gerne auf, ich arbeite gerne, mir macht es Spaß.
00:13:30: Ich bin mit Menschen, auch solche ganz labidaren Dinge wie seit dreißig Jahren habe ich kein Kilo zugenommen.
00:13:37: Ich wiege immer das Gleiche wie.
00:13:41: Ich habe bewegt mich viel.
00:13:43: Ich habe keine körperliche Belastung, macht mir nichts aus.
00:13:45: Es ist echt wirklich so, dass ich keine Schulterprobleme habe, keine Knillschmerzen, keine Rückenprobleme und ich trage Pakete bis dreißig, einer dreißig Kilo.
00:13:53: Lauf jeden Tag drei, zehn, vierzehn Kilometer bei dem Job.
00:13:56: Und dass ich meine Ruhe habe.
00:13:58: Und das ist was, wo ich wirklich zu schätzen weiß und das ganz toll finde.
00:14:03: Das ist so schön, wenn man dir zuhört, da muss man schon die ganze Zeit strahlen.
00:14:07: Ist das eigentlich etwas, was du aus dieser Familie mitbekommen hast, diese unglaubliche Freundlichkeit, wurde dir das schon so vorgelebt?
00:14:13: Oder woher ist das?
00:14:15: Ja, das ist auf jeden Fall.
00:14:16: Ich glaube, die Persönlichkeit von einem Menschen bildet sich aus allen möglichen verschiedenen Menschen.
00:14:22: Am Anfang sind es natürlich deine Eltern, die dich auf den Weg bringen, die die sozialen Werte und Normen, die einem versuchen zu übermitteln und beizubringen.
00:14:28: Und da war ganz klar meine Mama der Vorreiter.
00:14:32: Das war für mich immer so eine absolute Vorbildcharakter.
00:14:36: Die hat jeden Menschen gerecht behandelt, keine Vorurteile.
00:14:40: Es war zu jedem offen und ehrlich, hat großes Verständnis, große Akzeptanz, große Toleranz.
00:14:48: Und das hat sie nicht nur gesagt und geredet, das hat sie einfach praktiziert.
00:14:52: Und das hat mich immer schon als kleiner Junge unglaublich beeindruckt.
00:14:55: Und man muss halt auch sagen, meine Mutter hat, ich habe noch zwei Brüder, alle bei der Polizei, meine ganze Familie, Polizisten.
00:15:03: Mein Vater war schon Polizist, das ist halt schon vor Jahren verstorben.
00:15:06: Meine beiden Brüder, wo ich hab auch Polizei, ich bin Black Sheep of a Family sozusagen.
00:15:13: Das hat einen auf jeden Fall geprägt und das fand ich immer toll, dass er das auch wirklich so praktiziert hat.
00:15:18: Und das war immer so eine Vorbildfunktion.
00:15:20: Ich konnte sie alles fragen und sie war immer.
00:15:22: Und genau das wollte ich auch noch sagen.
00:15:25: Meine Mutter hat das erste Kind, mein erster ... Bruder mit sechzehn Krieg, mit siebzehn des Zweideckens und mit achtzehn Milch.
00:15:31: Also relativ jung und sie hat uns komplett erzogen.
00:15:34: Also das war nicht die Oma, Opa oder sonstiges hier.
00:15:37: Und die war immer schon so taf und so starr und so gerecht.
00:15:42: Ich hab sie nicht einmal erlebt, dass er aus der Haut gefahren ist, dass er mich ungerecht behandelt hat und sie hat mir immer alles mit verständnisvoll erklärt.
00:15:50: Und das fand ich super.
00:15:51: Und das war für mich dann immer das Vorbild, auch diese Empathie, alle Menschen offen zu sein.
00:15:57: Open arms for everybody.
00:15:59: Und das hab ich dann echt auch selber genommen.
00:16:02: Und wenn man dann auch merkt, wenn man dann wirklich ein freundliches Hort oder sonstiges, wie viel das bewirkt, dann kann so eine Kleinigkeit.
00:16:09: Super.
00:16:10: Ja klar.
00:16:11: Sven, aber jetzt mal, wie sagen wir bei uns so schön, Butterbeidefische.
00:16:17: Ich finde das sehr toll mit einer guten Laune.
00:16:18: Ich habe gesagt, das ist auch der Grund, warum ich dich so gerne hier in dieser Podcast vorgehaben möchte.
00:16:22: Aber jetzt mal ganz ehrlich, gibt es bei dir nicht auch einen Moment, wo du dich mal ärgerst oder wo es mal C wird?
00:16:29: Und wenn es das gibt, weil nochmals, ich kann es auch nicht vorstellen, dass immer nur alles toll und rosa ist.
00:16:35: Wie kommst du wieder schnell in deine Spur?
00:16:37: Weil ich glaube, du kommst relativ schnell auch wieder in deine Spur.
00:16:40: Natürlich
00:16:40: gibt es immer Tage, wo ja alles, wo es zäh ist, wenn draußen zum Beispiel sechtes Wetter ist, stürmisch ist, strömender Regen, Schnee, glatt heißt.
00:16:49: Das sind natürlich Tage, wo keiner ganz zustellt.
00:16:51: Aber das ist dann so ein Prinzip von mir, wo ich aber auch schon immer, auch als Kind als Jugendlicher, immer schon... Konsequent eingehalten haben, Dinge, die ich nicht verändern kann.
00:17:01: Akzeptiere sie, hake sie ab, fertig.
00:17:03: Das ist verschwendete Energie.
00:17:05: Ich kann noch so schimpfen, dass es wieder so schlecht ist.
00:17:07: Das wird nicht besser.
00:17:08: Also akzeptiere es einfach.
00:17:10: Dann gibt es einfach so Motivation, sondern freue mich oft.
00:17:13: Ein paar Stunden habe ich Feierabend.
00:17:14: Dann gehe ich nach Hause und alles ist wieder gut.
00:17:16: Also man muss sich so positive Dinge einfach in der Kopf setzen und sich selber dann motivieren und an die schönen Dinge denken.
00:17:23: Wenn manche Dinge kann man nicht verändern, das sind halt einfach so.
00:17:26: Dann muss man halt bei euch.
00:17:28: Aber es gibt natürlich Momente, wo ich dann auch, das ärgert mich weder in meinem täglichen Leben, sondern mehr politische Situationen, Kriege und Ungerechtigkeit.
00:17:37: So was ärgert mich viel mehr als, dass ich jetzt persönlich irgendwie was Schlimmes erlebt habe oder mir es schlecht geht.
00:17:44: Das nimmt mich mehr mit, als meine tatsächliche Gefühlslage.
00:17:49: Da komme ich gut weg.
00:17:50: Ich bin auch sehr ausgeglichen.
00:17:53: Kannst du auch mal eine Frau fragen?
00:17:55: Es gibt kaum Momente, wo ich so ausfliebe oder so aufbausen und laut.
00:17:58: Ich bin immer so hammernübig dürftig.
00:18:02: Wir kriegen das schon geregelt.
00:18:04: Gibt schon eine Lösung.
00:18:06: Ja, das war mir auch klar.
00:18:06: Deswegen, ich wollte es nur trotzdem auf den Punkt bringen, weil ich glaube auch, du wirst auch deine Momente haben, wo es mal nicht läuft.
00:18:11: Ja, unter dem Tag kriegst du die Pakete vielleicht nicht mehr pünktlich zugestellt oder whatever.
00:18:17: Ich bin ja auch schon ruhiger geworden für mein Wesen.
00:18:20: Ja, ich war da früher viel aufbausender.
00:18:22: Da habe ich richtig geärgert.
00:18:24: Ich habe jetzt vielleicht auch mehr diese Einschränkungen gesagt, was er ändern kann, was er nicht, damit muss er irgendwie leben.
00:18:32: Aber ich habe da eine andere Art meiner Energie.
00:18:36: perfekt fokussiert, weil ich mich einfach manchmal gerne auch eher gehabt habe, weil mich das auch aufgelegt wird.
00:18:42: Dinge dann nicht so klar, wie ich es mir vorstelle.
00:18:44: Und vielleicht kommt es dann mir jetzt auch mit zunehmendem Alter so ein bisschen hinzu, dass ich sage, okay, komm, jetzt ist es lohnt sich nicht mehr.
00:18:49: Aber es war vor fünfzehn Jahren oder noch vielleicht ein ganz anderer Fall.
00:18:53: Stefan, vielen Dank.
00:18:54: Man will ja auch ihr irgendwas dazu lernen.
00:18:56: Podcast folgen.
00:19:01: Ich geb das Wort wieder weiter an Jessica.
00:19:03: Du kriegst ja auch manchmal, wenn du sagst, ich will nur mal auf diese vielleicht schwierigeren Momente zu sprechen kommen, du kriegst ja auch manchmal so ein bisschen von dem Alltag, von den Menschen mit und gerade vielleicht auch Menschen, die alleine leben oder sind das so Sachen, wenn du da vielleicht Menschen triffst, die vielleicht in ihrem Alltag nicht so glücklich sind, dass das Momente sind, die dich dann eher mitnehmen oder gibt es da besonders viel deiner positiven Energie noch mit?
00:19:25: oder wie gehst du damit um?
00:19:27: Auf
00:19:27: jeden Fall versuche ich dann wirklich, wenn ... Wenn du jahrelang in die Paketbote bist und du hast schon ein bisschen das Verhältnis zu den Menschen, du weißt relativ viel, ich rede nie allzu lange mit meinen Kunden, immer wenn wir nur so ein kurzer Small talk, dann kriegt man im Laufe der Jahre wirklich, weiß man wirklich viel von den Menschen, wenn man merkt es dann auch, wenn es jemand nicht gut geht, man heißt Schicksalsschläge, Mann gestorben oder Vater gestorben und so weiter, dann bemühe ich mich natürlich intensiv drum, weil mir das dann auch wichtig ist.
00:19:56: Man weiß selber, im Trauerfall, Klimaschwerge gibt es keine tröstende Worte.
00:20:00: Was soll ich groß sagen?
00:20:02: Da muss man durch, auf gut Deutsch gesagt.
00:20:04: Aber so eine Koalitionahmung oder ein liebes Wort, ein lächeln, ein aufbauendes Wort, das bewirkt dann einfach viel.
00:20:12: Und da gebe ich mir dann schon immer besonders mehr auf jeden Fall.
00:20:15: Woran
00:20:15: merkst du denn?
00:20:16: Heute habe ich jemanden den Tag schöner gemacht.
00:20:18: Ich merke es einfach an der Wertschätzung, dass sie sich wirklich freue, mehr zuwinken.
00:20:23: Positives Feedback geben, Komplimente, auch über meine Haare.
00:20:28: Was finde ich super, mich freut das, weil mein Eimer sagt, lange Haare, oh nein.
00:20:31: Da heißt ich, das sagt man schon, das ist out, aber ich hab einfach auch so überzeugende lange Haare.
00:20:35: Das gehört zu meiner Persönlichkeit.
00:20:37: Was?
00:20:37: Schon
00:20:38: immer so gehabt?
00:20:39: Ich hab... Gute Geschichte.
00:20:42: Mein Vater, der war Polizist, das hab ich ja schon erzählt.
00:20:45: Und er hat mich bis ich dreizehn, vierzehnmal jedes Mal zum Friseur geschickt, wenn meine Haare nur drei, vierzehnte Meter lang waren.
00:20:51: Und dann hat sie sich... Extrem kurzer Schnitt.
00:20:53: Ich hab das.
00:20:54: Oh, ich fand das so schlimm.
00:20:56: Das war so schlimm.
00:20:57: Ich wollte immer längere Haare haben.
00:20:59: Schon als Kind wollte ich längere Haare haben.
00:21:02: Und dann irgendwann mit drei, zehn, vierzehn, hat er gesagt, okay, mach Frisur, wie du willst.
00:21:06: Und seit dem Moment habe ich lange, habe ich mal meine Haare gewachsen lassen, habe schon immer lange Haare gehabt, außer kurzzeitig.
00:21:11: zwei Jahre, das war das letzte Jahr vom Abitur, weil ich danach dann ein Jahr Unterdienst gemacht habe.
00:21:16: und dann brauchst du halt sagen, kurze Haare, das waren zwei Jahre, die zwei Jahre hatte ich kurze Haare und dann wieder lange.
00:21:21: Das ist einfach so, das ist immer schwer zu erklären.
00:21:24: Man fühlt sich wohl, wenn identifiziert sich.
00:21:27: Man möchte so aussehen, ob es jetzt gut aussehen ist oder nicht.
00:21:30: Das strahlt man dann vielleicht auch aus, wenn man so mit sich zufrieden ist und so möchte ich nur mal aussehen.
00:21:35: Und diese Haare habe ich nur mal.
00:21:36: Aber du glaubst nicht, wie viele Komplimente ich über meine Haare kriege.
00:21:40: Freut mich jedes Mal munge mein.
00:21:41: Ja, du küsst natürlich so einen Spitznamen, dann Blonder Engel.
00:21:44: Also das ist ja auch sogar noch viel.
00:21:45: Genau, Blonder Engel, Tatsan, Siegfried von der Nebelungensage.
00:21:49: Stimmt.
00:21:49: Gibt's auch viele, wo das sage
00:21:51: zu.
00:21:51: Und eine von diesen Schiffendales, von
00:21:52: diesen Tanzern.
00:21:53: Das ist ja einfach ein vielerlei Ding, immer.
00:21:56: Du bist ja bestimmt Server der Musiker.
00:21:58: Server der Musiker.
00:21:59: Das
00:21:59: ist aber auch cool.
00:22:01: Ja, du bist ein Typ.
00:22:02: Und das finde ich, da erbt man heutzutage nicht mehr viele.
00:22:05: Die meisten verstellen sich und probieren vielleicht für die Karriere oder fürs Geld oder was immer wieder.
00:22:11: im Leben nachtrachten, irgendwie in eine Rolle zu schlüpfen.
00:22:14: Und ich glaube, das kann ich jetzt noch mal, wenn man das so ein bisschen hört, auch deine Antworten, vielleicht noch mal jetzt schon mal so zusammenfassend.
00:22:20: Du bist eine richtige Typ.
00:22:22: Ja, das ist nicht herrlich.
00:22:23: Das ist auch mein Kompliment, weil das ist etwas, das sind heutzutage wenige.
00:22:27: Die meisten sind nicht das, was sie wirklich sind und spielen vielleicht was anderes.
00:22:30: Ich bin ein
00:22:30: sehr guter Schauspieler.
00:22:32: Ja,
00:22:32: nee, das ist schon bei dir genau so, wie es sein sollte.
00:22:35: Man kann ihn nicht machen.
00:22:36: Cool.
00:22:37: Sven, kannst du mir jetzt mal... Eine Situation erzählen, ohne jetzt zu privat zu werden, wurde gemerkt, das war heute mehr als nur Post.
00:22:47: Das war Menschsein.
00:22:49: Ja, ich hatte es nicht mehr hauptsächlich.
00:22:54: Die Menschen sind nicht mehr sehr angreifbar, wenn sie oder traurig einfach im Trauerfall.
00:22:59: Und ich hab mal, es ist zur Zeit Corona-Zeit, ist jemand an Corona gestorben, die mehr sehr am Herz erlagt.
00:23:09: und die ich sehr gemocht habe.
00:23:10: und der Mann war ein großer Trauer.
00:23:11: und dann bin ich nach Hause, habe eine Trauerkarte gekauft und habe wirklich was ganz persönliches, also wirklich sehr viel reingeschrieben.
00:23:19: Ganz persönliches, ohne die Formalität von, wie man jetzt eine Trauerkarte schreibt, sondern einfach so persönliche Empfindungen schreibe und habe es dann gegeben.
00:23:28: und man weiß dann nicht, wie die Reaktion dann einfach ist, ob man jetzt hilft mit seinem Schreiben oder ob man eben nicht ... zur Nachdenklichkeit und noch mehr zu trauer verhilft.
00:23:41: Dann habe ich einen Tag später getroffen, da ist er echt mit Tränen in der Auge rausgekommen.
00:23:45: Und es hat mich wirklich so gefreut und hat gesagt, ich fand es so toll, was ich geschrieben habe.
00:23:50: Er hat es jedem gezeigt und noch nie hat ihm jemand so was Schönes geschrieben.
00:23:56: Und das war so, wo ich sagte, ja, richtige Entscheidung, nehmt der Zeit.
00:24:00: Ein Mensch geht's nicht gut, hock dich hin, überleg dir was, schreib das, was du denkst.
00:24:05: Bauen auch irgendwie wieder auf und sagen, was für eine tolle Frau er gehabt hat.
00:24:09: Und das hat mich so gefreut.
00:24:10: Da hat sich jeder in der Nachbarschaft gezeigt.
00:24:13: In seiner ganzen Familie.
00:24:14: Das fand ich echt wirklich toll.
00:24:15: Und das ist in so Momente, wo ich merke, ja, ich war mehr als Paketbote.
00:24:20: Einfach
00:24:21: ehrlich vom Herzen.
00:24:24: Also viel Wertschätzung auch von den Menschen auf der Tour.
00:24:27: Aber du hast gesagt, dass in den Jahren hat sich der Job etwas, ja, hat sich verändert und die Wertschätzung kommt.
00:24:33: weniger vom Arbeitgeber und der Druck ist gestiegen, es gibt mehr Kontrollen.
00:24:38: Wie hat sich das in den Jahren für dich verändert und macht das dann noch genauso viel Spaß wie vor dreißig Jahren?
00:24:43: Ja, in der Tätigkeit selber macht es natürlich immer noch sehr viel Spaß, aber es regt eigentlich schon zum Nachdenken an, wenn die Wertschätzung kommt, generell nur von meinen Kunden.
00:24:54: Also auch wirklich eine unglaubliche Wertschätzung.
00:24:58: Aber von der Post selber, da bin ich einer von dreißigtausend Paket zu stellen.
00:25:03: Da bin ich einfach nur ein Nummer, ich bin reversibel.
00:25:06: Beim Barschett dran.
00:25:07: Sven, fünf Tage hat er gefehlt im Jahr zwei tausend fünfundzwanzig als Beispiel.
00:25:11: Ein Unfall hat er gebaut, vier Pakete sind irgendwie verschwunden, wo man nicht weiß, keinerlei Beschwerden oder fünf Beschwerden kriegt.
00:25:18: Da ist man einfach, da geht es nur nach Fakten.
00:25:20: dass man einfach nur ein Nummer unreversibel.
00:25:22: Und das weiß man auch.
00:25:23: Und so mich ärgert es einfach, dass man die richtige Beurteilung können, wirklich nicht die Kunden, die sehen, wie gehe ich mit einer Menschung, wie bring ich die Pakete zu den Leuten, wie ist mein Auftreten.
00:25:35: Und sowas ist bei der Post eigentlich, können die nicht beurteilen.
00:25:39: Und durch Zeit Corona wurde es halt für uns extrem schwer.
00:25:43: Corona weiß jeder.
00:25:44: Viele Geschäfte zu, es wurde bestellt.
00:25:47: Auf Teufel kommt rauf.
00:25:48: kommen raus, eigentlich alles bestellen.
00:25:51: Die Post hat vielleicht in dem Moment dann wirklich mehr gemerkt, was im Maximum geht bei der Paketzustelle am Leistungen.
00:25:58: Wir haben wirklich hundert-achtzig, zwar hundert Pakete jeden Tag raus und auf die freie Tage verzichtet.
00:26:02: Dass das einfach alles am Roller ist.
00:26:05: Und uns ärgert das eigentlich, weil wir sagen, insofern von Corona haben sie wirklich viele Firmen zu kämpfen gehabt.
00:26:12: Wirklich wahnsinnig viele Firmen.
00:26:15: Mit den Schließungen konnte ich nichts mehr verkaufen und so weiter.
00:26:18: Und DHL war einer der wenigen großen Gewinner eigentlich, weil diese ganzen Corona-Zeiten, Paketflut und so weiter.
00:26:25: Und durch die Problematik halt, dass die Prifträger, sondern kaum noch Briefe versendet, wie sind ihr auch, die Prifträger hin kaum noch Briefe, das hat werden die immer aufgestockt mit Pakete.
00:26:37: Das heißt Verbundzustellung.
00:26:39: Ich mache Briefe und Pakete.
00:26:41: Als ich vor sechs Jahren praktisch in den Rastart bei meiner ZB angefangen habe, hatten wir noch circa fünfzehn bis zwanzig Bezirke in Baden-Baden.
00:26:50: Jetzt fünf oder sechs Jahre später haben wir genau noch vier reine Paketbezirke in Baden-Baden.
00:26:56: Der Druck wird immer größer.
00:26:57: Die Verantwortung wird auf uns abgeschoben, sozusagen.
00:27:00: Ganz klar auch durch die... Paketzustellungen, wir brauchen kaum noch Unterschriften für Pakete.
00:27:07: Es gibt nur noch ganz wenig.
00:27:08: Man braucht nur noch ganz wenige Unterschriften.
00:27:10: Dann ist immer eine Frage Regress.
00:27:12: Wenn der Kunde behauptet, da hat es Paket nicht gekriegt, muss sie Regress zahlen.
00:27:16: Die holt es sich dann oft vom Zusteller, ob es gerechtfertigt ist oder nicht.
00:27:19: Also das ist alles, was uns eigentlich...
00:27:22: Wie vom Zusteller, von dir in Persona?
00:27:24: Nein, also wenn ich jetzt im Paket zugestellt habe und nicht richtig dokumentiert habe, wer das jetzt bekommen hat.
00:27:31: Die Post ist also sofort Regress an dem entsprechenden Kunde, aber die holen sich das Geld von den Zustellern.
00:27:37: Und das ist dann immer das, was mich dann... Man kann es sich natürlich wehren, aber das ist dann so eine Richtung, macht man das wirklich.
00:27:46: Das ist halt so, wo uns alle Zusteller eigentlich ärgern.
00:27:49: und auch wenn man dann an die Zukunft denkt, dass die reine Paketzustellung eigentlich nicht gewollt ist, weil es halt... weil die Präfträger halt mit Pakete aufgestockt werden müssen, damit es irgendwie noch produktiv ist.
00:28:03: Weiß mal einfach, ich will nur Pakete zu stellen, nicht Pakete und Präfe.
00:28:08: Aber dann lass uns doch noch mal über die Zukunft sprechen, weil du hast auch gesagt, es gab auch schon Abmahnungen selbst für dich.
00:28:13: Ich meine, was macht das mit einem Menschen, der eigentlich so einen tollen Job macht?
00:28:17: Und ja, was heißt das für die Zukunft für dich?
00:28:21: Das regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und es hat mir auch unheimlich geärgert, weil ich finde, man kann nicht immer nur gut und böse und richtig um falsche Urteile, sondern es gibt auch was dazwischen.
00:28:33: Also, wenn man weiß, wie meine Art der Zustellung ist und wenn ich, mir ist die Kundezufriederheit immer viel wichtiger als jetzt irgendwelche Vorschriften von oben.
00:28:43: Als Beispiel, ich fahre jetzt in der Lichtentaler Straße entlang, treffe irgendeine Frau oder ein Mann und sage, hey Willi, du kriegst später ein Paket.
00:28:51: Und er sagt zu mir, es wäre nicht mein Geburtstag, ich muss meine Frau besuchen im Krankenhaus oder irgendwie, stellen wir es hin auf Terras.
00:28:59: Mache ich das?
00:29:00: Aus gutem Gewissen?
00:29:01: Mein Menschenversand?
00:29:02: Mein Bauchgefühl sagt, das ist auf jeden Fall okay.
00:29:05: Ich verstoße nicht gegen irgendwelche Vorschriften.
00:29:09: Aber wir werden halt oft kontrolliert.
00:29:10: Da gibt es extra Qualitätsmanager, die gucken, ob die Fahrer nicht hinterher sind, sondern eine halbe Stunde später fahren.
00:29:18: Die wissen genau genau, wie ich die Pakete gehabt habe.
00:29:23: Und die fahren dann eine halbe Stunde später hinterher und gucken dann im ganzen Haus, im ganzen Hausgang, ob nicht irgendwo Paket unrechtmäßig abgestellt wird.
00:29:30: Wenn jetzt dieser Willi, wo ich den Paket auf der Reise gestellt habe und dann kommt ein Kontrolleur und läuft ihn auf der Reise und sieht, dass ich den Paket auf die Reise gestellt habe, gibt es keine Zeit mehr.
00:29:40: Was ist jetzt wichtiger?
00:29:41: Kundenzufriedenheit.
00:29:42: Das Paket fehlt nicht.
00:29:44: Der Kunde ist äußerst zufrieden, beschwert sich nicht.
00:29:48: Und dann kriegt man Abmahnungen.
00:29:48: Also in welchem Verhältnis steht das?
00:29:50: Ich habe mal gleich in der Verweisung, es gibt immer das Wahl des mildesten Mittel oder Verhältnismäßigkeiten, welchem Verhältnis steht.
00:29:58: So eine Zustellung.
00:30:03: Gegenüber postalische Vorschriften, in welchem Verhältnis steht es, dass man dankt schon, dass das schon reicht, um eine Abmahnung zu kriegen und da auch irgendwie keinerlei Kollanz besteht.
00:30:13: Sondern das ist das, was mich ärgert und mir auch Gedanken macht, weil ich weiß, dass ich immer mehr nach der Kunde gehe.
00:30:21: Und wenn ich jemanden treffe und das sagt, wenn ich bin nachher nicht da, halb ich schon was, bitte da noch.
00:30:25: Dann mache ich das mit gutem Gewissen.
00:30:27: Klar.
00:30:29: Aber ist halt die Problematik.
00:30:30: Ich kann die Post aber auch verstehen, dass sie diese Kontrolle machen muss.
00:30:34: Weil viele Pakete geben werden, sind verschwunden und sonstiges.
00:30:38: Sie müssen halt dann einfach gucken, dass sie da bis so was reinholen wieder.
00:30:41: Aber für uns Zusteller ist es nicht gerade wirklich... Also ist ein komisches Gefühl, wenn man immer so einen Hinterkopf hat, auch vielleicht werde ich kontrollieren.
00:30:48: Vielleicht werde ich kontrolliert.
00:30:50: Ist kein Spaß, weil ich mache echt einen guten Job, denke ich wirklich.
00:30:53: Ich habe mir auch noch nie für so ein Talentprogramm beworben bei der Post.
00:30:56: Da gibt es auch so ein Talentprogramm.
00:30:59: Ich fühle mich zu was höheren Beruf.
00:31:02: Ich bin natürlich besser voraussetzt als manch anderer mit Abitur und Abstand in der Studium.
00:31:06: Ich habe mich nie in den dreißig Jahren nie auf eine andere Stelle und nie in dem Talentprogramm beworben.
00:31:13: Ich wollte immer nur Pakete.
00:31:14: Es war für mich immer so eine super Ausgangslage.
00:31:16: Ich bring jemand was, was er will, was er sich wünscht.
00:31:19: Super.
00:31:19: Ich muss niemanden belehren, bekehren, erziehen.
00:31:23: Ich bring einfach nur Paket, was er will.
00:31:25: Das ist eine tolle Ausgangslage.
00:31:27: Und es ist ja auch in neun, neun, neunzig Prozent der Fälle, die Menschen freuen sich ja, wenn sie ein Paket bekommen.
00:31:32: Ob es geschenkt
00:31:33: ist oder ob es einen wahren Lieferung
00:31:34: selbst
00:31:35: gekauft.
00:31:35: Wenn so ein Paket kommt, macht es auf.
00:31:37: Das ist einfach was Schönes.
00:31:39: Auf jeden Fall.
00:31:39: Wie so ein tachteliger Weihnachtsmann.
00:31:42: So geht es mir auch.
00:31:45: Weihnachtensliebe.
00:31:46: Sen, du bist jetzt seit dreißig Jahren schon dabei bei der DL oder bei der Deutschen Post.
00:31:51: Und gerade jetzt stehst du so einen Punkt, wo du ja selbst du jetzt über Veränderung nachdenkst.
00:31:57: Was muss ein neuer Job haben, damit du sagst, da geht mein Herz auf?
00:32:02: Hm, hat das was mit Schuhen vielleicht zu tun?
00:32:04: Nein,
00:32:05: das kann ich auch nicht.
00:32:10: Das ist auch wieder so was, wo ich mir eigentlich auch nicht so viel Gedanken mache.
00:32:13: Mehr ist wichtig, dass derjenige, wo mich halt haben möchte oder mehr Stelle gibt, dass er mir einfach vertraut und dass er meine positiven Sachen einfach im Vordergrund stellt.
00:32:24: Also vielleicht diese Empathie mit Menschenumgang, die positive Art.
00:32:30: Ich bin ein schlechter Schauspieler.
00:32:34: Ich kann nur was machen, wo ich mich nicht verstellen muss.
00:32:37: Aber da gibt es viele Bereiche.
00:32:38: Ich wüsste selber nicht einmal, was es wäre.
00:32:40: Es muss einfach sein, wo ich sage, Hey, das ist gut.
00:32:44: Das ist was Gutes.
00:32:45: Ich tue was Gutes.
00:32:47: Und ich kann auch eigenständig arbeiten.
00:32:49: Und er vertraut mir.
00:32:51: Und er hat Geduld mit mir.
00:32:53: Ich kann dann nicht immer sagen, in welche Richtung das geht.
00:32:55: Es kann ganz vieles sein.
00:32:56: Ich muss einfach sagen, dich brauche ich.
00:32:59: Du machst das jetzt.
00:32:59: Vielleicht
00:33:00: hört es ja genügend Menschen diese Folge.
00:33:02: Also ich leite es direkt weiter.
00:33:06: So, Job an Zeige, Handwerk und Haltung.
00:33:10: Oh, das würde, glaube
00:33:11: ich, viele viele... Wer will den blonden Engel?
00:33:13: Ja, genau.
00:33:14: Das würde viele, viele Menschen unglücklich machen.
00:33:16: Ich weiß ja, als ich umgezogen bin und du nicht die Pakete zu mir gebracht hast, das hat mich schon sehr traurig gemacht.
00:33:22: Aber ich muss auch dazu sagen... Ich hänge an dem Job.
00:33:25: Das ist wirklich Fakt.
00:33:26: Mir wird es unheimlich fehlen, die lieben Menschen in Baden-Badu nicht mehr zu sehen und nehmen diese Tätigkeit aus zu üben.
00:33:37: Das wird mir unglaublich schwer fallen.
00:33:39: Da wird mir das Herzblut.
00:33:40: Ich habe so eine gute Beziehung zu so vielen Menschen, die mir so ans Herz gewachsen sind, die wirklich so lieb sind, die mir dann einfach auch fehlen würden.
00:33:48: Und es ist ja auch nicht nur so, dass die Menschen mich auch motivieren.
00:33:53: Das tut ja gut, wenn ich mal so Tage habe, wo es draußen regnet und ich eigentlich nicht so lust habe.
00:33:57: Der erste Kunde ist schon ein nettes Wort.
00:33:58: Das beruht auf Gegenseitigkeit.
00:34:01: Die bauen mich genauso auf, wie ich sie vielleicht aufbaue.
00:34:04: Das ist so ein Geben und Nehmen.
00:34:06: Das ist einfach schön.
00:34:07: Man wird das auf jeden Fall fehlen, weil ich eigentlich nicht gedacht habe, dass ich mir mal darüber Gedanken gemacht habe, dass ich vielleicht was anderes machen soll.
00:34:14: Ich war immer so überzeugt und ich habe auch immer schon die große Akzeptanz erfahren.
00:34:21: Badebadern oder lange Steinbare, sondern auch von meinen Abiturjungs, wenn wir Abitreffer haben, die sind so stolz und ich sage, dass du bist so gut, weil ich authentisch wäre anscheinend, sage sie.
00:34:32: Und sowas möge ich einfach, dass man nicht immer nur so immer weiter, immer weiter, immer weiter, immer mehr.
00:34:37: Ich war immer so einer, wo ich möchte ein bisschen Ruhe haben, wo ich möchte ein bisschen Zeit für mich haben und die Dinge, wo mir Spaß machen, wo ... Die möchte ich einfach auch wirklich genügen mit genügend Zeit machen.
00:34:49: War schön.
00:34:50: Wo war das dann immer?
00:34:52: Bevor wir gleich zu den drei Klassikern kommen, noch eine letzte Frage.
00:34:55: Wenn Menschen nach dieser Folge nur eine Sache mitnehmen, was sollen sie Überhaltung und Freundlichkeit verstehen?
00:35:01: Ein Lächeln, ein liebes Wort, ein offenes Ohr, eine kurze Umarmung.
00:35:05: Das kann so viel bewirken, kann jemand so gut tun.
00:35:11: Also wirklich so eine große Wirkung, dass man das einfach öfters machen sollte.
00:35:15: Und das war jetzt einfach auch Demut.
00:35:17: Also ich war schon als Kind, hab ich mich tierisch glücklich, dass ich auf diesen Breiten und Längen grad auf die Welt gekommen bin, wär ich zehn grad südlicher, zehn grad östlicher, ich hab das lange nicht so schön gehabt.
00:35:29: Aber leere ich auch, das sag ich auch ganz oft zu meiner Kunde, Demut, wären es doch alle wirklich schön.
00:35:35: Es gibt immer grad ... Du weißt selber, Krise, Arbeitslosigkeit, Geld und was kommt und was kommt.
00:35:42: Aber ich sage immer, denk doch an das, was wir haben, was uns keiner mehr nehmen kann.
00:35:46: Denk doch so viel, ich muss nicht hummern.
00:35:49: Man braucht nicht wirklich viel, um glücklich zu sein.
00:35:52: Manchmal ist weniger mehr.
00:35:54: Volle Badewanne zumindest.
00:35:55: Volle Badewanne auf jeden Fall.
00:35:59: So.
00:36:00: Jetzt zum Abschluss, die drei Klassiker.
00:36:01: Du kommst nicht dran vorbei.
00:36:06: Welcher Moment, also ein bisschen muss ich ja auch den Schuh irgendwie mit einbauen.
00:36:09: Also welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient?
00:36:13: Und was wäre das für einen Moment?
00:36:15: Also, das habe ich vorhin schon mit der Jessica gehabt, weil das finde ich ja die schwierigste Frage überhaupt.
00:36:20: Aber ich glaube, ich bin ja keine Ausnahme.
00:36:22: Es ist eine schwere Frage.
00:36:23: Ja, total.
00:36:24: Weil ich habe so eine Jessica, das so erklärt, dass ich schon seit ich zwanzig bin, immer... Und damit
00:36:51: lieferst du auch aus?
00:36:52: Sind das auch die, die du...
00:36:54: Ich sage, die habe ich früher immer auch bei der Auslieferung gehabt, aber mittlerweile habe ich von Adidas so Gore-Tex-Schule, weil die einfach ein bisschen leichter sind.
00:37:02: Es war aber auch erst seit ich Bader-Bader war, weil in irgendeinem Moment muss man so viele Treppe steigen wie im Bader-Bader.
00:37:08: Es ist unglaublich, wie viel Treppe ich laufe, muss alles.
00:37:11: Und darum war ich selber leichter, ist dann doch ein bisschen besser.
00:37:15: Aber ich liebe Dockers, die sind so schön, glaube ich, wie es so
00:37:18: ist.
00:37:18: Ich weiß,
00:37:19: wo ich ihn bebringe, ja, ich, auf jeden Fall.
00:37:23: Dann, ich bin ja großer Weinliebhaber, deswegen kommt diese Frage, ja, musst du auch durch.
00:37:28: An welches Glas Wein?
00:37:29: Dass du dich besonders gern zurück.
00:37:31: Und was war das für ein Wein?
00:37:33: Also gut, jetzt kann ich es ja nicht mal loswerden.
00:37:35: Ich bin ein absoluter Weinbanause.
00:37:39: Wirklich.
00:37:40: Ich kriege so viele Flaschen Wein und Sack geschenkt von meinen Kunden.
00:37:43: Ich freue mich, muss sagen, ich freue mich wirklich ungemein über die Anerkennung.
00:37:47: Ich finde auch, ein Weinflasche sieht schön aus.
00:37:50: Macht was her, aber ich weiß halt nichts anzufangen.
00:37:54: Kann ein Boden nicht von einem schlechten Wein.
00:37:56: Aber
00:37:56: trinkst du denn generell?
00:37:57: Überhaupt nicht.
00:37:58: Nein,
00:37:59: ich muss echt zugeschenken.
00:38:00: Ich schenke es meiner Schwiegerin.
00:38:02: Ich habe es früher meiner Schwiegermutter geschenkt, weil sie so gern Wein getrunken haben.
00:38:05: Ich schenke es meinem Vermieter oben, weil er Wein liebt.
00:38:09: Ich mache auf jeden Fall Freude mit und den Menschen machen mir auch Freude.
00:38:13: Aber für mich lieber.
00:38:14: Für mich lieber.
00:38:15: Mein absolutes Lieblingsgetränk.
00:38:17: Orang-Schina.
00:38:18: Ich liebe Orang-Schina, ja.
00:38:20: Manche wissen das Silke.
00:38:22: Zum Beispiel.
00:38:22: Ja.
00:38:23: Den weiß es.
00:38:24: Und wenn ich mein Zierpaket kriege, hat ich ganz oft für mich eine Orang-Schiener-Flasche.
00:38:28: Und manche wissen das und das ist für mich das absolute Lieblingsgetränk.
00:38:31: Und ich trinke daheim eigentlich auch nie Alkohol.
00:38:33: Ich trinke Alkohol nur wegen der Wirkung.
00:38:35: Nicht wegen dem Geschmack.
00:38:36: Nur wegen der Wirkung.
00:38:37: Wenn ich ganz ehrlich bin, außer Bier, Bier mag ich.
00:38:40: Das ist auch was anderes bei Wein.
00:38:41: Wenn ich einfach ein paar naus ist, tut mir für jeden Wein, Liebhaber.
00:38:44: Leider mir eine Flasche schenkt.
00:38:46: Ich
00:38:48: habe jetzt schon einigen dieser Fragen stellen dürfen.
00:38:50: Dein ist nicht die nicht nur die charmanteste, die lustigste, sondern auch wirklich die Ehrliste von allen.
00:38:56: Vielen
00:38:56: Dank.
00:38:57: Ich habe mit vielen gerechnet, aber das war nochmal über dem, mit dem ich gerechnet habe.
00:39:02: Und jetzt ganz zum Abschluss.
00:39:08: Hab ich mir auch lange Gedanken drüber gemacht.
00:39:09: Ich habe vielleicht so zwei, drei Dinge eigentlich eher als eins.
00:39:12: Das erste ist natürlich, ich meine, Ehe regnet aus.
00:39:15: romantischen Gründen, sondern einfach nur aus symbolischen Gründen und dass das so super passt.
00:39:20: Er ist bewegbar, aber er fliegt nie raus.
00:39:22: Ich habe den immer an, ich habe den nie aus.
00:39:24: Selbst im Meer, im Ozean habe ich den Ring an, in der Badewanne habe ich den Ring an, in der Achterbahn.
00:39:30: Also ich muss den nie aussehen, da ist es immer bei mir.
00:39:33: Denn nicht weil er teuer ist, sondern einfach weil es ein Symbolkraft ist und meine Liebenswerte, liebe, liebe, liebe Frau, die mir so viel Geborgenheit gibt, habe ich sie immer bei mir.
00:39:42: Und das Zweite ist meine lange Haare.
00:39:45: Die würde ich auch nie hergeben.
00:39:47: Ich mag es sehr einfach und die bleibe.
00:39:49: Und ich
00:39:49: finde sie auch so pflegeleicht,
00:39:51: wie
00:39:52: ich erfahren habe.
00:39:54: Und es dreht auf der Fernseher.
00:39:55: Ich kann nicht mehr Fußball gucken, kein Playstation-Spieler.
00:39:58: Also wäre es schon schade.
00:40:00: Das sind so meine.
00:40:01: Okay, dann gilt bei dir der Punkt, welche drei gehen.
00:40:04: Genau.
00:40:05: Du hast
00:40:05: immer heute ganz viele Ausnahmen, wenn du das schon merkst.
00:40:08: Ich bin flexibel, weil ich wirklich total von dir begeistert bin.
00:40:11: Das will ich nur abschließend sagen.
00:40:12: Und in diesem Sinne.
00:40:14: Nochmals, ganz lieben Dank Sven, für die Zeit.
00:40:16: Das war wirklich eine so schöne, herzliche Runde Episode.
00:40:20: Also das hat mir wirklich Freude gemacht.
00:40:23: Ich habe auch wie gesagt mit einigem schon gerechnet, wie wir uns unterhalten, weil ich einfach in der gute Laune einfach so anstecken bin.
00:40:28: Es macht mir immer Freude, sich mit der Zeit aufhin so kurz ist.
00:40:31: Und sofern nochmals Danke auch für deine Zeit, heute am freien Tag.
00:40:34: Auch an dich, liebe Jessica, für diese tolle Moderation wieder.
00:40:37: Ich glaube, ich habe dir jetzt genauso viel Freude gemacht, kann ich schon mal vorwegnehmen.
00:40:41: Und ja.
00:40:42: Ab
00:40:42: jetzt natürlich auch alles Gute für dieses Jahr.
00:40:45: Und ich freue mich, wenn wir uns, lasst mich raten, Mittwoch.
00:40:47: Ich habe bis zum thirteenth.
00:40:48: Bis zum thirteenth.
00:40:50: Ich muss leider ohne mich auskommen.
00:40:53: Der Lade läuft trotzdem.
00:40:54: Ich verspreche
00:40:55: das.
00:40:55: Nein,
00:40:55: ich möchte mich auch bedanken.
00:40:56: Ich fand das ganz toll.
00:40:57: Und ich fand es auch toll, wo ich die Frage so durchgelesen habe, dass ich einfach auch mal mehr Gedanken über mich selber gemacht habe.
00:41:04: Dafür bin ich wirklich dankbar, weil ich mich selber noch nicht so gefragt habe, was heißt das für mich?
00:41:08: einfach glücklich und zufrieden sein.
00:41:10: Also solche Dinge, das hat mir auch sehr viel gebracht, dass ich mal wirklich mal intensiv Gedanken über mich machen konnte, warum bin ich so, wie ich bin.
00:41:18: Fand ich toll.
00:41:19: Für echt großes Kompliment, fand ich super.
00:41:21: Gerne, das machen wir auch ohne Berechnung.
00:41:23: Das war für Ume.
00:41:24: Ja, das war für Ume.
00:41:27: Sven auch von mir.
00:41:28: Vielen, vielen Dank.
00:41:29: Was für ein außergewöhnlicher Mensch.
00:41:30: Ich bin ja schon immer ein großer Fan von dir gewesen, jetzt nochmal mehr.
00:41:33: Also sehr berührend.
00:41:34: Vielen Dank für deine Zeit.
00:41:35: Und ich muss echt überlegen, wieder umzuziehen, dass ich in deinem Bezirk ziehe, solange du noch da seit heute.
00:41:40: Also danke schön.
00:41:41: Danke auch.
00:41:42: Vielen Dank.
00:41:42: Hat mir sehr viel Spaß gemacht.
00:41:44: Vielen Dank, Matthias.
00:41:45: Gerne, jederzeit.
00:41:46: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:41:47: Uns gibt es alle zwei Wochen und alle wichtigen Infos, die stehen unten in den Shownutz.
00:41:51: Und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:41:53: Bis dahin, alles Gute.
00:41:54: Tschüss.
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