#18 Hotellier des Jahres, Eleganz und die Kunst der Freundschaft – zu Gast bei Thies Sponholz, The Fontenay

Shownotes

Diese Folge führt uns nach Hamburg an die Außenalster – in eines der exklusivsten Häuser der Stadt: The Fontenay. Matthias Vickermann und Jessica Sander treffen dort Thies Sponholz, geschäftsführenden Direktor des Hotels und frisch ausgezeichnet als Hotelier des Jahres – „quasi der deutsche Oscar für die Hotelwelt“.

Thies erzählt, warum Gastgebersein für ihn keine Rolle ist, sondern eine Haltung: ganztägig, für Gäste wie für Mitarbeitende. Wir sprechen darüber, wie man ein Haus dieser Klasse führt, was es bedeutet, Verantwortung nicht „für den Cappuccino, sondern für den Menschen“ zu tragen – und wie man ein Team baut, das die gleiche Richtung lebt.

Dazu wird es persönlich: Matthias und Thies verbindet eine langjährige Freundschaft. Es geht um feine Menschen, große Herzen, gemeinsame Erinnerungen – und darum, warum echte Freundschaft genau dann erkennbar wird, wenn man dort weitermacht, wo man aufgehört hat.

Mit dabei: Ein Blick hinter die Kulissen großer Hotellerie, der Faktor Mensch als entscheidende Säule, und die Frage, wie man in einer Welt voller Tempo und Ansprüche trotzdem bei sich bleibt.

Sponsor-Hinweis Danke an Allianz Capital Solutions für die Unterstützung dieser Folge.

Unser Gast: Thies Sponholz, geschäftsführender Direktor The Fontenay (Hamburg) und Hotelier des Jahres

Profil: https://www.linkedin.com/in/thies-sponholz-2816a734/

The Fontenay: https://www.thefontenay.com/

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Transkript anzeigen

00:00:02: Das ist natürlich die größtmögliche Auszeichnung, die man bekommen kann.

00:00:05: in der Hotellerie und dort ausgezeichnet zu werden, bedeutet mir natürlich unglaublich viel und bestätigt den zumindest beruflichen Weg, den ich gegangen bin in den letzten etwa über dreißig Jahren.

00:00:16: Willkommen bei Handwerk und Haltung, dem Podcast mit Matthias Weckermann.

00:00:20: Es geht um Maßarbeit im Handwerk und im Leben, um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen, gerade dann, wenn es unbequem wird.

00:00:29: Matthias Weckermann ist Marschumacher, Unternehmer, Speaker und Netzwerker.

00:00:34: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Marsch die besetzen.

00:00:38: Wir sprechen über Wandelwerte und das, was wirklich zählt.

00:00:42: Das ist Handwerk und Haltung.

00:00:48: Herzlich willkommen zu Handwerk und Haltung.

00:00:50: Ich bin Jessica Sander und bei mir sitzt natürlich Matthias Weckermann.

00:00:53: Hallo Matthias.

00:00:54: Hallo Jessica, grüß dich.

00:00:56: Und was ich natürlich auch sagen muss, auch bei dieser Folge, ich habe jetzt in der ersten schon angekündigt, wieder ganz großen Dank an die Allianz Capital Solutions, die uns ja seit Anfang des Jahres unterstützen.

00:01:07: Und das freut mich wirklich sehr, also das muss ich einfach nochmal kurz erwähnen.

00:01:11: Großartig, da freue ich mich auch.

00:01:13: und ich freue mich, denn wir sind in Hamburg in einem der schönsten und exklusivsten Hotels direkt an der Außenallster im The Fontenay, fünf Sternen, Mitglied der Leading Hotels of the World, einhundertdreißig luxuriöse Zimmer und Sweets und eine spektakuläre Architektur.

00:01:30: Und unser heitiger Gast hat dieses Haus von Anfang an mitgeprägt.

00:01:33: Er ist in Husum geboren, seine erste Station war am Timdorfer Strand, dann ging es über St.

00:01:38: Moritz, Nizza, in die USA und nach Baden.

00:01:41: Dort hatte dann im Badischen Hof seine erste Stelle als Direktor gehabt und später folgte das Hotel de Rom in Berlin.

00:01:47: Und seit dem Jahr zwei Jahrzehnte ist er hier Geschäftsführender Direktor.

00:01:51: Und das Schöne ist Matthias, kennt ihn seit über zwanzig Jahren und für ihn ist er einer der engsten Freunden und jemanden, der ihn ausgleicht.

00:01:57: Und dazu sagt Matthias noch über Thies, dass er einer der best angezogensten Hotelliers ist, die er kennt.

00:02:03: Und ich glaube, das ist schon mal eine Auszeichnung.

00:02:05: Und ich freue mich sehr, dass wir heute bei ihm sein dürfen.

00:02:07: Herzlich willkommen, Thies Spohnholz.

00:02:09: Hallo Thies, ich grüße dich.

00:02:10: Vielen Dank.

00:02:11: Hallo, liebe Jessica.

00:02:12: Hallo, Matthias.

00:02:12: Hallo, Tis.

00:02:14: Grüßt euch.

00:02:15: Sehr schön.

00:02:15: Wir wollen ja heute darüber reden, wie man so ein Haus wie das Fontenay führt, welche Rolle eine starke Unternehmerpersönlichkeit im Hintergrund spielt und woher dieser Wunsch überhaupt kam, Gastgeber zu werden und natürlich auch über eure langjährige Freundschaft.

00:02:28: Das ist ja was Besonderes, euch hier beide sitzen zu haben.

00:02:31: Und erst mal können wir, glaube ich, sagen herzlichen Glückwunsch, Tis.

00:02:35: Ja, vielen Dank, Jessica.

00:02:36: Herr

00:02:36: Hotel jedes Jahres.

00:02:37: Wirst du?

00:02:38: Ja, das werde ich.

00:02:40: Es ist natürlich die größtmögliche Auszeichnung, die man bekommen kann in der Hotellerie.

00:02:44: Es ist ein einmaliger Preis, den gibt es so weltweit nicht, aber in Deutschland eben ist quasi der deutsche Oscar für die Hotelwelt und dort ausgezeichnet zu werden, bedeutet mir natürlich unglaublich viel und bestätigt den zumindest beruflichen Weg, den ich gegangen bin in den letzten etwa über dreißig Jahren.

00:03:00: Den Preis bekommt man bestimmt auch für die menschlichen Werte, für Haltung und alles, was man so für die Branche tut und von daher.

00:03:06: Erfüllt mich das natürlich mit großem Stolz.

00:03:08: Sehr schön.

00:03:08: Und dass wir dann auch jetzt den ersten Podcast direkt nach dieser Auszeichnung sozusagen oder bekannt werden, der Auszeichnung machen dürfen, ist natürlich auch sehr schön.

00:03:15: Matthias, meine erste Frage, bevor wir natürlich jetzt ja ins Fontenay einsteigen, einmal an dich.

00:03:20: Was ist der erste Gedanke oder der erste Satz, der dir in den Kopf kommt, wenn du an Ties denkst?

00:03:25: Was macht Ties aus und warum sagst du oder was gleicht er bei dir aus?

00:03:30: Also, ich glaube, bei mir ist es der Punkt, dass jetzt mal die Freundschaftsregel noch draußen vorhat.

00:03:33: Das ist ein Attribut für sich.

00:03:35: Seltenes Vergebe und dies hat das, das ist, zu sagen, jemand ist fein.

00:03:39: Und das ist für mich das Allermeiste, was ich bei dir einfach sehe.

00:03:43: Dieses Feine im Menschen, diese unglaubliche Höflichkeit und auch losgelöst diesen Job zu machen.

00:03:49: Viele machen Jobs, das machen die auch gut.

00:03:51: Aber es gibt welche, die leben das und das sagt man oft.

00:03:53: Aber hier ist für mich so das Paradebeispiel, weil ich kenne dies auch außerhalb seines beruflichen Feldes oder Arbeitsfeldes und... Das begeistert mich so sehr, dieses unglaublich große Herz.

00:04:06: Sehr schön.

00:04:06: Tis, erkennt euch seit über zwanzig Jahren vor allem aus der Zeit in Baden-Baden.

00:04:10: Danach ging es nach Berlin und seit zweitausendfünfzehnten in Hamburg.

00:04:13: Wann war dir klar, Matthias, es ist mehr als nur eine Bekanntschaft.

00:04:16: Das ist eine wirkliche Freundschaft.

00:04:18: Was zeichnet das für dich aus?

00:04:20: Ich glaube, die Begegnungen, die wir in Baden-Baden hatten, von der ersten Sekunde an, die waren immer... über das normale Master-Dinge hinaus.

00:04:29: Man hat sich kennengelernt, der eine war in der Hotellerie, der andere war im Schuhhandwerk tätig.

00:04:34: Und sehr schnell haben Matthias und ich, weil wir, glaube ich, beide sehr offene Menschen sind, sehr kommunikative Menschen.

00:04:40: Und die Tiefe in Gesprächen schätzen, nicht die Oberflächlichkeit, da haben wir Interesse an der gegenüberliegenden Person entwickelt.

00:04:48: Und für mich war das von der ersten Sekunde an.

00:04:49: Ich habe ihn bewundert für das, was er macht, weil er hat ja mal was anderes im Ursprung gelernt.

00:04:54: Und den schwenkt dann von dem, wo ursprünglich herkommt, zum Handwerk, etwas Schuhe zu machen.

00:04:59: Mich hat sowas immer schon begeistert.

00:05:00: Per se Handwerk.

00:05:02: Aber Schuhe sowieso.

00:05:03: Schuhe sind ein Teil meines Kapitals, meines Beruflichen, weil ich jeden Tag mit den zwanzigtausend Schritte laufe.

00:05:08: Und von der ersten Sekunde an war war, da ist jemand, der hat Witz, der hat Charme, der ist lustig, mit dem kannst du um die Häuser ziehen.

00:05:14: Er hat einen ganz großen Familien-Sinn.

00:05:17: Und das vereint uns von der ersten Sekunde.

00:05:19: Und von daher war mir klar.

00:05:21: Wenn dann nicht irgendwas ganz fürchterliches passiert, dann bleibt das für immer.

00:05:25: Der eleganteste und best angezogene Hotelier, den er kennt, geht das runter wie Öl und ist das etwas, was du schon immer oder was dir schon immer wichtig war, Design, Ästhetik oder kam das sozusagen Lauf der Karriere?

00:05:38: Also es freut mich natürlich, dass Mattes das sagt über mich und wir haben glaube ich beide Freude an, er muss es ja haben.

00:05:44: die schönsten Schuhe und hat einen Sinn für Haptik und Optik und Farben und überhaupt Zusammenspiel von Elementen.

00:05:51: Nein, mich hat das schon immer begeistert, ich glaube auch schon in der Kindheit, haben zumindest meine Eltern das gesagt.

00:05:56: dass ich da auch schon immer wusste, was ich anziehen möchte.

00:05:59: Und das ging mir gar nicht auf Label drauf an.

00:06:02: Es ist einfach natürlich ein gewisser Stil.

00:06:03: Und mein Vater war Banker, lief also immer sehr adrekt im blauen Anzug und war essen Hemd.

00:06:09: Und meine Mama, heute im fortgeschrittenen Alter von sieben und achtzig, immer noch eine wunderbare Frau und in ihren Kostüben.

00:06:15: Und das hat mich abgeholt.

00:06:16: Und wir haben da einfach Wert drauf gelegt.

00:06:19: Und für uns war beim Frühstück, beim Mittag beim Abendessen gemeinsam für die Weihnachtstage sich schön zu machen, die Kirche zu gehen.

00:06:25: Und da ist das, glaube ich, entstanden.

00:06:27: Und dann natürlich meine berufliche Reise um die Welt.

00:06:29: Ja, die hat das gefestigt.

00:06:31: Aber mir muss keiner sagen, was ich anziehen soll.

00:06:33: Also ich mache das alleine.

00:06:34: Ich shoppen ist für mich auch keine Quali, liebe das.

00:06:37: Ich brauche aber keine Verkäuferin, die mich da berät.

00:06:40: Also ich greife da ins Regal und hol das raus und mir macht Spaß.

00:06:42: Und die Inspiration ist draußen, die ist auf der Welt zu Hause.

00:06:46: Und daher freut es mich, dass Mattes das so sieht.

00:06:48: Danke.

00:06:51: Dies.

00:06:51: Du hast ja auch schon öfters in Interviews als auch mir schon erzählt immer, dass du wahnsinnig gerne immer Gastgeber sein wolltest.

00:06:58: Und das schon von seiner Kindheit heraus.

00:07:01: Kannst du uns mal erzählen, einen Moment aus dieser Zeit, in dem dir dieses Gefühl so zum ersten Mal wirklich bewusst geworden ist, also du hast dir das vorgehabt, aber irgendwann kommt dir der Punkt, was mache ich denn damit?

00:07:12: Mit einem Gefühl, Gastgeber zu sein.

00:07:13: War das auch ganz früher, sagst du, du wolltest ein Hotelier werden oder wie kam das?

00:07:19: Wie kam so diese Schritte dazu?

00:07:21: Also deine letzte Frage als allererstes, ich wollte nie was anderes.

00:07:24: Auch da muss ich mich natürlich auf das berufen, was irgendwie meine Familie und meine früheren Freunde oder Schulfreunde, die heute auch noch Freunde sind, aber ihr wisst, wie ich es meine, gesagt haben.

00:07:34: Also ich hab nie von etwas anderem gesprochen und ich habe zu Hause gelernt, das ist, bei uns gab es immer ein Open House, so möchte ich es mal nennen.

00:07:40: Ja, und meine Eltern haben immer festgegeben, bei uns wurde immer gefeiert, bei uns war die Tür offen.

00:07:45: Die Partys fingen an und endeten in der Küche.

00:07:47: Wir hatten zum Glück eine sehr große Küche und war immer gemütlich und meine Mutter und mein Vater waren großzügig.

00:07:53: Menschen und ich habe geholfen.

00:07:56: Ich musste die Tische eindeigen, ich musste die Stühle vom Kinderzimmer nach unten schleppen, weil dann irgendwann wahnsinnig mehr genug, wenn es vierzig, fünfzig Leute waren.

00:08:03: Ich habe mit eingedeckt, ich habe mit abgeräumt und das war völlig selbstverständlich, war auch nie eine Qual.

00:08:08: Und da habe ich gespürt, irgendwas liegt mir ja anscheinend und dann habe ich mir das erste Taschengeld über uns zu Hause in Huesum verdient mit Stühlen aufstellen und Bankette herrichten in der Kongresshalle.

00:08:18: und da habe ich einfach gemerkt, es hat Spaß gemacht zu organisieren.

00:08:22: und für andere Menschen da zu sein.

00:08:24: Und in der Schule war ich Klassensprecher und auch da kam das alles so zusammen.

00:08:28: Und es fügte sich, dass der Wunsch in mir immer größer wurde.

00:08:32: Wenn du durch dein Hotel gehst, also deine Aufgaben sind ja sehr, sehr vielfältig.

00:08:35: Wann spürst du denn dieses Gefühl oder diese Rolle vom Gastgeber sein besonders?

00:08:40: Welche Momente sind denn das?

00:08:42: Oder ist das alles von morgens gestorben?

00:08:44: Ich glaube, Gastgeber sind wir den ganzen Tag.

00:08:49: Manchmal glaube ich bin es vierundzwanzig Stunden.

00:08:52: Das ist etwas, was man, glaube ich, in sich hat.

00:08:55: Das kann man auch nicht lernen und nicht irgendwie auf den besten Schulen sich aneignen.

00:08:59: Ich glaube ja sehr an die Werte, die man vermittelt bekommt von zu Hause aus, habe ich jetzt ja schon häufiger auch gesagt gerade eben, aber sobald man das Hotel betritt, ist man schon automatisch natürlich der Gastgeber.

00:09:12: Man hat immer die Chance, die Möglichkeit in einen Gast einzulaufen.

00:09:16: Aber auch für die Mitarbeiter.

00:09:17: Du bist ja für die Mitarbeiter nicht nur der Direktor, der Geschäftsführer, der strenge Herrscher, sondern auch da, du musst sie umarmen.

00:09:24: Das hat ja auch was mit Gastgebertümen zu tun.

00:09:26: Und von daher glaube ich schon, dass das etwas ist, was wir, die die Hotellerie prägen und leiten dürfen, ganz tickig in uns haben sollen.

00:09:34: Und das variiert.

00:09:35: Du bist ein gastgebender Manager, du bist ein gastgebender Seelsorger, du bist ... Ein Zusprecher, der den Koch sagt, alles in Ordnung, du hast das Salz vergessen, aber wir machen das noch mal schnell neu.

00:09:45: Also das ist immer irgendwie India.

00:09:46: Und das macht das Leben einfach auch deutlich leicht, aber für mich ist es relativ natürlich.

00:09:51: Ich muss das nicht abrufen.

00:09:53: Ich glaube, ich habe das einfach irgendwie gemietet.

00:09:56: Dies, wie Jessica schon sagte, hat sie dir eine Station?

00:09:59: Ich gänze es sowieso, haben wir ja schon auf genug dabei gesprochen.

00:10:03: Ich will jetzt auch alle nicht holen, aber mit Tim Dorf, mit Sankt Moritz, USA, natürlich das schöne Baden-Baden.

00:10:08: Du hast ja so viele Stationen hinter dir, aber dieses Gastgeber-Seim, gab es da Momente wirklich, die dich ganz stark geprägt haben?

00:10:15: Oder sagst du also, das Haus oder die Ortschaft, das war nochmal ein Ding?

00:10:19: Oder sagst du, daran bist du auch mitgewachsen?

00:10:22: Also ich glaube, das Schöne am Zügeln, wie der Schweizer sagt, ist, dass du... in den unterschiedlichen Teilen dieser Welt sehr viel unterschiedliche Sachen vermittelt bekommst, von den Menschen, die da leben, aber auch von deinen Vorgesetzten.

00:10:38: Und ich glaube, ich habe das Glück gehabt, dass ich aufsaugen konnte, was für die Menschen Werte bedeutete oder wie sie ihre Hotels geführt haben.

00:10:45: Und das ist natürlich in den USA.

00:10:47: Ich habe in Kalifornien gelebt, ja, Mattis, du weißt, da passt fünf bei New York auf der Schule.

00:10:51: Das ist eine ganz andere Nummer.

00:10:53: Viele sagen, diese Oberflächlichkeit, aber diese Oberflächlichkeit gibt dir als Mensch ein wunderbares Gefühl.

00:10:58: Wenn du dort irgendwo in einem Restaurant bist und da kommen, hi, my name is Jessica, I'm your server today, dann sagst du, wow, cool, ne, hübsche Frau ist meine Dame heute hier am Tisch.

00:11:06: Und das können wir Deutschen gar nicht so natürlich rüberbringen.

00:11:10: Und in Baden-Baden, Matthias, deine Heimat, dieses nette der Menschen, dieses Umarmende, was sie haben, das ist ein Dialektvorteil, den sie uns Norddeutschen gegenüber haben.

00:11:18: Das macht es warm, das macht es sympathisch.

00:11:20: In Südfrankreich ist eine gewisse Arroganz da, weil die Franzosen einfach total arrogant sind.

00:11:25: Und trotzdem lernst du dort eine, du gehst automatisch grader, du hast eine andere Haltung.

00:11:29: Und am prägensten war sicherlich die Station meine Ausbildung.

00:11:33: Das war ein Privatbetrieb und das waren wie meine Eltern, nur auf dem Gourmetrestaurant.

00:11:39: Und die haben schon Werte vermittelt, die sehr nah da dran sind an der Perfektion.

00:11:44: Also der Gast ist immer im Vordergrund.

00:11:45: Der hier zu uns kommt, der soll sich wohlfühlen.

00:11:48: Und dann Sankt Moritz war sicherlich für mich die besondersste Zeit drei Jahre im Management trainee.

00:11:53: wo man alles alles noch mal mitbekommen hat.

00:11:55: Aber wie gesagt, in jedem Teil dieser Welt sucht man sieht das Beste raus.

00:12:00: Wie war es eigentlich für dich das erste Mal, dann als Direktor zu sein und das erste Mal diesen Schlüssel für ein ganzes Hotel zu bekommen, die Verantwortung zu tragen?

00:12:07: Ist dieser Moment da noch dir besonders in Änderung?

00:12:09: Er ist außergewöhnlich.

00:12:10: Also ich glaube jeder, der beruflich irgendwann... Erfolg hat oder an dem für sich selber definierten Ziel ankommt, also Etappenziel nenn ich es mal, weil wir sind ja die Reises nie zu Ende durchs Leben.

00:12:21: Wie geht der immer weiter und irgendwann hört sich dann final auf.

00:12:24: Das ist schon ein großartiger Moment gewesen.

00:12:26: Es erfüllt einen natürlich mit Dankbarkeit und Stolz und es wird gesehen, was man geleistet hat.

00:12:30: Ich war extrem jung.

00:12:31: Damals, du kannst ja auch Direktor werden mit twenty-fünf.

00:12:34: Ich wäre nie so weit gewesen mit twenty-fünf die Verantwortung.

00:12:37: zu übernehmen.

00:12:38: Und zwar nicht für den Cappuccino, sondern für den Menschen.

00:12:40: Also das kann sich immer viel nicht vorstellen.

00:12:44: Ich habe hier die Verantwortung für über Zweihundertfünfzig Mitarbeiter und wenn wir voll sind, so wie heute für Zweihundertsiebzig Gäste.

00:12:49: Und das ist schon, finde ich, eine riesen Aufgabe, der man auch gerecht werden muss in der Gänze der Aufgabe.

00:12:57: Und ja, das war Ein wahnsinniges Moment, an einem Schreibtischplatz zu nehmen, in einem großen Büro, viel zu groß war das damals, ein schwerer Schreibtisch, das bin gar nicht ich, ein schweres Teil, aber ja, ist cool und mega.

00:13:09: Also einfach ein großartiges Moment, um da in Baden-Bahn-Gründungshaus der Firma, auch noch von Steigenberger, das ist ja auch etwas.

00:13:17: Da standen sicherlich auch ein paar alte Kollegen Schlange dort hinzukommen und Frau Steigenberger sagt, nee, da setzen wir den kleinen Spony hin.

00:13:24: Also war großes Kino.

00:13:25: auf gut Deutsch gesagt.

00:13:26: Baden-Baden verbindet euch ja besonders.

00:13:28: Wenn ihr in diese Zeit zurückdenkt, wie sah denn eure gemeinsame Zeit dort aus?

00:13:32: Was denkt ihr besonders gerne zurück?

00:13:33: Also ich war es noch als Tis, du hattest so ein ganz abgefahrenes, ich glaube es war gelb, so ein gelbes Cannondale-Fahrrad und das weiß ich noch, da war ich total geflasht.

00:13:43: Das hat ja nicht so eine klassische Gabel, sondern das war nur auf

00:13:45: einer Seite.

00:13:46: Das war das erste Full Suspension Cannondale Mountainbike, habe ich mir bauen lassen in

00:13:53: den

00:13:53: USA.

00:13:54: Ja,

00:13:54: das war immer noch, wo ich immer so denke.

00:13:58: So hat man Ties immer gesehen, wo er die Stadt fuhr mit diesem Abgefahren im Fahrrad.

00:14:04: Und dann haben wir uns kennengelernt, das war auch eine schöne Zeit.

00:14:07: Das war aber noch nicht die richtig intensive.

00:14:10: Die intensive hat sich entwickelt als zu dann.

00:14:13: Im ersten Moment bist du aus meiner Sicht viel zu früh gegangen, weil wir hatten gar nicht so diese Chancen gehabt.

00:14:18: Ich war im Aufbau, ich war fast nur in der Werkstatt, bin was im Hotel und wir haben uns gesehen und auch irgendwie noch beim Herd, im Bistro und wo man sich so in der Stadt getroffen hat.

00:14:26: Aber das hat sich so wunderbar schön entwickelt, als du dann in Berlin warst.

00:14:31: Und wie oft war ich dort?

00:14:32: Und auch natürlich beruflich verbunden.

00:14:34: Ich durfte, das waren so meine Anfänge.

00:14:35: Das waren die ersten Maastage, die ich gemacht habe.

00:14:38: Der erste Event war Ultramar-Meeting und die ersten Maastage waren bei dir im Hotel der Rom.

00:14:42: Denken wir mal, wie lange das jetzt her ist.

00:14:43: Und auch da die so tolle Stories.

00:14:46: Da bin ich mit meiner Frau hingekommen und da hatten wir gar nicht nachgedacht.

00:14:49: Die Hochzeit

00:14:49: und so, das haben wir ja auch alles zusammen gemacht.

00:14:51: Die Hochzeit war super, aber die eine coole Story.

00:14:53: Es gibt ja diese Gesachen, wo ich sie noch erinnert habe.

00:14:54: Das werde ich nie vergessen auch noch.

00:14:56: Da haben wir unseren Hund mitgebracht.

00:14:59: Ties, Gesichtsausdruck, so.

00:15:00: Mattes.

00:15:03: Wir nehmen keine Hunde im Hotel.

00:15:05: Und dann haben die, die wirklich draußen auf dem Bebelplatz den Hund im Auto gelassen.

00:15:10: Und irgendjemand da draußen, so die Autos gepackt, das hat immer mit dem Tennisball den Hund auf dem Bebelplatz gescheucht.

00:15:15: Und der hätte das beste Essen bekommen.

00:15:17: Also das waren solche Momente.

00:15:19: Ja, werden schon schöne Momente.

00:15:21: Also immer noch.

00:15:22: Nein, die haben wir ja auch noch.

00:15:23: Und wie ich es dachte, die Reise, es wächst ja etwas zusammen.

00:15:28: Wie ein Warnleben, sag ich mal.

00:15:30: Ja, okay, es wächst zusammen und bleibt dann auch zusammen.

00:15:33: Und auch wenn man sich länger vielleicht mal nicht sieht und nicht spricht, Freundschaft ist ja dann echt, wenn man dort weitermacht, wo man aufgehört hat, auch wenn man sich mal nicht jeden Tag sieht oder wenn man auch mal durch den Tal schreitet.

00:15:47: Und dann eben so wie wir häufig, du ja auch für mich, immer da bist und auch mal eine schwere Phase begleitet, aber eben nicht hängenhalten nebeneinander, sondern man weiß, da kann ich heute Nacht um drei anrufen.

00:15:59: Wenn ich im Wohnzimmer sitze und grüble, dann ist da jemand da, der mir zuhört und auch mir ehrlich mal sagt, ich spreche es jetzt nicht aus.

00:16:06: Jetzt sei mal ein Kerl, ja, richte dich auf und mach so oder hey, let it flow und alles fein.

00:16:12: Und das glaube ich, da gibt es keine fünf Menschen auf der Welt, mit denen man das hat.

00:16:17: Würde ich vermuten.

00:16:18: Ja.

00:16:18: Also ich hab's jedenfalls nicht.

00:16:19: Man sagt ganz oft immer, das ist ein Freund von mir.

00:16:22: Aber ich glaub, da gibt's nochmal ganz andere Abstufungen.

00:16:25: Und dieser Begriff hat oft inflationär benutzt.

00:16:28: Und wenn ich wirklich sage, ich hab eine Handvoll, dann gehör's dir dazu.

00:16:31: Likewise.

00:16:32: So.

00:16:33: Das war nicht so schön, damit könnten wir...

00:16:36: Das werde ich auch ganz endlich mental machen.

00:16:38: Aber das gehört sich auch zu dir.

00:16:39: Da sind wir auch ganz ähnlich.

00:16:40: Also Sintis...

00:16:42: Das ist immer auch...

00:16:43: Da sind wir, glaube

00:16:44: ich,

00:16:44: mega einig.

00:16:45: Das hab ich mit keinem anderen.

00:16:47: Und dass wir beide, glaube ich, da ja manchmal sehr dünnheutig aus sind.

00:16:53: So groß und wie wir da so stehen, aber genauso auch im nächsten Moment.

00:16:56: Ist aber okay.

00:16:58: Viele können das nicht, ja.

00:16:59: Viele können halt ihren Gefühlen nicht freien Lauf lassen und das ist, glaube ich, etwas, was ja auch unsere Berufszweige auszeichnet.

00:17:06: Für meines ist das elementar.

00:17:07: Viele sind sehr oberflächlich.

00:17:09: Aber eben für dich auch, weil es persönlich ist, ja?

00:17:12: Also ich meine, du kommst ja auch an etwas sehr Persönliches ran, lach ich jetzt nicht, aber die Füße oder so.

00:17:17: Und ich sag das immer, mein Leuten spa zum Beispiel, Leute.

00:17:21: Da liegt jemand nackt vor euch.

00:17:23: Nackt, I mean, come on, nackt, ja?

00:17:25: Und ihr fasst den an.

00:17:26: Man bei wie auch immer dick dünn, muskeln, I don't know, völlig irrelevant.

00:17:31: ja auch, ja?

00:17:31: Und aber das Menschen zulassen einen, anderen... fremden Menschen so nah an sich ran zu lassen.

00:17:37: Das muss man sich immer mal bewusst werden, was das eigentlich ist heute.

00:17:42: Und ich bin jetzt kein Morallapostel.

00:17:44: Aber nichtsdestotrotz wird das eben so häufig vergessen.

00:17:47: Und Freundschaften zeichnen solche Dinge einfach aus.

00:17:50: Nicht das Nacktsein, aber einfach dieses An- sich ranlassen.

00:17:54: In die Seele lassen, ins Herz lassen.

00:17:55: Absolut.

00:17:56: Ja, ganz wichtig.

00:17:58: Ganz wichtig fürs Leben.

00:18:00: Ja.

00:18:01: So, mein Lieberties.

00:18:02: Ich durfte ja schon, ich oft hier bei dir in diesem tollen Hotel schon nächtigen.

00:18:07: Und ich würde auch ganz gerne mal auf dieses Haus noch drauf zurückkommen.

00:18:11: Gab es einen Augenblick, vielleicht auch in der Bauphase, kurz nach der Eröffnung, wurde zum ersten Mal gedacht, jetzt ist es wirklich mein Haus.

00:18:21: Gibt es da so Momente, wo du dann sagst, jetzt adaptiere ich das, jetzt spüre ich, dass das wirklich so zu mir gehört?

00:18:28: Ja, also diesen einen Moment, diesen einen wirklichen Moment, den gab es tatsächlich, würde ich heute in der Nachbetrachtung sagen, als, und du weißt es, wir haben ja hier in der Bauphase ein paar Menschen durchs Dorf getrieben, ja und ein paar sind auf dem Scherbenhaufen der Gescheiterten gelandet, wie eine Bauleiterin das mal ausgedrückt hat.

00:18:47: Sie wollte da nicht landen und hat auch mit uns das Hotel zu Ende gebaut.

00:18:50: Woher Kühne sagt so, Herr Spohnholz?

00:18:52: Sie leiten jetzt die Bausitzung und die baue ich, sage Herr Kühne.

00:18:55: Ich bin hier Hotelmann, ich bin kein Bauleiter.

00:18:58: Es ist mir egal, sie machen das.

00:18:59: Sie führen Protokoll und da waren wir noch nicht mal in der ersten Etage.

00:19:03: Also das war noch kurz nach der Grundsteinlegung.

00:19:07: Und da habe ich gedacht, so, Junge, jetzt wird es tatsächlich dein Projekt.

00:19:12: Und von da an, du kennst die Reise, Matthias.

00:19:14: Dann haben wir ein Mockup Room, so heißt es, also ein Musterzimmer in Containern gebaut mit allem, was dazugehört, auf der Baustelle quasi.

00:19:23: Und dann ging es los.

00:19:25: Und dann war ich wirklich.

00:19:27: Und darum bin ich auch extrem dankbar und stolz und glücklich darauf, in jedem Millimeter dieses Hauses involviert.

00:19:36: Und da kriegt man ein ganz anderes Gefühl.

00:19:38: Und die drei Jahre Reise der Bauzeit waren einmalig.

00:19:43: Das kommt auch nicht wieder.

00:19:44: Das ist auch völlig unnatürlich, dass man das macht und dass man von einem Unternehmer wie Herrn Kühne diese Verantwortung übergeben bekommt, das zu machen.

00:19:55: Denn wir haben hier durchaus ein paar Euro ausgegeben und hatten einen hohen Anspruch von Anfang an.

00:19:59: Das muss ich sagen, hat dieses unternehmerische Tätigsein einfach nochmal unterstrichen.

00:20:04: Das war der eine Moment.

00:20:06: Für die Menschen, die das Fontenail vielleicht noch nicht kennen, was würdest du sagen, ist das Besondere dieses Hauses?

00:20:11: Welches Gefühl soll hier vermittelt werden und wie schafft ihr das als Team, jeden Tag dieses Gefühl aufrechtzuhalten?

00:20:17: Ich glaube, das Fontenail ist wie kaum ein anderes Haus oder Hotel.

00:20:22: Tatsächlich zwei Säulen.

00:20:23: Erst hat einmal die Architektur und die die die Anmutung des Hotels.

00:20:28: Es ist ja ein sehr amorffes, organisches Hotel.

00:20:29: Also es macht was mit dir, wenn du dich darauf einlässt und dich damit beschäftigst und in unterschiedlichen Räumen in diesem Haus hast du unterschiedliche Sichtachsen.

00:20:38: Du hast vor allem Achsen und es ist sehr großzügig gebaut.

00:20:41: Ein amerikanischer Konzernchef würde sagen, meine Güte, wieso habt ihr so viel freie Fläche und wenig umbauten Raum?

00:20:47: Das ist ja Geld, was da liegen bleibt.

00:20:49: Also unser Architekt.

00:20:51: hat sich was dabei gedacht, diese drei sich ineinander verbindenden Kreise zu schaffen.

00:20:56: Ander als da mit einem solchen großen Grundstück drum herum.

00:20:59: Das ist also das eine, was glaube ich das auszeichnet und dich als Mensch abholt, Mitarbeiter wie Gast.

00:21:05: Und die zweite Säule ist eben tatsächlich der Faktor Mensch, also der Mitarbeiter, der das mit Leben erfüllt und dem Gast dann vermittelt.

00:21:12: Hier ist der Satz ist möglicherweise etwas abgetroschen, aber ich finde, er trifft einfach Home away from home zu kreieren.

00:21:20: Wir sind nicht irgendeine Hülle, wo du schläfst, wo du frühstückst, sondern wir sind für dich ein Zuhause auf Zeit.

00:21:27: Und das versuchen wir mit uns und unserem Gehen, unserem Herzen und unserem Schaffen und Dasein zu vermitteln.

00:21:34: Es gedenkt natürlich nicht immer.

00:21:35: Man muss jeden Tag neu arbeiten.

00:21:37: Und jeden Tag ist auch ein anderer Tag.

00:21:39: Aber mit dieser Maxime gehe ich voran.

00:21:43: Das Gefühl, dass die Damen und Herren, die hier an meiner Seite sind und viele von denen sind seit Tag eins da, auch das ist was außergewöhnliches, über neunzig Mitarbeiter, die seit zehn, neun, neun Jahren an meiner Seite sind, da läuft man schon in die gleiche Richtung.

00:21:56: Oder dieselbe, ich lerne es nie.

00:21:58: Aber jetzt sagen wir mal, was ist denn schwieriger für dich, dieses Niveau jeden Tag zu halten, da wo du gerade gesagt hast, oder auch, ja nicht oder auch, sondern eher die Leute zu finden, heutzutage in der Hotellerie.

00:22:11: Du hast mir erst mal vor Jahren, das werde ich nie vergessen, gesagt, auch hier, es gab früher die Menschen, da war das Gehalt gar nicht so wichtig, sondern die haben sich so richtig identifiziert.

00:22:20: Ich bin in einem Grand Hotel, ich bin in einem Fünf-Sterne-Hotel und ich arbeite dort mit vollem stolzem Inbrunst.

00:22:25: Und das gibt es, die Leute sind stolz darauf, aber es ist nicht mehr das, was es früher mal war, in den großen Häusern zu arbeiten und das ist die Wichtigkeit.

00:22:35: Wie ist das für dich?

00:22:36: Was ist schwieriger, dieses Niveau jeden Tag zu halten?

00:22:39: oder die Menschen zu finden, die das mit dir tragen und das verkörpern.

00:22:43: Das einsteh'n das andere nicht aus, aber die Schwierigkeit für die Menschen.

00:22:46: Wollt's grad sagen, ist eine Bedingte das andere.

00:22:49: Und das ist natürlich ein gesellschaftliches Thema, finde ich, was wir gerade haben und sehen, dass das Arbeit, allein schon das Wort Arbeit, für mich ist jetzt nicht Arbeit unbedingt, was ich hier jeden Tag mache, sondern ich darf hierher gehen, in dieses wunderbare Umfeld.

00:23:05: Aber Arbeit ist heute für viele Mittel zum Zweck, um sich einen Gehaltscheck abzuholen und ihr Leben bezahlen zu können.

00:23:11: Es ist nicht mehr wie jetzt auch für jemand wie dich und dein Team.

00:23:15: Matthias, eine Passion, eine Leidenschaft, vielleicht sogar bei mir, meine Mutter, du, ein paar andere Menschen sagen, das ist eine Berufung, die ich da so habe und da drin aufgehe.

00:23:26: Und das machen eben zum Glück sehr, sehr viele Menschen auch auf dem Level, auf dem sie es können.

00:23:32: Ja, darum haben wir auch Glück, wir beiden.

00:23:34: Du kannst ein Unternehmen führen, ich darf ein Unternehmen führen.

00:23:37: Das kann nicht jeder, das will nicht jeder.

00:23:39: Aber jeder hat ja seine wahnsinnigen Stärken und auch große Schwächen.

00:23:42: Und ich muss viele Entscheidungen treffen am Tag.

00:23:45: Ich mache wahrscheinlich auch die meisten Fehler im Hotel.

00:23:47: Aber es ist schwer, Menschen zu finden, die in eine gleiche Richtung laufen und vereinen, wie diese Begeisterung haben.

00:23:53: Und das habe ich dir vor ein paar Jahren schon gesagt.

00:23:55: Hätte ich nie gedacht, dass das mal so schwer wäre.

00:23:58: Vielleicht wie wir früher, ihr hattet ja auch schon Frank Marenbach, der auch ein sehr guter Kumpel von uns und Freund und Wegbegleiter für mich auch und Frank ist für mich auch.

00:24:08: Wenn ich das hier sagen darf, Vorbildunfreund zugleich, weil der natürlich auch eine wunderbare Reise des Lebens hat und viele unserer Werte verkörpert, Mathis, können wir, glaube ich, so sagen, darf man vielleicht auch mal... So

00:24:18: ziehe ich auch nicht in den Podcast mit eingeladen.

00:24:20: Nee, darf man auch mal, glaube ich, hier so erwähnen, ja, wenn es geht dann um Menschen, über die ihr schon gesprochen habt.

00:24:25: So, und wir haben sicherlich früher, schön, dass du das sagst, ja, solche wie die ersten Stationen, die habe ich mir nach dem Zeugnis ausgesucht.

00:24:31: Da wollte ich hin.

00:24:32: Ich wollte diesen Stempel haben, weil danach, ich habe mich nie beworben.

00:24:35: Ich habe da mal angerufen und dann ging das und... Und das ist bis heute ein Wow.

00:24:40: Also, wenn ich nicht in Südfrankreich gewesen wäre oder in St.

00:24:42: Moritz mit diesen Gästen, jetzt könnt ich euch hier hundert Namen aufzählen, wo alle eure Hörer sagen, krass, mit dem hat der Spurneulster zusammen Mittag gegessen oder so, ja.

00:24:53: Das ist jetzt die Sensation.

00:24:54: Ich hätt es nicht von Tomate Mozzarella mit Sharon Stone auf der Suite im Hotel Rom, wo sie in ihrer nicht vorhandenen Kledage saß, um das der Lob auszudrücken.

00:25:04: Also, nein.

00:25:05: Ich bin voll bei dir.

00:25:06: Es ist eine Mischung aus beiden.

00:25:07: Der Faktor Mensch oder diese Menschen zu finden, die so begeistert sind, wird immer schwieriger.

00:25:12: Und wenn es mal nicht mehr geht, dann melden sie sich einfach krank.

00:25:15: Das ist, glaube ich, so ein Schlagsatz dafür, der da ganz gut passt.

00:25:18: Denn sich durchzubeißen, ist schwierig geworden.

00:25:21: Aber

00:25:22: du hast ja gesagt, du hast die meisten sind seit Tag eins dabei, ja?

00:25:24: Ja.

00:25:24: Also

00:25:25: durch die Bank, also Abteilungsleiter, aber auch im Stewarding, in der Waschküche, also in der Wäscherei nennen wir es mal so.

00:25:32: Also wirklich auch körperlich harte Jobs.

00:25:34: Zimmermedizin, ja, die hier, ihr seht, da wie unsere Zimmer sind, du brauchst für so eine Suite oder für ein normales Zimmer bei uns, siebenundvierzig Minuten.

00:25:42: Das ist körperlich harte Arbeit.

00:25:44: Und bei dreißig Grad Außensemperatur im Sommer, wenn die dann zwölf, vierzehn, fünfzehn Zimmer machen müssen, mit einer Bettdecke, zwei Sechzig mal zwei Vierzig, ich beziehe die zu Hause auch immer selber, das ist krass, das ist schon echt anstrengend.

00:25:56: und dann lachen und dankbar sein und wie Gäste manchmal die Zimmer auch hinterlassen, das ist schon echt auch ein Unding.

00:26:02: Na ja, bei

00:26:03: dir geht's.

00:26:05: Also ich bin auch so einer.

00:26:06: Und es ist wirklich die Ausnahme, das darfst du nicht hingucken.

00:26:09: Ich mach morgens immer das Bett.

00:26:10: Ich auch.

00:26:11: Also wenn ich moderne bin, ich seh es natürlich, dass die es viel schöner und besser machen und faltenfrei haben, aber ich finde es aber auch so eine Geste, wenn man übernachtet, jedem gegenüber das auch zu zeigen, dass man das macht, weil ich finde das immer schlimm.

00:26:23: Ich kenne mir dann irgendwie komisch vor, das Zimmer zu verlassen und irgendwie die Sache

00:26:28: nicht aufgehört.

00:26:29: Ja, aber wenn jetzt, ich sag mal... in den meisten Fällen, wenn ihr jetzt rausgehen würdet aus eurem Zimmer, so hinterlassen sie die volle Beleuchtung, volle Beleuchtung, Türen auf Fernseher an, die Bäder sehen aus, es ist gang und gäbe.

00:26:44: Wollen wir noch mal einen kleinen Abstecher machen, weil du es doch jetzt schon erwähnt hast, besondere Geschichten, besondere Menschen, die du kennengelernt hast im Laufe deiner Karriere, die Highlights?

00:26:52: Das ist ja lustig.

00:26:53: Weil du hast es ja selber angeteasst.

00:26:55: Ja, ja, es ist angeteasst an.

00:26:57: Teasme, teasme.

00:27:00: Wir machen noch einen neuen Podcast an.

00:27:03: Teasme, teasme.

00:27:04: Nein, also das ist immer spannend, dass du die Frage stellst, Jessica, weil es natürlich von größtem Interesse ist für alle, immer wieder mit wem.

00:27:13: Oder wer war bei euch schon zu Gast?

00:27:15: Und was habt ihr da für wunderbare Erlebnisse?

00:27:17: Ja, und dann sage ich immer, ist die Kamelsäife nach Dubai zuschicken, damit die Euter eingekreben werden.

00:27:23: Und die Tiere größer.

00:27:23: Das gibt's alles, die werden dann hier angerückt wie Nachtkretzen, Creme, die gut sein soll für die Augen oder der Mietis hast.

00:27:29: Also solche Dinge passieren.

00:27:31: Aber wenn ich über die Vergangenheit rede, dann ist es natürlich ein Privileg, in diesen Hotels zu sein.

00:27:37: Denn gefühlt für die Außenstehenden steigen dort Menschen ab, die man nur aus... Funkfernsehen, Oskar Verleihung etc.

00:27:46: kennt.

00:27:47: oder Wirtschaftsgrößen, wo du denkst wie mein Eigentümer.

00:27:51: Ich nenne jetzt nicht seinen Vermögen, aber es kann jeder nachlesen.

00:27:53: Hunderttausend Mitarbeiter etc.

00:27:55: Das sind natürlich für viele Menschen ganz besondere Leute.

00:28:01: Es gibt Erlebnisse, ich habe Pele noch.

00:28:04: sehen dürfen, als Gast mehrfach, von Karajan parallel die beiden, an der Rezeption stehen zu haben, den besten Fußballer aller Zeiten, daneben den größten Dirigenten aller Zeiten, das sind natürlich Momente.

00:28:14: Und wenn mich dann die Leute fragen, ja, was ist denn so Hollywood?

00:28:18: Und ich sage, ja, was ist mit Hollywood?

00:28:21: Die, die wir alle jetzt so kennen, ja, die modernen Superstars J.Lo

00:28:24: etc.,

00:28:25: Heidi Klum auf der Seite, dann die Jenner, Klan und Co.

00:28:28: Ich erinnere mich an einen Moment in Sankt Moritz.

00:28:31: Sophia Lorraine kam die Treppe runter in meinem Abendkleid.

00:28:34: Sorry, girls.

00:28:36: Das ist ein Get any better.

00:28:37: Schön, dass ich Englisch spreche.

00:28:38: Das ist Endzeit.

00:28:39: Weil das sind, da bist du erfüchtig.

00:28:43: Weil das sind Größen, die kommen runter mit einer Selbstverständnis.

00:28:47: Die können auch einen Kartoffelsack anziehen, wie es ja so schön manchmal heißt.

00:28:50: Aber die haben natürlich Roben an.

00:28:52: Und das ist schon sehr beeindruckend.

00:28:53: Ich durfte Herrn Mandela neben mir sehen, da auf der anderen Seite Herrn Anan.

00:28:58: Und das sind Momente, wo du sagst, die haben Weltgeschichte geschrieben.

00:29:02: Und jetzt kommt der emotionale Spohnholz.

00:29:04: Dann helfe ich den in den Kashmir-Mandel, der ist so weich, so was hab ich noch nie in der Hand gehabt.

00:29:07: Obwohl ich wirklich tolle Klamotten hab.

00:29:09: Und dann guckst du die Haut an und die Haare und das ist einfach

00:29:12: ...

00:29:13: ich.

00:29:14: Ja, ihr könnt mich alle auslachen jetzt, aber das sind wahnsinnig besondere Momente.

00:29:18: Ist wahnsinnig besondere Momente.

00:29:19: High Five mit Gerald Butler, den alle Mädels gerne mögen.

00:29:23: Logisch ist cool.

00:29:24: Meine Martinis im Velvet Room, Hotel de Rom, mit George Clooney, Matt Damon und De Niro.

00:29:31: Ich mein, mehr geht nicht.

00:29:33: Ja, klar bin ich dankbar.

00:29:35: Ist aber nicht das Leben.

00:29:36: Mein Leben ist jetzt hier und heute mit euch und mit meinem Sohn.

00:29:40: Aber großes Kino, dass ich das alles erleben darf.

00:29:54: Was mir dort ist, ist dir ein Hotel zu führen, das so stark mit einer Persönlichkeit und auch solch einer starken Persönlichkeit und diese Handschrift dieses Unternehmers verbunden ist.

00:30:06: Herausfordernd, twenty four seven, groß, großzügig und vorausschauend.

00:30:14: Unternehmer gestenken, das sind Dinge, die einem da sofort einfallen, wenn man an Klaus Michael Kühne denkt und in seinem Umfeld zu agieren.

00:30:24: sage ich, bringt einen täglich weiter und verlangt täglich Höchstleistung von einem selber, wenn man mit einem solchen Unternehmer auf Augenhöhe sich unterhalten darf und auch muss und das geht gar nicht anders.

00:30:36: Man erlebt aber auch natürlich oder ich in dem Fall die menschliche Seite an solchen Persönlichkeiten, die die Zweifel ohne haben, aber natürlich gar nicht zeigen können, weil sie einfach in der Öffentlichkeit immer den wahnsinnig präsenten Patriarchen präsentieren müssen.

00:30:52: natürlich kaum Schwächen zeigen wollen.

00:30:57: Was besonders ist am Umgang mit Tern und Frau Kühne, man darf Frau Kühne nie vergessen, die beiden gibt es nur im Doppel.

00:31:04: Was auch außergewöhnlich ist, als sie dieses Hotel entwickelt haben, waren sie schon deutlich im fortgeschildenen Alter und man muss immer mal sagen, wenn Mitte-Siebzigjährige Menschen so was zulassen und das ist schon auch... was außergewöhnlich ist.

00:31:19: Und dann haben sie auch das Recht von uns, die größmöchte Leistung zu erwarten und dieses Hotel dann hier zu platzieren in einer Stadt, in der, wie wir alle wissen, ein anderes großartiges Hotel steht, einer großartigen Tradition und eines der besten Hotels der Welt, über viele, viele Jahrzehnte ist und eine History hat und eine Story hat, die wir erst aufbauen müssen.

00:31:41: Und das ist ja das, was mich gekickt hat damals.

00:31:44: Vom Scratch wie so schön heiß, weißes Blatt Papier.

00:31:47: Und für mich war immer klar, dass ich nicht nur ein Jahr hier sein wollte, zwei oder drei, sondern das ist mein Haus.

00:31:54: Und die Reise, wohin sie auch immer geht, begleite ich.

00:31:58: Und das darf ich und das ist wunderbar.

00:32:02: Wir haben es ja schon kurz vorhin angesprochen.

00:32:03: Hotelier des Jahres, eine ganz besondere Auszeichnung.

00:32:07: Ist das etwas, was man als junger Hotelier schon im Blick hat, das irgendwann erreichen zu wollen?

00:32:12: Also

00:32:12: ich glaube, das ist die größte Vorne Wertschätzung, die ich aus der Branche... Und von denen, das Entscheidenden in der Jury, die es dafür gibt, bekommen kann.

00:32:20: Ich glaube nicht, dass man darauf hinarbeiten kann oder sich das wünschen kann, man sich das natürlich.

00:32:25: Und es ist ja auch ein schöner Wunsch, dass man irgendwann mal für sein Lebenswerk auf irgendeine Art und Weise gesehen wird, sagen wir es mal so, Auszeichnung.

00:32:32: Muss es vielleicht dann gar nicht sein.

00:32:34: Aber daraufhin gearbeitet habe ich, glaube ich nicht.

00:32:38: Ich freue mich sehr, dass ich den Weg, den ich gegangen bin.

00:32:42: mit meiner DNA, mit meinen Vorstellungen, dass der mich dahin geführt hat.

00:32:44: Das ist natürlich, anscheinend habe ich einiges richtig gemacht.

00:32:48: Und das ist, glaube ich, die schönste Bestätigung, die man dann bekommen kann.

00:32:52: Und von daher bin ich unglaublich, unglaublich dankbar, dass das jetzt klappt und so ist.

00:32:58: Ties, wir beide haben ja schon viel übergesprochen, aber jetzt auch mal für die Zuhörer.

00:33:03: Welche Ziele habt ihr euch denn so gesteckt jetzt für dieses Haus in den nächsten Jahren?

00:33:08: Gibt's da etwas, was dir ganz persönlich da, du dir auch noch vorgenommen hast, in der Weiterentwicklung?

00:33:13: Es ist ja ein tachtiges Haus steht, ihr habt eure Events und Sachen, aber gibt es da auch für dich Momente, wo du sagst, da will ich noch mehr hin, das will ich vielleicht noch optimieren, da wollen wir uns hin entwickeln.

00:33:22: Gut, man, das, was für dich gilt, gilt für mich auch.

00:33:24: Stellstand ist Rückschritt und wir bewegen uns immer weiter.

00:33:27: Wir beide sind wissbegierig.

00:33:28: Wir wollen verstehen, was in der Welt passiert.

00:33:30: Wir interessieren uns für wahnsinnig viele Felder.

00:33:33: Man kann nicht alle beherrschen, aber man kann sich damit auseinandersetzen und wir sind erst sieben Jahre alt.

00:33:41: Das muss man... Wir berühren zwar über einen Zeitraum von zehn oder elf Jahren, aber wir sind ja sieben Jahre live und in Farbe in der operativen Tätigkeit.

00:33:49: Da kommt ja noch so viel.

00:33:50: Also das Hotel ist noch nicht fertig.

00:33:52: Und ich habe jetzt gerade in einem Mitarbeiter All-Stuff-Meeting gesagt, dass wir in den Jahr- und-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Zwischen-Z.

00:34:10: Und das bedeutet eine ganze Menge.

00:34:13: Also wir müssen uns zukunftfähig machen, die ganzen Technologien, die auf uns zukommen.

00:34:17: Wir sind ja schon alle sehr weit, aber nimm KI, nimm die weltpolitische Lage, nimm Nachhaltigkeit, nimm die ersten Renovierungsphasen eintreten.

00:34:26: Ich habe gerade ein neues Restaurant bauen dürfen.

00:34:28: Wir werden in den nächsten zwei Jahren dahin kommen, dass wir die bestehenden Sachen... neu vielleicht überdenken werden, neu ausrichten werden, neue Küchenrichtungen.

00:34:37: Also das sind wahnsinnig viele Aufgaben, wie ich finde.

00:34:39: Technologie ist ja ganz weit vorne und von daher langweilig wird es auf gar keinen Fall.

00:34:45: Das ist auch richtig gut.

00:34:46: Letztes Mal habe ich da schon ausprobiert.

00:34:49: Neues Restaurant.

00:34:50: Super, war nicht top.

00:34:52: Ich würde ganz gerne nochmal kurz auf dem privateren Tis zu sprechen kommen.

00:34:56: Du bevorzugst ja eher, glaube ich, die Natur.

00:34:59: Den alten Raum.

00:35:01: bist du dann eher der jemand, der auf Skiern unterwegs ist, der Wandern geht oder der wirklich die absolute Ruhe sucht.

00:35:06: So das Kontrastprogramm zu deinem Alltag hier in der Hotellerie.

00:35:10: Ich mag alles ganz gerne.

00:35:12: Aber ja, ich bin unglaublich gerne am Werk.

00:35:14: Ich fahre wirklich gerne Skis und ich genieße die Ruhe da oben.

00:35:18: Ich mache es auch gerne mal mit mir alleine.

00:35:20: Also ich kann auch gut alleine sein.

00:35:21: Das können viele Menschen nicht.

00:35:22: Das ist ja, glaube ich, eine große Kunst, mit sich selbst gut zu sein.

00:35:29: Kennst du ja mal, das guck mich nicht

00:35:31: so an.

00:35:33: Du kommst vier Tage, willst alleine sein und kommst kein morgen vor drei Uhr, zwanzig nach Hause.

00:35:40: Also nein, das stimmt, wie du sagst.

00:35:44: Und ich gehe auch gerne im Sommer und im Herbst dort.

00:35:51: Ich nenne es immer Urlaub für die Augen.

00:35:53: weit schauen zu können.

00:35:54: Ich bin mehr Kind, eher kann man per se weit schauen.

00:35:56: Nun ist die Nordsee ein bisschen dunkler als alle anderen, aber das finde ich ganz wichtig und ich glaube aber, dass ich ein blödswort, aber ich bin so ein Weltenbürger.

00:36:04: Ich finde mich überall zu Recht und ich fühle mich eigentlich überall wohl, weil ich zunächst mal das sehe, was vielleicht andere haben, was wir nicht haben, weil ich gerade in China war und in Asien, wo man Wahnsinnig krasse Kontraste.

00:36:22: Du gehst aus deinem Hotel raus, durch ein Tor und hast die größte Armut.

00:36:27: Und sie ist tuk tuk durch Bangkok fahren und Straßenküchen, wo du für zehn Cent in irgendeiner Dame was zu essen abkaufst.

00:36:34: Und dann machst du den Step back und dann bist du in einem der besten Hotels der Welt, gerade dazu gekürt.

00:36:39: Und auch das fasziniert mich, weil man das Beste damit nehmen kann.

00:36:43: und er bewegt mich einfach auch gerne.

00:36:45: Das ist nun mal so, und zwar nicht um irgendwie drei Gramm weniger zu haben, sondern weil ich das toll finde und macht Spaß.

00:36:53: Ihr habt jetzt ja ein bisschen gemeinsam mit Zeit hier in Hamburg.

00:36:55: Habt ihr dann gemeinsame Pläne noch für schöne Events, wann ihr euch seht?

00:37:00: Ich glaube bei uns ist immer der Punkt, jedes Mal wir freuen uns und sagen auch, wir müssen an, ja, was uns, glaube ich, fehlt, ist der Moment, dass wir zu zweit sagen.

00:37:10: Wir machen das mal.

00:37:11: Irgendwie mal eine Woche

00:37:12: in der Welt

00:37:13: und wandern.

00:37:14: Und dann kommen so viele Dinge.

00:37:16: Man hat ja auch nicht nur beruflich und privat einiges.

00:37:18: Und ich glaube, wir beide haben ein Thema.

00:37:21: Wir müssen ganz vielen gerecht werden.

00:37:25: Und einer Familie muss man gerecht werden.

00:37:27: Das soll man auch.

00:37:28: Und das ist auch wichtig.

00:37:29: Aber es ist berufliche.

00:37:30: Man hat irgendwelche Ehrenämter.

00:37:31: Man ist in so vielen Dingen drin.

00:37:33: Und das ist dann manchmal schwierig.

00:37:35: Und die Zeit rinnt.

00:37:38: Das ist halt rennt weg dann, wenn wir an einem Ort sind, so wie jetzt in Hamburg.

00:37:42: Mattis ist ja eine Weile hier.

00:37:45: Und jetzt ist ja bei mir, hab der nun mitbekommen in diesen drei, vier Tagen, alles anders gewesen, als es eigentlich angedacht war.

00:37:51: Und das ist, aber, I love it, ja.

00:37:54: Ich mag das ja auch, wenn Dinge sich verändern.

00:37:57: Was ich schade finde jetzt in dem Fall ist wirklich, wenn dann einfach so ein Herzensmensch von mir da ist und ... Und es geht gar nicht um die Häuser zu ziehen abends.

00:38:07: Obwohl er das ja mir neulich am Telefon gesagt hat, wir machen und wir hören auf auf Sankt Pauli.

00:38:13: Das wäre sicherlich super gewesen.

00:38:16: Klingen wir nicht hin, aber ich sage der Eingangs das, was es ausmacht, Freund zu sein und das wir lachen eben trotzdem.

00:38:22: Und wir freuen uns.

00:38:24: und wenn ich jetzt heute morgen ihm zuwinke und nicht zum Tee komme, dann weiß er, Da hat da jemand im Büro sitzen und da muss er hin, denn ansonsten würde man das natürlich nicht machen.

00:38:33: Aber wir kriegen das gut hin und das Verständnis, was wir dann füreinander haben, das unterstreicht es.

00:38:39: Danke schön.

00:38:40: Ja, das bin ich im Jahr da, dreimal.

00:38:45: Wir sehen uns, das ist einfach schön.

00:38:47: Du schaffst es vielleicht auch einmal, vielleicht maximal zweimal im Jahr, einen Badenbahn vorbei zu schauen und wie wir es am Anfang gesagt haben, ich glaube, das Entscheidende ist.

00:38:56: Wenn man so eng befreundet ist, ich will nicht sagen, dass uns nicht miss, natürlich miss ich das.

00:39:02: Das wäre natürlich schön.

00:39:03: Es wäre natürlich noch viel besser, wenn wir sagen, komm, heute Abend gehen wir jetzt was essen oder ähnliches.

00:39:08: Aber es ist immer so, man muss sich nicht mehr viel vormachen.

00:39:11: Wenn wir telefonieren, ist es immer einfachst.

00:39:14: Man muss sich auch nicht entschuldigen dafür, dass man... Und hat die vollste

00:39:17: Akzeptanz.

00:39:18: Tendiert ja vielleicht so, ich habe nicht gleich zurückgerufen.

00:39:21: Wie lange kennen wir uns jetzt?

00:39:22: Ja, also muss man ja nicht für entschuldigen.

00:39:24: Klar, wenn man jetzt so wie jetzt, wenn man etwas sich vornimmt, eine Aufzeichnung oder ein Podcast zu machen oder geschäftliche Dinge zu machen, da muss man auch versuchen, Dinge einzuhalten.

00:39:34: Aber ich glaube, der Rest dazu ist.

00:39:37: ist gesagt, setz mal die Bahnbahn, wo hast du nicht da?

00:39:39: Und als ich vor jedes Jahr mit Kilian in Europa parkte, und dann geht's immer irgendwie über die letzten Beine war Mathis, glaub ich, dann in Portugal jeweils mit der Familie.

00:39:47: Also dann ist es eben Familie, ne?

00:39:49: Dann verkauft er mal nicht Schuhe oder vermisst oder hält sonstige, tolle Vorträge, ein Tausendsasser, der Mathis-Nummer ist.

00:39:58: Naja, aber... Das Glück ist trotzdem zwischen uns.

00:40:01: Dann würde ich schon sagen, wir kommen.

00:40:03: Du zu den Klassikern.

00:40:05: Also, mein Lieber, jetzt bist du dran.

00:40:07: Welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient?

00:40:11: Und was wäre das für ein Schuh?

00:40:13: Geht ja nur die Geburt von Kilian.

00:40:14: Und das ist natürlich, Wicker Mann und Storia Doppelbaum.

00:40:17: Ist ja klar.

00:40:20: Das ist auch für mich.

00:40:20: Ich möchte mir

00:40:21: das Cover doch noch mal ändern und ein Foto machen.

00:40:23: Jetzt

00:40:23: wüsste man sagen, dass ich gerade meinen Fuß hochgehofft habe und den Schlug gezeigt habe.

00:40:27: Der ist, glaube ich, sogar aus den Szenen.

00:40:28: Der hat auch schon

00:40:30: ein paar Jährchen auf dem

00:40:31: Boot.

00:40:31: Der hat ein paar Jährchen auf dem Boot, ja.

00:40:32: Ja, das stimmt.

00:40:33: Das stimmt.

00:40:34: Und sieht immer noch schick

00:40:35: aus.

00:40:35: Mega, ich pfleg ihn auch.

00:40:36: Ich habe ihn bei dir gelandet.

00:40:37: Hast du den Schuhpflegekurs gemacht?

00:40:39: Nein, nicht nur das.

00:40:40: Der Punkt ist da am Anfang auch.

00:40:41: Darum habe ich das auch einfach gesagt, mit best angezogen, weil du deinen Stil hast.

00:40:45: Und Double Monk.

00:40:47: War man so total überreizt, liefen sie alle mit rum und dann ganz fies, obere Schnalle noch geöffnet.

00:40:53: Das sieht furchtbar aus.

00:40:55: Und dann ist das abgeflacht.

00:40:56: Wir haben fast gar kein mehr, der irgendwie noch ein Doppelmonk kauft.

00:40:59: Aber du trägst es und dir steht es und das ist einfach ein Stil.

00:41:03: Und jetzt zieht man durch.

00:41:05: Ich

00:41:05: glaube, das ist die große Kunst bei Stilfragen.

00:41:10: Es kommt darauf an, wer es wie trägt.

00:41:12: Es gibt ja ganz viele Dinge, Mathis.

00:41:15: Jessica, das wisst ihr, die... die alle haben, aber sie sehen bei jedem anders aus.

00:41:19: Und wenn man sich mit einem Selbstverständnis trägt, ich wollte mal eine Uhr verkaufen, da hat mein Freund mir gesagt, wieso willst du die verkaufen?

00:41:26: Ich sag, weil wenn ich morgens im Flieger bin und die Jungs die Handgelenke hochhalten, tragen alle eine oder zwei gewisse Uhren, dann sagt er, vergiss doch diese Kameraden.

00:41:35: Es kommt darüber an, wer sie wie trägt am Handgelenk und sie sieht bei jedem anders aus.

00:41:39: Also da kommt es gar nicht auf den Wert der Uhr drauf an.

00:41:42: Also kann das Watch sein.

00:41:44: kann auch andere Marken sein.

00:41:45: Und das ist, glaube ich, das Entscheidende.

00:41:47: Und ich bin nun mal, ich habe ja auch tausend andere von dir, aber die Double Monks liebe ich einfach am meisten.

00:41:53: Cool.

00:41:54: Ja, wie du weißt, ab und zu trinke ich auch mal Geld vom Gläschen.

00:41:57: Ja, ein Riesenvorliebe für Wein.

00:42:00: Und der interessiert mich auch bei dir.

00:42:01: An welches Glas Wein erinnert du dich besonders gerne zurück?

00:42:04: Und was war das für ein Wein?

00:42:06: Also in dem Fall kann ich das auch sehr genau sagen, weil es war ein schwerer Moment für mich.

00:42:10: Ich bin nach London geflogen und habe in meinem alten Arbeitgeber mitgeteilt, dass ich ihnen verlassen werde.

00:42:16: Nämlich Sir Rocco Forte.

00:42:18: Und für das Fontenay.

00:42:21: Und ich wollte es ihnen persönlich sagen.

00:42:23: Und wir hatten eine sehr gute Verbindung zueinander.

00:42:25: Ich bin ins Büro.

00:42:26: Caroline war da, ich sagte, what are you doing here?

00:42:28: I said, I need to talk to Rocco.

00:42:31: Und dann hat er Termine hieß es.

00:42:33: Und dann hat er die Termine abgesagt, weil er dann meint, was sei bestimmt was Ernst ist, ist mit mir Essen gegangen im Mittag.

00:42:37: Drei Sancerflaschen später.

00:42:41: Im Wunsley Restaurant.

00:42:43: Hard of Mayfair, haben wir das besprochen gehabt.

00:42:47: Und er hat mich nicht umgekehrt oder umgedreht und so eine tolle Sache gesagt.

00:42:51: Du gehst zu einem der wahrscheinlich härtesten Unternehmer, für die man arbeiten kann und so weiter und so fort.

00:42:56: Und ich wünsche dir alles Gute und wir bleiben Freunde.

00:42:58: Und das war wahrscheinlich das Glas Wein, was ich nie vergessen werde.

00:43:03: Und weil es einfach ausweichen, nicht nur eben nur eins, sondern es waren drei Flaschen.

00:43:07: Es war sehr besonders, für mich ein wahnsinnig besonderer Moment, wenn man mit so einer Persönlichkeit in seinem Lieblingsrestaurant in London sitzt und eigentlich sich verabschiedet.

00:43:17: Okay, cool.

00:43:20: Und zu aller Letzt, dann lieber Thies, welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen und warum?

00:43:28: Es gibt ein Taschenmesser, das mein Großvater, meinem Vater gegeben hat.

00:43:32: Du weißt, mein Vater lebt nicht mehr seit vielen Jahren und dieses Taschenmesser habe ich.

00:43:37: Und das ist eine alten Lederhöhle, die abgerannt ist.

00:43:39: Vielleicht mussten wir mal eine neue machen.

00:43:41: Das würde ich nie weggeben.

00:43:42: Das gebe ich nicht mal aus der Hand.

00:43:44: Cool.

00:43:45: Vielen Dank, Thies.

00:43:46: Ja, sehr berührend, finde ich.

00:43:48: Vielen, vielen Dank für das Gespräch.

00:43:49: Und war schön, euch mal zusammenzuerleben.

00:43:52: Und ich verstehe genau, was du meinst, warum er so ein enger Freund ist und ein Herzensmensch für dich.

00:43:56: Also absolut schön, dass wir bei dir sein durften.

00:43:58: Vielen, vielen Dank.

00:43:59: Danke, Matthias.

00:44:00: Danke, Jessica, für die Moderation.

00:44:01: Ja, und?

00:44:02: Ich freue mich noch auf die letzten zwei Tage.

00:44:04: Ja, was kriegen wir noch hin?

00:44:06: Vielen Dank, ihr beiden.

00:44:07: Große Spaß gemacht.

00:44:08: Danke schön.

00:44:08: Sehr schön.

00:44:09: Vielen, vielen Dank fürs Zuhören.

00:44:10: Uns gibt es ja alle zwei Wochen und alle Infos, die stehen natürlich unten in den Shownutz.

00:44:15: Und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

00:44:16: Bis dahin, alles Gute.

00:44:17: Tschüss.

00:44:17: Tschüss.

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