#22 ⁠ ⁠Halt geben, wenn die Welt aus den Fugen gerät – mit Sabine Kohmann | Kinder- und Jugendhospizdienst Baden-Baden

Shownotes

Diese Folge von Handwerk & Haltung erscheint ausnahmsweise eine Woche früher als sonst – denn sie ist Teil des Podcasthon, der weltgrößten Podcast-Charity-Initiative. Weltweit widmen Podcasts in diesen Tagen eine Folge einer gemeinnützigen Organisation oder einem gesellschaftlich wichtigen Anliegen.

Zu Gast ist Sabine Kohmann, Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizdienstes Baden-Baden und Landkreis Rastatt. Der Dienst begleitet Kinder, Jugendliche und Familien, wenn ein Kind lebensverkürzend erkrankt ist, ein Elternteil stirbt oder Trauer das ganze Familiensystem erschüttert. Die Begleitung beginnt oft viel früher, als viele denken – zum Teil schon ab einer schwerwiegenden Diagnose in der Schwangerschaft.

Es ist eine Folge über Menschlichkeit, über Zeit, über Familie und darüber, wie wichtig es ist, da zu sein, wenn Worte allein nicht mehr ausreichen. Sabine erzählt von ihrer Arbeit, von der Begleitung betroffener Familien, von Geschwisterkindern, von Halt in Ausnahmesituationen und von der Frage, wie man Licht und Leichtigkeit in ein Leben bringt, das gerade aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Eine intensive, sehr emotionale und gleichzeitig hoffnungsvolle Folge – über das, was wirklich zählt.

Wenn euch diese Folge berührt, teilt sie gern und helft mit, dieses wichtige Thema sichtbar zu machen.

Danke an Allianz Capital Solutions für die Unterstützung dieser Folge.

Unser Gast: Sabine Kohmann, Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizdienstes Baden-Baden und Rastatt

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Transkript anzeigen

00:00:02: Wir sind ab der Schockdiagnose, ab dem Entsetzen, ab der Fassungslosigkeit.

00:00:07: Ab dann sind wir an Ihrer Seite und begleiten so gut wie es

00:00:11: können.".

00:00:13: Willkommen bei Handwerk und Haltung!

00:00:15: Dem Podcast mit Matthias Weckermann.

00:00:18: Es geht um Maßarbeit im Handwerk unterm Leben – um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen gerade dann wenn's unbequem wird.

00:00:31: Gemeinsam treffen wir Menschen,

00:00:33: die in ihrem

00:00:34: Bereich Maßstil besetzen.

00:00:35: Wir sprechen über Wandelwerte

00:00:37: und das was wirklich zählt

00:00:39: Das ist Handwerk und Haltung.

00:00:44: Herzlich willkommen zu Handwerk & Haltung.

00:00:46: Ich bin Jessica Sander Und bei mir sitzt natürlich Matthias Wickermann.

00:00:49: Hallo

00:00:50: Jessica Schön dass es heute geklappt hat.

00:00:53: Vielen herzlichen Dank Bevor's gleich losgeht.

00:00:56: erstmal auch wieder mein ganz großer Dank an ihr Allianz Capital Solutions die ja Anfang des Jahres so nett waren und für dieses Jahr das gesamte Sponsoring unserer Podcast-Folgen übernimmt.

00:01:07: Da ganz großen Dank in diesem Falle heute Richtung Stuttgart an das nette Team, da freue ich mich sehr drüber!

00:01:14: Und jetzt würde ich sagen los geht's

00:01:16: Wunderbar.

00:01:16: Auch von mir vielen Dank.

00:01:18: und bevor wir starten noch ein kurzer Hinweis, diese Folge ist Teil des Podcasts-Ton.

00:01:23: Das ist eine weltweite Initiative bei der Podcasterin und Podcasterorganisation und Menschen in den Mittelpunkt stellen die sonst oft leise im Hintergrund tragen und ohne die unsere Gesellschaft aber nicht funktionieren würde.

00:01:34: Und heute ist wirklich eine ganz ganz besondere Folge Eine Folge die ans Herz geht und die zeigt was es bedeutet da zu sein wenn das Leben schwer wird.

00:01:42: Wir sprechen heute über Themen wie Sterbentod und Trauer, darüber wie Familien in solchen Zeiten begleitet werden.

00:01:49: Unser Gast ist Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizes hier in Baden-Baden im Landkreis Draststadt.

00:01:56: Der Kinder- und Jugendhospiesdienst gehört zum Hospiezdienst Baden-Baden.

00:01:59: Und steht in der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde.

00:02:02: Sie begleitet nicht nur Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen, sondern auch Eltern, Geschwister und Menschen die nach einem Verlust irgendwie wieder Boden unter den Füßen bekommen müssen.

00:02:11: Ich freue mich so sehr dass sie heute bei uns ist.

00:02:13: herzlich willkommen Sabine Coman.

00:02:15: Hallo Sabine

00:02:16: Ja hallo guten Morgen.

00:02:17: danke für die Einladung.

00:02:18: ja hallo Sabine auf meiner Seite.

00:02:19: vielen herzlichen Dank.

00:02:21: Es war so nett, bei euch angerufen zu haben und wir hatten dann gesprochen.

00:02:24: Und erst du sagst, was hast du denn mit mir vor?

00:02:27: Wir kennen uns ja auch schon ein bisschen länger!

00:02:29: Insofern vielen Dank, dass ihr die Zeit genommen habt.

00:02:32: Ich hab's ja gerade erfahren.

00:02:33: heute geht es sogar noch in den Urlaub.

00:02:35: Das ist jetzt davor noch zu tun.

00:02:37: da danke ich dir sehr viel.

00:02:38: Vielen Dank.

00:02:39: Die erste Frage geht wieder an Matthias.

00:02:44: Erlebt, dass du so ergriffen nach einem Gespräch warst wie nach dem Austausch mit Sabine.

00:02:49: Warum war es dir so wichtig, dass genau Sabine hier heute sitzt und dass wir genau diesen Kinder- und Hospizdienst im Rahmen dieses Podcasts zu heute sichtbar machen?

00:03:01: Also wenn man selbst älternd ist und überlegt was ja das Wichtigste ist und je ältermann wird desto mehr verschieben sich auch die Prioritäten kommt's mir noch hinzu, dass einer meiner engsten Freunde vor zwei Jahren seine Tochter verloren hat.

00:03:17: und das ist für mich im Moment, der auch jetzt just in diesem Moment mich wieder sehr ergreift.

00:03:22: Und dafür möchte ich ganz viel zurückgeben, dass die Leute da einen Punkt haben und sich mal ein Kopf drüber machen.

00:03:30: Ich habe mit vielen Menschen zu tun, die mir auch wichtig sind.

00:03:33: wir machen unseren Job und es ist ja alles gut aber... und gerade kriege ich auch gute Kurve.

00:03:37: man denkt den ganzen Tag oft immer an Dinge, die einfach glaube ich wichtig sind oder die ein Ärgern oder die schlimm sind.

00:03:44: Viele haben es gerade ich gar nicht begriffen, was wirklich schlimm ist.

00:03:47: Und das hat mich sehr ergriffen und ich glaube, dafür ist auch dieses Formater dass man solche Gefühle mal zulässt.

00:03:56: um mir ist es ganz ganz entscheidend, dass wir da jetzt mal einen Schwerpunkt setzen und auch mal zeigen wie wichtig diese Arbeit ist die ihr tut.

00:04:05: insofern das ist der Grund warum ich mich so drüber freue dass wir das hier machen.

00:04:10: vielen Dank

00:04:12: Danke Matthias Sabine, es ist wirklich so schön dass du da bist.

00:04:16: Lass uns doch mal sozusagen an diesem Moment zurück wo du wusstest das ist die Arbeit die ich machen möchte auch wenn ich weiß dass sie schwer ist.

00:04:25: Das liegt jetzt tatsächlich schon... ...von zwanzig Jahre zurück.

00:04:29: wie eine ganz kleine Annonce in der Zeitung war Dass ehrenamtliche damals noch für den Erwachsenen-Hospizins gesucht wurden und es war gar nichts spektakuläres was drin stand.

00:04:39: Ich sag mal so.. ich glaube es war wie ein innerer Wegruf, Aufruf.

00:04:44: Ja so selbst Mutter von zwei Kindern und mitten im Leben stehend und trotzdem plötzlich angetriggert von dem das aber die Endlichkeit auch da ist und dass Menschen Begleitung und Unterstützung brauchen.

00:04:58: Und so habe ich mich auf den hospitlichen Weg gemacht.

00:05:00: Das war parallel auch zu einer, wie man so schön sagt, spirituellen Entwicklungsreise.

00:05:07: Da hat so alles ineinander gegriffen, sodass man nicht nur einem Beruf folgt was dem Geldverdienen beschuldet ist sondern vielleicht auch was so ein Teil Seelenplan-Lebensaufgabe ist.

00:05:21: und das hat sich dann so herauskristallisiert.

00:05:25: nach kurzer Zeit wie ich im Erwachsenendienst tätig war Es war Anfang zwei Tausend Fünf ging so ein Ruck durch Deutschland, dass auch die Belange der Familie mit lebensverkürzender kranken Kindern ein sehr sperriges Wort aber das ist der offizielle Terminus.

00:05:45: Dass sie in den Blickpunkt der Hospitsarbeit gerückt sind.

00:05:49: und in Baden-Baden ist die Hospits Arbeit schon lange etabliert gewesen.

00:05:52: und unsere damalige Vorsitzende, die war schon immer sehr vorausschauend, Frau Christa Götz hat dann den Input gehabt, dass auch in Baden-Baden, damals nur Badenbaden Kinderhospizarbeit etabliert werden sollte.

00:06:08: Und dann ist sie auf mich zugekommen und in meiner Tätigkeit im stationären Hospiz als Ehrenamtliche, damals selbst ehrenamtlicher habe ich zwei drei Jahre wunderbare Jahre erlebt weil es einfach so eine besondere Zeit war die man mit den Sterbenen ihren Angehörigen verbracht hat.

00:06:25: Sie haben einem auch was geschenkt Und dann war plötzlich dieses Gefühl, irgendwie ist es durch.

00:06:32: So ich wusste nicht was los ist... Es fehlte irgendwas platzig und das war der Initialfunke, dass dann eben die Kinder-Hospitzarbeit auf den Vormarsch war.

00:06:42: und der ganz originäre Funke war der, dass ich in dieser Begleitarbeit eine Mama hatte, die war zweiundvierzig Jahre alt und ich weiß noch, wie ich ihn jetzt immer kam und er lag ein Mandala.

00:06:57: Das hat ihre achtjährige Tochter, eins von drei Kindern geschrieben.

00:07:01: Ich hab dich lieb!

00:07:04: Und ich bin nach Hause und habe gedacht... Was ist es für ein Gefühl für eine Mama zu wissen?

00:07:11: Ich muss gehen um meine drei Kinder zurückzulassen.

00:07:14: Wer hat sie nie aufwachsen sehen?

00:07:16: Und umgekehrt.

00:07:17: was ist das für ein Gefühl für die Kinder nicht so wissen?

00:07:19: wie lange haben wir unsere Mama noch?

00:07:21: und wenn wir morgen kommen ist sie noch da.

00:07:25: Die Grundsteinlegung auf die Frage meiner Vorsitzenden magst du dich auf den Weg machen.

00:07:31: Und hier ja, zwanzig Jahre später der Kinder- und Jugendhospizdienst ist da!

00:07:37: Dankeschön.

00:07:40: Höchste Achtung.

00:07:42: Liebe Sabine viele stellen sich Hospizarbeit im Wetter sehr düster oder sehr klinisch vor wie es bei euch wirklich?

00:07:49: Erzähl uns mal wie ein ganz normaler Tag bei euch aussieht und was ist euer Auftrag?

00:07:54: Ich

00:07:55: gestatte mir ein kleines Lächeln, weil so ein ganz normaler Tag.

00:08:02: Das ist jetzt ohne dass ich irgendwie despektierlich zu anderen Berufen gehen möchte, da gibt es bestimmt welche die sind strukturiert!

00:08:08: Die Buchhaltung macht dies und das den ganzen Tag und ich denke immer Gott respekt davor wenn man einen ganzen Tag überwiegend dasselbe macht.

00:08:16: mein Aufgabengebiet also ich kann jetzt von mir nur als Koordinatoren eine Einsatzleitung sprechen.

00:08:22: Das ist eigentlich sehr vieles Fältig.

00:08:24: Und ich weiß, ich habe vielleicht einen Plan abends bevor ich gehe und hab eine große Toduliste im Kopf morgens wenn ich aus dem Haus geh bzw mit meinem Kaffeebächer schon durch die Wohnung tiegere und dann kommt es oft anders wie man denkt und so exemplarisch mal so abgebildet wenn ich an den Tag gestern denke da war ich auf Kontaktaufnahme.

00:08:47: also ich stand in der Warteposition dass sich zwei Familien, die mir gerade sehr am Herzen liegen.

00:08:54: Dass ich mit ihnen in Kontakt komme.

00:08:55: Einmal ist es eine Familie mit einer sterbenden Mama und das andere ist ne Familie mit einem sterbenen Kind.

00:09:04: Und ich musste mit beiden Familien in Kontakt reden können beziehungsweise mit den Schnittstellen- und Akteuren umzuwissen wie's grade weitergeht wo wir was sicher machen müssen wo wir vielleicht noch mehr Hilfesysteme mit etablieren müssen.

00:09:19: ja dann war eine wunderbare Situation, dass ich eine Spendenübergabe hatte.

00:09:25: Dann gibt es sehr viele administrative Arbeiten zu machen.

00:09:28: wir haben seit Anfang des Jahres einen Qualifikationskurs laufen das heißt treizehn ehrenamtliche wunderbare Menschen haben sich auf den Weg gemacht auch ehrenamtlich in die Kinder aus Pizzabyte einzusteigen.

00:09:42: Die müssen begleitet werden.

00:09:44: Auch in Unterlagen haben viele Fragen.

00:09:46: für sie muss ich Praktikumsfelder suchen.

00:09:49: Was war denn noch so?

00:09:51: Genau, dann rief eine Schule an die ihre Unterstützung angemeldet hat.

00:09:56: Kollegen haben Anfragen gestellt, Rechnungen müssen bezahlt werden.

00:10:01: das ist wie überall immer mehr mit der Digitalisierung, die in einer Leichtung bringt aber auch unheimlich viele Fragezeichen.

00:10:09: also Die Bandbreite ist einfach sehr groß und ich muss dann abends gucken habe Ich all das gemacht bekommen was ich wollte.

00:10:16: Aber das Wichtigste ist immer, dass ich für die Familien da bin, stellvertretend für den Dienst und für unsere Ehrenamtlichen.

00:10:26: Denn die ehrenamtliche sind der Garant, dass die Familien gut begleitet werden können.

00:10:32: Und deine zweite Frage war gewesen Was ist denn euer Auftrag?

00:10:37: Unser Auftrag ist eben dieses Für alle Anfragen da zu sein.

00:10:43: In erster Linie sind es natürlich die Familien beziehungsweise Schnittstellenpartner, die kommen.

00:10:48: Mal ruft die Schule, mal der Seelsorger an, mal das Krankenhaus so sagt wir haben hier eine sterbende Mama oder die psychologische Beratungsstelle ruft an.

00:10:58: Es gibt so viele Schnittstellenpartner die wir haben, die sich dann melden.

00:11:02: Für all die ist es wichtig dass wir da sind Die Fragen beantworten.

00:11:06: Manchmal ist es nur eine telefonische Berätung manchmal ist es eine Überleitung oder Schulen, Kindergärten die unsere Unterstützung brauchen Öffentlichkeitsarbeit.

00:11:15: So das ist unser Auftrag all den Anfragen denn Gehör zu geben und ihre Belange bestmöglich abzudecken.

00:11:25: Viele verbinden ja Hospiz automatisch immer mit.

00:11:27: so die letzten Tage des Lebens Ist es wenn's um Kinder- und Jugendliche geht anders begattet er schon über längere Zeit also längere zeit zuvor als auch danach.

00:11:39: Wie gibt es da Unterschiede?

00:11:41: Ich möchte ganz kleine Differenzierung machen.

00:11:45: Weitläufig wird einfach der Begriff Hospiz genannt, ja so.

00:11:49: Hospizarbeit deckt's besser ab weil Hospiz verbinden meisten Menschen und das ist also mit einer stationären Einrichtung.

00:11:57: Ja Und im Erwachsenendienst ist dass Der Ort wo die austherapierten Menschen Hingehen, dort begleitet werden bis zum Tod.

00:12:06: Aber durch die ambulanten Hospizdienste auch natürlich zu Hause begleitet werden.

00:12:11: ja Kinderhospieze gibt es auch, sie haben eine andere Funktion wie im Erwachsenenbereich.

00:12:17: Dort gehen die Familien hin können hingehen mehrere Wochen im Jahr um eine Art Urlaub zu machen dass das Familiensystem Unterstützung erfährt.

00:12:28: und eine Mutter hat so schön mal gesagt Es war ne wunderbare Auftankzeit Aber das Jahr hat zwanzig Wochen.

00:12:35: Und für die restlichen Wochen sind wir dann die Dienste da.

00:12:39: und die letzten Tage, die du gerade angesprochen hast, die würde ich sagen natürlich gibt es sie bei unseren Kindern auch aber die sind eher die Zuschreibung für die Begleitung beim Erwachsenen-Dienst ja?

00:12:53: Und deine Frage war... sind wir auch Woche schon da.

00:12:57: Wir sind schon sehr, sehr lange vorher da und deswegen bin ich euch auch sehr dankbar dass wir dieses Gehör hier finden um eben darüber aufzuklären das Hospizarbeit eine ganzheitliche Begleitung ist.

00:13:09: Das heißt sie setzt an ohne therapeutische und pflegerische Maßnahmen aber in der Zeit so schön in der psychosozialen Begleitung.

00:13:17: Aber letztendlich ist es diese Mensch zu Mensch zugewandte Zeit da zu sein.

00:13:25: Wir sind im Prinzip schon da ab der Diagnose-Stellung.

00:13:28: Eltern bekommen schon in der Diagnose, in der Schwangerschaftszeit manchmal gesagt, dass ihr Kind nicht lebensfähig sein wird.

00:13:38: Ich hatte jetzt gerade ein Telefonat mit einer jungen Familie und einer jungen Frau.

00:13:45: Inmitten der Schwangenschaft hat sich herauskristallisiert, dass Ihr Kind eine lebensverkürzende Erkrankung hat – eine Stoffwechselerkrankung Was nicht so schlimm ist, als dass dieses Kind nicht lebensfähig wäre mit körperlich geistiger Einschränkung leider.

00:14:03: Aber es wäre lebensfähig!

00:14:04: Nicht immer ist das da, so der Fall.

00:14:06: Hier ist noch eine komplexe Geschichte hinzugekommen, dass das Kind von einem Schlaganfall betroffen wird im Mutterleib schon.

00:14:15: Bei dieser Familie stellt sich die Frage nicht – ich habe mit meiner Mama telefoniert.

00:14:21: Ganz oft stellt sich bei vielen Medizinern dann schon die Frage der Input an die Eltern.

00:14:27: Möchten wir so weitergehen?

00:14:30: Was bedeutet das für unser Leben?

00:14:32: Unser ganzes Leben, die Lebensplanung wird auf den Kopf gestellt!

00:14:35: Vielleicht gibt es schon Geschwisterkinder, die werden dann automatisch in den Schatten gerückt wenn je nach Erkrankungen, dieses Kind uns fordert.

00:14:45: Also deswegen ist das... Wir sind schon ganz früh da Ja?

00:14:50: Und es ist ganz wichtig.

00:14:52: Nicht, wenn wir kommen stirbt man schneller oder dann ist das ein Ediz sondern da ist die Aufklärungsarbeit wichtig.

00:15:00: Wir sind ab der Schockdiagnose, ab dem Entsetzen, ab der Fassungslosigkeit Ab.

00:15:05: dann sind wir an ihrer Seite und begleiten so gut wie's können.

00:15:10: Du

00:15:11: kommst doch manchmal solche Anrufe wo die Menschen auch sagen ich weiß gar nicht ob ich bei ihnen richtig bin oder sind das immer Anrufen?

00:15:17: Ich brauche ihre Hilfe.

00:15:21: Es ist beides.

00:15:24: Ich glaube, ich habe gerade so nachgedacht auch von den ganzen Schnittstellenpartnern.

00:15:29: Ob es eine Religionslehrerin anruft oder der Seelsorger anrufte, ist schon soweit, dass wir bei ihnen richtig sind und es gibt unterschiedlichste Anrufe.

00:15:39: Ich denke wenn die Betroffenen anrufen schicken sie das oft so voraus ob ihr Fall schlimm genug ist oder es noch nicht.

00:15:46: final.

00:15:48: Und wenn dieser Aufruf dann kommt, wir brauchen Unterstützung.

00:15:52: Wir brauchen Hilfe!

00:15:53: Dann bin ich sehr berührt und dankbar und signalisiere Ihnen auch zurück, dass ich davon ausgehe, dass sie Überwindung gekostet hat und welchen Mut.

00:16:06: Ich danke für das Vertrauen, dass Sie sich an uns gewandt haben.

00:16:09: Denn in der Regel möchten wir immer alles alleine händeln allein schon was unsere Familie angeht.

00:16:18: Und irgendwann merke ich, ich komme an meine Grenzen und wir wissen glaube ich aus dem Alltagsleben selbst.

00:16:23: Dass es uns gar nicht so leicht fällt um Hilfe zu bitten.

00:16:26: Wir geben eher die Hilfe, ne?

00:16:29: So ist das dann oftmals auch schwer zum Hörerzugreifen und ich weiß ja auch nicht wer ist auf der anderen Seite.

00:16:36: wie kommt er mir rüber und will er mich gleich belehren und verstehe meine Not und wenn mir Tränen kommen kann er damit umgehen.

00:16:46: Deswegen ist es mir sehr wichtig und ich freue mich immer, wenn Menschen auflegen und sagen, das hat mir jetzt schon so gut getan und geholfen.

00:16:54: Das ist schön ja!

00:16:57: Wie ist das eigentlich so in den ersten Tagen oder den ersten Wochen?

00:17:01: Was sind genau eure Schritte?

00:17:02: Was brauchen die Menschen da am dringendsten?

00:17:05: Ich differenziere ein bisschen und zwar weil es darin geht unterschiedlich ist.

00:17:10: wir haben zwei große Themen bereichert.

00:17:13: das hatte ich noch gar nicht erwähnt.

00:17:15: Einmal ist es die Begleitung, wir nennen das die Sterwe-Lebensbegleitung von lebensverkürzend erkranken Kindern oder abschiednehmenden Kinder.

00:17:24: Abschied nehmende Kinder heißt dass ein Elternteil sterben wird und wir haben die Trauerbegleitung.

00:17:31: Das eine geht manchmal in das andere über aber manchmal kommen auch Menschen erst in der Trauer-Begleitung die sich an uns wenden Und dann ist es unterschiedlich wie die Bedarfe sind In der Sterwe Lebensbegleitation dass wir dann aktiv je nachdem tätig sind.

00:17:48: Da muss vieles getan werden, aber grundsätzlich würde ich mal sagen brauchen beide Tätigkeitsfelder durch die Ehrenamtlichen und durch mich das die Familien Stabilität und Sicherheit erfahren.

00:18:03: Sicherheit meint da kommt jemand mit Kompetenz, mit Empathie, mit Verständnis der nicht bewertet, der an unserer Seite ist Ja?

00:18:15: Und die meisten denken dann so, wenn sie Tod und Trauer hören.

00:18:18: da muss erst mal getröstet werden.

00:18:20: Und weiß Gott was alles getan wird?

00:18:23: Nein das ist einfach nicht!

00:18:25: Auch wir auch wenn wir viel Kompetenz mitbringen sehr viel sehen.

00:18:30: unsere Maßgabe ist hinzuschauen Was genau braucht es gegenüber?

00:18:36: Möglicherweise kommt das was wir sehen später zum Tragen.

00:18:41: Die betroffenen Familien geben den Takt und die Richtung, und die Geschwindigkeit vor.

00:18:47: Und in beiden Bereichen ist ja oftmals eine Erschütterung ein Gefühlschaoster.

00:18:53: unterbrauche es die Stabilität, die Sicherheit.

00:18:57: da kommt jemand der ist jetzt an unserer Seite der ist zum einen nicht emotional betroffen wie der Freundeskreis, wie die Familie Der ist ziemlich stabil.

00:19:06: das heißt aber nicht dass er nicht empathisch mitschwingt.

00:19:09: Wir werden auch davon berührt.

00:19:11: Das ist schon klar, dennoch ich sage immer das Herz darf.

00:19:15: Berührt werden aber nicht.

00:19:17: Davon geschwemmt werden.

00:19:18: also das gilt für uns als die Begleitenden und die Begleiter bringen auch das Leben wieder mit rein was es ja bei diesen Familien oft ins Stocken geraten.

00:19:28: und angesichts der Schwere ist Freude auch etwas Wichtiges was auch die Ehrenamtlichen auch einbringen müssen.

00:19:36: Es darf man nicht vergessen angesichts Von Schwere ist es umso mehr wichtig, dass da Licht und Leichtigkeit in aller Ernsthaftigkeit und Empathie hinein gebracht wird.

00:19:47: Und ich glaube das ist das was die Menschen am meisten brauchen!

00:19:51: Und dieses erstaunen Immerwehr – wir sind ja auch kostenfrei für die Familien – da ist wirklich jemand da.

00:20:00: der ist jetzt einfach so für uns da.

00:20:03: Ein gesellschaftliches Engagement, was in vielen ehrenamtlichen Bereichen notwendig ist.

00:20:08: Was aber immer wieder Erstaunen hervorrufen und Freude.

00:20:12: Sabine wenn man da jetzt mal reingeht... Man merkt ja schnell der hängt ja nicht nur eine Person dran sondern ein ganzes Familiensystem.

00:20:20: Wenn wir jetzt auf die Eltern schauen Was ist dafür die meisten so das Schwerste?

00:20:25: Und was wird von außen vielleicht auch manchmal am wenigsten gesehen?

00:20:29: Ich glaube Das schwerste es und dass muss man allen anderen den Außenstehenden zugestehen, dass man sich das einfach nicht wirklich vorstellen kann wie es den betroffenen Familien geht.

00:20:43: Du hast ja vorhin geschillert wie's dir geht wenn du berührt wirst bei dem Gedanken der Erinnerung an den verstäumten Freund.

00:20:53: Ähnlichen den Freunden und die Tochter!

00:20:55: Die Verzeihung, ja.

00:20:57: Tochter ist gestorben.

00:20:58: aber wenn du an den Vater denkst, also an beides, an das System.

00:21:02: Das eine bedingt das andere.

00:21:04: und es gibt so dieses Zitat Wenn du nicht in meinen Schoen gegangen bist dann kannst du nicht urteilen.

00:21:10: Du weißt nicht wie ich sie anfühle.

00:21:11: Du weisst nicht wie schwer der Weg ist.

00:21:13: Du weiß nicht wie schwer jeder Schritt ist und doch muss er gegangen werden.

00:21:18: Und ich glaube dieses was es macht von meinem Kind Abschied nehmen zu müssen Das Planen zu müssen, das ist so irre schwer.

00:21:28: Ich habe ja vorhin gerade von der einen Familie gesprochen und ich gestern versucht habe zu erreichen.

00:21:34: Da ist es wirklich so dass die Familie sehenden Augen weiß Dass sie von ihrer noch sehr jungen Tochter Abschied nehmen müssen.

00:21:43: Und Sie versuchen gerade alles noch Solange sie noch im Leben ist und noch die Lebenskraft hat was die schwere Erkrankung mit sich bringt ihr Freude zu generieren.

00:21:53: Und gleichzeitig müssen sie schon vor Sorge treffen für die finale Situation, bereiten sich schon darauf vor.

00:22:02: diese Ambivalenz – das ist unfassbar und ich muss sehr viel dokumentieren und wie ich das nach unserem Gespräch dokumentiert habe, da stockst du auch mit einem Schreiben!

00:22:12: Weil wenn man sich vorstellt dass man weiß, man plant jetzt noch Schritte Irgendwann ist das Kind nicht mehr da, da steigt man einfach irgendwie aus.

00:22:23: Und diese Schwere dieser Schmerz der da isst, die ja auch nicht immer im Außen geteilt werden möchte weil dann vielleicht auch Drossprasen kommen oder Gedankenlose Aussagen wie Naja... Dann ist sie von ihrem Leiden erlöst.

00:22:37: ihr habt ja noch andere Kinder.

00:22:39: Das sind so Verletzungen dieses Bagatellisieren und Nivellieren das ist unfassbar Und das teilt man dann nicht mit allen.

00:22:51: Und nach außen zeigt man es nicht und dann wird einem zum Teil auch noch unterstellt, dass man das hier gar nicht so ernst nimmt, nicht so betroffen davon ist, dann kommen doch diese Verletzungen dazu.

00:23:06: Ich habe ein Telefonat mit einer Mama gehabt.

00:23:09: die hat vor kurzem ihre verzehnjährige Tochter beerdigen müssen.

00:23:15: Nach der Beerdigungsfeier saßen sie noch zusammen und er hat gesagt, ich war ausgeweint.

00:23:21: Ich hatte keine Tränen mehr!

00:23:24: Und dann kam noch die Sorge hinzu dass die Trauergemeinde eventuell denkt, dass sie in weniger Liebe und Anteilnahme an ihrer Tochter ist.

00:23:35: ja also das tut weh wenn du dann die Mama dahin gehend noch stabilisieren und wieder zurechtrücken musst die Angst davor noch bewertet zu werden.

00:23:48: Von einem System, was gar nicht mit

00:23:50: dem Sinn kann.

00:23:50: Kinder sagen mir oft, weißt du?

00:23:53: Dann sagen die ich bin eine Heulsuße und werden beschimpft... Ich habe schon Kinder erlebt, die beschimpf worden sind weil sie keinen Papa mehr haben oder keine Mama mehr.

00:24:04: Ja dann willst du das nicht zeigen!

00:24:06: Und ja dass ist einfach so schwer und ich sage mal so, das macht wirklich etwas mit einem wenn du dann hörst Wie verletzt diese Menschen da noch sind und wie sie sich noch erstärken müssen, sich noch erklären und rechtfälligen müssen.

00:24:21: Warum Sie vielleicht auch nicht der Norm an Geplägtheit entsprechen?

00:24:26: Warum Sie nicht auf den Festivitäten sind?

00:24:29: Das Leben geht doch weiter!

00:24:30: Und warum Sie jetzt vielleicht nicht frohe Weihnachten hören können?

00:24:34: Weil hier ist grad gar nix froh.

00:24:37: Ja

00:24:41: ich habe mir deswegen auch vielleicht jetzt, obwohl das jetzt gar nicht in einem Skript steht.

00:24:45: aber Genauso war hier, gab die zwei Jahre mit einem Freund auch umzugehen und selbst als Außenstehender der Selbstkinder hatte man es eng befreundet.

00:24:53: Man kannte dieses Kind über viele Jahre.

00:24:56: Man denkt man müsste mal Worte finden oder Lösungen.

00:24:59: alles im Leben würde immer Lösungen aber da gibt's nichts.

00:25:02: das ist einfach für sich innerlichen Punkt zu finden.

00:25:05: wie kann man damit klarkommen?

00:25:08: Und ich... Das ist noch nicht mal so ein geteiltes Leid sowas.

00:25:14: dann doch eine außenstehende Person, egal wie irgendwann befreundet ist.

00:25:17: Weil es ist das Eigen und das ist bei mir zu besorgen nochmals ein ganz anderes Verhältnis zum eigenem Kind.

00:25:25: Also ich habe für mich trotzdem probiert... Ein klein bisschen, das klingt jetzt vielleicht mal klar, aber was Positives für mich rauszufinden, sagen okay, hab noch mehr Zeit mit den Kindern.

00:25:35: Egal ob ich will Schuhe vielleicht kaufen kann, egal welcher Erfolg man machen kann oder was man machen können ja wenn das einem nahe geht verschieben sich die Grenzen und man, also ich zum Beispiel habe seitdem noch viel mehr mal einen Fokus geschärft auf das was mir im Leben wichtig ist.

00:25:51: Also insofern... Man macht sich nie den Kopf über die Dinge im Leben weil man blendet das schnell aus, weil man nicht davon getroffen ist und man sagt dass sie schlimm oder es tut einem leid und man hat vielleicht auch eine Empathie und dann geht jetzt gleich nicht zu den Menschen die das verurteilen.

00:26:06: aber man kann nie mitreden wenn man solche Dinge nicht selbst erlebt hatte.

00:26:11: Ja, ich glaube das hast du wirklich auf den Punkt getroffen.

00:26:14: und die Berührbarkeit... ...die uns jetzt hier allen drei ins Gesicht geschrieben steht.

00:26:22: Und die einfach auch da ist, dass zeichnet es Mensch sein auch aus!

00:26:26: Und das ist auch so wichtig.

00:26:28: Du hast gerade gesprochen, es ist vielleicht nicht Geteil des Leid, doch es ist Geteil Des Leid.

00:26:33: Es ist die Anteilnahme.

00:26:35: Ich habe vorhin gesagt, dass Herz darf berührt werden, nicht davon geschwärmt werden Wenn dein Freund dich noch drösten müsste.

00:26:42: Ja klar.

00:26:42: Dann wäre es nicht das Optimale, doch deine Tränen zu sehen wo es dann manchmal keine Worte gibt aber einfach zu wissen auch wenn deine Kinder noch da sind du gehst da nicht einfach so weiter oder drehst ihn den Rücken zu meides ihnen auch.

00:26:59: das passiert Matthias weil die Menschen nicht wissen wie sie damit umgehen sollen wie Sie damit den Schmerz der anderen aushalten sollen weil sie keine Werte finden weil sie Angst vor den Gefühlen der anderen haben Und weil, das hast du auch eben so schön gesagt.

00:27:14: Das schreibe ich auch in meine Trauerkarten rein oftmals.

00:27:18: Die deutsche Sprache hat so viele Ausdrucksmöglichkeiten aber manchmal gibt es einfach keine Worte und... Ich habe in einer der Ausbildungen von einer Ausbilderin gehört die einen Pfarrer begleitet hat, der ihren Sohn gestorben ist und er eine Trauertherapie gemacht hat.

00:27:35: und er sagte ihr am Schluss der Begleitung und danke, dass ich auch untröstlich sein durfte.

00:27:43: Das habe ich mir sehr auf die Fahne geschrieben, das habe ich jetzt gerade unser neuen Ehrenamtlichen erzählt, wo ich auch wieder gesagt hab wir versuchen ganz oft den Schmerz weg zu trösten.

00:27:55: Und es muss ein ausgewogenes Maß der Situation, Situation entsprechend gefunden werden.

00:28:01: Wo ist Trost gerade erforderlich?

00:28:03: Und Trost liegt nicht nur in Worten, Trost legt in Gesten.

00:28:07: Im Dasein im Aushalten manchmal ohne Worte und auch im Verstehen- und Bejahn das Zorn vielleicht da ist, dass Wut da ist

00:28:19: usw.,

00:28:21: und auch dieses Bestätigen und das alles auszuhalten.

00:28:25: Und dazu sein – Das is Freundschaft!

00:28:30: Das ist Segen und viel zu wenig passiert das.

00:28:35: Sabine Du hast ja im Vorgespräch gesagt, dass die Anfragen ja stark zugenommen haben und ihr kapazitätsmäßig auch an die Grenzen kommt.

00:28:42: Seit wann spürst du denn diese Veränderung?

00:28:44: Warum steigt es gerade so?

00:28:46: Was hat sich dann verändert in den Familien oder in der Gesellschaft oder im Hilfesystem?

00:28:52: Ich glaube da gibt's keiner... alleiniger Antwort, sondern diese Antwort.

00:28:58: Da sind viele Faktoren drin die da zusammenspielen ich denke mal seit zwei drei Jahren.

00:29:03: es ist so ein schleichender Prozess wo tatsächlich die Anfragen stetig zunehmen.

00:29:09: und wie hat die Grundscheinlegung?

00:29:12: ist vielleicht oder der Anfang in dieser Pandemie in der Corona Zeit zu sehen?

00:29:17: Wo tatsächlich viele Existenzängste aufgeploppt sind Verlustengste Die Isolation, den Kindern und Jugendlichen ist ja ein Teil ihrer Entwiflungszeit genommen worden.

00:29:32: Familiensysteme sind auseinandergebrochen.

00:29:34: also da ist ganz viel passiert.

00:29:36: das sind viele psychischen Erkrankungen glaube ich dazu gekommen.

00:29:42: Erschwernisse die einfach in Spätfolgen jetzt zum Tragen kommen.

00:29:48: dann haben wir nicht mehr diese Familiensysteme, die wir früher hatten.

00:29:54: Die Großeltern, die zwangsläufig die Kinder versorgt haben, die im Haus in Familiensystemen brechen außerhalb.

00:30:01: Wir haben immer mehr Patchwork-Families, wir haben immermehr Alleinerziehende.

00:30:05: Die Kinder sind im Ausland.

00:30:07: also dieses Großfamilie, die in sich Halt und Stütze gegeben hat Nachbarschaftshilfe All dies ist immer mehr weggebrochen.

00:30:16: Auch da in der Corona-Zeit, wir wissen was da alles passiert ist von wegen dieses Miteinander hier war eher Ellenbogentechnik und jeder ist sich selbst der Nächste.

00:30:29: dadurch steigen die in den psychosozialen Bereichen auch die Unterstützungen.

00:30:34: Die Therapeuten kommen nicht mehr nach.

00:30:36: es gibt immer mehr lange Wartezeiten hinzukommen durch die existenziellen Ängste Wohnraum, Verknappung oder gestiegene Mieten und so weiter.

00:30:48: Die Ansprüche an den Arbeitsplätzen steigen das so komplex die Belastungen da sind dass diese fehlend Faktoren eine große Rolle still spielen.

00:31:01: ich merke auch die Anfragen bei uns die sind immer komplexer.

00:31:04: Da geht es nicht nur um den lebensbedrohlichen Zustand oder den Trauerverlust.

00:31:12: Rand-Faktoren noch hinzu, die mit eine Rolle spielen.

00:31:17: Das ist glaube ich so und dann ist es auch... Wir kennen die Umweltgeschichten, die Veränderungen, die passieren.

00:31:26: Die Lebensräume werden immer mehr beschnitten von Mensch und Tier, die Genmanipulation Marknerrolle spielen.

00:31:35: unsere Lebensmittel sind ja selten nur noch.

00:31:38: Nein, Bio steht überall drauf.

00:31:40: Ob es so ist weiß ich nicht und ob nur Bio-Essen dafür zuträglich wäre dass man länger lebt das bezweifle ich auch im höchsten Maße, sodass ich denke einfach da sind so viele Faktoren die eine Rolle spielen und das merken wir einfach dann in der Zunahme der Erkrankungen.

00:31:58: ja aber das sind jetzt sehr viele Fektoren und letztendlich nur Mutmaßungen.

00:32:03: Es gibt nicht die eine ultimative Antwort dafür

00:32:07: Liebe Sabine, und dann sind ja da auch oft die Geschwisterkinder.

00:32:10: Die laufen irgendwie mit und sind trotzdem mitten drin und müssen es ja auch irgendwie bearbeiten oder verarbeiten.

00:32:18: Was brauchen Geschwisters Kinder am meisten?

00:32:20: Und was sollten Erwachsene lieber lassen Auch wenn das gut gemeint ist?

00:32:26: Ja geschwister Kinder sind die sogenannten Schattenkinder weil sie eben im Schatten von der Erkrankung vom Hilfesystem stehen, weil ja die Hilfe sich natürlich auf denjenigen fokussiert der am meisten der Hilfe und Unterstützung bedarf.

00:32:43: Und ich glaube das was das Wichtigste ist dass auch sie in ihren Belangen gesehen werden.

00:32:50: Dass Sie ganz oft sich in einer Schonhaltung befinden Mama Papa sind durch die Erkrankungen des kranken Geschwisters oder weil der Papa die Mama so schwer krank ist sehen sie sowieso schon was von den Eltern gefordert ist, in welcher seelischen psychischen Noti sind, welche Ängste und Befürchtungen im Raum stehen.

00:33:15: Und dann möchten sie sich nicht noch mit ihren eigenen Gedanken beheiligen.

00:33:20: Sie versuchen ganz viel mit sich selber auszumachen.

00:33:24: Das ist nach innen eher die Trauer getragen.

00:33:27: Die Gedanken wird oft nicht kommuniziert um nicht noch mehr Schwere reinzubringen.

00:33:35: Und da ist es dann wichtig, dass jemand der nicht betroffen ist ins System reinkommt, der einfach für dich da ist.

00:33:44: Ich habe für dich jetzt seit ... Wir hatten ein Mädchen begleitet, deren Schwester schwer krank war.

00:33:51: Die haben wir sechsundhalb Jahre begleitet und sie ist dann gestorben.

00:33:56: Und ich weiß noch, wie die Ehrenamtliche an der Tür stand Lieber damals sieben, die war ganz aufgeregt.

00:34:03: Wie wusst du?

00:34:04: Die Ulrike kommt jetzt zu ihr und hat dann auch gesagt... Und du bist jetzt nur für mich da!

00:34:09: Jemand der mal nur für einem selber da ist.

00:34:13: Der sich dafür interessiert dass man in der Schule an der Aufführung teilnehmen darf.

00:34:19: Dass man traurig isst Das man aber auch Angst hat was mit der Schwester passiert das muss ich aber nicht trau zu fragen weil meine Mama und Papa nicht noch trauriger machen der man auch sagen kann, weißt du ich hab Angst.

00:34:32: wenn ich schlafen gehe ist dann meine Schwester am nächsten Morgen noch da und wenn ich zur Schule gehe dann weiß ich auch nicht.

00:34:40: Wenn ich heim komme... ...ist er noch da aber das will ja nicht nachfragen weil sonst haben die anderen noch mehr Angst.

00:34:48: Und außerdem es ist dann auch so jeder weiß der Elefant steht im Raum Aber jeder macht einen Bogen drum herum, legt eine Decke drüber und dann ist er nicht da.

00:35:01: Und so ist es nicht!

00:35:02: Deswegen ist das das Tolle, denn Ehrenamtliche an der Seite der Geschwisterkinder sind – man darf auch nicht vergessen – sie sind da um diese Gedanken zu teilen, Wahrheit zu sprechen aber auch um kindgemäß egal welchen Alters Freude zu generieren.

00:35:21: Ja, das ist ganz normal dass man sie zum Fußballspiel fährt, dass man mit ihnen tolles Spiel macht.

00:35:26: wir haben jetzt gerade eine achtjährige die liebt Halligalli zu spielen und ihre Mama liegt im Sterben.

00:35:33: aber es ist so wichtig dass wir grade in der schweren Zeit auf Freude und Leichtigkeit lachen einbringen oder dass das Raum haben darf nicht nur durch uns reingebracht denn das sind wichtige Lebenselixere.

00:35:48: Ohne die schafft man sowas nicht.

00:35:50: Aber du bist ja auch so ein unglaublich empathischer Mensch, machst diese Arbeit schon so viele Jahre, hast so viele Schicksale gesehen und erlebt gehört, so viele Familien begleitet?

00:35:59: Wie schaffst Du es denn, dass das nicht nah an Dich rankommt?

00:36:03: oder gibt's da auch Momente wo Du sagst okay jetzt ist mir zu viel und wie hilfst Du oder wie helft Dir Euch untereinander im Team dann auch damit zurechtzukommen?

00:36:10: Okay das waren jetzt viele Fragen.

00:36:13: ich versuche zu sortieren.

00:36:15: Ich glaube ich fange mit der Frage an Es geht nicht, dass es einem nicht nahe kommt.

00:36:21: Ja?

00:36:22: Diese Berührbarkeit die Empathie das ist ja keine Einbahnstraße und die ist wichtig damit das Gegenüber sich vertrauensvoll an uns wenden kann.

00:36:33: Damit schwappen aber auch die ganzen Ängste Verzweiflungen Die ganze Gefühlsvielfalt schwappt auch rüber Und manchmal wird man mehr oder weniger davon berührt.

00:36:46: Also das geht nicht, dass man nicht berührt wird.

00:36:48: Und je nach Resilienz die man im Laufe der Jahre entwickelt hat wie alle Menschen oder die meisten Menschen je nach Tagesverfassung schafft man damit besser oder schlechter um zu gehen.

00:37:01: und ich muss ja sagen manchmal sind einfach auch diese Tränen da, sie sind dann da weil es einfach so viel an Schmerzunleid ist und so wenig ist was man manchmal scheinbar nach unseren Maßstäben, nach meinem Maßsturm.

00:37:16: So wenig tun kann dabei, sage ich ja immer, dass es dabei sein ist schon mal das Wichtige und

00:37:22: aushalten.".

00:37:23: Also wie gesagt, das zum Thema an sich ranlassen?

00:37:27: Dann ist aber auch das andere wieder hilfreich sein zu können!

00:37:30: Ich glaube, das kennen wir alle aus dem Alltag.

00:37:33: Mensch, wenn du jetzt nicht da gewesen wirst... Ach Gott, war das schön, dass du mir geholfen hast.

00:37:38: Das beflügelt einem, das tut einem selber gut.

00:37:41: man tut es nicht deswegen um Das zurückzubekommen oder zu hören, das geschieht einfach.

00:37:47: Und das wiederum hilft dann so.

00:37:51: und was genauso noch hilfreich ist der Austausch mit Gleichbetroffenen also Betroffene die vielleicht im System Mitbegleiten.

00:38:00: ich habe ganz wunderbare ehrenamtliche Kolleginnen mit denen Ich mich austauschen kann.

00:38:05: wir selber im system haben super vision.

00:38:09: Für die Ehrenamtlichen bin ich immer als Ansprechpartner zur Verfügung.

00:38:14: Und darüber reden, teilen – das ist der größte Gewinn und verstanden werden.

00:38:24: Wir könnten auch an die Wand hinsprechen aber wir brauchen es gegenüber um uns manchmal auf die Schliche zu kommen.

00:38:33: Die Gefühlsvielfalt dass sie dann hochkommen kann weil ein Raum dafür da ist und die Anteilnahme und dieses verstanden werden.

00:38:43: Und dann lässt sich viel

00:38:45: bewältigen.".

00:38:46: Sabine, wie bereitet ihr denn die Ehrenamtlichen darauf vor?

00:38:50: Wie begleitet ihr sie dann weiter damit Sie das langfristig tragen können?

00:38:54: Wie ist so dieser gesamte Prozess?

00:38:55: wenn man jetzt für sich sagt dass das würde ich gerne unterstützen da würde ich aktiv gerne mitmachen was passiert dann?

00:39:03: Ja kann ich gerade aus der aktuellen Situation berichten.

00:39:07: Es ist ja vor allem schon angeklungen, dass wir sehr viele Nachfragen haben und nicht nur weil wir momentan vielleicht an die Kapazitätsgrenzen kommen sondern man muss ja vorausschauend denken als Leitung.

00:39:19: Denn ehrenamtliche Sinngeschenke bringen sie bringen ihre Zeit aber die Zeit ist auch nicht unbegrenzt und die haben auch ihre familiären und beruflichen Situationen nicht immer einen Einsatz ermöglichen.

00:39:31: Somit ist es wichtig, dass wir wie letztes Jahr im Herbst ein Aufruf gestartet haben, das wir neue interessierte Menschen suchen die in die Ehrenamtarbeit einsteigen und bei uns geschieht es so, Und für Baden-Baden zuständig, dass wir in beiden Bereichen dann eine Informationsveranstaltung machen.

00:39:54: Zusammen mit den Ehrenamtlichen stelle ich dann vor was eigentlich der Dienst überhaupt darstellt wie wir vorhin schon festgestellt haben.

00:40:02: Was ist denn Kinderhauspizzaarbeit und wo sind wir tätig?

00:40:06: Und was muss sich als Qualifikation mitbringen?

00:40:09: Da kann ich mal gleich sagen Ich muss als Qualification nichts mitbringen wenn ich interessiert bin psychisch, physisch und gesund sein.

00:40:19: Ich muss stabil sein – das ist das Wichtigste!

00:40:23: Ich muss ein empathischer Mensch sein.

00:40:25: ich muss in der Lage sein mich zurückzunehmen.

00:40:30: also ich habe Mitarbeiter.

00:40:32: die sind beispielsweise im medizinischen oder psychologischen Kontext Im Hintergrund, also beruflich haben sie diesen und bringen den mit.

00:40:43: Aber Sie gehen nicht als diese Therapeuten rein.

00:40:44: Sie gehen als Niederschwelliger ... niederschwelliges Angebot was wir anbieten?

00:40:49: Als Mensch ja genau das ist so richtig gesagt!

00:40:52: Als dieser gehen Sie rein... als Begleitender.

00:40:54: ich bin an deiner Seite Und dafür werden die Ehrenamtlichen alle auf eine Ebene gebracht in einer Qualifikation Die erstreckt sich über ein dreiviertel Jahr und errichtet geschult in der Selbsterfahrung.

00:41:13: Eigene Grenzen, ja wo sind meine Grenzen?

00:41:17: Das eigene Todesverständnis, die Werbenbegleitkompetenzen in der Kommunikation, in der Wahrnehmung auch hier wieder Grenzen zu achten, Grenzen zusetzen für mich zum Selbstschutz.

00:41:33: und natürlich wird sehr viel Fachwissen vermittelt über Familiensystem Sozial-, pädagogik-entwicklungsbedingtes Todesverständnis bei Kindern, die Sprache sterbender Krankheitsbilder bei Kindern.

00:41:49: Es gibt sehr viel und sie durchlaufen noch ein vierzigstündiges Praktikum in körpergeistig behinderten Einrichtungen.

00:41:58: Da sind wir auch sehr dankbar über die Einrichtung, die uns dies ermöglichen, dass die Ehrenamtlichen dort hospitieren dürfen.

00:42:08: Und nach Abschluss der Qualifizierung entscheiden Sie sich, ist es das was ich mir vorgestellt habe?

00:42:15: Das was ich in der Vorbereitungszeit gelernt hab über mich herausgefunden habe.

00:42:20: Kann ich das?

00:42:21: traue ich mehr dazu?

00:42:23: Ich trau den das immer zu!

00:42:24: Ich weiß nicht schon im Vorfall dass ich das so gut anfühlt.

00:42:29: Und während sie dann in den Begleitungen sind die ganze Zeit ab, wenn man auf diesen Zug Kinderhospizarbeit auch im Erwachsenendienst eingestiegen ist.

00:42:39: Dann wird man begleitet.

00:42:41: wir haben monatliche Gruppen treffen Wir haben Supervision.

00:42:45: Das is so der Begleitende therapeutische Effekt sozusagen, sag ich mal.

00:42:51: Der Seelsorger ist eher der Auffängt.

00:42:53: Ich bin für sie immer als Ansprechpartner da Denn meine Aufgabe ist es nicht nur für die Familien dazu sein Sondern auch den Ehrenamtlichen Darauf zu schauen dass diese selbst gut begleitet werden Damit sie gut bei anderen sein können.

00:43:09: und runtergebrochen heißt das auch Gut bei sich sein.

00:43:12: Das Geld für jeden von uns, für mich auch um gut bei den anderen sein zu können.

00:43:17: Das wird nicht immer in der Balance sein, aber darauf zu achten dass es uns bewusst wird damit wir sie wieder in die Balance bringen können.

00:43:24: und wir haben auch schöne freudige Aspekte.

00:43:28: ich habe ja vorhin gesagt Freude und Lachen sind wichtige Elixiere und das ist auch an der Hauspizza-Weite.

00:43:34: Auch hier wird ganz viel Freude reingetragen.

00:43:36: Die Freude ist auf das man sich sieht Es entsteht eine gute Gemeinschaft.

00:43:40: Wir haben auch von den beiden Diensten her machen wir treffen wie unsere Jahresversammlung immer mit einem Hoffest.

00:43:48: Wir machen Ausflüge mit den Ehrenamtlichen, wir machen Fortbildungen, wir haben unsere schöne Adventsfeier.

00:43:56: also es gibt ganz viele soziale Aspekte des Miteinanders wo dieses Mensch sein wie du vorhin so schön gesagt hast die Freude aneinander im Vordergrund steht und ich glaube, das ist das Besondere in der Hospizarbeit.

00:44:12: Das gelebte nicht nur nach außen getragen sondern auch innen.

00:44:18: wirklich wie man so schön sagt denn Worten müssen Taten folgen.

00:44:22: Absolut

00:44:22: absolut!

00:44:23: Das heißt ihr habt der aktuelle Kurs für die Ehrenamtlichen läuft gerade.

00:44:26: seid ihr damit dann gut aufgestellt?

00:44:28: oder was braucht ihr ansonsten sonst noch?

00:44:31: wenn jemand jetzt sagt ich möchte helfen?

00:44:33: vielleicht ehrenamtlich arbeiten oder wenn man das dafür jetzt keine Zeit hat, wie kann man euch sonst helfen?

00:44:39: Tatsächlich danke für diese Nachfrage.

00:44:41: Tatsächlich sind wir momentan gut aufgestellt, wenn dieser Kurs fertig ist und sie dann hoffentlich alle bleiben – ich hoffe Sie hören das alle!

00:44:50: Und wir brauchen einfach Menschen die interessiert sind in der Netzwerkarbeit Wir brauchen Menschen als Schnittstellen und wir brauchen natürlich unsere Spender.

00:45:03: Kinder- und Jugendhospizarbeit muss sich zu siebzig Prozent aus Spenden finanzieren, denn der Gesetzgeber hat die Krankenkassen dazu verpflichtet.

00:45:12: Und da besteht auch eine Förderung der Hospizdienste doch bedingt die Sterbesituation.

00:45:20: Das wäre ja fatal wenn wir in der Kinderhospizarbeit so eine starke Finanzierung hätten durch so viel gestorbene Kinder oder gestorbene Eltern, wie immer Wachsendienst wo man natürlich am Ende des Lebens stirbt und dadurch dann die Dienste sich finanzieren können.

00:45:42: und da werden wir ganz gut unterstützt, aber auch durch Menschen wie ihr jetzt diesen Podcast ermöglichen die einfach darauf aufmerksam machen dass es Menschen mit diesen Schicksalen gibt das Rücksicht genommen wird.

00:45:56: Das mehr Empathie gezeigt wird, das mehr Verständnis für sie da ist, dass sie vielleicht eine kürzere Zündschnur haben Dass sie nicht dem Erscheinungsbild entsprechen wie man sich's vorstellt weil Einfach zu wenig Zeit für all dieses bleibt, weil Äußerlichkeit nicht wichtig sind sondern das Familiensystem getragen werden muss und und.

00:46:23: Also ich glaube die Sensibisierung dafür dass trotz der fortgeschrittenen Medizin Trotz der Enttabuisierung zu diesem Thema sterben Leben und Tod Das ist immer noch großen Entwicklungsbedarf gibt, dass man für diese Belange dieser Menschen hinschaut.

00:46:44: Du hast vorhin schon gesagt es war ein schwerer Gang zu den Freunden zu fahren Eltern zu begegnen, na Mama, na Papa einen Papa zu begegenen wo das Kind gestorben ist.

00:46:56: und ich kann dir nur sagen Ich habe Respekt davor Und ich finde es ganz toll und mutig Dass du hingefahren bist Das schwingt so viel Angst mit die richtigen Worte zu haben diesen Schmerz auszuhalten Und das zu machen, das ist was Tolles.

00:47:13: Was du da getan hast und das bedarfs immer mehr und das zu hören.

00:47:17: Es gibt nicht die richtigen Worte und vielleicht sind auch gar keine Worte.

00:47:21: Vielleicht sind es einfach auch Tränen.

00:47:23: Wir haben fast sieben Stunden geschwiegen.

00:47:25: Ja!

00:47:26: Und das zumachen, dass auszuhalten.

00:47:29: Und vielleicht ist es der Topf Chili Con Carne den ich hinstelle weil die jetzt bestimmt keine Kraft haben zu kochen und auch mal eine Flasche Rotwein.

00:47:39: Ja, also der Kinderhaus bezinzt ja implementiert jetzt nicht Alkoholkonsum.

00:47:45: Also ich bitte das richtig zu verstehen.

00:47:46: aber ihr wisst was ich meine absolut diese kleinen Gesten die sind's.

00:47:51: Ich kann es gar nicht sagen Ich komme jetzt gerade ganz komisch vor einen Abschluss zu machen mit diesen drei Klassikern weil ich jetzt einfach sage ob das jetzt passend ist nachdem wie tiefgründig wir es gesprochen haben.

00:48:03: also wenn du magst würde ich dir gerne auch diese Fragen stellen weil es gibt ja auch das normale Leben das muss auch weiter gehen.

00:48:08: und Aber ja, ich wollte es einfach nur betonen.

00:48:11: Dass mir das jetzt gerade alles sehr nahe geht und wie gesagt wir können's auch gerne lassen also... Nein,

00:48:16: nein!

00:48:17: Weil man hat

00:48:18: auch sein Leben.

00:48:19: Ja, ich hab erst gedacht oh Gott was sind denn das hier zur Frage?

00:48:22: Und besonderer Wein und so na?

00:48:25: Und dann ist er tatsächlich eingefallen.

00:48:28: Darf' ich auch zwei Schuhe haben?

00:48:29: Hättet ihr das?

00:48:30: Schuhen

00:48:30: habe ich du willst.

00:48:31: Ich hab gedacht, es gibt eigentlich... Drei Schuhe.

00:48:38: Die

00:48:39: Frage erstöme, bevor du antwortest?

00:48:40: Aber

00:48:41: ich mach so einen Herzen gern!

00:48:42: Wir

00:48:42: können nicht

00:48:43: mehr so viele Schuhen werden wie du möchtest.

00:48:46: Welcher Moment in deinem Leben hätte ein eigenen Schuh verdient und wie sehr der ausser?

00:48:52: Es gibt... es ist doch, es sind glaube ich die Momente.

00:48:56: Das sind zwei kleine Schuher Ihr ahnt das schon Das sind die Schuhr von meinen Söhnen.

00:49:04: Ich hab zwei ganz wunderbare Söhne und der ältere Sohn, der ist schon mit sehr großen Füßen zur Welt gekommen.

00:49:12: Da hättest du also ein bisschen größeren Babyschuh schon gebraucht?

00:49:15: Jetzt hör ich genau hin!

00:49:16: Ich hab schon groß um

00:49:19: fünfzig.

00:49:20: Ja Kim hat es auch.

00:49:23: Schön war das nicht in der Pubertät.

00:49:25: was meinst du?

00:49:25: alle drei Monate mussten wir damals an der Basketball gespielt teure Schuhe kaufen.

00:49:31: Und der jüngere Sohn, da war man tatsächlich auch beim otto-bettischen Schuhmacher.

00:49:36: Ich weiß nicht ob ich damals schon bei euch war weil dem seine Füße in so ein bisschen anders drum waren.

00:49:42: und aber für die beiden gibt es besondere Schuhe und es gäbe noch einen großen Schuh für den Papa dieser Kinder und er hat auch schon so große Schuhen.

00:49:53: Aber der hat nur glaube ich achtundvierzig

00:49:56: und

00:49:56: er ist überholt worden von Kim.

00:50:03: Das wären die Schuhe, also deswegen gerne drei Schuhen.

00:50:07: Von mir aus gerne!

00:50:08: Du darfst so viel wie

00:50:09: du möchtest.

00:50:11: Das sind die besonderen Schuher genau.

00:50:12: Nächste Frage an welches Glas Wein erinnerst du dich besonders gern zurück und was war das für ein Wein?

00:50:20: Genau da hatte ich überlegt welches war Besonders?

00:50:23: Und dann ist mir gestern spontan eingefallen es ist kein Wein Es ist ein Champagner.

00:50:30: Okay, cool!

00:50:31: Und tatsächlich gehe ich jetzt in den hospizlichen Bereich weil meine beste Freundin die leider gestorben ist, die habe ich über die Kinderhospitarbeit kennengelernt und wie sie in ihrem Sterbeprozess zuvor eben in der Paliativstation war und dass ihr zwischendrin so gut ging.

00:50:56: wir haben gerne als mal angestoßen.

00:50:59: Ich bin immer zu ihr gekommen und gesagt, du warte mal kurz setz ich schon mal hin?

00:51:03: Ich geh mal keller noch einmal ein Fläschchen für uns hoch.

00:51:06: Also... Und ich bin dann mit meinem Champagnerfläschen.

00:51:11: Ich habe nicht eine ganze Flasche mitgenommen.

00:51:12: mit einem kleinen Flässchen und schönen Kristallgläsern.

00:51:16: Bin ich dann in die Pelliativstation gegangen und ich glaube das war in meinem Leben das bedeutungsvollste Glas was sich getrunken habe.

00:51:28: Und wir haben das aufgenommen, Gott sei Dank diese Gläser klingen und das ist mir immer noch eine Freude mit meiner lieben Gabrile dieses Glas erhoben zu

00:51:40: haben.".

00:51:40: Wie schön!

00:51:44: Ich hab schon viele Antworten gehört aber die geben ja sehr nahe.

00:51:49: zum Abschluss wie gesehen.

00:51:50: Welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen?

00:51:55: Ja, das ist eine ganz einfache Frage für mich.

00:51:59: Das wäre der Gegenstand und zwar Engel.

00:52:04: Ich sammle sehr engl, Engels sind für mich Wegbegleiter Und Engel und meine alte Seele sind die, die mich leiten Die mich die Arbeit gut machen lassen Die mich trösten, die sich ermutigen.

00:52:20: Deswegen Engel in aller Form.

00:52:23: Von meiner Gabriela habe ich auch ganz viele tolle aus Brasilien bekommen und so.

00:52:27: Wäre das ein Gegenstand, den ich nie wegwerfen würde symbolisch für unsere stillen Begleiter?

00:52:34: Ja,

00:52:35: da stimmt!

00:52:37: Ich sage jetzt schon Danke weil ich gerade so suschenabend sprechen war.

00:52:40: Danke an dich Sabine, all das war von allen Folgen bis dato die, die wirklich mal richtig auf dem Boden ging.

00:52:45: Boden man nicht auf das was wirklich zählt im Leben was wichtig ist.

00:52:50: Ich hab höchsten Respekt Und nicht nur für deine Arbeit, sondern die Arbeit von deinem ganzen Team.

00:52:55: Von den Ehrenamtlichen und Menschen, die einfach die Weitsicht haben zu erkennen was wichtig ist.

00:53:00: Danke für deine Zeit!

00:53:01: Jetzt will ich so ein bisschen den Bogen wieder ins normale zurückkommen.

00:53:04: Ich freue mich total dass du heute in dem verdienten Urlaub gehst.

00:53:08: Ich hoffe das du da die Zeit findest Abstand auch vielleicht von vielen Dingen zu finden.

00:53:12: und ja nochmals danke für alles und auch ganz großen Dank an dich Jessica für diese wieder hervorragende tolle Moderation.

00:53:20: Vielen dem Dank

00:53:22: Ja, von mir auch.

00:53:22: Vielen Dank einfach so einen wundervoller Mensch!

00:53:26: So dankbar und gesegnet dass du in dieser Runde warst.

00:53:28: also vielen vielen Dank für deine Zeit und dass du diesen Job diese Berufung ausführst und lebst.

00:53:34: und ja ein wunderbaren Urlaub wünsche ich dir auch Matthias, danke schön!

00:53:39: Vielen Dank fürs Zuhören und alle weiteren Infos.

00:53:42: die stehen hier unten in den Show notes Und wir freuen uns schon auf das nächste mal.

00:53:46: bis dahin alles Gute

00:53:47: Tschüss.

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