#23 Eigentum verpflichtet – Dr. Roman Lutz (Allianz Capital Solutions) über Verantwortung, Vertrauen und Lebenswerke

Shownotes

In dieser Folge von Handwerk & Haltung sprechen Matthias Vickermann und Jessica Sander mit Dr. Roman Lutz, Managing Director der Allianz Capital Solutions.

Die Allianz Capital Solutions ist der Bereich innerhalb der Allianz, der sich auf die Begleitung vermögender Kunden konzentriert. Im Gespräch geht es um die Arbeit mit großen Vermögen – aber vor allem um das, was dahintersteht: Verantwortung, Familie, Vertrauen und generationsübergreifende Entscheidungen.

Roman Lutz spricht darüber, warum es in seiner Arbeit oft gerade nicht zuerst um Zahlen geht, sondern um Lebenswerke, Beziehungen und die Frage, was Menschen bewahren, weitergeben oder absichern möchten. Es geht um den Aufbau eines neuen Geschäftsfelds innerhalb der Allianz, um Beratung mit Haltung, um finanzielle Bildung in Deutschland und um die besonderen Sorgen, die mit großem Vermögen einhergehen können.

Eine Folge über Vermögen, das nicht nur Freiheit bedeutet, sondern oft auch Verantwortung. Und über die Frage, wie man in einer Welt voller Zahlen den Menschen nicht verliert.

Danke an Allianz Capital Solutions für die Unterstützung dieser Folge.

Unser Gast: Dr. Roman Lutz, Managing Director der Allianz Capital Solutions GmbH

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Allianz Capital Solutions bietet Wealth-Management und Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf individuelle Anlagestrategien und langfristig werthaltige Vermögensplanung. Kundinnen und Kunden erhalten über bedarfsgerechte Lösungen Zugang zu sämtlichen Anlageklassen und weltweit attraktiven Investments – inklusive alternativer Anlagen, die für Privatanlegerinnen und Privatanleger oft schwer zugänglich sind.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Vermögen bedeutet in den allermeisten Fällen auch Verantwortung.

00:00:06: Es ist eben nicht so, dass das Bankkonto voll ist und es findet nur Party statt – das gibt's sicherlich auch!

00:00:12: Aber zumindest die Begegnungen, die ich an der Stelle habe sind mit sehr verantwortungsbewussten Menschen, die das wissen.

00:00:18: Dass das Vermögend aufgebaut ist über Generationen.

00:00:22: Dass da Firmen dahinter stehen mit Mitarbeitern.

00:00:25: Dass Familien ernährt werden.

00:00:27: Und die Verantwortung wiegt schwer?

00:00:29: Willkommen bei Handwerk und Haltung dem Podcast mit Matthias Wickermann.

00:00:34: Es geht um Maßarbeit im Handwerk und im Leben, um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen – gerade dann wenn es unbequem wird!

00:00:43: Mathias Wickerman ist Marschumacher Unternehmer, Speaker- und Netzwerker.

00:00:48: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Maßstäbe setzen.

00:00:52: Wir sprechen über Wandelwerte und das was wirklich zählt.

00:00:56: Das ist Handwerk & Haltung.

00:01:01: Herzlich willkommen zu Handwerk und Haltung, ich bin Jessica Sander.

00:01:03: Und ich freue mich sehr natürlich das Matthias Wickermann an meiner Seite sitzt.

00:01:07: Hallo Mathias!

00:01:08: Und unser heutiger Gast ist Managing Director der Allianz Capital Solutions Promovierter Volkswirt Vater von vier Töchtern und zusätzlich ausgebildeter systemischer Berater.

00:01:19: er verbindet wirtschaftliches Denken mit einem sehr klaren Blick auf Menschenperspektivwechsel und Verantwortung und innerhalb der Allianz hat er gemeinsam mit seinem Team ein neues Geschäftsfeld aufgebaut, so ein bisschen wie ein Start-up im Großkonzern.

00:01:33: Und genau darüber wollen wir heute sprechen über den Umgang mit großen Vermögen, über Vertrauen, Verantwortung bei Familien, Lebensleistung und generationsübergreifende Entscheidungen – und über die Frage, wie man in dieser Welt den Menschen hinter den Zahlen nicht aus dem Blick verliert!

00:01:48: Ich freue mich sehr dass er heute bei uns ist.

00:01:50: Herzlich willkommen Dr.

00:01:51: Roman Lutz.

00:01:52: Hallo Roman Hallo Jessica, hallo Matthias.

00:01:55: Hallo Roman, grüß dich!

00:01:56: Ja

00:01:56: sehr schön.

00:01:57: Matthias das Schöne ist ja es ist nicht bei diesem Podcast geblieben.

00:02:00: aus diesem ersten Kontakt hat sich ja relativ viel in kurzer Zeit entwickelt gemeinsame Projekte.

00:02:05: vielleicht magst du mal kurz erzählen wie das überhaupt zustande gekommen ist und was ihr alles sonst noch zusammen macht?

00:02:10: Ich habe das Riesenglück im Leben dass man manchmal Menschen trifft wo er immer noch in Kontakt ist.

00:02:15: Mancher löste ihr Kontakt manchmal ein bisschen auf und letztes Jahr gab so eine Mitarbeiterin von dir Roman die Andrea Stein, der mich vor vielen Jahren klingelte.

00:02:22: Da gab es eine tolle Tour von meinem Freund Daniel Schäfer auf der River Cloud.

00:02:27: Und da waren verschiedene Firmen ausgestellt, haben wir so eine ganz tolle Tore gemacht über den Rhein und da war Andrea noch tätig für Leading Hotels.

00:02:35: Und letztes Jahr schrieb sie mir ganz nett, sagt Matthias erinnerst du dich nicht?

00:02:38: Ich seh natürlich klar!

00:02:39: Man ist ja auch rüber auf die ganzen Kanälen, legt den Netzertrag auch verknüpft... Ich arbeite jetzt bei der Allianz.

00:02:44: Da gibt es einen aben Bereich, Private Valve wo man sich um die Vermögen den Kunden kümmert und ich habe mir überlegt ob das vielleicht passen könnte?

00:02:52: Wir können's immer austauschen auch bei dir mit deinen Events und lass uns doch mal treffen!

00:02:57: Und dann wie ich ja immer so bin, ich glaube das ging nicht eine Woche, dann war Timo Kauld schon da und dann saßen wir hier schon gegenüber im Ritzy haben uns kennengelernt.

00:03:04: Das wäre natürlich was man ja auch nicht oft hat, aber wenn es hat dann kommt so von Herzen diese Sympathie auf den ersten Blick und ich merke da auch sofort das sind Menschen mit denen's glaube ich viel Freude macht zusammenzuarbeiten.

00:03:16: Dann hat es auch nicht so viel länger gedauert, dass wir uns an kennengelernt haben.

00:03:20: Und ja insofern freue ich mich das jetzt hier sitzen und möchte dann überlege was in dieser kurzen Zeit schon alles passiert ist, was wir in Düsseldorf Tolles erlebt haben zur Bootmesse?

00:03:30: Was wir jetzt demnächst vorhaben auf Mallorca also wirklich schon Events die über Deutschland hinaus geben und eine kurze aber schon eine sehr tiefe Kooperation über dich sehr dankbar bin!

00:03:42: Schön.

00:03:43: Robert, du hast ja auch im Vorgespräch erzählt, als du Matthias persönlich kennengelernt hast, hast du relativ schnell das Gefühl gehabt da ist jemand der wirklich hinter dem steht was er tut also dass er wirklich sehr authentisch ist.

00:03:54: wie wichtig ist dir denn dieses Thema Authentizität?

00:03:58: Also ich glaube zunächst mal vielen Dank für die Einladung hier.

00:04:02: Ich finde es toll mit euch dieses Gespräch zu führen und deine Einleitung Jessica, da ist es mir schon so ein bisschen kalt in Rücken runter gelaufen häufig, dass jemand mich so gut charakterisiert.

00:04:16: Insofern vielen Dank dafür!

00:04:18: Wir haben uns in Düsseldorf zum ersten Mal begegnet und manchmal habe ich das Gefühl man kann Begegnungen mit Menschen nicht in Zeiteinheiten messen.

00:04:28: Also wir hatten eine Stunde oder so miteinander auf einem dieser Boote und haben uns ein bisschen mit viel Störung drum herum ausgetauscht aber mir war innerhalb von wenigen Sekunden und es ist nicht der Kopf der das widerspiegelt, sondern es kommt aus einem anderen Bereich des Körpers, dass wir uns sehr nahe sind.

00:04:47: Also da ist eine Haltung ein Blick auf die Welt und sich selbst

00:04:52: usw.,

00:04:52: die einfach in Resonanz zu anderem geht.

00:04:54: Und das hat mit Business gar nichts zu tun.

00:04:56: Das ist ne Begegnung zwischen zwei Menschen.

00:04:59: Und heute auch wieder so?

00:05:00: Genau!

00:05:03: Es ist ein Gefühl, dass man sich zu Hause fühlt angenommen fühlt gesehen fühlt.

00:05:08: Ja, deshalb bin ich hier sozusagen.

00:05:11: Matthias hat ja schon ein bisschen erzählt was ihr alles macht und unterstützt ihr oder ihr unterstützt nicht nur den Podcast sondern du begleitest ja Matthias oder ihr auch über die Projekte hinaus.

00:05:20: oder dieses Projekt Was muss denn für euch ein Projekt- oder ein Format haben damit du sagst ja das passt wirklich zu uns?

00:05:29: Also wir haben ja den Auftrag über die nächsten Jahre.

00:05:32: Wir sind jetzt im dritten Jahr wenn man so will gestartet zum ersten, ersten, zwanzig, vierundzwanzig Erstmal mit Teamfindung, Team Zusammenstellung, Team zusammenfinden.

00:05:43: Es hört sich dann immer so einfach an, aber da geht ja auch Menschen und das ist ein Prozess und eine Entwicklung.

00:05:50: Und jetzt sind wir im dritten Jahr und die den Auftrag, den wir haben, für die Allianz ein neues Geschäftsfeld zu entwickeln bei dem wir ganz besonderen Bezug nehmen zu Menschen, die im Leben schon viel erreicht haben.

00:06:03: Vermögende Kunden sehr vermögende Kunden Unternehmer auch institutionelle Kunden, also Stiftungen oder Trägerschaften und das ist schon eine ziemliche Aufgabe.

00:06:18: Also es nicht so dass es irgendwie so schlussfolgend wäre.

00:06:22: Die Allianz als Riesenkonzern hat überall Verbindungen und überall tolle Strukturen die man da in den letzten hundertfünfzig Jahren aufgebaut hat.

00:06:31: aber mit diesem speziellen Fokus ist es wirklich neue.

00:06:36: Das ist schon auch echt eine Herausforderung, weil an manchen Stellen gilt es auch anders zu denken.

00:06:42: Dinge auszuprobieren, auch Fehler zu machen – ja kennt man das im Nachhinein aber mit einem gewissen Risiko bewusst sein, Dinge neu zu machen.

00:06:51: und die Kooperation Matthias, mit dir ist im Grunde auch so etwas?

00:06:56: Es ist nichts was so schlussfolgend logisch für jeden ist sondern es ist im Gründe auch da sehr viel Bauchgefühl dabei ein Bewusstsein und einen Glaube, dass das ein richtig guter Weg ist mit Menschen in Kontakt zu kommen.

00:07:12: Und ich sage mal alles was an der Stelle dieses Bauchgefühl anspricht, ist etwas was wir erstmal im Blick nehmen und dann gucken klar und am Ende ist es natürlich Teil eines finanziellen Plans, wir sind da nicht frei sondern das muss am ende finanziell erfolgreich sein so wie in unserer Gesellschaft alles, aber Meine tiefe Bezeugung der finanzielle Erfolg ist die Folge und also das Symptom am Ende.

00:07:42: Und nicht die Ursache, sondern die Ursachen kommen von woanders.

00:07:44: Sie kommen durch Begegnungen und durch Haltung.

00:07:47: Ich möchte gerne... Also es ist jetzt nicht einstudiert, sondern ich würde da gerne immer wieder zurückkommen auf dieses Thema, weil für mich auch ein zentrales Thema ist.

00:07:54: Also glaubt mal ja, wo ich diese Gedanken hatte, wo Jessica uns nicht kennengelernt haben und ich dann gesagt habe, okay, mach' ich wirklich den Podcast, weil's passt so einfach den Namen zu finden.

00:08:04: Das war echt nicht einfach, also da zu sagen wie ihr nennst du das und ich wollte etwas haben was man greifen kann im deutschen Begriff und darum ist auch Handwerk.

00:08:11: Das Handwerk ist auch nicht damit gemeint dass ich jetzt Schumacher bin oder ein anderer macht einen anderes so.

00:08:16: Jeder hat ja seinen Handwerk!

00:08:18: Und beide Begriffe stehen für mich eine ganz tiefe Bodenständigkeit Und vielmehr brauchst du nicht.

00:08:23: Du brauchst ein Handwerk, was du jeden Tag tust und eine Haltung zu den Dingen.

00:08:27: Das heißt mit Freunden, mit der Familie, im geschäftlichen Alm... Sofern diesen Begriff kann man heutzutage in dieser verrohnten Zeit nicht... Man nutzt ihm viel zu selten.

00:08:39: Und Handwerk ist auch mein Verständnis, was wir machen ist auch Handwerk?

00:08:44: Wir haben jetzt keinen Schul nach Hand oder so aber kein Werkzeug sondern es ist Handwerk In einem geistigen Sinne oder in einem mentalen Sinne, aber es ist im Grunde auch Handwerk.

00:08:53: Es ist auf der Sachebene nichts was nicht jeder andere auch könnte und die Frage ist wie du's tust und nicht unbedingt was?

00:09:01: Und das ist Haltung.

00:09:03: Roman wenn man heute auf deinen Weg schaut landet man ja ziemlich schnell bei dem Thema Vermögen Aber ursprünglich wolltest Du ja etwas ganz anderes.

00:09:10: Du hast Volkswirtschaft und Sozialpolitik studiert mit der Idee gesellschaftlicher etwas zu verändern um die Welt ein Stück besser zu machen.

00:09:18: Wie hast du dir das damals vorgestellt, diesen Einfluss tatsächlich zu nehmen?

00:09:23: Das ist schön charakterisiert.

00:09:25: Ich trage es auch nach wie vor in mir.

00:09:28: Also mein Antrieb war ursprünglich, ich entwickle irgendwas also gesellschaftlich tragfähiges was uns weiterbringt.

00:09:37: Neues Sozialversicherungsmodell neues Steuersystem irgendwie so etwas für alle wirkt und was die Welt ein Stück besser macht.

00:09:46: Damit bin ich ins Studium und damit bin ich auch an der Uni geblieben in die Promotion.

00:09:51: Ich habe tatsächlich auch zu einem echt nach wie vor sehr spannenden Thema promoviert, bei Promotionen ist immer so je länger die andauert umso mehr interessiert es dich und die anderen nicht mehr.

00:10:04: Am Anfang kann man auch noch ganz gut erklären worüber man da schreibt.

00:10:07: und so nach zwei Jahren oder nach drei Jahren und bei mir war uns am Ende vier dann gibt's noch auf der Welt drei Leute die kapieren was du da machst.

00:10:15: Das war am Ende auch der Grund, warum ich gemerkt habe okay das ist so theoretisch damit ändere ich irgendwie auch nicht so viel und dann hab' ich die Chance bekommen.

00:10:25: Das Leben hat mich da hingeführt in einer großen Unternehmung bei dem ich noch rück anzufangen Und dieser Geist treibt mich aber nach wie vor.

00:10:35: Auch das ist jetzt... Man erschrickt ja immer zwanzig Jahre fast her.

00:10:41: Ich stehe tatsächlich jeden Tag auf mit der Frage, was ist mein Beitrag hier?

00:10:46: Und darauf habe ich auch Antworten.

00:10:48: Also so ist nicht aber diese ursprüngliche Idee, ich entwickel irgendwie aus meinem Kopf heraus ein neues System.

00:10:55: Ich glaube davon konnte ich mich schon verabschieden.

00:11:00: Lieber Roman!

00:11:01: Wenn du heute auf diese frühe Phase zurückblickst, was von diesem Antrieb begleitet dich bis heute noch ganz konkret in deinem Denken und auch in deiner Arbeit?

00:11:10: Ich glaube, im Grunde ist es die Idee was zu bewirken und nicht unbedingt jetzt im großen gesellschaftlich für alle sondern in jedem in jeder Begegnung in jedem Kontakt.

00:11:26: In den Systemen in denen ich unterwegs bin meiner Familie in meinem Team in meinem Sportverein in meiner Stadt egal wo ich bin in meinem Lieblingscafé Immer da, wo ich bin, wirke ich und ich versuche ein hohes Bewusstsein dafür mit mir zu tragen dass das auch Veränderung erzeugt.

00:11:49: Und es sind auf kleine Dinge also was ich meinen Kindern erzählen oder nicht erzähle inwiefern ich Dinge aufnehme die sie mehr erzählen Oder Nicht Erzählen Inwiefern Ich Im beruflichen agiere oder Auch Nicht Agere.

00:12:02: Also Es Sind Eher Die kleinen Veränderungen und Die Kleinen Wirkungen, die ich jetzt im Blick habe und dafür ein hohes Bewusstsein mir versuche zu erhalten in diesem Trubel der ja den ganzen Tag um uns rum ist.

00:12:17: Das empfinde ich als Herausforderung das immer wieder aufrechtzuerhalten weil man rennt von Termin zu Termin von Anforderungen auf Anforderung.

00:12:24: sich darin nicht zu verlieren ist das Thema.

00:12:29: Du hast ja schon gesagt der erste Schritt dann in die Wirtschaft führte dich zum Münchner Rück.

00:12:33: was hat dich denn damals an dieser Welt gereizt?

00:12:36: Also die Münchner Rück ist ein tolles Unternehmen, auch Rückblickend.

00:12:39: Das ist eine ganz besondere Community oder ganz tolles Traditionsunternehmen in der Welt, aus der ich kam von der Uni einen tollen

00:12:53: Ruf

00:12:54: hatte und ich bin als Volkswirt in die volksverschaftliche Abteilung eines Großkonzerns, eines Weltkonzertens eingestiegen.

00:13:01: das war schon irgendwie das Beste was an passieren kann.

00:13:05: Also quasi ich bin genau in dem Fach, in dem ich bin.

00:13:09: darf ich jetzt von der Uni und von der Theorie weg in die Praxis.

00:13:12: Und da wo es am Ende wirkt also im Grunde war schon auch die Idee dort wieder.

00:13:16: Wo komme ich denn hin?

00:13:17: Wo ich wo ich wirken kann also das was ich beizutragen habe irgendwie eine Wirkung entfacht und Das war ich war glaube ich am ende vier Jahre dort Im München.

00:13:27: auch ist ne schöne Stadt aber war relativ klar dass es nicht meine Heimat wird Auch für mich und meine Frau klar, dass es nicht der Heimat wird.

00:13:34: Und war eine schöne und sehr lehrreiche Zeit.

00:13:38: Ich würde rückblickend sagen das war ja dann so eigentlich mein erster richtiger Job in der realen Welt.

00:13:45: ich kann heute viele Dinge ganz anders schätzen als ich es damals gesehen habe.

00:13:50: also mit dem Abstand der Jahre ist es manchmal muss ich über mich selber lachen wenn worüber ich mich damals aufregen konnte, weil da gab es so viele tolle Begegnungen.

00:14:01: Soviele tolle Projekte die Rahmenbedingungen waren wahnsinnig gut.

00:14:08: Ja also dann würde ich heute rückblickend noch mal Danke sagen an alle Beteiligten und die Möglichkeit.

00:14:15: das war eine ganz tolle Zeit.

00:14:16: Was war eigentlich für dich denn die größte Umstellung wenn man voll nur drüber geforscht hat?

00:14:19: Und plötzlich ist man Teil dieser Welt oder dieses Systems?

00:14:23: Also eine große Herausforderung war für mich zu realisieren, dass die Kluft zwischen diesen beiden Welten oder der Unterschied enorm ist.

00:14:33: Die Forschung und das was man an der Uni sozusagen erarbeitet und auch leert usw.

00:14:38: hat mit dem was nachher real stattfindet nicht so arg viel zu tun.

00:14:43: In volkswirtschaftlichen Abteilungen geht es schon auch darum immer wieder zu überlegen Was hilft das?

00:14:50: Was wir tun eigentlich den anderen?

00:14:52: Also das ist nicht von Natur aus so, dass es klar ist.

00:14:57: Sondern man überlegt dann okay welche Zahlen können hier dem Management helfen und welche sind vielleicht auch nicht hilfreich?

00:15:04: Und so also es ist weniger die Frage bin ich auf der Suche nach der Wahrheit.

00:15:08: Das ist ja so bis zu dieser wissenschaftliche Ansatz.

00:15:10: Sonst ist mehr.

00:15:12: was wird hier gebraucht?

00:15:14: So und das war für mich da habe Ich ein paar Monate gebrauchte um mich da einzufinden.

00:15:18: tatsächlich bis zum Schluss hatte ich damit Meine Schwierigkeit.

00:15:22: Danke.

00:15:25: Jetzt kommen wir zum aktuellen Wirkungsfeld, lieber Roman.

00:15:28: Der Bereich in dem du heute arbeitest ist innerhalb der Allianz ja noch relativ jung wie du gerade sagst.

00:15:33: Warum hat der Konzern überhaupt entschieden eine solche Einheit aufzubauen und was soll dort anders laufen oder auch vielleicht ganz neu gedacht werden?

00:15:41: Also was mich wirklich gecatched hat an diesem Projekt ich war ja sozusagen davor eigenständig und hab mich da auch ganz wohl gefühlt.

00:15:48: aber was mich überzeugt hat Und am Ende dazu bewogen hat, da auch Ja zu sagen und damit allem was mich ausmacht einzubringen ist im Grunde sind zwei Ebenen.

00:15:58: Das eine ist die Allianz hat als Organisation Stärken in dem Feld für das wir jetzt verantwortlich oder mitverantwortlich sind es aufzubauen, die dann noch nicht zum Tragen kommen.

00:16:12: also ich meine Deutschland kennt man die Allians als Versicherungsunternehmen.

00:16:16: wenn man hier in Baden-Baden fragen würde Bei zehn Leuten würden acht sagen, ja ich kenne die Allianz.

00:16:21: Manchmal ist das Sicherungsunternehmen oder dir von meinen Nachbarn.

00:16:25: Also die Alliansheit in Deutschland hat zwanzig Millionen Kunden.

00:16:30: Wenn man fragt also jeder Viertel, es hat irgendwie einen Bezug zur Allianze und zwar nicht indirekt sondern direkt.

00:16:36: so wenn man da draußen fragt wo legst du dein Geld an?

00:16:41: Dann gibt es auch noch einige aber noch zu wenige die sagen bei der Alliance Jetzt könnte man glauben, dass wir mit dem wie wir agieren in Konkurrenz zu Banken oder zu anderen Vermögensanbietern sozusagen stehen.

00:16:56: Aber das ist tatsächlich nicht so weil des Geschäftsmodell der Allianz ist ein ganz einzigartiges.

00:17:00: im Grunde wenn man ganz ganz ganz früh zurückgeht basiert alles auf einem Kollektivgedanken und es ist das was mich am Ende auch in diese Branche geführt hat die Idee Dass wir gemeinsam stärker sind als jeder einzelne.

00:17:14: das heißt Wir bringen Ganz simples Beispiel.

00:17:17: Wir bringen hundert Leute, bringen jeden Monat Geld in einen Topf und wenn dann einem bis Haus abbrennt darf derjenige aus dem Topf Geld rausnehmen.

00:17:24: das ist Versicherung im weitesten Sinne so oder im Kern Und das geht einmal für Risiken Also Haus brennt ab Das geht aber genauso auch für Vermögensanlagen.

00:17:37: Auch da kann ich diese Stärke dieses Kollektivs nutzen um ganz besondere Dinge zu machen die einen anderen nicht kann, weil er ein anderes Geschäftsmodell hat.

00:17:45: Und das ist im Grunde auch mein innerer Antrieb.

00:17:47: ich glaube dass es da eine einzigartige Möglichkeit gibt und die müssen wir jetzt eben mit einer gewissen Behaarlichkeit und mit einer... Auch liebevoll wenn man das irgendwie ja in das System und mit den Partnern und mit dem Kooperationen erarbeitet.

00:18:06: Das verstehe ich ganz gut sind meine Anfänger wo ich auch dachte wie viele Menschen schaffe ich in meinem Leben mit meinen Schuhen zu versorgen?

00:18:12: Und jedem Anfang liegt ein Zauber innen.

00:18:16: Das merkt man immer wieder und selbst heute, es macht ja immer Freude wenn man von seinem Produkt auch selbst überzeugt ist... Also ich trage ja auch nur unsere Schuhe!

00:18:26: Weil wenn mich an einer Frau viele Fragen tragen, so eine ihre Schuhen sag ich ne die drücken, nein natürlich nicht, klar habe ich das!

00:18:32: Aber das ist dann noch dieses Ding am Topf, wenn man selbst davon auch überzeugte einen freudenden eigenen Dingen hat, den man tut Und das ist heutzutage, wir hatten es ja vorhin mit Haltung auch vielleicht in gewissen Branchen nicht immer hinter seinem eigenen Produkt mit einer Haltung und mit bestem Gewissender Hinterstehen kann.

00:18:48: Das können nicht viele!

00:18:50: Ich glaube, dass ist auf meine Beantwortung jeden Tag auch dieser Antrieb zu sagen, da stehe ich komplett hinter.

00:18:55: Es gibt eine zweite Fassade, die ich mindestens für genauso wichtig halte, zum einen steht ich zu hundert Prozent hinter dem Produkt – also das ist ja ähnlich wie bei dir, es gibt ja nicht das Produkt Sondern es gibt ja ganz viele Produkte.

00:19:07: Klar, klar.

00:19:08: Da ist das natürlich auch so.

00:19:08: aber im Grunde am Ende gibt es eine Basis von der alles entsteht und von dieser Basis bin ich zu tiefst überzeugt.

00:19:15: Das ist die eine Seite und die andere Seite ist dass man jetzt auf eine ganz besondere Art und Weise auch Das spielt bei uns schon ne große Rolle Beratungen begleiten kann.

00:19:25: Es ist Ich glaube bei dir schon auch so.

00:19:28: also die Frage wie du jemanden dabei berätest welcher Schuh der richtige ist ist schon auch nicht unheblich.

00:19:34: Da man unsere Produkte nicht anziehen kann, bekommt die Beratung noch mal eine besondere Bedeutung.

00:19:40: Weil am Ende ist das einzige was der Kunde erlebt im ersten Schritt.

00:19:45: Also am Ende.

00:19:45: natürlich erlebte auch den die Wirkung des Produktes.

00:19:48: also wenn dann das Haus abbrennt, dann bekommen da ja die Summe die vereinbaren ist aber oder eine Vermögensanlage funktioniert besonders gut Aber das merkt er immer erst später.

00:19:57: Das heißt beim Einstieg in das Produkt kann er leider nicht den Fuß reinstellen sondern er muss irgendwie mit informellen Themen arbeiten, also mit Menschen.

00:20:07: Vertrauen Dinge nachlesen können verstehen das ist insofern für mich der zweite wichtige Bereich wie interagieren wir mit Menschen?

00:20:19: Welche Freiheitsgrade haben wir auch?

00:20:20: und es ist in diesem Projekt der zweite Punkt der mich total begeistert nämlich dass wir hiermit einer gewissen Eigenständigkeit und Freiheit agieren müssen.

00:20:29: als GmbH organisiert ganz bewusst neue Dinge, neue Wege entwickeln und ausprobieren.

00:20:37: Und schon auch haben die Freiheit den Menschen wirklich in den Fokus zu nehmen.

00:20:41: Wir sind nicht vom Start weg gezwungen wie es ja in großen Strukturen nun mal der Fall ist, Masse zu generieren sondern wir dürfen auch Manufaktur sozusagen sein und das ist schon toll!

00:20:54: Ja, dazu hast du auch so schön gesagt.

00:20:55: Du fühlst dich ein bisschen oder ihr fühlt euch sowieso einen Start-up im Großunternehmen?

00:20:59: Wo spürst du denn das ganz konkret?

00:21:01: also diese Mischung aus Aufbruch und Gestaltung aber gleichzeitig den Strukturen eines großen Hauses?

00:21:07: Also

00:21:08: es ist tatsächlich mit einem Augenzwinkern ein bisschen Start up in Großkonzernen weil wir sind keine von beiden.

00:21:16: Aber was wirklich einzigartig ist wenn man selber mal selbstständig agiert hat Ja, wenn Gehälter bezahlt werden müssen.

00:21:28: Wenn der Steuerberater sich meldet und so weiter, finanzamt im März oder April irgendwelche Schreiben reinschickt... Derjenige, der das mal erlebt hat, weiß wirklich zu schätzen was es bedeutet in einem großen Netz agieren zu dürfen.

00:21:43: In einem großen Konzern ist ja ein System, dort auch aufgehoben und getragen zu werden.

00:21:51: Das ist die eine Seite Innerhalb dessen trotzdem die Möglichkeit zu haben, was Neues entwickeln zu dürfen, Freiheitsgrade zu haben.

00:22:00: Das ist schon etwas sehr Besonderes und auch ein Team Grunde neu aufbauen zu dürfen.

00:22:06: Neu zusammenstellen zu dürfen.

00:22:08: das passiert nicht so häufig ehrlicherweise.

00:22:10: Und wenn mich jemand fragt Auf der Fahrt heute Morgen hierher hatte ich ein längeres Telefonat des Projekt meines Lebens.

00:22:18: Ich bin mega dankbar dass mir das Leben ermöglicht Cool.

00:22:24: Nächstes Kapitel, Roman!

00:22:26: Die Arbeit mit großen Vermögen.

00:22:29: Du arbeitest mit Menschen die über sehr große Vermögan verfügen.

00:22:33: Ganz praktisch gewahrt ab welcher Größenordnung beginnt eigentlich so der Bereich bei euch, über den ihr so sprecht.

00:22:39: Oder es gibt ja auch manchmal so ein dembaren Begriff, ich kriege das auch manchmal mit, wenn man sagt okay da sind junge Leute, da sieht man das Potenzial, die entwickeln sich hin.

00:22:46: weil ich hatte gestern auch einen Vortrag halten dürfen just in Heidelberg und habe mich auch diese Känze vergenommen.

00:22:52: Ich glaube sie sind zwei Komma acht Millionen Millionäre aktuell in Deutschland Tendenz für die nächsten fünf Jahre und das fand ich den Sprung immens nochmal um Fünfhunderttausend mehr.

00:23:01: aber es gibt hier auch ganz viele Buhlen, wenn ich es jetzt mal so ausdrücken kann und unterschiedlichster Color, FinTechs et cetera.

00:23:09: Wie ist das bei euch?

00:23:10: Wo ist da der Anfang wo Leute mit euch in den Kontakt kommen?

00:23:16: Also es ist genau so, da gibt's theoretisch eine Zahl und praktisch ist sie dann immer anders.

00:23:21: Aber theoretisch ist die Zahl ab einer Million im Anlagevolumen.

00:23:24: Das ist auch so eine gängige Praxis in der Finanzbranche.

00:23:29: Da beginnt Welfthmanagement bei Banken oder so... Ja, also insofern wäre das so eine Größe die wir uns da selber auf Folien schreiben.

00:23:40: Grundsätzlich ist es natürlich ehrlicherweise ein Thema des gar nicht so schöne Ursachen hat wenn man mal ehrlich ist.

00:23:46: Also die Tatsache dass wir zunehmend Millionäre haben, also die Anzahl der Millionären nimmt immer mehr zu und die Summen die bei Vermögenden sozusagen... kulmoniert werden, sind immer mehr.

00:23:59: Also die Vermögensverteilung wird sozusagen immer ungleicher ist ja eigentlich keine schöne Entwicklung gesellschaftlich schon herausfordernd.

00:24:10: so insofern ist es leider so wenn man so will dass wir oben anfangen.

00:24:15: Wir sind ein begrenzt großes team, sind zwölf Personen und insoferen für die ganze bundesrepublik sozusagen alle Ideen zu haben und von daher müssen wir irgendwo anfangen.

00:24:27: Und dann ist es leider so, dass wir natürlich oben anfangen weil das am Ende wirtschaftlich sinnvoll ist, so zu tun.

00:24:34: Trotzdem beschäftigt mich immer wieder auch die Frage wie gehen wir denn mit dem Thema um?

00:24:40: Das im Grunde da drunter liegt nämlich der Frage ja es gibt eben leider auch sehr viele die nicht millionär sind und nicht von uns beraten werden können.

00:24:48: und da ist schon die Idee Es ist vielleicht eine Vision, vielleicht ist es auch blauäugig oder naiv.

00:24:56: Aber dass wir mit unseren Ansätzen und der Art und Weise wie wir mit Kunden ins Gespräch gehen, auf welche Dinge wir achten

00:25:02: usw.,

00:25:03: das wird da vielleicht auch vorbildgebend sein können für Menschen die dann nicht nur Millionäre beraten sondern auch jeden.

00:25:11: Das sind natürlich die Effekte, die wir erzielen vermutlich... physikalisch nicht messbar.

00:25:17: Aber wenn man sich so ein bisschen mit Quantenphysik beschäftigt, dann weiß man ja das Energie eben nicht nur in Größe gemessen wird sondern manchmal einfach auch kleine Impulse schon große Wirkung entfachen.

00:25:27: und deswegen würde ich... also es sind mir persönlich diese beiden Perspektiven wichtig und nicht aber sondern und trotzdem ist es so dass wir uns auf groß größere Vermögen konzentrieren.

00:25:39: Was ich ganz spannend finde auch die Ansätze genau das dieser Ungleichheit.

00:25:43: Aber wo setzt du auch an mit finanzieller Bildung gerade in Deutschland?

00:25:46: Und wie ich's dir, glaub' ich schon mal erzählt hab.

00:25:47: Mein Sohn ist jetzt vierzehnt, der ist zwei Jahre in Portugal auf der Schule und er kommt von der Bank.

00:25:53: jeden Freitag ein junger oder eine junge Benkerin wirklich sehr jung umbringen den Grundthemen bei.

00:26:00: Also was der mit vierzehn Jahren über Finanzen weiß.

00:26:02: und auch Papa sagt Du mach ich das eigentlich auch, hab hier auch so einen Depot können wir das machen und Ich habe das gesehen.

00:26:08: und wenn ich das mache und auf einmal merken die was sie früher gar nicht gerafft haben alleine dieses unglaubliche Vehikel des Zinseszinnens.

00:26:15: Wenn die mit zwölf Jahren schon anfangen, opert auf das dazu Papa und ich noch Spar-Universum.

00:26:19: fünfzig Euro, dann merken wir mal wie die Kinder so blingend macht.

00:26:24: Das will ich sonst gar nicht lernen!

00:26:25: Und das ist glaube auch so ein Thema gerade diese Zahlen was man so oft sieht wie die deutschen Sparen alles immer noch auf dem Tagesgeldkonto wenn überhaupt ihr auf einem Sparbuch oder auf einem Girokonto und du denkst wow das über zehn, zwanzig über Dekaden hinweg und es kommt gar keinen Zuwachs.

00:26:40: Da ist es nicht darum, jeden als Millionär zu machen.

00:26:43: Aber dass du Menschen zumindest so vermögen machen kannst, dass sie vielleicht ein bisschen entspannter Richtung Alter schauen können.

00:26:50: Weil das ist noch ein Thema was mir auch so ans Herz hingeht, auch alleine hier im Bahnbahn nebenan.

00:26:54: Das von fünfzigtausend Einwohner knapp zehn Prozent leben in der Armutsgrenze und davon sind tausend Kinder und Jugendliche.

00:27:02: Das ist eine Aufgabe auch ja!

00:27:05: Da ist es auch so, wir können nicht jeden retten sozusagen.

00:27:07: Das ist einfach nicht möglich aber das hat auch etwas mit Haltung zu tun.

00:27:12: Das heißt gehe ich nur mit dem isolierten Miniauftrag den ich jetzt mir selber gegeben habe durchs Leben oder schaue ich auch noch ein bisschen rechts und links?

00:27:21: Also ich persönlich für mich versuche das zum Beispiel zu machen indem ich dann auch an Schulen oder so wenn's die Zeit zulässt mal irgendwie einen Impuls gäbe oder ähnliches.

00:27:31: Und ich glaube dass es dieses immer wieder drüber sprechen Und die Dinge nicht komplizierter machen, als sie sind.

00:27:37: Also meine Wahrnehmung in Branchen, die nichts zum Anfassen haben – also Finanzbranche ist ein, es gibt auch noch andere aber das ist mir naheliegendste -, die neigen dazu, Dinge oft viel zu kompliziert zu machen weil's nun mal nichts zum Spüren gibt.

00:27:54: Ich glaube, das liegt an der menschlichen Natur dann die Dinge ein Stück weit aufzublasen Und dadurch werden sie so undurchsichtig.

00:28:00: Und man glaubt, oh je, ich versteh's gar nicht!

00:28:02: Im Grunde ist es... Also der Zins-Zins ist eines der zentralen Elemente.

00:28:06: Wenn ich die verstanden hab, dann bin ich eigentlich schon mal irgendwie, kann ich schon mal abarbeiten?

00:28:09: Also dass sich eine Entscheidung treffen muss und keine Entscheidung zu treffen, ist auch eine.

00:28:13: Genau.

00:28:13: Ja also da haben wir in Deutschland tatsächlich... In jedem europäischen Land.

00:28:18: aber wir haben hier schon ein besonderes Phänomen.

00:28:20: das hat glaube ich auch was mit gesellschaftlichem mit Geschichte zu tun, aber wir sind in der Art und Weise wie wir Gelder legen schon sehr zurückhalten.

00:28:29: Ich glaube da ist Angst auch ein Thema und Misstrauen und was weiß ich... Also die deutsche Gesellschaft sitzt auf riesigen Geldbeständen, die nicht angelegt sind.

00:28:40: Und das will ich nicht bewerten im Sinne von es ist gut oder schlecht, aber es hat eben Folgen!

00:28:47: Und die Folgen sind dass da nichts draußen steht

00:28:50: ist aber auch der staatliche Anreiz.

00:28:51: Also wenn ich jetzt gerade zum Podcast wieder gehört, dass jetzt der Staat nach zwanzig Jahren dieses Auf-der-Agenda haben endlich anfangen eine Altersvorsorge Aktien orientiert mal an zu planen oder ich glaube ab Anfang nächsten Jahr soll es ja losgehen.

00:29:05: Ich sage ja das ist auch zwingend notwendig wenn man sich in Amerika anguckt für vierhundert Eins welche Systeme die schon seit zig Jahren haben und da sieht man ja auch da haben die Menschen weniger diese Thematiken als hier.

00:29:17: Ja und trotzdem Matthias gab es dieses Thema auch bisher schon.

00:29:21: Es ist so, dass es da immer wieder Neuerungen gibt und auch versucht wird das Thema medial und politisch quasi immer wieder zu betonen und es ist sicherlich gut.

00:29:29: aber gab's auch vor zwanzig Jahren schon.

00:29:31: also derjenige der es verstanden hatte er hat ja auch vor Zwanzig Jahre schon tolle Möglichkeiten vorzusorgen und auch Geld anzulegen.

00:29:39: Aber ich meine, die viele brauchen so manchmal den Impuls von irgendeiner größeren Stelle.

00:29:44: Sagen okay ja wenn der Staat das so macht oder ähnliches.

00:29:47: Das ist ja eine ganz sofort diese freie Denkensange.

00:29:51: Der Staat kann das mit dem Rentensystem vielleicht mir gar nicht mal diesen Wohlstand so bieten.

00:29:55: Ich muss selbst vorsorgen.

00:29:57: Das fehlt also vielen müssen einfach an die Hand nehmen und sagen jetzt machen wir gemeinsam

00:30:03: Okay.

00:30:04: Wenn ein Kunde zu dir kommt, wie beginnt eigentlich so ein Gespräch?

00:30:07: Geht es da wirklich immer nur um Zahlen oder geht's eigentlich um das Gefühl dahinter und die Familie doch um die Emotionen?

00:30:13: Es geht im Grunde gehts eigentlich genau nicht um Zahlen.

00:30:16: Und dann muss man sagen, dass kann man sich je größer die Anlagevolumen werden, umso mehr leisten.

00:30:21: also ist es ein bisschen wie würde ich mal sagen Gesundheitssystem.

00:30:24: Also der Arzt hat für den besser bezahlenden Patienten mehr Zeit.

00:30:29: Das ist total blöd Und ich würde es mir anders wünschen, aber das ist die Realität.

00:30:34: Im Grunde ist es in allen Branchen so und was dahinter steht sind... Also mag's auch geben!

00:30:41: Aber in den allerselben Fällen wirklich die Zahlen.

00:30:43: Es geht darum Lebenswerke zu erhalten oder zu planen Menschen, die darüber nachdenken, Vermögen oder Firmenbestandteile oder Immobilienbestandteil auf die Kinder zu übertragen.

00:30:58: Wie macht man sowas?

00:31:00: Welche Ängste bestehen da auch?

00:31:02: Und dieses wie macht man?

00:31:03: es ist keine technische Frage!

00:31:05: Es ist eher eine Emotionale... Und natürlich, ganz am Ende gibt es dann schon auch so mal harte Sachfragen.

00:31:12: Also wie ist die Schnürung jetzt bei dem Schuh?

00:31:16: Das gibt's schon aber das ist der rein handwerkliche Teil, der ganz am ende kommt.

00:31:19: Am Anfang geht es darum aufzunehmen was bewegt den Menschen und selten nur einer.

00:31:25: Es sind ja meistens Familien oder irgendwie Geschäftspartner.

00:31:30: also es ist nicht eine singuläre Geschichte.

00:31:35: Ich sage im Team immer, der erste Termin findet mit einem weißen Blatt Papier, einem Stift und einer Visitenkarte statt.

00:31:41: Ansonsten ist da nichts auf dem Tisch.

00:31:44: Das ist ungewöhnlich oder es nicht typisch.

00:31:47: Also in den Beratungsstrukturen bei sehr Vermögenden ist das so.

00:31:53: Nicht nur bei uns sondern überall.

00:31:55: Aber klassische Finanzberatung läuft anders auch aufgrund der Zeit und auf Grund der Effizienz die gefordert ist.

00:32:02: aber ich glaube wir dürfen uns dann mehr Zeit rausnehmen.

00:32:05: Ja, mehr Zeit und auch mehr.

00:32:07: im Grunde hat es ja was mit Freiheit zu tun.

00:32:09: also ich gehe nicht gleich mit einer Idee irgendwo hin sondern ich höre erst mal das Bedürfnis.

00:32:14: Ja um jetzt nochmal ganz konkret wie sieht zum Prozess dann aus?

00:32:18: Jetzt kommt der Kunde oder die Kundin das erste Mal.

00:32:20: ihr habt das jetzt gemacht, ihr habt ein erstes Gespräch.

00:32:23: Wie kommen die sofort?

00:32:24: auch manchmal auch die Kunden seitig dass sie sagen Ich würde gerne All in gehen, mit Kryptowährung etc.

00:32:31: Ist das oft so ein Punkt oder sagt ihr einfach wir haben das Erstgespräch und dann kommt eine Ausarbeitung und dann wird es aufgebaut?

00:32:37: Wie ist der Prozess bei euch?

00:32:39: Also wir haben ganz oft erstmal das Thema dass viele Menschen nicht wissen und auch im ersten Schritt nicht verstehen wie die Allianz hier noch alle spielt.

00:32:50: Das ist echt bemerkenswert.

00:32:54: Wenn man selber aus der Branche kommt ist das erst mal verwunderlich.

00:32:57: Also wenn man denkt, ja für mich ist es ja klar.

00:32:59: Ich habe es ja vorhin versucht so ein bisschen zu schildern dass diese Geschäftsmodelle da wunderbar passen aber ich weiß es da draußen wissen sie nicht so viele und insofern ist erstmal die Frage okay was welchen Part oder welche Idee kann denn die Allianz dabei tragen?

00:33:12: Und das braucht erst mal so ein bischen Zeit auch diese einzigartigkeit die aus diesem Kollektivgedanken am Ende zu ganz vielen verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten führt überhaupt auf den Tisch zu kriegen.

00:33:29: Naja und dann ist es schon so, ich meine wenn man die Bedürfnisse des Kunden erfasst hat und man weiß das geht um Rendite oder es geht um Sicherheit oder esgeht darum die Kinder zu versorgen ohne dass sie auf die Mittel zugreifen können was typisches Thema also Vermögen.

00:33:45: der haben sind selten zufällig vermögend.

00:33:49: Das gibt es vielleicht auch mal, aber da habe ich wenig Erfahrung mit den allermeisten vermögenen Menschen, mit denen ich zu tun hab.

00:33:54: Gibt's einen guten Grund?

00:33:55: Die sind sehr erfolgreich gewesen und vielleicht nicht nur sie selbst sondern die Eltern der Eltern über viele Generationen haben schon eine lange Erfahrung damit umzugehen und wissen auch was die Risiken sind.

00:34:10: Insofern ist die Übertragung von Vermögen auf Kinder kein technischer Vorgang.

00:34:16: Der steckt viel Überlegung dahinter.

00:34:17: Also wie kann man das hinkriegen, dass die Kinder schon in diesen familiären Prozess mit reinkommen ab einem bestimmten Alter aber zum Beispiel über den Mittel nicht verfügen können oder so was?

00:34:30: Das sind Fragen, die wir dann da aufnehmen und dann überlegen wird... Dann gehen wir quasi in die Nachstadt und überlegen, welche Schuhe könnten da passen und dann bringen wir mal ein paar Exemplare mit steht der Kunde rein und sagt, okay bei dem drückt es da links noch ein bisschen.

00:34:47: Und bei dem da rechts am Ende ist es nie eine ein Produkt das wir machen sondern es ist immer die Entscheidung des Kunden welche Farbe welche Schnürung welche Sohle welche uns so weiter als ist.

00:34:59: nie ist nicht unser was wir mitbringen sondern das sind mir immer die Entscheidungen des Kunden.

00:35:03: also im Prozess zum Beispiel ist mir immer ganz wichtig jetzt meine Eigenart muss nicht jeder so machen.

00:35:07: aber Bei mir ist es so dass der kunde aufschreibt was er will und zwar mit einem Stift auf einem Papier.

00:35:13: Also handschriftlich sagt er, ich möchte davon und davon.

00:35:17: Ich bringe quasi das Buffet und er wählt aus.

00:35:21: So ist die Idee.

00:35:22: Aber manchmal hast du auch schon Kunden, die ganz klar sagen, ich möcht dann neunzig Prozent in Bitcoins investieren?

00:35:26: Habe ich ganz selten!

00:35:27: Und zwar nicht weil es sie nicht gibt sondern weil das tatsächlich Menschen sind, die mich im Zweifel ja auch nicht brauchen.

00:35:33: also wenn einer schon ganz genau weiß was er will Und er kriegt es bei mir, sozusagen.

00:35:38: Dann geht's auch schnell.

00:35:42: Bitcoin wäre jetzt nicht unser Thema.

00:35:43: aber wenn das schon sehr sicher ist dann ist es auch gut.

00:35:46: also wir müssen ja niemanden bekehren.

00:35:47: aber wenn jemand sehr klar weiß will hier in Baden-Baden sein Vermögen Immobilien investieren dann ist das auch gut so.

00:35:57: Roman wenn man über Vermögenspricht denkt man zuerst an Sicherheit und an ganz viele Möglichkeiten.

00:36:02: Du hast im Vorgespräch ja auch angedeutet, dass große Vermögen ganz eigene Spannungen und Sorgen mit sich bringen können.

00:36:08: Wenn Menschen wenig Geld haben geht es oft um existenzielle Fragen was wir gerade so wegen der Altersversorgung mal gesprochen haben.

00:36:15: Wie ist das bei dir?

00:36:15: Bei sehr vermögenden Menschen?

00:36:17: welche Ängste unsorgen begegnen dir dort.

00:36:21: also ist Es oft so was ich auch empfinde man denkt das eine sind Existenzenksel aber Ich weiß immer viele die Ganz viel Haben haben er Angst es zu verlieren.

00:36:29: Also Verlust ängste

00:36:32: Das ist tatsächlich etwas, was man gar nicht so glaubt vielleicht.

00:36:35: Wenn man über Vermögen spricht dann herrscht ja auch gesellschaftlich die Meinung vor dass es ausschließlich erstrebenswert und derjenige der vermögend ist egal welche Zahl das jetzt ist er hat's geschafft Und der hat keine Sorgen mehr, so nach dem Motto.

00:36:53: Zum Einen sind das natürlich ganz normale Menschen die ganz normale Schwierigkeiten haben, wie jeder andere auch.

00:36:57: Das ist mal die eine Seite aber die andere.

00:36:59: Vermögen bedeutet in den allermeisten Fällen auch Verantwortung.

00:37:04: Also es ist eben nicht so dass das Bankkonto voll ist und es findet nur Party statt, das gibt's sicherlich auch.

00:37:11: Aber also zumindest die Begegnungen, die ich an dieser Stelle habe, sind mit sehr verantwortungsbewussten Menschen, die das wissen... das Vermögen aufgebaut ist über Generationen, dass da Firmen dahinter stehen mit Mitarbeitern.

00:37:25: Dass da Familien ernährt werden und so weiter und so fort.

00:37:27: Das ist nicht Spaß sondern es ist auch Verantwortung.

00:37:30: Und die Verantwortung wiegt schwer und kann je nachdem wie die Person damit umgeht, kann auch sehr belasten sein und Ängste auslösen.

00:37:39: Also ein Fall den ich, der mich an dieser Stelle sehr beeindruckt hat ist tatsächlich diese Angst dass vom Vater erarbeitete Vermögen im Grunde nur schmälern zu können.

00:37:55: Also ich sag mal, wenn der Vater sehr erfolgreich ist und baut eine Firma auf oder die Mutter ist sehr erfolgreich und bauert ne Firma auf und am Ende übernimmt es der Tochter...die Tochter oder der Sohn.

00:38:04: und das ist total gut gelaufen!

00:38:08: Wie ist denn da das Chancen-Risiko-Profil?

00:38:10: Wenn's weitergutläuft sagt jeder, naja gut, ich meine hat ja auch die Firma von seinen Eltern übernommen.

00:38:14: Ist ja irgendwie klar so Schlecht läuft heißt, hat's eigentlich nicht geschafft.

00:38:20: Also er kann eigentlich nur schwer gewinnen.

00:38:22: und dann gibt es ein paar wenige die schaffen das dann diese Firma noch mal in eine andere Sphäre zu bringen.

00:38:27: Die kennt man auch dann.

00:38:30: aber es gibt eben auch Fehler die das nicht schaffen.

00:38:32: Und das ist echt nicht einfach.

00:38:34: also von daher ist Vermögen glaube ich für mich würde sagen so sehr vermögend zu sein ist gar keiner strebenswerter Zustand.

00:38:41: Ist das so?

00:38:42: wenn ich jetzt ganz spontaner denken kann Kann man das unterstreichen mit dem Begrifflichkeit Eigentum verpflichtet?

00:38:48: Ja, das wäre der Satz, den ich da in mir salte.

00:38:51: Das wird mir gerade sagen weil viele sagen, er hat so viel.

00:38:54: aber die haben auch ihre Sorgen und auch ihre Probleme und jetzt gerade letztendlich in der aktuellen Ausgabe von der Wirtschaftswoche ging es ja auch darum um das Erbe, um das Herbstreitigkeiten.

00:39:04: und dann denke ich auch dann warst du vielleicht, wenn ich sage patriarche, aber du hast mit eigener hoher Disziplin was in deinem Leben aufgebaut.

00:39:12: Und dann bist du vielleicht schon im Himmel und musst mit ansehen, wie deine Kinder die immer gut miteinander klarkamen sich um das Geld streiten.

00:39:21: Der wird's doch am liebsten sagen weißt du was?

00:39:23: Also jetzt, ich glaube ein Thema wie bei euch... Ich packe das Ganze in eine Stiftung!

00:39:28: Ja, du lachst aber der smarteste Move wenn es so viel Geld ist.

00:39:32: Du Kind A, kriegst jeden Monat zehntausend Euro.

00:39:36: Wärt damit glücklich.

00:39:37: Du kannst immer leben, kannst essen, kannst schlafen, kannst Krankenversicherung zahlen, kannst auch ne Urlaub machen.

00:39:42: Aber der Rest ist schon da für die übernächste Generation und ihr bekommt eine Grundabsicherung.

00:39:47: Und den Rest müsst ihr einfach mal selbst sozusagen, die vier Buchstaben hochkriegen und es selbst packen.

00:39:52: Also diese Eigenverantwortung in der nächsten Generation – das ist glaube ich auch ein ganz großes Thema so wie eigentlich Eigentum verpflichtet, viel mir jetzt gerade immer so ganz spontaner zu holen!

00:40:00: Ja.

00:40:01: Und wir haben also gesellschaftlich betrachtet sind wir jetzt in einer Phase wo wir natürlich viele Erben haben.

00:40:06: Also so in Bezug auf Deutschland in der Nachkriegszeit gab es ja viele Vermögen, die neu entstanden sind.

00:40:12: Und jetzt sind wir eher in der Generation, die dieses Vermögend fortsetzt.

00:40:17: Also wo wir sehr häufig diese schwerwiegende Verantwortung haben und da geht jeder auch anders mit um.

00:40:22: also manche befreien sich quasi davon scheinbar und lösen sich dann halt raus und machen ihr Ding und sind mehr oder weniger zufrieden damit.

00:40:32: Das sieht man ja auch nicht immer, also vieles was man so in Medien oder in der öffentlichen Darstellung wahrnimmt ist dann wenn man mit dem Menschen am Tisch sitzt ganz anders.

00:40:40: das ist oft nicht synchron sondern das läuft oft entgegen.

00:40:44: Und diese Verantwortung ist etwas was ich ganz häufig spüre und zwar einmal Verantwortung.

00:40:48: natürlich wird es erarbeitet für den erarbeiteten Wert aber auch für die Kinder.

00:40:54: Also was du ansprichst mit dem Streit dass in größeren Familien mit viel Vermögen extremviel Unguns, Missgunst, Streit oder wie auch immer herrscht.

00:41:02: Das ist tatsächlich ein großes Thema.

00:41:04: Seid ihr dann auch dafür da zu vermitteln zwischen dem Partei?

00:41:07: Nein!

00:41:07: Also das würde über das Aufgabenspektrum hinausgehen und manche Dinge muss man auch gut trennen.

00:41:12: also wir sind auch kein Steuerberater Wir sind auch keine Wirtschaftsprüfe und keinen juristischer Berater.

00:41:16: Es ist ganz wichtig weil es einmal so massachlich ist es so.

00:41:21: Da gibt's ja auch Gesetze dazu.

00:41:23: zum anderen ist aber auch vom Rollenbild wichtig.

00:41:26: Das ist tatsächlich auch ein Bild, das ich so in mir trage.

00:41:28: Ich kann nicht gleichzeitig Zahnarzt sein und Orthopäde.

00:41:33: Selbst wenn es theoretisch sein könnte.

00:41:35: Unwahrscheinlich aber selbst wenn es so wäre nimmt mir der Patient das nicht ab.

00:41:38: Und ähnliches da auch.

00:41:39: also ich glaube da ist schon wichtig dass wir uns fokussieren auf unser Handwerk auf unsere Fähigkeiten und die auch verkörpern und dann auch wissen an welcher Stelle anderen Job machen.

00:41:49: Ja weil ich will jetzt nochmal ganz konkretes Beispiel haben was ja viele gerade aktuell wieder untreibt die Wegzugsteuer.

00:41:56: Ein Thema, das ja gerade immer wieder aufkommt ist diese Wegzugsteuer.

00:41:59: und vereinfacht gesagt wenn jemand es ins Ausland zieht können Unternehmensanteile und bestimmte Voraussetzungen auch so besteuert werden als hätte man sie verkauft.

00:42:08: Wie aktuell ist das Thema bei euch?

00:42:09: Bei euren Kunden... Man hört ja immer, wie viele gerade in die Schweiz nach Spanien sind oder was ich wohin auswandern.

00:42:16: Ich sag mir auch heutzutage, ob es da wirklich so viel besser ist als in Deutschland.

00:42:18: So eine andere Frage, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

00:42:21: Man sieht sie alleine schon dieser ganze Tourismus fast nach Dubai und auch selbst eines der schönsten Orte, wo du denkst, das ist jetzt das Null-Steuerland.

00:42:29: Da hast du einfach mal ganz andere Themen.

00:42:30: also... Wie ist das bei euch?

00:42:32: Ist das grade ein Thema?

00:42:33: Kommen da viele auf euch zu?

00:42:34: Nee!

00:42:35: Also tatsächlich ist das immer wieder mal ja ein Thema.

00:42:37: Es sind auch nicht ganz Neues, kommen da quasi alle die gerade mal so diese Frage, wo ist das Vermögen quasi am effizientesten geparkt oder so?

00:42:47: Das ist vielleicht auch eine Selektionsfrage.

00:42:49: Also mit... Die Frage, mit wem wir im Gespräch sind, ist ja nicht zufällig sondern ergibt sich ja aus dem was man verkörpert jeweils also sowohl der Kunde als auch wir und ich.

00:43:00: Wir haben ausschließlich würde ich sagen Gesprächen mit Menschen, die an dieser Stelle nicht sensibel sind Also die auch diese Verantwortung in sich tragen, diese Frage in sich tragen und nicht nur auf die Komma stellen schauen bei der Nachsteuer Rendite oder so.

00:43:16: Die sind nicht so eindimensional strukturiert sondern da gibt es ganz viele Themen.

00:43:20: und ja natürlich ist Rendite auch relevant und Nachsteuere auch.

00:43:23: aber das ist einer von ganz vielen Parametern und insofern begegnet mir das Thema gesellschaftlich Ja Real Nein.

00:43:30: Dann würde ich doch jetzt, bevor wir zu den drei Klassikern kommen noch mal ein bisschen persönlicher werden.

00:43:35: Wir haben es ja schon gehört du bist verheiratet Vater von vier Töchtern Du hast zwei große Hunde und du hast es im Vorgespräch auch so schön gesagt.

00:43:42: Du bist auch ganz gerne mal mit dir allein unterwegs in der Natur.

00:43:45: Und also du wirkst sehr bodenständig und ist das für dich so ein ganz bewusstes Gegengewicht?

00:43:50: Zu deinem Alltag wo er beruflich mit sehr wohlhabenden Menschen zu tun hat oder?

00:43:55: Also Ja Ich glaube sogar dass es Also für mich würde ich sagen, ist die Voraussetzung dafür dass sich das überhaupt gerne machen und gut kann.

00:44:02: Ich glaube... ...ich bin auf eine ganz spannende Art wenig ansprechbar für Gegenständliches.

00:44:09: So also ich bin in einem Elternhaus groß geworden indem es gut ging.

00:44:14: mein Vater war wirtschaftlich erfolgreich und meine Mutter war auch wirtschaftliche sehr erfolgreich.

00:44:18: Das heißt wir hatten da einfach das Glück nicht reich zu sein aber es hat einfach an nichts gefehlt.

00:44:24: so Als Kind nimmt man das auch nicht so wahr, aber rückblickend bin ich da sehr dankbar dafür und habe es auch geschafft.

00:44:30: Was ja auch Krisenglück ist genau das vorzusetzen.

00:44:33: Also es fehlt uns an nichts was wir im Alltag brauchen.

00:44:38: Und mehr ist auch kein Wunsch da.

00:44:44: Meine Familie ist ja nicht zufällig meine Familie sondern auch das ein energetisches Thema.

00:44:49: Auch da ist es so, dass es dann niemanden gibt weder meine Töchter noch meine Frau die sagen sie bräuchten uns unbedingt gegenständlich mehr und das macht tatsächlich frei.

00:44:58: Es ist eher ein Sicherheitsthema.

00:44:59: also ich möchte schon, dass meiner Familie gut versorgt ist.

00:45:03: so dieses Motiv habe ich.

00:45:05: aber mehr als das treibt mich nicht sehr um.

00:45:08: für mich ist Luxus dann quasi eher die Frage wie viele Möglichkeiten habe ich mich zu entfalten?

00:45:14: Wie viele Möglichkeiten habe ich das zu tun, was wo Nacht mein Herz sozusagen sich sehnt?

00:45:18: und dazu zählen die Dinge, die du genannt hast.

00:45:23: Jessica soll dieses in der Natur sein ohne Ziel?

00:45:27: Ich versuche tatsächlich jedes Jahr – ich schaff's nicht jedes Jahr, aber jedes Jahr ein paar Tage mit meinem einem von den beiden Hunden so eine Wanderung zu machen.

00:45:36: Das ist voll kommunspektakulär also gar nicht!

00:45:38: Rucksack, Hund und im Schwarzwald.

00:45:40: Ich musste auch nicht irgendwie auf Mallorca rumlaufen oder irgendwas, sondern es ist hier um die Ecke.

00:45:45: aber da freue ich mich monatelang vorher drauf und das passiert gar nicht viel.

00:45:50: Oder mit meinen Kindern wenn sie in der Mittagspause zu mir ins Büro kommen und wir essen oder trinken Kaffee mittags, wenn Sie da in einer Mittagsschule haben... Das sind die Highlights!

00:45:59: Da freue ich mig morgens, wenn ich gehe quasi schon darauf dass ich mittags mit ihnen Kaffe trinken kann.

00:46:06: eben in Begegnung mit Menschen kommen und zwar im Grunde unabhängig, ob das jetzt ein beruflicher Kontext ist oder nicht.

00:46:11: Ich bin einfach gerne mit Menschen zusammen, tausche mich ehrlich aus was ich nicht so mag sind sind so Pflichtsachen.

00:46:20: also dieses die gibt es ja auch dass man irgendwelche Anlässe hat wo man dann hin muss aber irgendwie dieses hat man so im Bauch gefühltes ist nicht echt so.

00:46:27: Das mache ich auch und das gehört wahrscheinlich auch zum Leben dazu aber das versuche ich so wenig wie möglich im Leben zu haben sondern eher diese Begegnung mit Menschen.

00:46:37: Das macht mir Freude und ja, das ist die andere Seite sozusagen.

00:46:40: Oder naja, es gar keine Andere!

00:46:42: Es ist die gleiche, es ist nur vielleicht nochmal eine stärkere Betonung.

00:46:47: Danke schön.

00:46:48: Ja dann Matthias übergebe ich wieder an dich.

00:46:50: So, du musst jetzt dran glauben... An die drei Klassiker?

00:46:54: Ich bin gespannt.

00:46:55: Oma, welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient um wie sehr dieser Schuh aus?

00:47:02: Jetzt ist ja nicht so, dass ich die Frage nicht schon mal gehört hätte.

00:47:05: Also ich konnte mich auch vorbereiten.

00:47:06: Insofern bin ich nicht gespannt auf die Frage, sondern ich bin gespannt auf meine Antwort.

00:47:11: Ehrlicherweise gibt es da gar nicht einen Schuh glaube ich, sondern es gibt da mehrere und das sind Ereignisse, die ich mit nichts anderem vergleichen kann und da würde ich sagen die Geburt von Kindern.

00:47:23: also meine großen Mädchen sind Zwillinge.

00:47:26: Das heißt nur eine Geburt.

00:47:28: Ich würde trotzdem zwei Schuhe spendieren, wenn es okay ist.

00:47:33: Viel Frey!

00:47:33: Also hier in diesem Podcast kannst du sagen, was du

00:47:36: möchtest.

00:47:39: Und dann tatsächlich die beiden anderen jeweils... das sind, wie soll ich sagen?

00:47:43: Das ist ein Erlebnis und wenn man da dabei sein darf, ist es einfach mit nichts zu vergleichen.

00:47:48: Ja,

00:47:48: das stimmt schön.

00:47:50: Dann würde ich auch einen großen Wein-Departement bitten An welches Glas Wein oder auch gern ein anderes Getränk, erinnerst du dich besonders gerne zurück und was war das für ein Glas?

00:48:00: War kein Wein sondern eher ein Appellantestgetränk.

00:48:03: Also es ist jetzt ein Sektartiges.

00:48:09: Tatsächlich als ich abends von einem Termin zurückkam vor fünf Jahren einen Kundentermin der außerordentlich war ohne zahlen Datenfakten einfach nicht erklärbar und auch nicht, also ja da ist Energie sozusagen geflossen.

00:48:29: Da war was passiert und das waren echt besonders Ereignisse mit einem sehr, sehr vermögendem Kunden der beschlossener zukünftig mit mir zusammenzuarbeiten.

00:48:40: Und das habe ich dann abends meiner Frau erzählt und da haben wir uns dann auch ein Glas Heck gegönnt.

00:48:47: Das muss aus sein!

00:48:51: Welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen und warum?

00:48:56: Das ist eine Frage, die mich tatsächlich ziemlich umgetrieben hat.

00:48:59: Ich dachte vielleicht

00:48:59: einen Taschenrechner...

00:49:01: Ja, nee gar nicht!

00:49:03: Also schlägt ich den Kopf rechnen.

00:49:06: Das war ein Taschen-Rechner.

00:49:09: Naja okay aber auch da also... Nee, ich versuche Rechne zu lassen.

00:49:15: Ich hab tatsächlich wenig Gegenständliches, wo ich mich schwer von trennen könnte.

00:49:19: Ich hab dann so überlegt... ...ich habe so einen alten Traktor, der mein inneres Kind anspricht.

00:49:26: Aber eigentlich glaube ich, ich hab den nicht schon ein paar Jahre, bin schon viel gefahren und könnte mich von ihm verabschieden.

00:49:30: Nein, ich glaube es ist tatsächlich das einzige was ich an mir trage, ist mein Ehring.

00:49:33: Den spüre auch wenn er nicht da ist!

00:49:36: Und das wäre das Einzige was ich wirklich auch symbolisch nicht aufgeben würde.

00:49:42: Sehr schön.

00:49:42: Roman ganz lieben Dank für deine Zeit, für dein Kommen und ich habe auch mit nichts anderem gerechnet als dass es so eine schöne Folge wert.

00:49:50: Ich danke dir dafür!

00:49:51: Danke

00:49:51: für die Einladung!

00:49:52: Ja das war wirklich ein besonderes Gespräch, das war ehrlich und tief und auch sehr lustig finde ich.

00:49:57: Vielen vielen Dank für deine zeit!

00:49:59: Vielen dank Matthias!

00:50:00: Danke Jessica auch für diese tolle kurzweilige Moderation!

00:50:03: Sehr gerne!

00:50:03: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:50:05: alle weiteren Infos die stehen ja unten in den Show Notes und wir freuen uns schon aufs nächste mal.

00:50:09: bis dahin alles Gute!

00:50:10: Tschüss.

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