#25 ⁠Gelernt, gegangen, gewachsen – im Gespräch mit meinem ehem. Azubi Fabian Zug (Schuhmacher)

Shownotes

In dieser Folge von Handwerk und Haltung sind Jessica Sander und Matthias Vickermann in München zu Gast bei Fabian Zug.

Fabian hat seine Ausbildung bei Matthias gemacht. Und wer den beiden zuhört, merkt schnell: Das war keine klassische Lehrzeit, sondern eine gemeinsame Zeit mit Werkstatt, Umbau, Improvisation, Reisen, Schuhen, viel Arbeit und mindestens genauso viel Humor.

Heute hat Fabian seinen eigenen Weg gefunden. Nach der Ausbildung führten ihn weitere Stationen nach Berlin, in die Industrie, in die Produktentwicklung und schließlich in die Selbstständigkeit. In München hat er sich über viele Jahre sein eigenes Geschäft, seine eigene Marke und seine ganz eigene Handschrift aufgebaut.

Im Gespräch geht es um Handwerk als Berufung, um die Frage, was gute Ausbildung wirklich ausmacht, und um den Moment, in dem ein ehemaliger Auszubildender nicht mehr nur der Azubi von früher ist, sondern ein Unternehmer mit eigenem Blick, eigenem Anspruch und eigener Haltung.

Außerdem sprechen Jessica, Matthias und Fabian darüber, was aus der gemeinsamen Zeit geblieben ist, was Fabian heute bewusst anders macht, warum Sichtbarkeit und Social Media für ein traditionelles Handwerk so wichtig geworden sind und welche Ziele er für die nächsten Jahre hat.

Eine persönliche Folge über Ausbildung, Loslassen, Stolz, Unternehmertum, Berichtshefte, gute Schuhe und die Frage, warum man immer wieder neues Holz aufs Feuer legen muss.

Unser Gast: Fabian Zug, Schuhmacher in 4. Generation

Unser Gast:
Fabian Zug, Schuhmacher in 4. Generation

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ich kann wirklich mit Fug und Recht und mit großem Stolz sein, dass es Berufung ist.

00:00:05: Und dafür bin ich wahnsinnig dankbar weil... ...ich wusste zwar nie wo die Reise hingeht aber ich habe mich immer gut dabei gefühlt.

00:00:12: Willkommen bei Handwerk und Haltung!

00:00:15: Dem Podcast mit Matthias Vickermann.

00:00:17: Es geht um Maßarbeit im Handwerk unterm Leben Um Werte Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen gerade dann wenn's unbequem wird.

00:00:26: Mathias Wickerman ist Marschumacher Unternehmer, Speaker & Netzwerker.

00:00:31: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Maßstäbe setzen.

00:00:35: Wir sprechen über Wandelwerte und das was wirklich zählt Das ist Handwerk & Haltung.

00:00:44: Herzlich Willkommen zu Handwerk&Haltung.

00:00:45: ich bin Jessica Sander Und bei mir sitzt natürlich Matthias Vickermann.

00:00:49: Hallo Mathias!

00:00:50: Hallo Jessica Ich freue mich ebenfalls auf diese Für mich auch heute sehr besondere Folge.

00:00:55: Ein Mensch der mir viel bedeutet.

00:00:57: Aber bevor es losgeht Möchte ich mich aber noch diesen Moment nutzen um einmal kurz nochmal Danke zu sagen.

00:01:02: Dank an die Allianz Capital Solutions, die dieses Jahr diese Sponsoring für diesen Podcast übernommen haben.

00:01:08: Das ist für uns alles andere als selbstverständlich und ich finde diese Partnerschaft passt ja auch deshalb so gut weil es nicht eh mehr um Unterstützung geht sondern auch um eine gewisse Haltung.

00:01:17: Und Verantwortung soll zu handeln mit Weitblick zur Arbeit und dabei nie den Menschen aus dem Blick zu verlieren.

00:01:22: Genau solche Dinge spielen in unserem Podcast immer wieder Rolle und das sehe ich auch bei der Allianze Capital Solutions.

00:01:29: Wir arbeiten ja auch neben dem Podcast viel zusammen.

00:01:31: Ich freue mich da total über diese Zusammenarbeit, die weit über den Podcast hinausgeht.

00:01:36: Vielen Dank Matthias und ich freue mich sehr, denn wir sind in München bei einem ganz besonderen Gast.

00:01:42: Bei einem Mann mit dem Matthias nicht nur viele Erinnerungen sondern auch eine gemeinsame Geschichte verbindet.

00:01:47: er hat seine Ausbildung beim Matthias gemacht und wenn man hört was die beiden damals alles zusammen gestemmt haben dann war das weit mehr als eine klassische Lehrzeit Werkstattaufbau Umbau Improvisation und wahrscheinlich auch ne ziemlich harte Schule.

00:02:01: dieses Fundament hat er konsequent weiterentwickelt gelernt, später weitere Stationen durchlaufen und dabei Industrie-, Produktentwicklung- und Unternehmertun kennengelernt.

00:02:12: Uns sich in München über viele Jahre sein eigenes Geschäft und seine eigene Marke aufgebaut – genau das macht seinen Weg so spannend!

00:02:18: Er steht nämlich für eine neue Art Handwerk zu denken mit Wurzeln, mit Haltung und einem klaren Gespür dafür wie man heute Qualität sichtbar macht, Menschen erreicht und aus echtem Können was Eigenes aufbaut.

00:02:30: Ich freue mich sehr dass wir heute bei dir sein dürfen.

00:02:33: herzlich willkommen Fabian Zug, hallo Fabian.

00:02:36: Hallo, liebe Jessica!

00:02:37: Hallo lieber Matthias!

00:02:37: Vielen Dank für die tolle Einführung und für die Vorstellung vor allen Dingen und ich freue mich sehr dass ihr da seid meine Gäste seid und ich im Podcast teilnehmen darf.

00:02:46: Ja also auch an meiner Stelle.

00:02:48: erstmal vielen dank natürlich auch für deine Zeit Fabian.

00:02:51: und wer hat mir heute schon eine Anreise gehabt?

00:02:52: Wir haben auch heutzutage schon ein Podcast auf Zeichno gehabt.

00:02:55: dann kam der Appetit.

00:02:56: das ist immer was sich bei Fabi Schütze.

00:02:57: nebenan gibt es einfach eine sensationelle golde Holzofenpizza und jedes mal wenn ich in München bin ist das so das erste First things first, Holzofenpizza.

00:03:06: Dazu ein frisches Augustiner und insofern sind wir jetzt bestens gestärkt und ich freue mich total auf diese heutige Episode.

00:03:14: Danke euch!

00:03:15: Ich weiß ja wie sehr du dich darauf gefreut hast dir heute zu sein und Fabian wirklich hier vor dem Mikrositzen zu haben.

00:03:20: Matthias die erste Frage aber an dich wenn du heute mal Fabian gegenüber sitzt und auf ihn schaust was siehst du?

00:03:25: zuerst den ehemaligen Azubi oder jetzt wirklich den Unternehmer?

00:03:29: Ja mittlerweile ganz klare Unternehmer Und das war viele Jahre lang nicht so und es heißt nichts, dass es irgendwie despektierlich war.

00:03:36: Ganz im Gegenteil.

00:03:37: aber ich kenne Fabi ja wie man so schön sagte vom Piker auf oder die Ausbildung uns gemacht hat und mich natürlich auch so gefreut als sich dann immer ein Selbstständig gemacht hat in diese Schritte geht.

00:03:48: und man denkt man auch so natürlich weil man selbst weiß wie küppelig das sein kann heutzutage in Deutschland Unternehmer zu sein ob das klappt und habe ich immer gedacht auch Mensch bitte bitte lass das klappen.

00:03:58: wenn ich das jetzt so sehe wie er das so macht, hier umsetzt und auch viral geht.

00:04:04: Da gebe mir ich das Herz auf und es freut mich wirklich total diesen Werdegang ein bisschen aus der Ferne mit begleiten zu dürfen oder mit anschauen zu können.

00:04:13: Fabian, ihr habt ja viel Zeit miteinander verbracht.

00:04:15: was kommt dir als erstes in den Kopf?

00:04:17: Welche Erinnerungen welche Anekdote vielleicht wenn du jetzt Matthias gegenüber sitzt und an diese gemeinsame Zeit denkst

00:04:24: Ja gut, also wir haben tatsächlich viel Zeit miteinander verbracht.

00:04:26: Ich habe mir natürlich viel angeeignet, viel abgeschaut die guten und die noch besseren Sachen Und wir haben auch viel miteinander gelacht.

00:04:33: das war besonders schön.

00:04:34: Also es war immer eine Aufmunterung wenn man in der Werkstatt saß und Matthias kam vorbei.

00:04:39: dann hatten wir immer Viel zu schmunzend viel zu lachen.

00:04:43: Die wohl Besonderste zeit war eigentlich immer die wenn wir auf reisen waren Und als es hieß, wir müssen aus der Werkstatt raus.

00:04:51: Wir brauchen eine neue Immobilie.

00:04:52: aber da war Matthias dann spitzfindig und hatte am selben Tag schon eine neue gefunden.

00:04:57: Das Dumme war.

00:04:58: nur die war nicht in der besten Solution, in der

00:05:04: nicht

00:05:04: in bestem Zustand.

00:05:06: Also ist das so dass wir dann halt kurze Hand gesagt haben, wir nehmen das hier selber an die Hand und haben dann auf drei Etagen eine neue Schuhmacherei mit Laden, Lokal und Büro gebaut.

00:05:17: Ja also das heißt ich bin nicht nur Schuh-Macher, ich bin offiziell eigentlich auch Mauer... Polier!

00:05:20: Polier?

00:05:21: Mauer?

00:05:22: Baguette?

00:05:23: Hodenvoll Dinger?

00:05:25: Und... Stripensier.

00:05:27: Stripendsier.

00:05:28: You name it.

00:05:28: Maler, Lackierer usw.

00:05:30: Alles was man

00:05:31: braucht.

00:05:32: Genau alles was man brauche.

00:05:34: Das ist auf jeden Fall eine Zeit, eine Phase die uns sehr geprägt hat.

00:05:38: Uns alle damals und mich besonders, also ich finde das kann sich sehen lassen.

00:05:43: Gehen

00:05:44: wir nochmal auf den Anfang zurück, lieber Fabi.

00:05:47: Wann war für dich eigentlich klar?

00:05:49: Ich will nicht irgendeinen Beruf lernen sondern genau dieses Handwerk.

00:05:54: Ja das ist eine tolle Frage weil ich denke dass hat nicht jeder es kann nicht jeder sagen von sich behaupten dass man in so einer Situation ist.

00:06:03: ich war damals in der Schule habe eine Schule gemacht mit Schwerpunkte sein und Gestaltungstechnik Und das hat mir auch sehr gut gefallen, aber ich habe mich in dem Moment nicht in einer Universität gesehen und auch nicht in eine Agentur wo ich auf Knopfdruck kreativ sein muss.

00:06:19: Stattdessen habe ich mich viel mehr da gesehen.

00:06:21: Ich wollte an die Wurzel und da wollte ich vor allen Dingen einen Beruf erlernen den nicht jeder erlernt der ein bisschen vielleicht auch exotisch ist aber vor allem der mir aus der Seele spricht.

00:06:31: und da ich mich wahnsinnig für Schuhe interessiere und für hochwertige langlebige qualitativ besonders gute traditionell gefertigte Produkte habe ich mich ganz klar für den Schuhmacher entschieden.

00:06:43: Eines dabei war natürlich auch nochmal der Hintergrund, dass meine Familie in vierter Generationen Schuhe macht.

00:06:49: Das ist mir dann auch irgendwie noch einen Sinn gekommen diese Erzählungen und so weiter.

00:06:53: Und das Meisterschück vom Großvater was ich irgendwo gefunden hab.

00:06:56: Genau also das war meine Überlegung.

00:06:58: Ich wollte das Handwerk lernen, habe mich dann schlau gemacht, habe recherchiert, habe vier oder fünf Betriebe in Deutschland noch finden können.

00:07:05: Die Barriere des Auslands waren mir eigentlich ein bisschen zu viel.

00:07:08: Ich hab gesagt, okay jetzt nach Frankreich gehen und irgendwie drei Wörter Französisch sprechen das wird schwierig.

00:07:12: also bleibst also einen Schritt nach dem anderen Stein auf Stein.

00:07:15: vielleicht bleibste im deutschsprachigen Raum und es war dann halt am Ende Baden-Baden.

00:07:19: Also ich habe vier Bewerbungen geschickt oder fünf?

00:07:22: Hast du dich an allen Orten für alle Stellen beworben?

00:07:24: Also in vier oder fünf Orte beworfen damals In Deutschland Und ich glaube von einem oder zwei habe ich eine Antwort bekommen.

00:07:33: Ja, der eine war halt Matthias Wickermann.

00:07:35: Ich glaube die Woche drauf nach der Antwort saß ich im Auto und damals mit meinen Eltern Wir haben uns dann kurz getroffen wenn.

00:07:42: Mathias hat mir die Stadt Baden-Baden gezeigt.

00:07:43: Das ist für mich immer noch ein Rätsel.

00:07:45: das war wie ein Bilderbuch.

00:07:46: Ja wir sind damals mit dem dunkelgrünen Golf durch die Straßen gefahren ja ich weiß es noch genau Es war kein schönes Wetter.

00:07:55: Und dann hieß es eigentlich bitte einmal zu einer Probe zu einem Probearbeiten kommen.

00:07:59: Ich weiß noch dass wir dann zwei Monate später oder einen Monat später rund um Ostern Da blieb ich dann für drei Tage, hab dann im Kloster-Lichtenteil übernachtet.

00:08:06: Stimmt!

00:08:07: Ja?

00:08:07: Klosterlichtenteile dachte hier spuckt ja und das war total nett.

00:08:12: Und dort war ich da und bin dann morgens immer in die Werkstatt mit einem Radl glaube ich gefahren... ...und nach drei Tagen hat dann Martin Stoya und Matthias Wieckheim an gesagt du Fabian oder vielmehr Herzog Wenn sie die Ausbildung machen wollen Dann ist die Entscheidung, die liegt ganz bei ihnen und Sie können morgen anfangen.

00:08:29: Aber was hast Du denn gedacht als er also als er die zur Tür reinkam und beim Probe arbeiten.

00:08:34: Entscheidest du dich immer so schnell für Neue auszubilden?

00:08:37: Hast du es im Gefühl gehabt oder was war's bei ihm?

00:08:39: Ich merke das recht schnell, also das... Nee, das ist nicht immer gleich!

00:08:43: Wir haben auch ein paar wo wir die Ausbildung vielleicht nicht ermöglichen.

00:08:46: Und wir bilden ja wirklich kontinuierlich aus.

00:08:48: Also überhaupt jetzt in den letzten siebzehn, achtzehn Jahren glaubst du kein Jahr, ich will nichts Falsches sagen, wo wir nicht ausgebildet haben.

00:08:56: Weil ich finde dass das Handwerk darf nicht aussterben und gerade das ist so selten geworden.

00:09:01: Aber es gibt welche, und das merkt man relativ schnell.

00:09:04: Brennen die dafür?

00:09:05: Und wollen das wirklich?

00:09:07: oder sagen ja ich habe mir überlegt und das könnte doch vielleicht ganz nett sein oder ähnlichem und dann denke ich mir auch so ne.

00:09:13: Also ich möchte Leute haben die dafür brennen und dass brenn ist viel wichtiger als wenn man zwei Link hinder hat.

00:09:19: Das kann man alles lernen und beibringen.

00:09:21: beim einem geht's ein bisschen schneller bei anderen ähnlichen.

00:09:23: und beim Fabian hab' ich gedacht wow cooler Typ, der hat da Bock drauf.

00:09:29: Der verkörpert das auch.

00:09:32: Ich merke einfach der Wille und wenn jemand will dann muss man als Betrieb alles möglich oder alles ermöglichen dass diese Person doch seine Zukunft hat.

00:09:40: Und ich denke ja nicht nur in der Ausbildung sondern ich denke auch an uns klingt er fast schon so ein bisschen egoistisch aber dass wir auch Leute finden die ihre Zukunft auch weiter im Betrieb sind.

00:09:51: Die nicht nur das Wissen bekommen sondern einfach auch ausgebildet sind weiter machen.

00:09:56: Sind die aktuellen Azubis oder Auszubildende eigentlich traurig, dass sie diesen zusätzliche Ausbildung zum Maurer und Co.

00:10:02: jetzt nicht mehr haben?

00:10:03: Ah, die wissen noch nicht was auf Sie zukommt!

00:10:06: Unser neuerster Azubi, deswegen meinem Kunstprojekt der hat sich dann bereit erklärt und er hat gerade das Streichen umgesetzt von den Räumlichkeiten.

00:10:17: Viele wollen immer heutzutage sagt ja duale Ausbildung.

00:10:21: Aber wie bist du denn wirklich auf Matthias gekommen?

00:10:23: und was hat dich wirklich am meisten begeistert, außer diese wunderschöne Stadt Baden-Baden?

00:10:28: Auch

00:10:28: hier muss ich wieder sagen das ist eine sehr gute Frage.

00:10:31: Und zu der Zeit habe ich, ich glaube mal in einem Polo also ihr kennt das Spiel mit dem Pferd und dem Schläger ja und im Ball.

00:10:37: In einem Polomagazin hab' ich den Betrieb gesehen, Wickermann und Stoya.

00:10:41: Und da standen halt Martin Stoya und Matthias Wickermann vor dem Laden... alten Ladengeschäft.

00:10:47: Unten stand Baden-Baden, ich kannte bis zu dem Moment diese Stadt gar nicht, klang aber sehr elegant.

00:10:52: Mondein!

00:10:53: Ich habe ein bisschen recherchiert und ich glaube auf der Homepage habe auch die Stellenausschreibung zur Ausbildung gesehen.

00:10:58: also da hatte ich schon mal Hoffnung okay?

00:11:00: Und hab dann diese zwei jungen Typen gesehen, die aber ein altes traditionelles Handwerk mit einem coolem Logo, cooles Branding, schwarz-weiß Fotografie ja... Da hat sie mir gesagt Mensch das passt zu mir, ich will auch so sein und hab dann daraufhin im Prinzip die Bewerbung abgeschickt

00:11:15: Genau.

00:11:15: Warst du selber überrascht, dass es dann so schnell ging und du so schnell die Zusage bekommen hast?

00:11:18: Das

00:11:19: war ein gutes Zeichen!

00:11:19: Die haben es mir leicht gemacht.

00:11:22: Was ich immer schwer finde heutzutage wenn man... Und das war damals schon mein Ansatz Heutzutag umso mehr viele beklagen sich über Fachkräfte mangeln allem und auch wenn wir vielleicht ein besonderes Unternehmen sind und von unserer Gattung fast gar keiner mehr vorhanden ist, finde ich es ist der falsche Ansatz das da noch künstlich zu limitieren.

00:11:43: Also wenn man das Glück hat, und man findet gute Leute die Spaß daran haben.

00:11:46: Warum soll ich dann Leute auf die Hinheiten?

00:11:50: Und sagen wir überlegen nochmal!

00:11:51: Man muss noch mal zum Probe arbeiten.

00:11:53: So ein Quatsch, die Zeit geht verloren.

00:11:56: So eine Person kann woanders hingehen, die kann sie von anderen berufen... ...und dann muss er überlegen ist es ja dieser kleine Schlag.

00:12:01: Wenn die Person demonent weg ist, ist sie weg.

00:12:04: Und jeder Mensch hinterlässt ja irgendwie auch einen Abdruck bei uns im Unternehmen.

00:12:07: Und das war schon immer meine Meinung.

00:12:09: und je unterschiedlichere Menschen wir bei uns haben, umso besser läuft der Betrieb.

00:12:12: Also wir haben ja viele höhere Darmquote als Männer Wir haben ältere, wir haben einen aus Russland kommen... ...wir haben älter Verkäufe, wir werden jünger Auszubildende, jeder ist unseren Charakter anders... ...und je mehr unterschiedliche Menschen wir haben... ...um so mehr Reibung entsteht.

00:12:26: und das bringt glaube ich auch diesen Betrieb nach vorne.

00:12:29: Und bei Fabio genaues Gleich gesehen.

00:12:30: Da wusste ich der passt!

00:12:32: Und da waren wir noch deutlich Jünger und Kleiner, da waren man doch nicht so groß wie jetzt.

00:12:38: Ja, genau.

00:12:38: Also da muss ich dich nochmal sagen noch mal auf deine Frage zurückzukommen.

00:12:41: tatsächlich war es so dass mein Vater mich dann irgendwann mal sonntags gefragt hat Fabian Wie geht's denn jetzt weiter mit der Schule und so weiter?

00:12:48: Und dann habe ich gesagt du Ich hab jetzt eine Nacht drüber geschlafen.

00:12:52: Ich weiß ganz genau ich will Schuhmacher werden oder mich nur angeguckt mit großen Augen und aber sofort gesagt tolle Idee Machen wir wo kann ich dir helfen?

00:13:01: so und das sind die entscheidenden Dinge.

00:13:02: also Wenn ich nochmal so zurückschaue, kann ich einfach sagen das wo du gerade sagtest habt ihr sofort geantwortet bei der E-Mail oder so.

00:13:11: Oder auch bei der Frage hinter Kann ich eine Ausbildung machen dass in den entscheidenden Momenten wurden keine Steine in den Weg gelingt.

00:13:18: Es gibt immer mal up and downs und mal Tage wo man sich denkt was mache ich hier eigentlich?

00:13:22: Und warum stehe ich morgens auf?

00:13:24: aber In den entscheiden momenten geht es immer weiter.

00:13:27: Das ist wichtig.

00:13:30: Fabi, wir haben ja damals nicht nur Schuhe gemacht.

00:13:32: Wie du es gerade schon gesagt hast, wir sind gebaut, geschleppt, renoviert und improvisiert.

00:13:36: Das war zum Teil Multikulti, was da alles getan wurde und wo du auch überall mitgemacht hast.

00:13:42: Es klang jetzt nicht so nach einer ganz klassischen Ausbildung, obwohl du natürlich alle wichtigen Punkte absolviert hast.

00:13:49: Aber wenn du mal für dich zurückschaust... Was hat dich denn zumindest die Phase bei uns am meisten geprägt?

00:13:59: Also ich habe immer wieder auch mal meine Meinung gesagt, hab zugehört und mich eingebracht.

00:14:04: Hab mich auch irgendwo selber in dem Unternehmen wiedergefunden.

00:14:07: also bin dann am Ende nach fünf Jahren gegangen.

00:14:09: das heißt Ausbildung war natürlich nur drei Jahre da war ich noch zwei jahre Geselle Und bis heute habe ich wundervolle Kontakte in dieser Stadt.

00:14:17: und das schönste war wenn ich mittags irgendwie zum Bäcker gelaufen bin hat mir eine Brotzeit geholt dass ich dann im Prinzip nicht aufhören konnte, die Leute auf der Straße zu grüßen.

00:14:26: Weil sie waren alles unsere Kunden!

00:14:28: Die haben die Schuhe gebracht, die haben Reparaturen gemacht und wir haben alles möglich gemacht.

00:14:32: ja?

00:14:33: Wenn es auch mal zwischendurch mal war... Da kam einer aus dem Geschäft und der Kunde braucht den Gürtel.

00:14:38: da sollte kürzer sein, dann wurde das gemacht ob es gerade ging oder nicht.

00:14:41: Ja Wir haben das umgesetzt Und das war immer toll in diese freundlichen und zufriedenen Gesichter zu schauen, die wir da bedient haben.

00:14:48: Was hat mich am meisten geprägt?

00:14:50: Ich hab natürlich auch Ideen gehabt, ich hatte meine Freiräume.

00:14:53: Ich war der erste, der Instagram benutzt hat.

00:14:55: Erinnert dich, Mathias?

00:14:56: Ganz zum Ende hin hatten wir schon Instagram-Bilder gepostet... Da gab's das noch gar nicht!

00:15:01: Da haben wir mal eine Reise nach Hamburg gemacht und da habe ich alles dokumentiert, dass du so spinnst doch heute sagst, ah jetzt verstehst.

00:15:09: Verbute ich.

00:15:10: Ernst andere Generation.

00:15:12: Nee aber was mich am meisten geprägt hat, das war das, dass Matthias gesagt hat, Fabian du willst mitkommen, du willst mehr.

00:15:20: Ich kann dich hier auch gebrauchen als Assistent oder Hilfe im Vertrieb auf Messen.

00:15:25: Jetzt haben wir es zwei, drei Mal gemeinsam gemacht.

00:15:27: das war lustig, das war nett, ja?

00:15:28: Das hat mir Spaß gemacht aber das hilft ja nicht weiter.

00:15:31: Du musst ja irgendwie... du kannst ja nicht mal eben so ein Schuh für dreieinhalb tausend okay das klingt jetzt viel Geld aber ist etwas ganz Besonderes ein Handwerksprodukt.

00:15:39: Das lernst du ja nicht einmal so eben zu verkaufen und vor allen Dingen du musst ja auch erstmal von dem Kunden ernst genommen werden mit Anfang zwanzig genau dass der das abkauft, im wahrsten Sinne des Wortes.

00:15:53: Und das habe ich mir dreimal angeschaut und dann irgendwann fahre ich an den Leihwagen gebucht in ein Hotelzimmer und jetzt fährst du mal dahin!

00:16:02: Das habe ich zweimal gemacht und hinterher habe ich ihn immer artig angerufen und er hat gesagt Ja, du das war nett.

00:16:12: Ich habe viele Visitenkarten verteilt.

00:16:14: Das war immer der Indikator.

00:16:15: Wie viel Kunden waren da?

00:16:17: So wie viel Visiten-Karten sind weg und das sind dann erstmal die Wissensinteressenten nicht unbedingt immer die Kaufinteresse.

00:16:27: Und dann hab ich gesagt ja und wieviel hast du verkauft?

00:16:30: Also vielleicht kommt einer!

00:16:33: So und dann hat Matthias natürlich erstmal den Kostenapparat gesehen, aber das hat er mich nie spüren gelassen.

00:16:37: Also muss ich auch sagen.

00:16:39: Der hat mich hier losgeschickt.

00:16:40: Die Leihwagen der war bezahlt, Hotelzimmer, Arbeitsausfall ja so... Und dann habe ich gesagt ne, dass es funktioniert so nicht.

00:16:47: Ich will das anders machen.

00:16:50: Und dann bin ich zu Martin gegangen und hab gesagt Martin Sonntags ist meistens so ein ganz... Da ist Ruhe da, da werden so ganz feine Sachen gemacht wie Rahm genäht Ja?

00:17:00: Und da waren zum Beispiel acht paar Schuhe auf dem Wagen Die mussten rahmengenäht werden.

00:17:04: Dann habe ich gesagt, Martin was hältst du davon wenn du mir ein oder zwei Paar gibst?

00:17:08: Würdest du das machen?

00:17:09: und dann nehme ich die mit auf die Messe Und hab mich dann morgens hingesetzt, hat mal nicht der Sakko angezogen mit dem Einstecktuch Sondern.

00:17:18: Ich hab die Schürze angezogen Und hab' mich da hingesetzt auf den Schemel und hab' die Schuhe von Hand genäht.

00:17:25: Und dann waren nicht auf einmal drei Leute am Stand sondern zwanzig.

00:17:28: Eine Traube von Leuten.

00:17:30: So jetzt rechnen wir mal hoch.

00:17:31: Einer von denen hat sicherlich das abgekauft und gesagt, ich nehme so einen Schuh.

00:17:37: Da war dann auch einmal mein Großvater-Wausschuhmacher immer diese Gespräche.

00:17:41: aber einer war bereit.

00:17:43: Und den hatte ich dann zack, weil man erstes paar Schuhe verkauft.

00:17:46: Wusstest du dass er seinen eigenen Weg findet?

00:17:49: War dir das schon klar?

00:17:49: oder hast du gedacht, das andere funktioniert auch...

00:17:52: Also will ich jetzt sagen im Nachgeister immer gleiche als Fabi sich entschieden hat weiterzuziehen Weißt du selbst, ich weiß genau welchen Moment das war.

00:18:03: Da hab' ich ihn drauf angesprochen und da hatte ich gerade auf der River Clouds eine ganz tolle Tour gehabt.

00:18:09: Und dann wollte ich Fabi für gewinnen und habe gesagt hast du Lust... Siegcloud?

00:18:11: hast du

00:18:12: gesagt?

00:18:12: Nee, River Cloud!

00:18:13: Auf dem Flusskreuzfahrtsschirm, als es noch so siegcloud gehörte.

00:18:18: Und am fingen Fabi, merkte ich sofort an zu drucksen und sagte Du, ich hab da irgendwie was Neues im Blick.

00:18:25: Und dann dachte ich mir im dem Moment verdammt, weil es auch bei uns ist Match der Privat mittlerweile.

00:18:31: Ich bin dann auch irgendwie wenn die Ausbildung rum ist und auch wo ich dann weiß, jemand fängt bei uns an, da biete ich auch gerne das Du an, ich will ja gar keine großen Hürden haben.

00:18:39: Dann ist jetzt in dem Moment wo ich sage oh nee nicht jetzt!

00:18:41: Weil jetzt war's gerade wirklich top, jetzt war er so weit und stand alles und jetzt macht er seinen eigenen Weg.

00:18:48: aber das ist glaube ich das gleiche als wenn ein Kind daheim das Ganze verlässt.

00:18:53: Dann sagt man auch hey Es ist nicht mein Weg, es ist dein Weg und das ist entscheidende.

00:18:57: Und wenn wir zum Beispiel schon so viele Jahre hier sitzen... ...und ich mich total für ihn hier freue und es soll noch nicht doof klingen uns gibt's ja weiterhin!

00:19:05: Damals sagte ich auch verdammt nochmal der ist einer denn der ist jetzt soweit er könnte so meinen Job machen.

00:19:10: also dass sich wieder neue Projekte machen kann und ich habe jemanden wenn ich mal auswahl oder man nicht kann und es läuft weiter.

00:19:17: und jetzt im Nachhinein sage ich mir okay es lief trotzdem alles gut aber ganz im Gegenteil siehst sogar besser besser.

00:19:23: es recht für dich, weil wenn ich jetzt hier nach München komme und sehe was er hier aufgebaut hat erfüllt mich das total mit Stolz.

00:19:29: Und dann muss ich manchmal sagen zu der ersten Frage zurückzukommen Jessica Was siehst du manchmal in ihm?

00:19:36: Dann gibt's die Momente wo ich den Ausbilden sitze, der damals bei uns gesessen hat und ja Ich gesagt da verdammt nochmal mach dein Bericht selbst oder die Dinge was wir alles für lustige Themen hatten Wo wir vielleicht beide keine Lust haben aber es musste auch gemacht werden Und so ist es im Leben.

00:19:51: Hey, so was!

00:19:52: Man kriegt da nur eins geschenkt und aus dem Leben muss jeder das Beste rausmachen.

00:19:56: Und Fabi ist da auf einem super Weg.

00:19:58: also ich würde sagen dass was du hier hingestellt hast schaut vor.

00:20:02: Gibt's denn eigentlich noch Sachen?

00:20:03: Also die eine oder andere Reibung oder Meinungsverschiedenheit gab's da sicherlich bei euch auch, oder?

00:20:07: Auf jeden Fall.

00:20:08: Gabs...

00:20:09: Also es sind dann Sachen wo ihr heute wirklich drüber lachen könnt über alles wahrscheinlich.

00:20:12: aber was waren denn so die Sachen wo Ihr so ein bisschen mal angeeckt seid?

00:20:14: Gut, dann gibt´ts jetzt

00:20:16: erzähl Du Fabi.

00:20:18: Ehrlich gesagt gibt es jetzt nicht so viele Punkte, die kann man in einer Hand zusammen abzählen.

00:20:23: Das eine hast du gerade schon so halb erwähnt?

00:20:25: Das ist natürlich das Berichtseft!

00:20:28: Ja, das ist einfach so...wem sage ich das?

00:20:31: Wenn ich etwas nicht für sinnvoll erhalte, achte dann wird das auch einfach mal weg ignoriert.

00:20:35: Am Ende hat es nicht geschadet.

00:20:37: Das sollten wir vielleicht an die kommenden Lehrlinge kurz weghören, aber sonst ... Es wurde am Ende gemacht und umgesetzt.

00:20:44: Es hat nie wieder jemand nachgefragt.

00:20:45: Ja?

00:20:46: Aber mit was für einem Theater!

00:20:49: Da waren wir wirklich... Ich bin ja immer noch rüber gesagt, okay, aber Herr Sturr war richtig stinkig.

00:20:56: Richtig.

00:20:57: Und dann aber hat's ja geklappt, mein Gott.

00:21:00: Was wolltest du denn Fabian unbedingt mitgeben über das reine Schuhhandwerk hinaus?

00:21:05: Also wahrscheinlich generell für deine Auszubildende.

00:21:07: Meinst

00:21:07: du jetzt während der ganzen Zeit?

00:21:08: Ja, während der ganze Zeit und auch jetzt noch... Du bist ja kann man sagen auch manchmal Mentor.

00:21:12: oder ist er Freunde?

00:21:14: oder wie es jetzt euer Verhältnis ist.

00:21:16: Ich sage mal auf dir auf die Ausbildung hin ich gebe mir allen Leuten seit immer offen!

00:21:20: Der Ausbildungen bei uns ist super.

00:21:21: wenn jemand danach die Zukunft bei uns sieht freut mich noch um so mehr, wenn's natürlich auch von unserer Seite her stimmt.

00:21:27: aber trotzdem ich sag jetzt zu den Leuten immer wie ich auch lese nehmt die Welt reist macht alles probiert nicht immer den Fokus nur auf diesen Schuh oder wie kann ich Rahmen nehmen, sondern das ist ein Teil und es ist vielleicht auch ein Job.

00:21:40: Und es ist auch wichtig und das macht Spaß aber denkt die Dinge einfach größer und probiert dann für diese Sachen auch manchmal ein bisschen beschwingter zu nehmen.

00:21:48: viele sind auch zu verbissen.

00:21:50: klar Musikqualität stimmen Aber wenn ich da nur verbissen bin habe nur auf gewisse Dinge in den Fokuss Da fehlt mir manchmal der Blick auf das ganze und Fabi hat diesem Blick gehabt stärker entwickelt und baut ihn jetzt perfekt aus.

00:22:04: Und als Mentor, ja das muss Fabi beantworten.

00:22:06: also wenn man manchmal immer den Kontakt und Sprechen über Dinge und wenn er mal irgendwie einen Ratschlag braucht oder hat eine Frage, gerne!

00:22:15: Aber es ist ja nie von oben herab oder weil ich jetzt vielleicht noch länger selbstständig bin so was ist ja immer freundschaftlich.

00:22:22: Farbe gibt mir auch Dinge, zum Beispiel hier mit dem Instagram.

00:22:26: Aber er macht das einfach viel besser und da bin ich vielleicht ein Stoffel.

00:22:29: Wir machen ja auch viel, wir machen noch viele andere Projekte aber ich bin jetzt nicht so eine meine Lehr die bei uns daheim das ganze Marketing macht und alles und das ist wirklich mit bravur wo ich ganz stolz bin.

00:22:41: Die lacht sich immer kaputt finde ich.

00:22:42: dann nehmen wir solche Sachen dann haben wir Pause, aber gut.

00:22:45: Jeden seiner Berufung!

00:22:47: So, Fabi.

00:22:47: Irgendwann war ja dein klar?

00:22:49: Du bleibst nicht einfach in der bekannten Spur sondern gehst da deinen eigenen Weg.

00:22:52: Und dieser Weg war ja nicht nur der direkte Schritt in die Selbstständigkeit Sondern dazwischen lag ja auch noch ein paar ganz andere wichtige Stationen.

00:22:59: Welche Stationen waren das und wann war dir doch klar?

00:23:03: Jetzt ist der Punkt ich muss mich selbstständig machen.

00:23:06: Soll ich die Namen auch sagen?

00:23:08: Kannst du gerne

00:23:09: wenn er möchte

00:23:11: also

00:23:12: Schuh oder

00:23:13: Genau.

00:23:13: es war ja damals so dass mich mein das Unternehmen Ich glaube, das Garosso war es damals in Berlin.

00:23:19: Die haben mich quasi ja animiert mal dort hinzukommen und ich habe mir's angeschaut.

00:23:24: Hab dann die Aufgabe gesehen, die da war für mich und hab die bedankend angenommen, hatte eine tolle Zeit dort in Berlin, hab auch viel dazu gelernt, hab dort quasi Handwerk mit modernem Startup-Business verbunden.

00:23:37: Wir haben Internetgeschichten gemacht, wir haben Marketing gemacht.

00:23:40: Ich durfte überall dabei sein, durfte.

00:23:43: relativ schnell habe ich mir da auch ne Position erarbeitet die andere vielleicht haben, nachdem sie ein Studium abgeschlossen haben und da war ich auf einer Ebene, würde ich fast sagen mit denen.

00:23:54: Und genau habe dort viel gelernt.

00:23:56: also wirklich mit eigenem Input hab' ich da einiges erfahren dürfen, war halt monatlich im Ausland in den Produktionen, hat die Kunden bedient.

00:24:05: und eins darf man ja nicht vergessen und das ist eine der großen großen Dinge.

00:24:09: Deshalb bin ich so froh, dass sich auch an der Wurzel damals angefangen hat.

00:24:12: Im Handwerk und vor allen Dingen das Handwerk... Wir haben ja natürlich auch exklusiv Kunden gehabt oder für mehr Kunden die natürlich das Handwerker ausschätzen.

00:24:19: Das ist natürlich eine ganz andere Art wie ich auf so jemanden zugehe Und das habe ich bis heute niemals außer Acht gelassen.

00:24:29: Bis heute bediene ich jeden Kunden so wie ich es damals für mich erlernt habe.

00:24:34: Ich war damals in Berlin eine Zeit lang.

00:24:36: dann ging das ein bisschen in die Brüche Hatt ich aber mein Netzwerk in der Schulbranche in Deutschland aufgebaut.

00:24:41: Bin nach Pirmalsinn zu kommen, die Schuhwiege in die Schustadt von Deutschland.

00:24:46: Hab dort auch eine tolle Zeit gehabt, weil da mehr eine Industrie unterwegs hab dann ... In der Entwicklung für eine Firma arbeiten dürfen, die weltweit Schuhe gemacht hat.

00:24:55: Das heißt, ich war wirklich... Ich habe am Ende in Indien den Leuten erklärt wie man die Schuhen richtig macht Auch wenn die vielleicht gar keine Schuher tragen.

00:25:02: Aber das war wirklich spannend Und ich habe gesehen, mit welcher Freude das geklappt hat.

00:25:07: Weil wir haben beide gelacht sowohl die Personen in Indien als auch ich selbst weil wir einfach gemeinsam miteinander viel geschaffen haben.

00:25:14: also es war eine ganz tolle Erfahrung und das war halt in der Industrie.

00:25:18: und nach diesen drei Baustellen Handwerk Start-up Industrie konnte Ich dann sagen so wenn du bist soweit Du weißt was du willst und du weißt auch was du nicht willst und Du bist jetzt bereit auf die Selbstständigkeit

00:25:34: Was waren denn die Sachen, die du vielleicht dir ganz bewusst bewahrt hast aus der Zeit auch mit Matthias und was hast du gesagt?

00:25:39: Okay das muss anders werden.

00:25:40: Das ist mein eigener Fingerabdruck.

00:25:43: Also was war da wichtig für dich?

00:25:46: Für mich ist Handwerk immer an erster Stelle no compromise in quality.

00:25:51: Es muss immer... für mich ist das Beste gerade gut genug es muss das beste vom Besten sein.

00:25:55: Und wie man das dann umsetzt ja dass es vielleicht ein bisschen kommerzieller ist etwas erschwinglicher Da kann man dann spielen Aber erst mal ganz oben anfangen, damit man dann am Ende irgendwo die Mitte trifft.

00:26:08: Und zwar die Goldene.

00:26:09: Matthias!

00:26:10: Wenn du heute auf Fabian und auf das schaust was er aufgebaut hat... Du hast ja schon gesagt, dass du bist stolz drauf auf ihn.

00:26:15: Woran erkennst du noch etwas von dem?

00:26:16: Was du ihm damals mitgegeben hast?

00:26:19: und wo merkst du ganz klar, da hatte sich seinen eigenen Weg oder diesen... Ja, hatte die eigene Weise irgendwie so weiter gedacht und wirklich seinen ganz eigenen Stil gefunden.

00:26:26: Also Fabi war ab dem ersten Tag, wo er uns angefangen hat immer ein Feingeist.

00:26:32: Das ist ja bis heute.

00:26:33: Und Fabi ist aber auch eine... und das ist für mich ganz positiv, weil das sind leider heutzutage viel zu wenige.

00:26:39: Und das nimmt bitte auch so.

00:26:40: wie ich sage, ist ne Typö.

00:26:42: Heutzutag die meisten sind ja alle gleich.

00:26:44: Da tranken irgendwie gleichen Klamotten, verhalten sich gleich einem.

00:26:49: Fabis etwasen, das habe ich immer sehr geschätzt und ich bewunder das und ich denke vielleicht bin ich da auch manchmal ein bisschen so'n Exot wenn Leute anders sind, also wenn sie einfach ihren eigenen Weg gehen.

00:27:00: Und das fängt ja schon genauso auch mit dieser Berufswahl an Schuhmacher.

00:27:03: Wie viel gerade so im Freundes- und Bekanntenkreis lachen da drüber und sagen SchuhMacher was ich immer oft anführe meinen Reden Wenn man die Ernährungspyramide in Deutschland sieht ist der Schuhmaker irgendwie ganz unten angesiedelt.

00:27:14: Der Beruf hat zum Ganz komisches Thema Ich bin auch total dankbar dass Fabien hier so ein Geschäft hat.

00:27:21: Es müsste an sich viel mehr davon geben, die Kulturen gehen ja weg.

00:27:25: Da gibt es dann so ein paar Leute wie du hier in München, wie wir vielleicht in Baden-Baden, da gibt's doch nicht mal so viele von diesen Hotsports vielleicht wo Menschen einer Kultur nachgeben können.

00:27:35: und wenn ich das jetzt bei Fabi zum Beispiel sehe was er daraus ausgebaut hat aus diesem Fein Sinn, diesem Gespür auch... Wir sind nicht exklusiv, kommen wieder in ein Luxusbereich.

00:27:45: Sondern so für das Handgemachte, für das Nachhaltige und für das Außergewöhnliche.

00:27:50: Das hat hier natürlich ausgebaut!

00:27:51: Wenn wir jetzt hier in diesem Raum sitzen... Was haben wir Fabian?

00:27:54: Vierzig Quadratmeter mit oben ungefähr.

00:27:57: Man schaut hier rum, in jedem Winkel gibt es was zu entdecken.

00:27:59: Und es ist fast schon wie eine Sammlung zusammengetragen.

00:28:02: Es ist alles käuflich zu erwerben aber es ist mit Feinsinn und mit Gespür zusammengetragen.

00:28:07: Also jetzt mag natürlich auch Fabis Verkaufs geschickt.

00:28:12: Was ist das für ein Material?

00:28:14: Ein Bronze-Eber.

00:28:16: Ja klar, aber da gibt es Leute die das toll finden und die das kaufen und das finde ich total super!

00:28:20: Und jetzt ist es entscheidend, es geht nicht um diesen Bronze Ebers geht darum er hat mit Schuhen angefangen und schafft auch eine Welt und das find' ich einfach super.

00:28:28: Ich probier genau das gleiche.

00:28:29: wir machen den Podcast Wir machen Schuhdog, wir machen Ledersatz, wir haben so viele Sachen und wir schaffen auch Welten und das machen heute Tage die Leute nicht mehr Die gehen von A bis Z ihren Job nach und ist auch okay, sollen sie machen?

00:28:40: Bei Fabi ist das schon was Besonderes, was mich sehr beeindruckt.

00:28:44: Es kommen immer wieder neue Themen und es macht er richtig gut.

00:28:47: Noch mal auf die Wurzel zurück!

00:28:50: Ich kann wirklich mit Fug und Recht und mit großem Stolz sein dass es Berufung ist und dafür bin ich wahnsinnig dankbar weil... ...ich wusste zwar nie wo die Reise hingeht aber ich habe mich immer gut dabei gefühlt ja?

00:29:01: Dass sie Entscheidungen immer gepasst hat.

00:29:04: Ich meine viele und das war in meiner Zeit so, in meinerzeit der Ausbildung Viele haben sich bei einem Ausbildungsberuf dazu entschieden, was kriege ich denn für ein Lehrgehalt?

00:29:15: Die Schuhmacher haben die beschissensste Lobby, die man sich vorstellen kann in Deutschland.

00:29:19: Da sind wirklich alle anderen besser dargestellt.

00:29:31: B. haben wir uns ein Konzept ausgearbeitet, dann habe ich mit Matthias alte Stühle gekauft oder alte Sessel und einen Tisch.

00:29:38: da haben die Beine abgesägt und hab mich samstags vormittags vor der Tür gestellt in der Baden-Badener Straße wie sagt man?

00:29:45: Wir haben

00:29:45: uns in der Märkte vom Geschäft.

00:29:46: Vom Geschäft!

00:29:47: In der Einkaufstraße haben wir auf die Tür gestellt, mir lustige Schlägermütze auf gesetzte Schürze umgehangen den Leuten die Schuhe geputzt.

00:29:55: ja Dann hatte ich halt hinter ein schönes Trinkgeld in der Tasche und dann sind wir nach Essen gegangen.

00:30:01: Also was ich sagen will, es war niemals irgendwas Monitäres.

00:30:04: Es war einfach nur der Beruf die Berufung Schuhmacher und daraus haben sich dann immer step by step stein auf Stein neue Dinge ergeben.

00:30:14: Und da bin ich jetzt heute.

00:30:15: dadurch bin und das hat noch lange nicht aufgehört.

00:30:17: Das geht immer weiter ja und zwar mindestens also spätestens alle zwei bis drei Jahre gibt's eine große Veränderung

00:30:23: Wie bei Matthias, ne?

00:30:25: Ich war letztes Jahr auf dem Schiff Und jetzt kommt immer der Punkt, und das ist auch was bei dir auch oder dem aber wo wir uns sehr ähnlich sind.

00:30:36: Wir sind uns für die Sache nicht zu schade!

00:30:39: Viele sagen ja ich mach doch nicht mehr putz so an, da nicht die Schuhe ist.

00:30:41: ja was es denn für eine Arbeit?

00:30:42: Darum geht's ja nicht.

00:30:43: man schaffen Leute ne Kultur.

00:30:44: wenn ich mit draußen angucke kannst du genauso bestätigen wie was wir schlappen.

00:30:48: die leute rumlaufen und allem und es fängt an den Schuhn an.

00:30:51: ein guter Schuh muss nicht teuer sein ein guterschuh der müssen gerade einen Absatz haben und er muss gepflegt sein.

00:30:56: und wenn Leute das nicht lernen und rumb laufen mit irgendwelchen Schlabberschuhe oder keine Ahnung, da kann man gar nicht mal meine Schuhe nehmen was sie da tragen.

00:31:03: Und es ist nicht monetär also fürs Auto und für alles das man nach außen zeigen kann dass man angeblich viel Geld hat oft macht's die günstige Leasingrate ja möglich wird ausgegeben weil man seine Saison im Umfeld zeigen möchte.

00:31:15: ich kann mir etwas gönnen aber ich finde zum Beispiel gerade bei uns Männern am schuh erkennt so relativ schnell oder korrigier mich wen habe ich vor mir?

00:31:24: Das ist irgendwie, wenn der das Schuh noch gepflegt ist weiß ich, da setze ich jemand damit auseinander.

00:31:28: Das sind Leute die haben einfach in ihrem Alltag das eingebaut und das ist der Grund warum man Schuhe putzt und vielleicht auch anderen der Schuherputzen beibringt.

00:31:36: Und das ist also dieses Nicht-Lehrer sind keine Herrenjahre sondern man macht ja ein Prozess durch Wenn man diesen Prozess zugemacht hat wie jetzt bei mir.

00:31:45: Ich bin jetzt auch viele viele Jahre in diesem Job Ich mache das immer noch schuhe zu putzen und ich brech mir da auch keinen aus der Krone die sich danach die Nase rümpfen oder ein Thema damit haben.

00:31:57: Das sind Menschen, die sind mir sowieso nicht

00:31:59: wichtig.".

00:32:00: Oder?

00:32:00: Wie siehst du es?

00:32:01: Absolut!

00:32:03: Ich hab natürlich dann auch bei dem Schuhe putzen auf der Straße... Hab ich das Geld

00:32:08: gemacht?

00:32:09: Ja,

00:32:10: da gab's schon mal den Zehnundzwanziger.

00:32:13: Also ich habe mich wirklich nicht geschämt und nicht geschäumt.

00:32:16: Ich hab die Leute angesprochen und gefragt ob ich in die Schuhen putzen darf.

00:32:18: Das war natürlich eine Attraktion.

00:32:19: Die Leute haben zugeschaut In Baden-Baden sind nicht nur Deutsche, sondern auch viele Tagestouristen.

00:32:26: Ob sie aus Frankreich kommen oder von ganz weit weg.

00:32:31: Für die war das immer toll!

00:32:33: Die Deutschen haben sich schwergetan.

00:32:36: Sie wollten es nicht so, dass man sich davor bückt und die Schuhe poliert.

00:32:41: Das war ein bisschen unangenehm aber die habe ich dann auch noch dazu überreden können... Und am Ende haben sich alle gefreut.

00:32:48: Also da sind auch Freundschaften, Stärken oder Kontakte.

00:32:52: Die wussten dann immer der Zug geputzt am Samstag wieder und dann war da was los!

00:32:56: Ja aber man lernt ja auch dadurch.

00:32:57: das ist auch eine entscheidende... Das Lehrlingsgeist ist ja nicht das Tor.

00:33:01: Das Tor ist ja dass einer der Marschuhe baut für dran ab tausend Euro Nicht hundert Prozent seiner Arbeitskraft in diesen Schuh steckt sondern pro Tag zwei Stunden einem jungen Menschen zeigt die Schuhe hergestellt werden und repariert werden.

00:33:16: Und das ist das Tor für uns, also dass es die Problematik ist für den Betrieb jemanden abzustellen oder den Lehrherren, dass einfach da ganz viele Arbeitsstunden draufgehen um jungen Menschen das zu zeigen.

00:33:28: Damals ist auch ein Investment diese diese zwei Trauner hat oder mittlerweile sechs oder sieben hundert Euro ist nicht das Ding sondern sind einfach anderthalb zweitausend Euro die fehlen an Arbeitszeit die man dafür aufgeben.

00:33:40: aber dafür sind wir da so und ich finde Not macht erfinderisch.

00:33:44: und ja, darum war das doch schon mal eine coole Aktion.

00:33:48: Das war vielleicht der erste Schritt in die Selbstständigkeit?

00:33:50: Ja,

00:33:51: Provisionen gab's.

00:33:52: Fabi war zum Schluss ein guter Verkäufer.

00:33:54: Da haben wir uns auch, da hast du glaube ich ordentlich aufgepeppelt, dass es monatliche Auszubildungen gab weil Fabis einfach dann Raushalte genau mit diesen Sachen.

00:34:03: Und jetzt kommt der Punkt wie immer im Leben ist alles gemacht und ist alles fine und einfach.

00:34:08: Dann wird man schnell träge.

00:34:09: Also bei mir ist auch mit der Punkt, wenn es nicht läuft, ist immer an sich der beste Moment.

00:34:12: Weil dann wird man in der Erfindung gesagt ich mache ein neues Geschäftszentrum, ich muss das anders umstellen und ich muss vielleicht den BtoB-Bereich... Ich muss dies!

00:34:18: Und dann kommt's Wenn es immer gut läuft und alles einfacher ist und man kriegt keine Ahnung von daheim gepämpert, ist alles gut.

00:34:25: Soll jeder haben?

00:34:26: Aber dann kommt nicht dieser innere Antrieb verdammt.

00:34:29: nochmal irgendwie muss ich mich jetzt hinsetzen und muss noch mal eine Schippe drauflegen.

00:34:33: Und dieses Gen hat Fabi immer noch.

00:34:38: Da bin ich ganz bei dir.

00:34:39: und wie gesagt, es ist manchmal ganz gut wenn's mal rappelt oder der Weg ist nie gerade.

00:34:44: Es gibt immer Höhen und Tiefen Und tatsächlich tut mir einem das mal ganz gut Wenn man auch mal in einen Tiefpunkt ist weil dann Notmacht erfinderisch, man rappelt sie wieder auf Man gibt wieder noch ein bisschen mehr Gas.

00:34:55: und Ich sehe es so mit dem Beispiel des Lagerfeuers Wenn du kein Holz mehr drauflegst Dann geht der Kamin aus Also immer ordentlich Holz rauflegen, dann lodert er

00:35:05: Und das können wir auch aufzeigen.

00:35:08: Das wäre für mich auch eine der Überschriften dieser Podcasts.

00:35:12: Ich wollte... ich habe erst überlegt, wenn nenn es Mr.

00:35:14: Berichtshäft?

00:35:16: Ja!

00:35:16: Das war doch mal so mein Wink mit dem Zaunfall aber das Lagerfeuer sehe ich jetzt ganz klar als Überschaft.

00:35:22: Schneiden

00:35:22: wir auf vorne rein finde ich super.

00:35:24: du bist ja mit deinem wunderbaren Geschäft hier in

00:35:27: München.

00:35:27: Es ist echt wirklich so ne kleine Schatzkiste.

00:35:32: Das ist ein Standort, der stark ist aber wahrscheinlich auch einfach teuer und wirklich hart umkämpft.

00:35:37: Was gibt dir wirklich Rückenwind?

00:35:38: Und was ist wirklich auf wirtschaftliche Herausforderungen?

00:35:43: Ich finde manchmal würde ich mir wünschen dass das vielleicht ein bisschen präsenter eigentlich auch wäre in den Medien.

00:35:49: wer kommt denn heute auf die Idee in der Münchner Innenstadt in einer der tollsten Städte Deutschlands ein Geschäft aufzumachen mit einem Nischenprodukt?

00:35:57: was die Nische von der Nische ist?

00:36:00: ja

00:36:02: Okay.

00:36:03: Matthias, du guckst so jetzt ab dem nicht zustärmsten?

00:36:05: Nein, Fabi fängt immer gleich an mit den Augen zu gucken!

00:36:08: Also... Es ist eine Herausforderung aber ich bin mir ja nicht unsicher.

00:36:14: Ich weiß ja wo mein Markt ist.

00:36:16: Ich habe das ja zehn Jahre lang erprobt und konnte ungefähr wissen Wo sind meine Kunden, wer sind meine Kunden.

00:36:22: Und ich finde es immer wieder lustig auch damals oben in Max-Wehler oben In der Einsteinsstraße.

00:36:27: Wir haben uns immer lustig gemacht wenn jemand vorbeiliefe und sagt Nenst toll Aber kann der sich hier halten?

00:36:33: Und das höre ich ja fast nicht mehr.

00:36:35: Hier nur manchmal, wo Leute fragen wir wohnen jetzt schon seit zehn Jahren sind sie neu hier?

00:36:41: Fair enough!

00:36:42: Das ist nicht die low-hanging fruits, die lernst du später kennen aber die wollen und kommen mir hin.

00:36:47: Und deshalb bin auch so dankbar in der zweiten Lage zu sein... Ich mein by the way, ich wohne gerade um die Ecke.

00:36:52: Ich habe es morgens nicht soweit.. ...aber welches in der Innenstadt also in der zentralen Lage?

00:36:58: da hättest du natürlich einen viel höheren Futter vor.

00:37:00: So wenn ich jeden Tag fünfzig Kunden habe, Touristen die sich da die Nase platt drücken dann kann ich nebenbei nicht mehr arbeiten.

00:37:06: Aber hier kommen fünf Kundinnen laden und die machen den Tagesumsatz und sind happy!

00:37:11: Also es ist eine Herausforderung aber sie macht viel Freude Und wir können sagen Wir haben noch noch haben wir die richtigen Kunden und die werden auch Nicht aussterben.

00:37:20: das Produkt ein rahmengenehter Schuh und das drumherum was wir anbieten dafür gibt's immer Freunde und vielleicht heute sogar mehr als je zuvor Weil ihr wisst ja eh, das ist ja dieser Old Money Style und der ist ja scheinbar jetzt gerade auch im Trend.

00:37:37: Du bist ein unbleibseln Fuchs!

00:37:41: Du hast sehr früh verstanden Fabi dass einem so traditionellen Handwerk gute Arbeit allein nicht reicht wenn die Leute sie gar nicht mitbekommen.

00:37:47: Und du bist online sehr präsent immer mit deiner Anspielung ihr Lieben ich höre es ja nahezu täglich und man merkt ja auch, dass dir diese Sichtbarkeit auch wirklich liegt.

00:37:58: Wie wichtig ist das heute für dein Geschäft?

00:38:00: Ist es einfach ein Teil davon oder am Ende sogar der entscheidende Hebel.

00:38:06: Ich glaube, es ist nicht nur ein Teil, sondern tatsächlich der entscheide Hebel!

00:38:09: Ich erlebe immer wieder, dass Kunden vor dem Laden stehen und wenn viel Verkehr ist, dann gucken alle aus dem Auto raus und schauen was da denn ist.

00:38:18: Immer wieder erlebe ich, dass die Leute reinkommen, die sagen Servus und grinsen mich an den Menschen, wo kenne ich den jetzt noch

00:38:25: mal?!

00:38:26: Und dann sagen sie, nee du kennst mich gar nicht.

00:38:27: Aber ich kenne dich!

00:38:28: Du bist doch der Elieben und das ist geil.

00:38:31: Also das freut mich natürlich sehr dass man da so ein bisschen seine Nische oder vielmehr seine Marke aufgebaut hat und tatsächlich ist es so.

00:38:41: also jeder der dann irgendwann mal weil er in Hamburg wohnt oder sonstwo der hier in München ins Geschäft kommt oder viel mehr nach München kommt der versucht dann persönlich vorbeizukommen Und einmal zu sehen, wo ist denn jetzt dieser kleine Laden mit dem ihr Lieben?

00:38:58: Ja, ich finde das mega echt cool.

00:39:00: Ich kann sie auch schon abschneiden.

00:39:02: Fabi es gibt ja schon ganz konkret nächste Schritte bei dir was Kooperation und natürlich stationären Handel angeht.

00:39:09: Was entsteht da gerade also wenn du es schon drüber reden magst und was verändert sich für dich wenn deine Produkte künftig noch stärker über ausgewählte Partner sichtbar werden?

00:39:20: Ja, das sehe ich natürlich als ganz großen Vorteil und auch eben vor ein Stück weit als ein Kompliment dass andere Firmen mein Produkte haben möchten.

00:39:29: Das war natürlich auch immer das Ziel.

00:39:31: wir sind jetzt zum Beispiel gerade mit der Firma Anton Maier in eine Kooperation eingegangen die auf alle Filialen Hamburg München Frankfurt und Wien meine Kollektion hat und zwar die wichtigsten drei oder vier Modelle.

00:39:45: Das ist natürlich toll weil wir da eine Reichweite haben unserem Kunden dann natürlich auch direkt beim Einkauf der Bekleidung etwas zu kaufen an Schuhen, weil man will ja das gesamte Outfit.

00:39:56: Man wünscht sich nichts mehr als

00:39:59: alles

00:40:00: in einer Rutsche zu bekommen und das andere ist natürlich auch wir sind im hochwertigen Schuhsegment unterwegs.

00:40:08: da will man natürlich die Wege von DAL und so weiter sparen und auf den ersten Schritt Offline etwas anprobieren.

00:40:16: und das kann man damit ermöglichen, indem wir auch Shops haben die unsere Produkte vertreten.

00:40:22: So wenn du auf die nächsten Jahre schaust wo willst Du mit dem was Du aufgebaut hast noch hin?

00:40:27: Also was sind meine Ziele?

00:40:29: ganz klar weitere Kunden finden die meine Produkte anbieten werden und zwar nicht nur in Deutschland aber auch über Deutschlands Grenzen hinaus.

00:40:36: Und mein absolutes Ziel ist natürlich Deutschlands bester oder wichtigster Rahmen ne Schumacher zu sein auf dem Weg, wo ich mich hoffentlich gerade schon befinde.

00:40:48: Schön!

00:40:48: Vielen Dank!

00:40:50: Ja, ich finde das auch wirklich super.

00:40:51: also wir haben ja auch so schließlich wieder die Kreise eine tolle Kooperation.

00:40:57: vor fünf Jahren habe ich als Schuhdau gegründet als online Schur-Reporturplattform und da finden Fabian uns auch zusammen.

00:41:03: Also wenn ich überlege wieviel Schuhe wir mittlerweile von dir ...in Reparaturauftrag bekommen.

00:41:08: Und ich denke mal auch, genauso du weißt ja von der Verlässlichkeit und direkt da ansprechbar eine Bitte telefonierst, dann sagt er auch mal, ja mach das ganz mal gucken mit der Kunde.

00:41:15: Der in Sonderwunsch, weil der schwierig, der muss ein bisschen schneller, der ist ne Hochzeit... ...und dann rufe ich an, dann Klimas auch immer irgendwie hin und das macht richtig Spaß auf kurzem Dienstwege!

00:41:26: Und freue mich echt drüber, dass wir da so nach den Jahren, wo es mal ne Trennung gab also geschäftlich oder unternehmerisch wieder zusammenfinden würde ich behaupten, gut ergänzen.

00:41:37: Und wir kommen es auch nie in eine Quere!

00:41:39: Also jetzt genau mit dem Podcast.

00:41:40: also die Menschen, die bei ihm die Rahm genähte Schuhe kaufen, die kaufen das.

00:41:44: und manchmal hat ja Fabia auch welche gesagt.

00:41:45: Matthias kann zum Hingehen der Riesenfüße oder einen Krummpfuß oder was auch immer oder was.

00:41:50: ich aber da will etwas ganz Besonderes.

00:41:52: und dann sind wir gefragt und ich würde sagen Ich habe auch schon genügend Freunde bekannt gesagt wenn ihr mal in der Preisklasse was kaufen wollt geht's um Fabian.

00:41:59: Es ist total fair und kollegial bei uns.

00:42:02: Da kommt keiner im anderem irgendwo in die Quere.

00:42:06: Na ja Fabi, mein Lieber.

00:42:07: Also wie jeder musst du auch dran glauben?

00:42:10: Meine Klassiker!

00:42:14: Welcher Moment in deinem Leben hätte an einen eigenen Schuh verdient?

00:42:18: und weh sehr der aus?

00:42:19: Und ich glaube bei dir ist diese Frage am passendsten von allen die ich bis zu heute interviewt habe weil du ja zufällig aus dieser Bronce schon kommst.

00:42:27: Ja das eine tolle Frage.

00:42:28: das sind.

00:42:28: im Prinzip sind es eigentlich zwei paar Schuhe und zwar der erste Der steht auch da unten in der Vitrine.

00:42:34: Das ist natürlich mein Gesellenstück Das ist der Schuh, den ich für meine Mutter gemacht habe.

00:42:38: Nicht nur weil ich sie so gern hab sondern vor allen Dingen, weil die hat natürlich kleinere Füße.

00:42:43: also ich war schneller fertig das wissen viele nicht.

00:42:46: aber ich konnte natürlich viel Zeit einsparen weil in der Gesellenprüfung die witzigerweise gar nicht soweit weg war von hier und zwar drei Straßen weiter am Elisabethmarkt gegenüber dem Rolex Händler.

00:42:58: da ist die Schumacherinnung.

00:43:00: ja und da haben wir über dreieinhalb Tage.

00:43:04: Wir mussten da unser Gesellenstück fertigstellen und das war natürlich Akkordarbeit.

00:43:08: Und ich meine, es ist der dunkelgrüne Fullbroke Monk.

00:43:13: Der steht da.

00:43:14: Fullbroak Monk Dunkelgrün hoch elegant!

00:43:17: So.

00:43:17: und der andere Schuh ist natürlich der mit dem ich vor den Alltage treten bin vergangenes Jahr an meiner Hochzeit als ich meine geliebte Frau Florentine geheiratet habe.

00:43:27: Und zwar ist es ein Schuhe in meinem Manufaktur die für mich arbeitet.

00:43:30: Die haben mir den geschenkt Die haben mir eine Woche vor der Hochzeit, die konnten sie sich gar nicht mehr eintragen quasi.

00:43:37: Aber unsere Schuhe sind so gut, die muss man gar nicht eintragen!

00:43:39: Ja?

00:43:39: Die haben sie mir geschickt aus schwarzem Pferdeleder ein Fullbroke Derby Also mein absoluter Traumschuh auf dem Kornwell leisten.

00:43:47: Das sind die beiden Momente.

00:43:50: Ja Danke Herrlich.

00:43:54: Ja wie du weißt, aber das ist auch ähnlich.

00:43:57: Ich trinke ja wahnsinnig gerne Wein Und deswegen möchte ich Dich auch mal fragen, an welches Glas Wein erinnerst Du Dich besonders gern zurück?

00:44:05: und was war

00:44:09: das für ein Wein?

00:44:30: Auszubildender oder für mehr Geselle und Arbeitgeber, sondern einfach als Freunde haben wir uns getroffen.

00:44:36: Und da waren wir in der Silbermanufaktur Koch- und Bergfeld.

00:44:39: Stimmt!

00:44:40: Da hast du mich eingeladen.

00:44:41: ob ich dich nicht begleiten will.

00:44:43: Das war ein wirklich schönes Wochenende.

00:44:44: Wir hatten eine gute Zeit miteinander und haben uns auf einer ganz anderen Ebene mal unterhalten und vielleicht noch ein bisschen besser kennengelernt.

00:44:52: Da saßen wir draußen im Obstgarten unter den Bäumen und haben dann im Glas Weißwein getrunken.

00:44:58: Welches Glas weiß man, das war?

00:45:00: Das weiss ich jetzt auch nicht mehr so genau.

00:45:02: Und den Obstbäumen mit Herrn Ribbeck von Ribbecks.

00:45:04: Ah!

00:45:05: Genau.

00:45:06: Birnenbaum in seinem Gartenstand.

00:45:08: Ich weiß es noch.

00:45:09: Es war aber nicht im Haveland und es hat auf jeden Fall viel Freude gemacht weil ja ich glaube das hat uns beiden als Freunden nochmal eine Schippe drauf gegeben.

00:45:21: Ja so viele Momente.

00:45:23: Letzte Frage Fabi, dann bist du durch für heute.

00:45:25: Welchen Gegenstand würdest Du niemals wegwerfen und warum?

00:45:30: Ja wenn wir von Gegenständen sprechen es ist mein Farberkastell Graffarbergastell Bleistift der perfekte Bleistifte.

00:45:40: Der ist außerhalb immer hier oben in der Tasche drin weil ich A von Matthias gelernt habe eine der großen Sätze von ihm.

00:45:47: wer schreibt?

00:45:47: er bleibt ja und B stimmt Und B?

00:45:53: Nein, weil ich es einfach hoch elegant finde Notizen am liebsten natürlich Rechnungen und solche Dinge mit Bleistift zu schreiben.

00:46:02: Ja und ich find das einfach ein Schmuckstück und als Herr kann man sich so ein zwei Dinge da erlauben und das ist auf jeden Fall mein Bleistif, den ich schon seit vielen Jahren meinen Eigen nennen darf und immer dabei habe.

00:46:17: Wie schön!

00:46:17: Das hatten wir auch noch nicht.

00:46:18: Also ich will aber jetzt nicht als Mentor wieder Alklo klären.

00:46:20: Ich gebe dir nur eine Art väterlichen Ratschlag, die Rechnung nicht mit Bleihistift.

00:46:25: Wenn nicht ganz so Dokumenten sicher...

00:46:27: Hätte Schlagpapier!

00:46:30: Aber

00:46:30: das Original oben bellst du das?

00:46:32: Oder reicht das ein?

00:46:34: Aber insofern bin ich freu mich cool.

00:46:36: Aber wie schön euch mal gemeinsam erlebt zu haben.

00:46:38: also was für ne schöne Folge.

00:46:40: eure Energie wir miteinander umgeht ist einfach herrlich.

00:46:43: Vielen vielen Dank.

00:46:44: Ja

00:46:44: ich mag ihn.

00:46:44: Ja, merkt man.

00:46:47: Vielen Dank!

00:46:47: Jetzt bist du ins Bratvorschlöckel und ich habe richtig durchscht.

00:46:50: Danke für deine Zeit mein Lieber.

00:46:52: Danke auch an dich liebe Jessica dass du das mit uns ausgehalten hast weil es ist ja doch wie eine schöne amüsante Folge und

00:47:00: ja...

00:47:01: Das war rund.

00:47:01: Danke dir euch beiden.

00:47:03: Hat viel Freude gemacht.

00:47:03: danke Matthias.

00:47:04: vielen dank fürs zuhören.

00:47:05: alle weiteren Infos die stehen ja unten in den Shownots Und wir freuen uns schon auf das nächste mal.

00:47:10: bis dahin alles Gute Tschüss

00:47:13: Servus.

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