Der Mann, der Werkstoffe neu denkt - Prof. Gunnar Seide über Forschung, Verantwortung und Materialien der Zukunft #28
Shownotes
Prof. Gunnar Seide beschäftigt sich mit Materialien, die mehr können müssen als nur funktionieren. Als Professor für Polymer Engineering in Maastricht forscht er an biobasierten Werkstoffen, neuen Fasern und Materiallösungen, die irgendwann in ganz konkreten Anwendungen ankommen sollen — in Textilien, Medizinprodukten, Industrieprozessen oder auch im Handwerk.
In dieser Folge von Handwerk und Haltung sprechen Jessica Sander und Matthias Vickermann mit ihm über Forschung, Wirkung und Verantwortung. Aus einem ursprünglichen Schuhtermin bei Matthias entstand ein gemeinsames Forschungsprojekt — und eine Verbindung zwischen zwei Welten, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen: Maßschuhhandwerk und Universität.
Es geht um die Frage, warum Leder so schwer zu ersetzen ist, warum neue Materialien oft nicht an der Idee scheitern, sondern an Gewohnheiten, bestehenden Prozessen und Erwartungen — und weshalb ein neuer Werkstoff vielleicht gar nicht so tun muss, als wäre er Leder, sondern als etwas Eigenes überzeugen darf.
Ein Gespräch über Unternehmergeist in der Wissenschaft, über die lange Strecke von der Idee bis zur Anwendung und über Forschung, die draußen in der Wirklichkeit bestehen muss.
Unser Gast:
Prof. Dr. Gunnar Seide, Professor für Polymer Engineering an der Maastricht University. Er forscht zu Polymerverarbeitung, Fasertechnologie, biobasierten Polymeren und der Frage, wie neue Werkstoffe aus dem Labor in die konkrete Anwendung kommen.
LinkedIn von Prof. Gunnar Seide:
linkedin.com/in/gunnar-seide-894177188
Profil bei Maastricht University:
maastrichtuniversity.nl/gh-seide
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00:00:02: Dazu kommt, dass Kunstleder in der Vergangenheit natürlich die billigere Lösung für das edelhochwertige Naturprodukt war.
00:00:09: Und jetzt ändert sich das?
00:00:10: Leute fragen nach veganen Alternativen hoher Qualität, die durchaus teuer sein darf und da liegt einfach eine Chance und eine Lücke für einen neuen Werkstoff, der auch Geld kosten darf!
00:00:21: Willkommen bei Handwerk und Haltung dem Podcast mit Matthias Vickermann.
00:00:26: Es geht um Maßarbeit im Handwerk unterm Leben um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen – gerade dann wenn es unbequem wird.
00:00:35: Matthias Wickermann ist Marschumacher Unternehmer, Speaker & Netzwerker.
00:00:40: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Maßstäbe setzen.
00:00:44: Wir sprechen über Wandelwerte und das was wirklich zählt Das ist Handwerk und Haltung.
00:00:53: Herzlich willkommen zur Handwerk und Haltung, ich bin Jessica Sander.
00:00:55: Und bei mir sitzt natürlich Matthias Vickermann.
00:00:57: Hallo Mathias!
00:00:58: Hallo Jessica Ich freue mich dass wir wieder heute zusammenkommen für eine neue Folge von Handwerk & Haltung.
00:01:03: Vorher war noch ein ganz persönlicher Dank wieder an die Allianz Capital Solutions Unser tollem Partner für diesen Podcast.
00:01:10: Ich bin total dankbar dass sie ihren Podcast in diesem Jahr unterstützen.
00:01:14: Das bedeutet mir wirklich ganz viel Dafür.
00:01:16: ein ganz herzliches Dankeschön an das ganze Team von Allianze Capital Solutions.
00:01:20: Wunderbar, vielen Dank Matthias und ich freue mich auf unseren heutigen Gast.
00:01:24: Er ist Professor für Polymer Engineering in Maastricht.
00:01:27: Er beschäftigt sich mit der Frage wie Materialien nicht nur im Labor funktionieren sondern draußen in der echten Anwendung.
00:01:33: In seiner Arbeit geht es um biobasierte Polymere neue Fasertechnologien und Werkstoffe die in ganz unterschiedlichen Bereichen ankommen können von nachhaltigem Textilien- und medizinischen Anwendungen bis hin zu recyclingfähigen Materiallösungen wie abbaubare Fischernetze.
00:01:49: also sehr spannend.
00:01:50: Er gehört zu den Menschen, die Forschung nicht fürs Regal machen sondern ja wirklich für die Anwendungen.
00:01:54: Und mit Matthias hat ihn zunächst etwas sehr Konkretes verbunden nämlich ein paar Marschuhe.
00:01:59: daraus wurde aber mehr als einen Kundentermin.
00:02:01: es entstand ein gemeinsames Forschungsprojekt und eine Freundschaft die längst über das Thema Schuhe hinausgeht.
00:02:07: wir sprechen heute über Wissenschaft und Handwerk über Materialien und die Frage warum gute Ideen erst dann wirklich spannend werden wenn sie sich draußen in der Wirklichkeit beweisen müssen.
00:02:16: ich freue mich sehr dass er heute da ist.
00:02:18: herzlich willkommen Professor Gunnar Seide.
00:02:20: Hallo Gunnar!
00:02:21: Hallo zusammen, schön dass ich da sein darf.
00:02:23: vielen Dank für die Einladung.
00:02:25: Ja hallo Gunnar.
00:02:25: vielen herzlichen dank auf meinerseits für deine Zeit.
00:02:28: das ist auch schon eine lange Anreise.
00:02:30: und ja natürlich auch an dich Jessica dass du dir heute Zeit genommen hast.
00:02:33: Ich freue mich echt auf diese Folge Dass das jetzt alles so gut geklappt hat.
00:02:38: Matthias, ich würde mal mit dir starten und zwar du kennst Gona ja ursprünglich weil er ein paar Marschschuhe bei dir bestellt hat oder bestellen wollte.
00:02:45: Daraus wurde am Ende aber nicht nur ein paar Schuhe sondern wirklich ein Projekt und eine echte Verbindung.
00:02:50: Wann war dir eigentlich klar dass ihr zusammen wirklich etwas ganz Spannendes auf die Beine stellen könnt?
00:02:56: Ja also das war in diesem Falle wie immer ein ganz anderer Weg.
00:02:58: Ich breite mich hier immer vor und mache solche Mars Tage deutschlandweit Und das war im Schlosshotel Beensberg
00:03:05: Und
00:03:06: dann kommen ja vorher auch Mails und Kunden melden sich an.
00:03:08: Ich hätte gerne so ein paar Schuhe von ihnen, können wir uns dann treffen?
00:03:11: um die in der Uhrzeit würde ich gerne so einen Termin oder so einen Slot buchen.
00:03:14: Das ist jetzt ja klar!
00:03:15: Und ich schaue natürlich mal mit wem habe ich es dann zu tun?
00:03:17: A natürlich auch vom Gesicht dass ich auch direkte Leute ansprechen kann als auch kriege ich mir noch mit welchem Background die Person hat.
00:03:24: Wir hatten ja gerade letzten Jahren immer mehr die Anfrage auch des Kunden Schuhe haben wollten aus komplett veganem Material, also nichts tierischen und das hat uns immer gewohnt weil es dann nie etwas gab was irgendwie zufriedenstellend war.
00:03:37: Und dann habe ich gesehen gehabt dass der Professor Seide sich angemeldet hat zur einer Vermessung und ich hab da mitbekommen dass er genau aus diesem Bereich kommt.
00:03:47: Mit meiner westfälischen Direktheit habe ich nach der Vermesserung direkt mal angesprochen ob's vielleicht eine Idee oder einen Tipp gibt der uns weiterhelfen könnte, vielleicht ein Material von dem wir noch gar nicht kennen, dass wir die Kunden auch richtig zufrieden stellen können.
00:04:00: Ja und es hat nicht lange gedauert.
00:04:01: Wir haben danach sofort im Kontakt geblieben und haben uns beidseitig gesagt okay das könnte was werden ich mit der Problematik?
00:04:12: und andererseits jetzt Gunnar damals noch Professor Seide die Person die vielleicht eine Lösung dazu hat und dann ging das relativ flott.
00:04:19: also ich glaube da haben wir beide nicht lange gefackelt Passt auch zwischenmenschlich und jetzt sitzen wir mal schon wieder hier.
00:04:27: Sehr schön, ich hab dich ja im Vorgespräch nach deinem ersten Eindruck von Matthias gefragt Und du hast gesagt der erste Eindruck ist gar nicht so das Entscheidende.
00:04:34: Sondern spannend wird es eher wenn man genauer hinschaut.
00:04:37: Was hast Du denn da entdeckt als du genauer hingeschaut hast?
00:04:39: Willst du's ehrlich hören Matthias?
00:04:42: Mir kann man alles direkt ins Gesicht sagen Ja
00:04:45: Es wird charmant Der Matthias hat eine unheimliche Spannweite.
00:04:49: Das ist ein unheimlich robuster Unternehmer, unheimig kreativ nicht kleinzukriegen.
00:04:54: Wenn man ihn besser kennt, ist er aber auch ein sehr nachdenklicher und hier und da fragiler Typ.
00:04:59: Und diese ja Spannenweite die finde ich unheimlig spannend an vielen Stellen für mich persönlich vorbildhaft.
00:05:04: Insofern kann ich mir von dir immer mal ne Scheibe abschneiden.
00:05:10: Danke!
00:05:10: Ich werd schon ganz rot im Gesicht her.
00:05:13: Sehr schön beschrieben.
00:05:15: Also über das Forschungsprojekt sprechen wir ja gleich noch ein bisschen ausführlicher Gunnar.
00:05:19: Aber ich würde sagen, wir gehen jetzt erstmal ein paar Schritte zurück.
00:05:21: du kommst aus einem Unternehmerhaushalt wie du mir schon mal mitgeteilt hast und eigentlich war am Anfang eher einen ganz anderer Weg angedachte und angelegt.
00:05:30: Wieso bist du denn dann doch in die Richtung Uni und Forschung gegangen?
00:05:34: Ja, angedacht wird tatsächlich eher Nachfolge im Maschinenbauunternehmen im Elterlichen Und das wurde vorbereitet am Ende mit des Unternehmens Verkauf, sodass die Möglichkeit dann nicht mehr in dem Maße bestand.
00:05:47: Und ich, dass was ich immer gerne machen wollte so als alternative Optionen nämlich Promovieren angefangen habe.
00:05:55: und da geht es Schritt für Schritt.
00:05:56: Dann hat man Spaß am forschen, Dinge auf den Grund zu gehen, weil dann wirklich Zeit sich tief zu bohren in Themen.
00:06:04: Und dann geht das Schritt für Schritt.
00:06:05: Also erst promoviert man, dann fand ich es interessant zu habilitieren und habe parallel zur Promotion vorher noch Wirtschaftswissenschaften drauf studiert.
00:06:15: Das war so ein Relikt aus dem Familienbetrieb.
00:06:18: Wenn man habilitiert ist überlegt man sich bleibt man oder gibt man doch in die Industrie?
00:06:22: Das war lange Zeit tatsächlich noch der Plan nach der Habilitation aus der Uni rauszugehen Und Schritt für Schritt ergab bis sich.
00:06:30: und dann bin ich in der Uni geblieben, ohne dass das eine geplante Karriere war.
00:06:34: Das würde ich auch niemandem richtig empfehlen im Anbetracht der wenigen Stellen die es gibt und der Selektionsprozesse.
00:06:41: Das kann man schwierig planen.
00:06:44: Guna aber wie gesagt dieser Familienbetrieb war's am Ende ja nicht.
00:06:48: stattdessen kam genau diese Punkte.
00:06:51: Aber wenn ich das bei mir sage, man hat bei dir trotzdem so das Gefühl nicht nur mit einem Wissenschaftler zu sprechen, da ist ja auch unglaublich viel Unternehmergeist dabei.
00:06:59: Das merke ich hier gerade jetzt in unserer Zusammenarbeit.
00:07:02: also nicht nur wie erforsche ich das und was wird daraus sondern wie.
00:07:06: es ist auch am Markt?
00:07:07: Wie ist die Umsetzbarkeit?
00:07:09: Ist es genau zum Lust diese Mischung dies für dich ausmacht zu überlegen neben der Forschung dass es da auch Ausgründungen bei entstehen kann oder wie so einer Marktreife kommen kann?
00:07:19: Ja letztlich komme ich aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften.
00:07:23: Die Ingenieure schauen schon immer mit einem Auge darauf, wie kann man das nutzen?
00:07:27: Und am Ende muss Forschung aus meiner Sicht irgendeinen Impact haben.
00:07:31: es muss anwendbar sein, es müssen Nutzen geben und Kunden das Ergebnis braucht.
00:07:37: Das ist bei Grundlagen, Leuten in der Chemie oder Physik anders oder werden viel größere langfristigere Fragen diskutiert und gelöst und Ich habe großen Spaß an Dingen die einen Problem lösen das im Alltag besteht.
00:07:52: Und insofern finde ich eben auch Kunstleder spannend, weil es einfach ein reales Problem ist.
00:07:56: dass man gut lösen kann denke ich mit dem was sich in der Vergangenheit in der Forschung getan habe und dann war es aber eine schöne Anwendungsfall.
00:08:05: also Forschung muss für mich als Ingenieur nutzbar sein.
00:08:09: Ich
00:08:10: wollte dich gerade fragen, was ein Projekt haben muss.
00:08:11: Damit du dich dafür entscheidest, dass es ... Du bist ja so breit aufgestellt.
00:08:14: Nachhaltige Textilien, medizinische Anwendungen, recycelingbare Materiallösung habe ich ja grad schon die abbaubaren Fischernetze erwähnt.
00:08:21: Vielleicht hast du noch mal ein paar andere Beispiele damit man sich mal so vorstellen kann, was du alles so machst?
00:08:25: Ja, was gab's?
00:08:26: Es gab Reisegepäck, biologisch Abbaubares also Koffer.
00:08:30: Es gab Automobilanterior, Teppiche für Automobile Es gab Wundverbände aus zellulose Nanoschaum.
00:08:39: Es gab biobasierte Farbstoffe, damit eben auch die Farbstofe in Kunststoffen nachhaltig werden.
00:08:46: Es gibt biologisch basierte Flammschutzmittel, damit Kunststoffe nicht brennen.
00:08:51: Also jede Menge angewandte Alltagsthemen.
00:08:55: Wir merken es ja in unserem eigenen Projekt.
00:08:57: Forschung braucht einen langen Atem, also werden wir auch noch einiges vor uns.
00:09:01: Da sind aber auch schon eine Zeit dabei und vieles erlebt man ja auch in der eigenen Software gar nicht mehr in der Anwendung.
00:09:07: Gibt's da auch viele Dinge wenn ihr erforscht?
00:09:08: Aber das wird nie richtig umgesetzt!
00:09:10: Ist das jetzt eigentlich auch für dich so?
00:09:11: der Grund warum dir die Nähe zu Handwerk und Industrie so wichtig ist dass man es gespürt hat hier wird geforscht und da wirds dann umgesetzt?
00:09:19: Ja am Handwerk finde ich vor allen Dingen spannend, dass das noch viel untypischer ist.
00:09:25: Das Handwerk, das in der Regel gar nicht forscht oder auch sehr weit weg davon ist mental mit Forschern arbeitet und ich merke es immer an meinen Doktoranen wenn wir hier uns treffen fürs Projekt wie weit die weg sind von einer Handwerkswerkstatt.
00:09:41: Also die Idee jetzt... Wie kennt ihr sie ja auch wenn wir am Tisch sitzen hier?
00:09:44: Wohnt dazu gehen in die Werkstatt und zu fragen hey Stoja!
00:09:47: Wie geht das mit dem Nähen?
00:09:49: Ist gar keine so richtig naheliegend.
00:09:51: Die Idee Also Dinge jetzt so verbinden, die untypeln sind macht mir Freude.
00:09:55: Es ist einfach eine verrückte Idee.
00:09:56: ich glaube auch das ist deswegen dem Geldgeber so gut gefiel.
00:10:00: und das zweite Toritzworte im Handwerk bei den Doktoranden bei mir an der Sofern ist es ja die verrückten Kombinationen die mich fasziniert hat Und die Einwendung liegt nahe und in Firmen wird auch geforst aber immer mit ein bisschen weniger Langfrist.
00:10:16: denke Das ist schon privilegter Universität dass man Anwendungs orientiert arbeiten kann, aber nicht im Quartalszahlen sich rechtfertigen muss.
00:10:26: Dann lass uns doch jetzt mal ein bisschen mehr über das gemeinsame, euer gemeinsames Projekt sprechen!
00:10:30: Du warst ja bei den Mars-Tagen in Köln, wolltest eigentlich nur Schuhe kaufen hast du an den Matthias getroffen und er hat dir dann von dieser Sache erzählt?
00:10:36: Wann ist denn der Funke
00:10:37: übergesprungen?!
00:10:38: Und ich weiß ihr seid jetzt schon ziemlich auf der Ziel gerade, hast du einen Vorgespräch erzählt... Aber wann ist dieser Funkeüber gesprungen?
00:10:44: Das will ich machen.
00:10:45: War das sofort klar?
00:10:48: Es war mir in Die im Gespräch nach dem Füßevermessen klar, dass da eine Basis ist etwas zu tun.
00:10:54: Also deine Motivation Matthias war für mich spürbar.
00:10:58: Dann haben wir überlegt wie machen wir das?
00:10:59: Haben dann ja auch Fördermittel beantragt für das Projekt und ja es dauerte seine Zeit die ganze Formalia zu erfüllen.
00:11:07: aber ich würde sagen das war vierzehn Tage nach dem Schumesttermin, dass wir eine Mission hatten.
00:11:12: Das traf sich einfach gut!
00:11:15: Nachhaltigkeit ist ja ein Thema, aber Leder ist auch ein Material.
00:11:19: Du hast gesagt du wurdest ganz häufig angesprochen ob es den nicht anderen Ersatzstoff anstatt Leder gibt?
00:11:26: Es wird schon an Ledersatzstoffen geforscht, das wird ja nicht der erste Ledersatzstoff sein.
00:11:30: Nee!
00:11:31: Das Faszinierende fand ich gerade diesen Bereich extrem hochwertiger handwerklicher Schuhe.
00:11:37: Deshalb war weil die Preise höher sind, die Margen hoffentlich besser Matthias.
00:11:44: Und auf jeden Fall Raum ist für teurere Materialien.
00:11:47: Schuhe sind extrem günstig, ich hatte viele Gespräche mit Schuhketten die am Ende kaum nachhaltige Materialien einsetzen können weil die Materialien an sich so billig sind oder billig sein müssen dass man teure bio-basierte Materialien kaum nutzen kann.
00:12:04: und Recycling ist schwierig weil sie viel Materialien kombiniert werden Und der Markt ist einfach sehr, sehr ungünstig.
00:12:11: Weil Schuhe eben ja ein sehr billiges Massenprodukt sind in der Breite.
00:12:15: Ich habe gelernt dass ein durchschnittliches paar Schuhen in Deutschland, dreißig Euro kostet glaube ich in diesen Terminen und da ist nicht viel Raum für Innovationen.
00:12:24: Insofern suche ich immer Nischen für meine neuen biobasierten Werkstoffe in denen man den höheren Preis der biologischen Werkstoffe verkraften kann, denn die sind einfach deshalb teurer weil die Produktionsmengen geringer sind.
00:12:39: Wenn man Polyester bedenkt, kennt man ja von PET-Flaschen vom Wasser und von Kleidung dann macht man in einer Produktionsanlage so etwa tausend achthundert Tonnen pro Tag.
00:12:52: Und wenn man ein Bio-Werkstoff bedenken, dann sind das einige zehntausend Tonnen per Jahr.
00:12:57: produziert werden bei neuen Werkstoffen und allein das treibt die Kosten hoch.
00:13:02: Das heißt also einfach Economy of Scale, die Produktionsmenge, die kleiner ist macht den Werkstoff teurer.
00:13:08: Also braucht man zu Beginn Nischen um zu oft zeigen dass die Werkstoffe funktionieren in denen höhere Materialkosten getragen werden können.
00:13:16: deswegen fand ich es unmittelbar spannend im Bereich hochwertiger Schuhe zu beginnen.
00:13:22: Und dazu kommt das Kunstleder in der Vergangenheit natürlich die billigere Lösung für das edelhochwertige Naturprodukt war.
00:13:31: Und jetzt ändert sich das?
00:13:32: Leute fragen nach veganen Alternativen hoher Qualität, ist also nicht mehr der billige Ersatz sondern die moralisch bessere Alternative, die tierethisch-bessere Alternatives, die durchaus teuer sein darf.
00:13:46: und da liegt einfach eine Chance und eine Lücke für einen neuen Werkstoff, der auch Geld kosten darf.
00:13:51: Matthias was waren bisher die größten Herausforderungen in eurem Forschungsprojekt?
00:13:56: Ja, also man muss ja einzüberlegen.
00:13:58: Unsere Haut ist etwas Extremes Komplexes und das merkt man sonst.
00:14:04: Man hat immer seine Hand oder nimmt so ein Handcreme oder kriegt einen Sonnenbrand oder was immer.
00:14:09: Man beschäftigt sich ja nicht richtig damit.
00:14:10: Das war für mich der Punkt mit diesem Forschungsrecht, sich nochmal richtig in die Tiefe mit einzuarbeiten und zu sagen Was macht denn unsere Haut- oder Leder aus?
00:14:19: Und diese ganzen Grundeigenschaften, wir haben das ja damals auch im Anfang bei dem Pitch Deck auch mal so skizziert.
00:14:24: So die wichtigsten Eigenschaften die Leder hat und haben das auch verglichen mit anderen Stoffen, fairerweise kein andern Stoff je genannt zweimal ein zwei drei durchnummeriert.
00:14:33: Wir wussten natürlich hinteran was es war und viele Stoffeln sind in einem Bereich gut semipermeabel oder haptik oder optik oder UV Resistenz whatever aber nie annähernd in so vielen Bereichen.
00:14:46: parallel zum Leder Und das ist unser Anspruch bis heute ja noch da etwas hinzubekommen, wo man wirklich zum Schluss mal sagt.
00:14:55: Wow!
00:14:56: Da können wir einen Schuh herstellen in unserer Preisklasse, in der Qualität und es auch machbar sind nicht nur vom Schuh sondern auch vom Herstellungsprozess.
00:15:03: also kann man es was wir gerade sagten vernehen.
00:15:07: Kann man's feucht machen?
00:15:08: Kann man es spannen?
00:15:09: Wenns abtrocknet zieht sich wieder zurück auf diese Form.
00:15:12: Bekommt es eine Patina im Laufe der Jahre wird es schöner hält es zwanzig Jahre ist es atmungsaktiv.
00:15:18: Ja, also das sind ja so viele Ansprüche und wir haben einfach diese Haut.
00:15:23: Und die funktioniert einfach so wie sie ist!
00:15:25: Und alles was auf dem Markt aktuell ist kommt da auch nicht annähernd wirklich dran.
00:15:31: Man kann jetzt Schuhe kaufen aus einem veganen Material dann entweder hat man nach kurzer Zeit Schweißwüße weil es nicht atmen kann oder es verrottet nicht... Ist ja auch ein Thema.
00:15:42: Es ist noch Plastik, es gibt also so viel Negatives leider da drin und es ist gut dass viele darum merken weil genau die gleichen Beweggründe die du auch gerade sagtest Gunnar.
00:15:51: Aber das stellt uns natürlich auch vor dieser Herausforderung das vielleicht zu lösen und das macht mir total viel Spaß und Freude weil's auch mal abgesehen von dem wissenschaftlichen Ansatz oder dem unternehmerischem Ansatz für mich auch etwas ist jetzt in meinem Alter.
00:16:07: seit zwanzig Jahren bin ich in der Schuhbranche tätig und dann machen wir viel Und jetzt auf einmal kommt was ganz Neues.
00:16:13: Ich kann mich mit einem ganz anderem Thema auseinandersetzen und ich finde es auch spannend, selbst wenn man als kleines Unternehmen sich den heutigen Fragen der Gesellschaft konfrontiert sieht diese trotzdem zu beantworten also Digitalisierung, was wir mit Schullock gemacht haben jetzt mit dem Thema Nachhaltigkeit und vielleicht ist das manchmal ein bisschen auch ein West Practice Beispiel für andere Handwerksunternehmen zusammen.
00:16:33: denkt das doch noch mal tiefer oder sucht mal den Kontakt zur einer Universität.
00:16:37: Ich glaube, da gibt es so viele Berührungspunkte und auch Möglichkeiten Dinge zu entwickeln und gemeinsam was auf die Beine zu stellen.
00:16:44: Und ich bin froh darüber über die Zeit, die wir jetzt bis zusammen schon da gegangen
00:16:48: sind.".
00:16:49: Ja, ich auch!
00:16:51: Dein Beispiel mit dem Spannen – das war ein gutes Beispiel zwischen Universität und Forschung und Handwerk alleine zu verstehen wie wird ein Schuh gebaut?
00:17:01: Der wird ja auf den Leisten aufgezogen und gezwickt oder in Form gebracht Und da gibt es gar keine Messverfahren, um zu überprüfen.
00:17:09: ist ein Ersatzstoff für Leder in dieser gleichen Art und Weise verarbeitbar.
00:17:15: Man kann ja natürlich Analogien finden, wenn wir das Thermofixieren nennen dass man Material erwärmt oder befeuchtet und das dann in irgendeiner Geometrie fixiert.
00:17:25: aber es war eine richtig spannende Diskussion zu verstehen.
00:17:28: was besitzt jetzt genau physikalisch in dem Leder?
00:17:31: Wenn der Schuh geformt wird Wie warm darf das sein, wie kalt darf es sein?
00:17:35: Wenn das anders wäre, könnte man ein Schuh noch bauen.
00:17:38: Und diese Verzahnung von dem handwerklichen Prozess und dem wissenschaftlichen Verständnis – was passiert im Material auf molecularer Ebene war superspannend!
00:17:47: Ich würde sagen wir bleiben nochmal bei eurem Projekt und ich möchte gerne mal wissen wo ihr jetzt ganz konkret steht wenn ihr das sagen könnt, wenn's Zielgerade ist.
00:17:53: Was fehlt noch?
00:17:54: dass daraus wirklich einen Werkstoff wird der Handwerk bestehen
00:17:58: kann?!
00:18:00: Jetzt müssen wir ein bisschen vorsichtig sein wegen Schutzrecht und so weiter.
00:18:03: Ich mache es allgemein.
00:18:05: Wir können das in kleinem Maßstab momentan herstellen, das Material Es ist noch nicht an allen Stellen so gut wie wir es uns wünschen.
00:18:14: Also Abriebbeständigkeit ist auch nicht auf dem Level die wir brauchen.
00:18:19: Auf der anderen Seite sind viele Eigenschaften, die den Naturleder ähneln schon so, dass sie dem Naturleder in höherem Maße ähneln als andere Ersatzstoffe.
00:18:30: Das ist das eine, dass wir da an der Stelle noch arbeiten und dann muss es skaliert werden.
00:18:34: Da müssen wir Produktionstechnik überlegen, dass man wirklich in großen Mengen produzieren kann.
00:18:40: Und es geht Schritt für Schritt.
00:18:41: also wir sind im Plan mit dem Projekt aber haben noch Skalierung vor uns.
00:18:46: Dann natürlich auch die Frage wie günstig geht das?
00:18:49: Wo genau ist der Markt?
00:18:50: Das wird jetzt konkreter!
00:18:53: Ja, ich will es nicht plump sagen und dann wird da ein Schuh raus.
00:18:56: Irgendwie lag mir das gerade einfach auf der Zunge auch mal so einen Plumpensatz raus zu bringen.
00:19:00: Aber ja, das ist natürlich genau der Punkt wo wir vorsichtig sein müssen was wir genau jetzt erzählen.
00:19:06: aber ich war am Anfang auch ganz buff und dachte mir oh wo geht das hin?
00:19:11: Muster mal gesehen hatte, dann dachte ich mir schon oh das ist ja noch ganz weit vom Leder entfernt.
00:19:16: aber es ist ein ganz anderer Ansatz.
00:19:17: Ich glaube es sind so diese Grundlagen arbeiten.
00:19:18: dass hat mich auch so überrascht wie weit das jetzt schon sein kann und sein darf.
00:19:23: Ja, aber ich glaube es bedarf noch einiges an Zeit.
00:19:26: Aber ja Es ist ein Projekt Was wir auch nicht jetzt so datiert haben und sagen nach einem er muss es jetzt stehen ist muss Irgendwann stehen aber der muss es richtig da sein Und dann musste auch was raus gefertigt werden können.
00:19:37: aber wie lange bekommt man denn Geld?
00:19:38: also wie viel zeit hat man denn reif zu machen für den Markt.
00:19:43: Also würde mich jetzt mal interessieren.
00:19:45: Das Fördergeld gab es für eineinhalb Jahre, wenn mir nicht alles täuscht und dann geht das weiter.
00:19:50: also man muss ja so ein.
00:19:52: typischerweise geht man von Förderprojekt zur Förder-Projekt mit der Entwicklung des Projektes für verschiedene Aspekte.
00:19:58: Das werden wir weitermachen.
00:19:59: im Moment betreiben wird es weiter ohne Förderung und suchen die nächsten Schritte und dann wird das einige Jahre dauern sicherlich bis man einen Produkt hat.
00:20:10: Die Frage ist tatsächlich, wo ist exakt der Markt?
00:20:14: Und das ist ein spannender Aspekt den Matthias auch eben kurz angeschnitten hatte.
00:20:21: Muss es genau Leder ersetzen?
00:20:22: Weil Leder hat jeder eine Idee was Leder kann und verbindet damit ja auch eine kulturelle Erfahrung also Leder-Sophage-Gemütlichkeit.
00:20:32: Matthias sagte Patina!
00:20:34: Was ist denn Patina?
00:20:36: altgewordenes Leder, das man als schön empfindet.
00:20:39: Eigentlich relativ skurrile.
00:20:41: also ein schönes patiniertes Klubsesselstück ist eine alte Sofa mit Nutzungsspuren von dem alle sagen boah es ist erst richtig schön oder das Paar Schuhe dass man einige Jahre trägt und dann erst richtig bequem und schön wird.
00:20:56: Und traut man das einem synthetischen Material auch zu.
00:20:58: Das ist so eine Frage, also hat sozusagen ein Nicht-Leder von dem alle wissen es ist nicht Leder, das Potenzial von den Leuten als schön gealtert wahrgenommen zu werden.
00:21:09: und wir hatten auch in Gesprächen mit potenziellen Anwendern immer wieder das Feedback Es muss gar nicht so lederartig sein dass man es verwechselt mit Leder weil wir uns ja irgendwie differenzieren wollen von Leder, also die Idee ist auch von Anwender gar nicht unbedingt.
00:21:27: das.
00:21:28: alle meinen es wäre Leder.
00:21:30: Sondern es ist besser als Leder in der Performance aber unterscheidet sich so dass man es eben auch wahrnimmt als neues innovatives Material.
00:21:39: das Besser ist das irgendwie.
00:21:40: Leder.
00:21:41: Performance hat aber sich doch differenziert und das eine riesengroße Diskussion.
00:21:45: also muss jetzt ein Lederersatz wirklich lederartig sein zum Verwechseln oder muss es in den Eigenschaften ähneln, aber vielleicht optisch gar nicht so sehr.
00:21:55: Damit das vielleicht sogar ein Status-Fymbol herhalten kann nach dem Motto ah!
00:21:58: Das ist dieses neue Material mit den besseren Eigenschaftens und da sind wir noch nicht am Ende.
00:22:02: Das ist eine spannende Diskussion.
00:22:03: Was
00:22:04: glaubst du?
00:22:04: Du hast würden deine Kunden sich eher wünschen oder muss man Kunden da vielleicht hin erziehen?
00:22:08: Wir haben umfragen gemacht und ich bin einige einige Kunden angegangen.
00:22:16: Ein Thema, wo man sagt es gibt ein paar Kunden sagen Herr Wilkemann ich komme zu ihnen und ich will traditionelle Schuhe in Handarbeit.
00:22:22: Und ich will die Partur aus Leder Ob.
00:22:25: und dann gab's natürlich auch solche Fragen Was ist A wenn dieser neue stoff wirklich alle Eigenschaften hat Es ist aber günstiger.
00:22:33: da geht es nicht darum dass sie sagen ihr muss parturen Tier sterben.
00:22:35: Aber das ist einfach diese Assoziation.
00:22:37: Schuhen hochwertige schuhe sind Ausleder und nicht aussinnend mehr Satzstoff.
00:22:42: Und das hat uns natürlich immer, es ist ja gut.
00:22:44: Als wenn einer sagt, dass alles toll ist und was du machst, dann wird man ja träge.
00:22:49: Also wir haben uns hier immer wieder heraus gefordert gefühlt wie kriegt man das so gut hin?
00:22:54: Ich glaube das beste ist natürlich, wenn man zum Schluss baut und sagt schaut euch das an!
00:22:59: Man findet keinen Unterschied.
00:23:01: und bis dato merkt man da ist einfach noch eine Kaufzurückhaltung.
00:23:06: ich würde behaupten, das ist aber so standardisiert wie bei vielen Dingen.
00:23:10: Am Anfang ist man erst mal dagegen.
00:23:12: Alles was neu kommt, Elektroauto oder dieses neue... whatever.
00:23:16: und ich glaube da ist es genau das gleiche.
00:23:18: Oder vielleicht auch weil die schon Produkte ausprobiert haben?
00:23:22: Vielleicht haben sie dann die Marschuhe von uns aber die Sportschuhe vielleicht schon vegan und sagen sorry da habe ich immer schwitzige Füße drin bekommen.
00:23:29: Oder nach einem Jahr kann ich die wegwerfen weil die taugen nichts.
00:23:31: Das blättert ab!
00:23:32: Whatever.
00:23:33: Und dass da vielleicht so ein bisschen voreingenommene Themen sind für die Zukunft glaube ich ist es ein riesen Markt, weil das wird immer mehr dahin gehen.
00:23:41: Ist es dir auch wichtig dass sie auch zwanzig Jahre halten wie deine Lederschuhe?
00:23:44: Ja klar!
00:23:45: Weil das ist einfach mein zahl bei uns im Preis.
00:23:47: Man zahlt den Preis so einen Handwerk und dann muss zum Schluss auch ein Produkt rauskommen wo der Kunde oder die Kundin Einfach eine lange Freudermat, also wenn ich das gleiche Geld nehme und wir können ja nicht es günstiger machen.
00:23:56: Das Materialansatz ist bei uns ja nicht das Entscheidende.
00:23:59: Das Entscheidende sind ja diese zig Arbeitsstunden in das Produkt fließen.
00:24:03: Das heißt bei uns macht das vielleicht ein paar Euro aus ob wir den Stoff oder den Stof nehmen.
00:24:07: Entscheidend ist, wenn unser Stempel auf dem Produkt ist und damit wird's verkauft dann muss es ein Produkt sein wo der Kunde die Kundin Freude dran hat.
00:24:14: Das muss lange halten, das muss lange passen Ja, auch lange gefallen und das darf nicht immer nach fünfzehn Jahren anfangen blättrig zu werden oder whatever.
00:24:24: Ansofern
00:24:25: diese Langzeit-Tests habt ihr ja gar nicht dann?
00:24:28: Ja aber das kann natürlich schon zum Teil bei euch in der Uni simulisieren oder?
00:24:35: Man kann natürlich sich im Materialien altern oder die Belastung raffen zeitlich so dass man das in kurzer Zeit feststellen kann.
00:24:42: Das geht!
00:24:43: Die Grundidee ist allerdings Ein Ersatzstoff machen der der Struktur, also der der mikroskopischen Struktur von Leder in viel höherem Maße entspricht als das heute der Fall ist.
00:24:57: und wir denken dass aus dieser Struktur die Vorteile von Leda entstehen.
00:25:02: Sodass man das testen kann.
00:25:04: wie aber aufgrund eben unserer Struktur Die wir erzeugen in unserem neuen Verfahren da optimistisch sind.
00:25:10: Das ist gerade der Kern der Idee.
00:25:12: Aber es wird sich zeigen müssen, deswegen bauen wir Schuhe.
00:25:15: Wir haben die ersten Demonstratoren eingebaut in Schuhen, in kleinen Mustern und dann werden wir das ausprobieren.
00:25:22: Gunnar, du beschäftigst dich hier mit der Frage wie Material denn aus anderen Quellen entstehen können?
00:25:26: Wie sie für Arbeit und am Ende wieder verantwortungsvoll auch gedacht werden können.
00:25:30: Nachhaltigkeit ist ja schon immer ein ganz großes Thema nicht nur bei mir sondern auch bei dir.
00:25:36: was ist dir denn dabei besonders wichtig?
00:25:39: Bei nachhaltigkeiten und Werkstoffen Ja, oder was ist nicht nachhaltig?
00:25:45: Nicht-nachhaltig ist auf der einen Seite das die meisten Kunststoffe auf Erdöl basieren und dass am Ende des Tages wenn die Kunststoffen verbrannt werden CO² generiert wird.
00:25:58: Und das macht die viel besprochenen Klimaprobleme also.
00:26:01: insofern ist Erdol raus buddeln um Kunststoff draus zu machen den man thermisch verwertet verbrennt keine beliebig gute Idee.
00:26:10: das ist eine und sollte vermieden werden, das andere ist aber eben auch dass Kunststoff abgerieben wird zu Mikropartikeln von dem man nicht so ganz genau weiß wie giftig oder ungiftig die sind.
00:26:21: Aber tendenziell ist es schon problematisch und sollte vermeiden werden sodass auch geologisch abbaubarer Kunststoff verspannend wären denn dann sammeln sich Kunststoffe nicht als Mikroplastik in der Umwelt an.
00:26:35: und ich finde es mir wichtig auf der einen Seite biobilisierte Materialien zu entwickeln die kein Erdöl gebrauchen und dementsprechend das Potenzial haben CO² Neutral zu sein oder so gut wie möglich.
00:26:45: Und auf der anderen Seite weitere Mikroplastikansammlungen zu vermeiden, und das ganze aber mit Kunststoffen die eine hohe technische Qualität haben.
00:26:55: wir brauchen die also wir können nicht ohne Kunststoff verleben.
00:26:58: wir wollen Auto fahren wir brauchen Medizinprodukte künstliche Hüftgelenke künstlicher Herzklappen Haus- und Heimtextilien.
00:27:06: wir usulieren Häuser um Energie zu sparen und zivilisiertes Leben ohne Kunststoffe ist stichend einfach nicht denkbar.
00:27:15: Insofern möchte ich gute, leistungsfähige ausreichend günstige Werkstoffe bereitstellen und mitentwickeln die nicht diese Massenprobleme erzeugen CO-Zwei und Mikroplastik.
00:27:30: Du hast doch im Vorgespräch gesagt, dass viele gute Ideen ja gar nicht an der Forschung scheitern sondern später am Preis, an Gewohnheit oder an der Angst das der Kunde eine Veränderungen sofort auch als Nachteil wahrnimmt.
00:27:39: Wo erlebst du denn diese Widerstände am stärksten?
00:27:42: Ganz oft in Gesprächen mit Industrieunternehmen die auf der einen Seite etablierte Prozesse haben.
00:27:49: also sie haben zum Beispiel einer Anlage um Fasern herzustellen, haben Millionen investiert und die Anlage ist so wie sie ist für ein bestimmtes Material optimiert, das der Standard ist.
00:28:01: Und jetzt kommt die Uni und sagt wir haben hier neues Biopolymer, probieren sie doch mal aus!
00:28:07: Und dann ist die Maschine dafür nicht optimiert.
00:28:09: also funktioniert es zunächst nicht so gut.
00:28:12: aber nicht etwa weil das neue Polymer schlecht ist sondern weil die Maschine, die da steht, nicht optimierend ist für das neue polymer sondern für das alte.
00:28:20: Der Schluss daraus in der Regel ist nicht die maschine ist falsch Sondern das Polymer ist schlecht.
00:28:26: Die Maschine ist auch nicht falsch, weil die das investiert und steht da.
00:28:29: Und kann so ohne weiteres nicht gewechselt werden?
00:28:31: Also es hat eine starke Logik des Argumenten.
00:28:35: Insofern ist das also ein Grund dass sozusagen die Verarbeitungsprozesse und Produktionsprozese bestehen und Materialien ähnlich sein müssen in diesen Prozessen.
00:28:45: Auf der anderen Seite stehen Kunden die bestimmte Erwartung an Produkte haben, dass die Farbe in irgendeinem Textil nicht blasser wird über fünf Jahre.
00:28:55: Das ist oft der Fall bei Bio-Farbstoffen zum Beispiel und dann wird diskutiert, könnte man das nicht als Anzeichen für einen biologischen Farbstoff marketingmäßig nutzen.
00:29:04: Kann das nicht sogar schön sein?
00:29:06: Gut sein wenn es Patina gibt und ausbleicht!
00:29:09: Und das ist die Frage.
00:29:10: Ist Ausbleichende eines Kleidungsstücks jetzt Patina oder doch ein Qualitätsproblem?
00:29:16: Ich glaube nicht, dass es Patina ist typischerweise.
00:29:18: Das heißt Kunden wollen ihre bekannten etablierten Qualitätersmerkmale haben und Firmen, die Produkte gestalten und qualitativ auf dem hohen Niveau halten müssen, haben eben Sorge vor irgendwelchen Änderungen, die als Negativ wahrgenommen werden.
00:29:33: Deswegen ist es unheimlich konservativ und schwierig durchzusetzen Ganz zu schweigen von Normen in der Medizin.
00:29:41: Normen im Automobilbau, den ganzen Tests die man mit einer Hutablage in einem Auto bei Audi oder Daimler durchlaufen muss.
00:29:50: Die sind sehr umfangreich und abgestimmt auf bestimmte Werkstoffe.
00:29:54: Insofern ist das richtig schwierig neue Werkstoffes in Anwendung zu bringen.
00:30:00: Ich würde jetzt ganz gerne mal auf das Hochschulsystem und auf Maastricht auch noch zu sprechen kommen.
00:30:05: Viel stellen sich eine Uni immer noch als einen sicheren, eher starren Raum vor.
00:30:10: Du hast aber erzählt wie viel auch dort von Wettbewerb eingeworbenem Geld gerade was wir jetzt auch haben mit den Fördermöglichkeiten und Verantwortung abhängt?
00:30:19: Was wird von außen an diesen Systemen so am meisten unterschätzt?
00:30:30: drauf, denkst unternehmerisch und arbeitest an der Uni.
00:30:34: immer ein bisschen seltsam.
00:30:36: Weil Uni viel Freiheit erlaubt sich zu überlegen an was will ich arbeiten?
00:30:40: Dann braucht man Ressourcen würde sagen.
00:30:42: also muss Fördermittel einwerben, sich die Infrastruktur organisieren, Mitarbeiter begeistern Doktoranden zum Beispiel die man braucht und die ja nicht automatisch da sind.
00:30:52: Also es ist eigentlich so Kleiner Mikro-Kosmos eines kleinen Unternehmens, das permanent Aufträge braucht und Themen braucht.
00:30:59: Und sich vermarkten muss.
00:31:01: Insofern ist es gar nicht so unehnlich würde ich sagen.
00:31:03: Ich habe das nie so erlebt, dass typischer Fall von Berufsbeamtentum ist was auch in Niederlanden gar nicht ist im Gegenteil zu Deutschland.
00:31:12: Genau du bist an der Uni in Maastricht.
00:31:14: Was sind denn die größte Unterschiede zwischen den Niederlands und Deutschland?
00:31:18: Das ist ein bisschen schwierig zu sagen Weil die Unis alle sehr verschiedene Kulturen haben, was man glaube ich gut vergleichen kann.
00:31:26: Was wir auch am spannendsten für die Hörer ist, ist das Modell in Maastricht an der Uni des Problem-Based Learnings.
00:31:35: Das heißt wir lehren weniger im Hörsaal sondern mehr in kleinen Gruppen, d. h. es gibt ganz massiv reduzierten Vorlesungsbetrieb Und sehr viel Gruppenarbeit der Studierenden an konkreten Themen, also Case Studies könnte man sagen.
00:31:49: Dann arbeitet man in kleineren Räumen mit rund zwölf Studierende.
00:31:53: Das heißt so ein Hörsaal mit hundert-achtzig Studierender wird dann gesplittet auf viele kleine maximal zwölfe Personengruppe.
00:32:00: Da gibt es einen Tutor, der leitet die Diskussion an oder überwacht den Lernfortschritt und die Studierendinnen lernen unabhängig miteinander.
00:32:09: Es gibt dann Moderator dieser Session aus den Reihen der Studierenden, oftmals noch einen Scribe, der dokumentiert was diskutiert wurde und dieser Tutor von dem ich sprach sitzt im Raum beobachtet.
00:32:21: Den Lernprozess greift ein wenn der Prozess nicht richtig läuft aber im Idealfall macht er gar nichts wenn der Case gut gewählt ist weil er nämlich sieht dass die Studierende ja das tun was geplant war.
00:32:35: und dann ist es wirklich eigenverantwortliches Lernen an Beispielfällen.
00:32:40: Das wird sehr gut angenommen von Studierenden und ist ja völlig andere Philosophie, als ich sie aus Aachen zum Beispiel kenne.
00:32:48: Auf den ersten Blick wirklich seltsam dass es funktionieren kann.
00:32:51: das geht soweit des Studierende sich gegenseitig Noten geben.
00:32:57: Und zwar der Noten die auch gelten.
00:32:59: also am Ende ist natürlich der Professor verantwortlich für die Note.
00:33:03: aber wenn man jetzt permanent die Noten der Studierend korrigiert dann ist das System also auch absurdum geführt.
00:33:08: Gut dann gibt's da keine schlechten Noten?
00:33:10: doch, verrückterweise ja das war auch mein Vorurteil dass die sich alle gegenseitig Einsen verteilen oder Zähnen im niederländischen System.
00:33:19: Das passiert aber nicht weil sie eben gelernt haben kritisch miteinander zu sein da einfach eine andere Lärmkultur etabliert ist.
00:33:27: und die geben sich in der Tendenz die gleichen Noten die ich auch geben würde.
00:33:31: es gibt dann Kriterien für die Benotung so ganze Rubrics wo dann steht welche Teilaspekte der Leistungen wichtig sind.
00:33:38: Daran hangelt man sich lang und die Studierenden kommen zu ähnlichen Noten, vielleicht ja.
00:33:42: Denn jetzt ja sogar kritischer als ich würde sagen.
00:33:46: Du rundest dann wieder nach oben auf hoffentlich.
00:33:48: Manchmal ja.
00:33:52: Lieber Gunnar was müsste sich denn ändern damit gute Forschung schneller in die Anwendungen kommt?
00:33:57: Braucht es dafür frühere Verbindung zwischen Wissenschaft, in diesem Falle Handwerk oder Praxis?
00:34:02: Das ist eine abendfüllende Fragestellung.
00:34:06: Zunächst mal muss Ich glaube, Sie sehen das ist nicht viel getan wird.
00:34:10: Wir haben selber in unserer Universität ganzen Bereich Gründung für Spinoffs gegründet werden aus der Uni heraus.
00:34:17: Es gibt Regeln wie das funktioniert die Beteiligungen an Firmen.
00:34:20: funktionieren Das auch in Deutschland so?
00:34:23: also zunächst mal muss man feststellen dass Politik sehr viel dafür tut Innovationen aus Universitäten in die Anwendung zu bringen.
00:34:30: auf der anderen Seite funktioniert es sicherlich viel zu selten weil Die Universität eben doch keine Unternehmung ist.
00:34:38: Am Ende ist ja mein Job im nächsten Semester wieder Vorlesungen zu halten und nicht jede Menge Firmen zu gründen, wenn ich publiziere wissenschaftlich dann wollen meine Kollegen die solche Artikel Qualitätssichern auch Wissenschaft lesen und nicht ökonomische Firmen erfolge.
00:34:55: das sind schon verschiedene Genres Und da braucht's einfach Leute, die diese Grenzen überschreiten wollen.
00:35:00: Also ich bin auf der einen Seite Hochschullehrer und Forscher und auf der anderen Seite Unternehmer und Universitäten, die das tolerieren oder aushalten weil es natürlich in sich durchaus auch ein Wettwerb zueinander hat.
00:35:15: Unis müssen Geld verdienen, müssen Mittel einwerben Wollen auch Unternehmen oder Innovationen für sich und ihre eigene Mittelaktise nutzen.
00:35:23: Unternehmer wollen unabhängig sein von Universitäten, und dann die Chancen selber verwerten und eher im privaten Bereich ernten.
00:35:31: Das ist eine spannende Diskussion.
00:35:33: Ich glaube es braucht vor allen Personen, die in beiden Sphären arbeiten möchten und nicht in erster Linie noch mehr Gründerprogramme.
00:35:44: Aber wenn ich jetzt ein bisschen tiefer noch mal gegen kam, du hast ja auch gesagt dass wir an manchen Stellen vielleicht zu viel akademisieren oder zu wenig machen.
00:35:53: Haben wie im Problem damit das Denken und Tun heute oft zu weit auseinander liegen?
00:36:00: Das Philosophisch.
00:36:02: Ja so ein bisschen wollte es jetzt auch mit anbauen.
00:36:04: Zunächst einmal würde natürlich jeder Forscher sagen Ich tue eine ganze Menge Und auf der anderen wird auch überall gefragt innerhalb der Universität, was ist der Impact von dem?
00:36:13: Was ihr tut.
00:36:14: Es gibt jede Menge Strategiepapiere wo die Wirkung auf die Umwelt und die Gesellschaft reflektiert wird.
00:36:22: Auf der anderen Seite ist es glaube ich der Horizont.
00:36:26: Die Forschung lebt davon sich zu überlegen, was braucht man für in zehn Jahren oder in fünfzehn Jahren.
00:36:31: Das führt immer dazu dass man nicht für übermorgen eine schnelle Lösung hat.
00:36:36: Wir sehen das ja auch in unserem Lederthema, dass du mit den Hufen scharst und eigentlich erzügig ein Business Case willst.
00:36:44: Und dir überlegst wann habe ich denn die ersten Quadratmeter, die ich nutzen kann?
00:36:48: Doktoranden schreiben Doktorarbeiten über vier Jahre mit der Perspektive zu promovieren als Ziel und zu publizieren.
00:36:57: Ich glaube es ist die kulturelle Differenz zwischen der Universität, die nicht primär an Anwendung denkt sondern an die Generierung neuen Wissens.
00:37:06: Dass sie nicht alle in erster Linie ökonomisch denken ist auch notwendig.
00:37:11: also so wie die Debatten um wir verdient man möglichst viel Geld.
00:37:15: zum Beispiel es keine typische Universitätsdebatte sondern wie habe ich Freiheit begeistert Forschern zu dürfen.
00:37:22: das ist sozusagen die Währung die wichtig ist.
00:37:26: Wenn man anfängt Forscher zu sehr unter ökonomischen Druck zu setzen und fragt was ist quartalsweise das Ergebnis der Forschung, dann wird es nicht besser weil eben auch Freiraum verloren geht.
00:37:38: Insofern würde ich sagen ja sind zwar verschiedene Systeme die nach verschiedenen Maßstäben funktionieren.
00:37:44: Die stehen nebeneinander und dazwischen muss man immer wieder Brücken bauen.
00:37:49: und deswegen haben wir hier die Brücke gebaut zwischen Handwerk und Uni an diesem Projektbeispiel Damit Menschen, die sich sonst hier begegnen, eure Mitarbeiter in der Werkstatt, meine Doktoranden aus der Uni, die dann Notiz voneinander nehmen und anfangen miteinander zu grübeln.
00:38:07: Merken wie ähnlich sie sich in vielen Dingen sind und wie unterschiedlich in anderen.
00:38:11: Und ich glaube man muss einfach immer wieder Brücken bauen, Brückenbauen das zusammen biegen und auf der einen Seite haben wir die Stärken der jeweiligen Systeme nutzen.
00:38:19: Ein Handwerksbetrieb ist kein Uni-Institut, ein Uni-institut ist kein Handwerkesbetrieb Und beides braucht einander.
00:38:27: Wenn wir ein bisschen auf die nächsten Jahre schauen, gibt es irgendwelche Projekte, Kooperationen, die du weiter bauen willst?
00:38:33: Die dich besonders reizen, wo du noch hin möchtest?
00:38:36: Ja also... Weiter auf der Thematik nachhaltige Werkstoffe.
00:38:42: auf jeden Fall auch durchaus stärker denken in Richtung was geht bei unserem Leder und wie kann man das nutzen?
00:38:49: Also ist das Thema unternehmerische Aktivität finde ich nach wie vor spannend.
00:38:52: dass ist doch irgendwo noch in meinem Hinterkopf.
00:38:56: Forschungsmäßig ist es ganz stark.
00:38:58: das Thema Erogele, das sind Nanoschaumstrukturen aus aus biobasierten Polymeren die sehr hohe Oberflächen haben kann man toll mit Filtern, könnte man vielleicht Mikroplastik mit filtern, tolle Medizinprodukte herstellen.
00:39:11: also neue Strukturen von Biopolymeren und weitermachen immer wieder neu nächstes Projekt nach dem Projekt bis vor dem Projekt Und sozusagen weiterhin biopolymer in die Anwendung tragen, da bin ich noch lange nicht fertig.
00:39:26: Insofern steht jetzt keine Revolution an sondern weitermachen ein paar Schuhe nach dem anderen einen Projekt nach dem andern nicht nachlassen und darauf hoffen dass die Notwendigkeiten erkannt werden solche Werkstoffe zu nutzen.
00:39:41: denn aktuell Haben wir andere Themen in der Welt, Energieknappheit, hohe Energiekosten.
00:39:47: Militärische Sicherheit ist in aller Munde also biobasierte Werkstoffe und Nachhaltigkeit das momentan nicht mehr Nummer eins in der öffentlichen Wahrnehmung.
00:39:56: Das macht uns das Leben mit dem Thema nicht leichter.
00:39:59: auf der anderen Seite bleiben die Schwierigkeiten.
00:40:02: Insofern mache ich weiter bis die Priorität sich wieder wandelt und die Lösungen die wir vorbereiten genutzt werden müssen.
00:40:10: Aber ich finde, man spürt mir wie viel Begeisterung du für deine Arbeit und die Forschung sprichst.
00:40:15: Aber wofür schlägt denn dein Herz eigentlich privat außerhalb davon?
00:40:19: Ich weiß ja dass du und Matthias eine Gruppe morgen zusammen ins Burg-Gundfahrt.
00:40:23: ist es der Wein, deine Leidenschaft?
00:40:25: oder woför kannst du dich sonst noch begeistern?
00:40:28: Ganz misslich fürs Sport!
00:40:29: Ich bin ein alter Mountainbike-Fahrer also das größte Teil meiner Freizeit ist Mountainbike fahren, Rennrad fahren, Sport treiben...
00:40:37: Ohne Motor
00:40:38: Ohne Motor.
00:40:39: Ich will
00:40:39: so betonen, also das weiß ich ja!
00:40:41: Also jetzt bin ich an der Frage... Es war nur bei sonst sagen alle ohja Turbo
00:40:45: und dann schaffte er jeden
00:40:47: Nügel.
00:40:47: Also
00:40:48: es war mehr ein kleiner Punkt dass der Gunnar ohne Motor die Berge erklint.
00:40:53: Ohne motor und doch dreihundert Warten.
00:40:57: Genau.
00:40:57: Oh ne Motor Familie ist mir sehr wichtig.
00:41:01: Da steckt mein Herz und Wein ist ein schönes Hobby und haben wir auch gemeinsam schon genossen mit einer Tür an der A entlang.
00:41:09: Und insofern, das war eine schöne Sache aber ein Nebenhobby nicht das allererste.
00:41:14: Sehr schön!
00:41:15: Ich finde dann können wir doch direkt zu den drei Klassikern gehen.
00:41:18: Ja, sitzt
00:41:19: du fest?
00:41:20: Okay.
00:41:21: Du habt die Klassikerfragen gewechselt.
00:41:24: Nee, die sind immer noch gleich.
00:41:26: Aber
00:41:26: selbst du musst jetzt dran glauben welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient.
00:41:32: Und was wäre das für ein Schuh?
00:41:35: Wichtigster Moment ist abgedroschen, aber es ist einfach so.
00:41:38: geburt meiner Tochter.
00:41:40: Welcher Schuh hätte sein müssen da du ihre Schuhe gebaut hast?
00:41:43: hat sie schon mal Schuhen bekommen für den Moment.
00:41:46: Das fand ich auch super.
00:41:47: die sind zu klein mittlerweile.
00:41:49: und ja was würde ich für Schuher dann brauchen?
00:41:52: eben nachhinein nochmal irgendwas feierliches Lebenstaugliches Ich weiß nicht.
00:41:57: brauner Oxford's Cap-toe Mit Gummisolo.
00:42:04: Wenn ich ergänzen darf, weil ich denke mal... Ich werde der sein, der es dann irgendwie herstellen muss!
00:42:10: Die werden dann aus dem Stoff gefertigt den wir erforschen.
00:42:14: Alles klar oder?
00:42:15: Weil ich nehme genau das gleiche Paar und dann sind wir die ersten, die dann gucken ob's funktioniert.
00:42:22: Gunnar an welches Glas Wein erinnerst du dich besonders gern zurück?
00:42:26: Und was war das für ein Wein?
00:42:28: Ja.. Das ist ziemlich klar.
00:42:32: Das war Rotwein Ossitirol, namens Miller vom Gerd Pomella in Kurt Dutch.
00:42:40: Er hat super Wein gemacht in ganz kleinen Mengen.
00:42:42: ich bin ja öfter zum Fahrrad fahren in der Ecke und habe jedes Jahr eine Sechsterkiste abgeholt im Schwarzartler im Kurt Dutch um übers Jahr zu kommen mit diesem super RotweIN!
00:42:53: Und er macht den nicht mehr... Und die letzte Flasche, die ich getrunken habe in meiner Frau, das ist so die, wo ich immer denke, wenn er diesen Wein noch machen würde.
00:43:00: Ich suche seitdem das Substitut in Südtirol.
00:43:03: Das war Merlot mit Cabernet Franck und ich hab nichts Ähnliches mehr gefunden.
00:43:08: Insofern ist es fein, den es nicht mehr gibt und den ich oft getrunkt habe.
00:43:12: Den finden wir nirgendwo
00:43:13: mehr?
00:43:13: Nirgends.
00:43:14: Nichts.
00:43:14: Wird aufgehört.
00:43:16: Jetzt müssen wir suchen gehen.
00:43:17: Mal schauen was wir morgen so finden.
00:43:19: Ja!
00:43:20: Ich freu mich schon drauf.
00:43:22: Und zu aller Letzt... Welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen?
00:43:26: Das ist völlig klar, meinen alten Teddybär.
00:43:30: Du hast den auch!
00:43:31: Den habe ich noch selbstverständlich.
00:43:32: Der kam irgendwann als auch Lego-Steine in mein Leben kamen sollte mal Leo heißen als guter Teddyname.
00:43:40: Als seit die Lego Steine dann da waren.
00:43:42: Lego skurrilerweise und den gibt es bis heute mittlerweile in so einem gestrickten Overroll damit er noch zusammenhält.
00:43:50: der hat zu seine Lebensspuren Und der ist heilig.
00:43:54: Schön, danke Gunnar!
00:43:56: Gerne!
00:43:56: Also
00:43:57: Danke für deine Zeit dass das so gut gepasst hat.
00:43:59: jetzt also deine Anreise aus Aachen heute noch mit dem Podcast.
00:44:03: ich freue mich auch totales auf die nächsten vier Tage mit dir und ganz besonderer Dank wie immer an dich Jessica für deine zeit für diese kurzweilige und schöne Moderation und ja ich freu mich auf die Ausstrahlung.
00:44:16: vielen dank.
00:44:18: Ja, auch
00:44:18: von mir vielen Dank und das war eine Freude dich hier zu haben.
00:44:21: Vielen Dank dass es geklappt hat!
00:44:22: Vielen dank für diesen tollen Einblick!
00:44:23: Vielen Dank Matthias!
00:44:25: Und herzlichen Dank fürs Zuhören!
00:44:27: Ihr wisst ja alle weiteren Infos die stehen unten in den Shownotes und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:44:32: bis dahin alles Gute!
00:51:13: Tschüss!
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