Werte leben, Verantwortung tragen, wirtschaftlich bleiben – mit Daniela Bechtold von der big. bechtold-gruppe #29

Shownotes

Was bedeutet Verantwortung, wenn sie nicht am Unternehmenstor endet?

Daniela Bechtold hat mit 28 Jahren die Entscheidung getroffen, in das Familienunternehmen einzusteigen. Heute steht sie an der Spitze der big. bechtold-gruppe, einer bundesweit tätigen Unternehmensgruppe mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden in Bereichen wie Engineering, Facility Services und Security.

In dieser Folge von Handwerk und Haltung sprechen Jessica Sander und Matthias Vickermann mit Daniela Bechtold über frühe Verantwortung, Unternehmertum und den Blick auf Menschen, der für sie entscheidend ist – egal ob Ingenieur, Reinigungskraft, Haustechniker oder Security-Mitarbeiterin.

Es geht um die Frage, wie Werte im Unternehmensalltag wirklich gelebt werden können, warum wirtschaftlicher Druck und Haltung kein Widerspruch sein müssen und weshalb Daniela Bechtold sagt: „Werte bleiben unantastbar.“

Außerdem sprechen wir über ihr Engagement in der Wertekommission, über Netzwerk Mensch, über frühkindliche Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Homeoffice, Sichtbarkeit als Unternehmerin und die Rolle des Mittelstands in Deutschland.

Eine Folge über Verantwortung, die konkret wird. Über Unternehmertum, das weiter denkt. Und über eine Frau, die nicht nur über Haltung spricht, sondern sie an vielen Stellen lebt.

Gast: Daniela Bechtold, geschäftsführende Gesellschafterin der big. bechtold-gruppe

LinkedIn Daniela Bechtold: https://www.linkedin.com/in/daniela-bechtold-0968351a4/

big. bechtold-gruppe – big. family of services: https://www.big-gruppe.com/unternehmen/big-family-of-services/

Wertekommission – Daniela Bechtold-Schwabe: https://www.wertekommission.de/vorstand/daniela-bechtold-schwabe/

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Transkript anzeigen

00:00:02: Es gibt Möglichkeiten, sich für die Werte zu entscheiden ohne sich gegen die Wirtschaftlichkeit zu entscheiden.

00:00:08: Man kann nicht immer die gleichen Argumente bringen in jeder wirtschaftlichen Situation – da muss man sich anpassen aber Werte bleiben unantastbar!

00:00:21: Matthias Vickermann ist Maßschumacher, Unternehmer, Speaker und Netzwerker.

00:00:37: Gemeinsam treffen wir Menschen die in ihrem Bereich Maßstäbe setzen.

00:00:41: Wir sprechen über Wandelwerte und das was wirklich zählt.

00:00:45: Das ist Handwerk und Haltung.

00:00:50: Herzlich willkommen zur Handwerk- und Haltung.

00:00:52: ich bin Jessica Sander und bei mir sitzt natürlich Matthias Vickerman.

00:00:54: Hallo Matthias!

00:00:55: Hallo Jessica grüß dich.

00:00:57: bevor wir loslegen möchte ich mich aber erst mal bei unserem Partner Allianz Capital Solutions bedanken Die ja schon seit Anfang des Jahres so generös unsere Podcast-Episoden hier begleiten als Exklusivsponsor.

00:01:08: und was ich da ganz besonders an Schätze ist, es geht ja bei denen auch nicht nur um Zahlen, Produkte oder irgendwelche Standardlösungen.

00:01:15: Es geht ja auch darum hinzuschauen wo steht jemand im Leben welche Verantwortung trägt er?

00:01:19: Und was braucht es damit Vermögen auch gut begleitet wird?

00:01:23: Und das passt für mich einfach sehr gut zu dem, über was wir auch immer stets sprechen.

00:01:27: und insofern von hier aus großen Dank an das Team von Allianz Capital Solutions für eure Unterstützung.

00:01:34: Wunderbar.

00:01:35: Dankeschön, Matthias!

00:01:36: Und unser Gast ist eine Frau die sehr früh Verantwortung übernommen hat.

00:01:39: mit achtundzwanzig stand sie vor der Frage ob Sie in das Familienunternehmen einsteigen und später die Führung übernehmen will.

00:01:46: heute führt sie eine bundesweit tätige Unternehmensgruppe mit mehr als dreitausend Mitarbeitenden im Bereichen wie Engineering Facility Services and Security.

00:01:54: aber bei ihr endet Verantwortung nicht am Unternehmen Store.

00:01:57: sie engagiert sich in Wirtschaftsnetzwerken.

00:01:59: bei der Wertekommissionen der IHK für Bildung für junge Menschen Menschen ein eigenes Projekt aufgebaut, das weit über das Unternehmen hinaus reicht und wer ihr zuhört merkt schnell.

00:02:10: Das macht sie nicht weil es nur gut klingt.

00:02:12: Sie macht es weil sie wirklich etwas gestalten und verändern möchte.

00:02:15: Wir wollen heute darüber sprechen was es bedeutet Verantwortung wirklich zu leben im eigenen Unternehmen aber auch weiterüber hinaus Und ich freue mich sehr dass sie heute da ist.

00:02:23: herzlich willkommen Daniela Bechtolt.

00:02:25: Hallo Daniela

00:02:26: So eine schöne begrüßung.

00:02:27: Guten Morgen

00:02:28: Hallo Dani schön dass du die Zeit gefunden

00:02:30: hast.

00:02:30: Hallo Matthias

00:02:31: Sehr schön.

00:02:32: Die erste Frage, Matthias, die geht aber natürlich an dich!

00:02:34: Du kennst Daniela ja schon eine ganze Weile über Netzwerke, viele Gespräche, gemeinsame Reisen und vielleicht auch das ein oder andere Glas?

00:02:41: Was war für dich der Punkt, an dem du gesagt hast, Daniela gehört unbedingt in diesem Podcast?

00:02:46: Ja also jetzt mal weg.

00:02:48: wir haben uns da kennengelernt, werden es fünf gerade kurz vorhin beschworen, ich glaube mal vor sechzehn, siebzehn Jahren in etwa.

00:02:53: Du warst ja genauso wie meine Frau bei den Wirtschaftsunion und darüber habe ich euch kennengelernen.

00:02:57: somit kam dann noch zu uns der Kontakt Und wir haben uns immer gut verstanden und ich habe das auch immer bewundert.

00:03:03: Das heißt jetzt nicht, weil du als Frau das übernimmst.

00:03:06: Das wird dir mal an manchen Hauses betonen.

00:03:07: Sollte überhaupt als junger Mensch so eine Verantwortung zu haben?

00:03:10: Ich muss sagen, ich will jetzt nicht sagen ob mein Zehn Mitarbeiter oder hundert oder dreitausend.

00:03:15: Man hat immer für eine menschliche Verantwortung und deshalb habe ich mir sehr geschätzt wie du das gemacht hast und was du besonders darüber hinausgemacht hat diesen Schritt immer weiterzugehen.

00:03:25: Wo wir uns dann kennengelernt haben Jessica Und diese Idee stand, einen Podcast zu machen.

00:03:32: Braucht ich gar nicht so lange... Man hat ja relativ schnell im Kopf so ein Bild, wen hätte ich denn gerne dabei?

00:03:38: Da habe ich natürlich sofort an dich gedacht!

00:03:39: Nicht nur wegen der Damenquote im Podcast sondern recht oft das was ich gerade anfangs gesagt hab.

00:03:45: und sofern bin ich sehr dankbar dass du dir die Zeit genommen hast und ich freue mich für hier auf eine schöne Episode und tollen Austausch.

00:03:52: Sehr schön!

00:03:53: Dann jeder, wenn Matthias jetzt so über dich spricht dann geht es ja auch um etwas das euch beide verbindet.

00:03:57: Ihr seid beide Unternehmer, ihr seid beide sehr engagiert und ihr schaut beide über das eigene Unternehmen hinaus und man könnte bei euch eigentlich sagen die haben wir eigentlich schon genug zu tun.

00:04:06: und trotzdem packt ihr immer noch mehr an und engagiert euch noch mehr.

00:04:08: woher kommt das denn bei dir?

00:04:11: Ich habe von ganz klein auf immer gerne Dinge selber unternommen und immer mir überlegt was braucht meine Umgebung gerade?

00:04:20: Worin habe ich dann auch Freude?

00:04:22: Und so begegnen wir alltäglichen Themen, Menschen und fragen mich ob ich etwas gemeinsam mit ihnen machen möchte.

00:04:31: Ich hab das von Haus aus gesehen.

00:04:34: meine Familie hat schon immer sich sehr in unterschiedlichste Richtungen engagiert.

00:04:40: also ob es jetzt im kleinen Sportverein war oder auf der großen Bühne Es war immer in meiner Familie gleich wichtig alles und so war halt die richtige Haltung schon von Geburt an angelegt.

00:04:52: Aber natürlich mache ich das, weil es mir Freude macht und ich das Gefühl habe, ich hab da auch einen Einfluss und ein Impact.

00:04:58: Sehr schön!

00:05:00: Danny, also ich denke mal... Können wir's beim Spitznamen bleiben?

00:05:03: Na klar!

00:05:04: Ja klar okay, also du warst ja achtundzwanzig als dein Papa dich angerufen hat und gefragt hat ob du die verantwortlichen Unternehmen übernehmen willst.

00:05:13: Du hast damals Nicht sofort, ja gesagt.

00:05:15: Das war eher ein schon tickend längerer Prozess.

00:05:19: Nimm uns doch mal kurz mit noch einmal zurück in diese Zeit.

00:05:21: was ging dir da durch den Kopf und wann hast du gemerkt?

00:05:25: Doch das ist diesen Weg die nicht gehen will.

00:05:28: Mein Interesse für das Unternehmertum kann man natürlich erst retrospectiv dann wahrnehmen dass es unter Unternehmertum war aber etwas eigenständiges zu machen eigene Entscheidungen fällen zu können.

00:05:42: Der Wunsch war von Anfang an da nichts, was angelegt werden musste über ein Studium.

00:05:46: Nichts, was erlernt werden kann.

00:05:49: Da bin ich fest davon überzeugt und dennoch habe ich mich aus ganz eigenen Stücken glaube ich für das richtige Studium entschieden.

00:05:55: Das heißt die Weichen so eine Entscheidung treffen zu können.

00:05:59: Wahrscheinlich war es schon im Hinterkopf also wäre jetzt wäre jetzt falsch zu sagen Es war aber definitiv nicht der Plan ins Unternehmen zu gehen Aber es war schon immer eine Option und zwar immer mein Interesse.

00:06:13: Aber als dann die Frage kam, ich war gerade unter Unternehmensberatung, wollte gerade die Beratung wechseln.

00:06:19: Als sie Frage kam du kannst nicht aber ... Du musst nicht, aber du kannst wenn dann jetzt... Da hatte ich erst mal ne Professorin angerufen, die mir sehr vertraut war und fragte sie ja wie widme ich denn mich jetzt so nach wirklich gravierenden Frage?

00:06:35: Wohnortwechsel viel Verantwortung übernehmen, du hast es schon gesagt.

00:06:39: Ich war jung und sehr kopfgesteuert also ich habe mir dann die Frage gestellt wo möchte ich in fünf Jahren?

00:06:46: In zehn Jahren sein?

00:06:47: wie soll mein Familienleben aussehen?

00:06:49: Möchte ich da wohnen?

00:06:51: hat die Firma das Unternehmen langfristig markt?

00:06:55: Chancen ist ein guter Markt indem mich da indem ich auf den ich mich sozusagen einlasse all die Kopfragen kamen und dann erst kam auch die Bauchfragen.

00:07:06: Vielen Dank.

00:07:06: Das heißt, du hast dich aber im Kopf schon sehr damit beschäftigt?

00:07:08: Das heißt die Frage ob dir von Anfang an klar war wie groß das ist, dir übrigt sich eigentlich ne?

00:07:13: Du hast wahrscheinlich alles durchdacht.

00:07:15: und oder kam das wirklich erst mit der Aufgabe?

00:07:19: Ganz interessant wenn man mit so einem Unternehmen aufwächst.

00:07:23: dann habe ich am KIT studiert.

00:07:25: da ist die Konzernwelt damals deutlich prägender gewesen als der Mittelstand.

00:07:30: Es heißt es war eigentlich etwas wo man so dachte nein die Konzernwelt ist die coolere.

00:07:36: Also definitiv, ob das jetzt dreitausend Mitarbeiter waren oder nicht.

00:07:41: Das habe ich damals nicht gespürt.

00:07:43: Diese Verantwortung und zu sagen Ich übernehme diese große Bürde hab ich Gott sei Dank nie gespürt.

00:07:50: Sondern das war wirklich eher etwas traue ich mir es fachlich zu, kenne mich aus.

00:07:56: Habe in dem Unternehmen einen stückweiten Einblick genommen Und die Fragen hatte ich mir alle mit Ja beantwortet.

00:08:03: Die Last habe ich so nie gesehen, nie gespürt.

00:08:06: Verantwortung ist für mich jetzt nicht auf Manpower übertragen – ja ob ich wirklich eine Firma hätte mit zehn Personen, auf die ich für die Verantwortung trage oder drei Tausend ist, für mich die gleiche

00:08:18: Haltung.".

00:08:20: Wenn du genau in diese Anfangszeit zurück denkst an ihm?

00:08:23: Was hat dich denn damals so am meisten

00:08:25: gefordert?!

00:08:27: Du meinst die Zeit, als ich ins Unternehmen eingestiegen bin?

00:08:31: Meisten gefordert hat mich schon dass ich wie gesagt ein Kopf gesteuerten Mensch war und dachte Ich finde da so ganz strukturierten Übergang.

00:08:42: Ganz klare Verantwortlichkeit Und dann zu sehen das ja unterschiedliche Entscheidungswege im Unternehmen doch anders getroffen werden, als sie so formell dastehen.

00:08:54: Dass die einen Kollegen, die ich eingestellt hatte zu mir kommen und die anderen zu meinem Vater eher auch nicht gewohnt war nach einer Besprechung nochmal kurz sich mit mir abzustimmen.

00:09:04: Nicht der Information oft hinterher gerannt bin und da möchte ich aber betonen gar nicht im Bösen.

00:09:10: also es war alles eigentlich ein tolles Miteinander Ja, in Führung zu gehen und das auch auf die ganze Gruppe.

00:09:23: Lass noch mal ein bisschen genauer auf das Unternehmen schauen.

00:09:25: also wir haben schon gesagt die Big Bechthold-Gruppe mit mehr als dreitausenden Mitarbeitenden Engineering Facility Service Security Also sehr unterschiedliche Bereiche.

00:09:32: Wie erklärst du das denn jemand?

00:09:34: wie kann man zusammenfassen was ihr eigentlich genau macht?

00:09:37: Die Frage war auch das erste, was ich mir gestellt hatte.

00:09:39: Wir hatten damals immer gesagt ein Bauchladen an Dienstleistungen aber letztendlich ist es wirklich wir sind Dienstleister rund um das Gebäude.

00:09:47: Das heißt von der allerersten Idee eines Gebäudes die Planung alles was Technik im Gebäud zu beraten zu planen die Umsetzung zu begleiten und dann aber auch den Betrieb eines Gebäudes in Facility Management und abzusichern mit Sicherheitstechnik eines Gebäudes, den bedienen wir.

00:10:09: Daneben gibt es noch ein zwei andere Dienstleistungen wie Geld und Werttransporte oder auch Intralogistik, fahrerlose Transportsysteme planen wir oder Gepäckförderanlagen wie jetzt zum Beispiel fürs Terminal drei am Frankfurter Flughafen haben wir die komplette Gepägförder Anlage gemacht aber auch Flughäfen und Krankenhäuser.

00:10:29: alles sind für uns Gebäude die wir betreiben und die wir planen.

00:10:34: Das finde ich super spannend!

00:10:36: Ticken doch mal tiefer gehen auf den Typus Mensch, der dahinter steckt.

00:10:39: Du führst ja – wie du gerade sagtest – Ingenieure, Haustechniker, Reinigungskräfte, die Security-Mitarbeitende Menschen mit verschiedenen Aufgaben hintergründen und vor allem auch verschiedenen Selbstbildern.

00:10:52: Wie führt man denn das Unternehmen in denen diese Welten so unterschiedlich sind?

00:10:57: Für mich immer genau die spannende Herausforderung.

00:11:01: erstens Auch dieses Bild vom Mensch wurde mir ganz, ganz klar von Kindheit angeprägt.

00:11:08: Jeder Mensch ist gleich?

00:11:10: Die Ansprache wenn ich jemandem im Flur begegne wie geht's dir die Frage ernst zu nehmen und völlig egal wer vor mir steht ob Reinigungskraft oder Ingenieur spielt für mich überhaupt keine Rolle.

00:11:23: Und das Bild dahinter war immer die Erklärung jeder isst Zuhause auch Vater Mutter Kind Und genau dieses innere Bild zu sehen, wenn ich einen Menschen vor mir habe.

00:11:36: Das hat mich geprägt und das hat für mich auch die spannende Aufgabe ausgemacht.

00:11:42: Jetzt ist es die große Aufgabe bei BIG auch diese Vernetzung auf der zwischenmenschlichen Ebene zu schaffen Und ich habe das schon mal ein bisschen erzählt, da haben wir gewisse Formate auch geschaffen wo wir die Menschen wieder auf Augenhöhe eben auch bringen weg von ihrer Rolle und ihre Aufgabe in den menschlichen Dialog bringen.

00:12:03: So kommen sie sich alle untereinander näher.

00:12:07: sehr viel Interesse aneinander.

00:12:09: Ich wollte gerade fragen, wie du diesen Spagat schaffst also genau wie die gegenseitige Wertschätzung von einem hochspezialisierten Mitarbeiter vielleicht mit einem der dann tagtäglich dafür sorgt dass ein Gebäude einfach nur funktioniert oder sauber ist?

00:12:20: Wie du da diese Wertschätzungen schaffest.

00:12:21: aber das hast Du ja gerade erklärt mit den neuen Formaten die ihr da geführt habt.

00:12:26: Also es ist auch eine gesellschaftliche Entwicklung.

00:12:28: ich weiß nicht ob ihr das auch so wahrnimmt aber ein Handwerk hat zu bekommen ist ja so schwierig.

00:12:33: Die Gehälter oder die Löhne steigen meiner Meinung nach auch, dass sie schon beeindruckend sind.

00:12:39: Das tut natürlich auch sein Übriges.

00:12:40: also ich finde die Haltung zu Handwerk wird deutlich besser.

00:12:45: das kommt dem ganzen das kommt im allem zugute und ja es stetiger Tropfen hüllt den Stein in der Kommunikation eben zu sagen wie spannend und wichtig die Vernetzung in der Gruppe für alle Seiten sind.

00:12:59: Ich möchte mal auf den nächsten Punkt kommen liebe Dani Engagement und Verantwortung.

00:13:03: Wenn man so aufzählt, und ich weiß es ja verhaftigt durch unsere private Bekanntschaft wo du überall engagiert bist, wo du warst, wird dir das natürlich schnell lernen kann.

00:13:12: Also ich will immer ein paar Aufzeihen, Wertekommissionen, IHK die jungen Unternehmer Wirtschaftsunion Musikhochschule Netzwerk Mensch.

00:13:20: Die interessante Frage ist für mich nicht wie viel machst Du sondern was wir gerade ganz am Anfang geschworen haben warum machst Du es?

00:13:28: Man sieht ja viel, es hat immer mit Werte zu tun.

00:13:30: Es ist die Verantwortung, es ist die Musikschule.

00:13:32: Es sind ja verschiedenste Bereiche und das geht immer darum.

00:13:34: Das hatten wir auch in einer Folge gehabt, auch mit der Allianz mit dem Doktor Roman Lutz Eigentum verpflichtet.

00:13:39: Warum Menschen, die zum Beispiel viel Vermögen haben irgendwo auch einen Ansatz haben, so an die Gesellschaft wieder was zurückzugeben?

00:13:46: Und das machst du z.B.

00:13:48: sehr stark in den Bereich der sozialen Verantwortung nicht nur im Unternehmen sondern auch in dem Engagement in verschiedenen Clustern anderen Verbänden.

00:13:59: Das würde mich interessieren, was ist so dieser innerste Kern?

00:14:01: Dieser Antrieb, wo du sagst ja da sehe ich mich das macht mir Freude, es erfüllt mich.

00:14:05: Da gibt's gar nicht die eine Antwort.

00:14:07: Die offizielle Antwort von meiner Firma warum ich so oft fehle ist immer dass Netzwerken gut ist.

00:14:12: weil ich überall Kunden begegne ist vielleicht nicht immer richtig.

00:14:17: Aber ich muss ja nicht immer Vergnügungssteuer bezahlen in meinem Job und mir tut es einfach gut, weil ich vom Charakter jemand bin der einfach gerne sich mit unterschiedlichsten Themen auseinandersetzt.

00:14:28: mehr gibt es unglaublich viel mich mit gesellschaftlichen Themen Mit der Stadtentwicklung mit meiner Umgebung mit Musik mit Kindern auseinanderzusetzen.

00:14:39: Ich denke die Entwicklung von Jugendlichen von Kindern ist ein wirkliches Herzensangelegenheit.

00:14:48: Musik wäre etwas, was ich neben Wirtschaftsingenieur gerne studiert hätte.

00:14:52: deswegen es war für mich eine große Ehre von der Musikhochschule gefragt zu werden ob ich mich da engagieren möchte und das macht auch richtig Freude.

00:15:01: also diesen Blickwechsel dies ist es für mich macht richtig Freuden.

00:15:08: Okay als beantwortet schon fast die nächste Frage, die ich jetzt gerade sonst gestellt hatte was für dich so den Unterschied macht zwischen einem Ehrenamt, das nicht nur gut aussieht sondern auch in einem Engagement und dass es wirklich zu dir passt.

00:15:20: Das verstehe ich.

00:15:21: Okay danke!

00:15:23: Ich fand das so schön und das spürt man jetzt glaube ich auch, dass du gesagt hast in unserem Vorgespräch ja auch Du folgst der Freude.

00:15:28: gleichzeitig ist Engagement aber natürlich nicht nur Freude auf wenn du natürlich tolle Projekte hast.

00:15:33: Aber es sind doch Termine, Gremien Eitelkeiten lange Prozesse.

00:15:38: Wie schaffst du es da trotzdem dran zu bleiben?

00:15:39: Und irgendwie motiviert zu bleiben?

00:15:41: oder gibt's da auch Momente wo du sechs Uhr?

00:15:42: Okay, das brauche ich jetzt auch wirklich gerade nicht.

00:15:45: Vielleicht gar nicht die Freude, die dann fehlt sondern manchmal fehlt tatsächlich die Zeit wenn ich den Fokus natürlich auf das Unternehmen lege und ich habe da zum Beispiel wie in der Wertekommission auch das Commitment bekommen dass sich mich aus dem Amt ein Stück weit zurückziehen kann und für die wesentlichen Dinge tätig bin.

00:16:04: also ich bin da zum beispiel verantwortlich dass auch das Unternehmertum regelmäßig gehört und gesehen wird nicht nur die Konzernwelt Und die Politik, das mache ich auch weiterhin.

00:16:15: Aber darf dann auch ein Stück zurücktreten?

00:16:17: Also ich glaube es ist immer ein Geben und Nehmen dass sich das auch vorher bespreche und sage wenn andere Dinge eben anstehen und wichtiger sind, dass man nicht alles gleichzeitig machen kann sondern eben da wo man auch einen Wert mehr wert wirklich bringt sich dann auch mehr engagiert und auf der anderen Seite wieder ein bisschen zurücktritt.

00:16:36: Der Schöne ist ja, du hast ja schon als Kind kleine Netzwerke gegründet.

00:16:40: Hast du erzählt?

00:16:41: Nachhilfen organisiert Strukturen gebaut war dieses Gestalten auch schon früh in dir drin?

00:16:46: also dieses Gefühl ich sehe da fehlt etwas und ich fange einfach an etwas mehr daraus zu machen.

00:16:52: Also das ist ja jetzt nicht seitdem nur mit achtundzwanzig Jahren dann angefangen ist es Unternehmen zu übernehmen.

00:16:57: Es war ja schon in dir drinnen viel früher.

00:17:00: Ja, also ich hatte immer geguckt was ich jetzt verkaufen kann.

00:17:04: Zum Beispiel die Äpfel.

00:17:05: aus dem Garten habe ich alle Autos angehalten und gesagt ja ich komme hier erst durch wenn ihr ein Apfel kauft.

00:17:10: oder ich hab in der Grundschule einen eigenen Kreis gegründet wo wir Nachhilfe gegeben haben und Bastelnachmittage für die Kleineren.

00:17:19: das weiß ich nicht wo so etwas herkommt es ist einfach da.

00:17:25: Ich würde gerne direkt jetzt schon mal über die Wertekommission sprechen.

00:17:28: Also wir picken uns hier mal was raus, wo du dich ja sehr engagierst und ich finde das auch ein besonderes oder ein starkes Beispiel dafür für das, was du meinst wenn du sagst Verantwortung endet nicht am Unternehmen.

00:17:38: Was hat dich damals daran gereizt da wirklich dich zu engagieren?

00:17:42: Zunächst wurde ich angesprochen von unserem Vorsitzenden Sven Kondorfer.

00:17:46: Das war in der Hotel Lobby im Brennerspark Hotel.

00:17:50: Bitte komm doch mal auf den Podium in Stuttgart.

00:17:54: Da war ich mit einer Professorin vom KIT und einem Unternehmer.

00:17:58: Und ich dachte, so eine Veranstaltung müsste doch eigentlich wie ein Feigenblatt sein?

00:18:02: Man redet nett über Werte, Netzwerken bisschen und gut ist.

00:18:07: Aber als ich dann über unsere Unternehmensgrundsätze sprach und sagte das bei uns der Mensch vor dem Geld verdienen steht, dann stand ein sehr bekannter Unternehmer auf und sagte dass es doch alles Blödsinn sei!

00:18:20: Und daraus wurde eine so ernsthafte, spannende Diskussion mit dem Publikum und dem Podium das ich so gefallen gefunden habe an dieser Diskussionskultur.

00:18:30: Und gedacht hatte es keine Feigenblattveranstaltung sondern es regt zum Nachdenken an.

00:18:37: Man kann reflektieren wenn man die Veranstaltung verlässt.

00:18:40: Das wirkt nach...das hat mir gefallen!

00:18:43: Und so wurde ich gefragt ob ich da einen Vorstand kommen will?

00:18:46: Was mache jetzt seit deutlich über zehn

00:18:48: Jahren?!

00:18:49: Mich würde es ja noch interessieren, was du denn jemanden sagst bei so einer Podiumsdiskussion.

00:18:53: Der

00:18:54: ja das in Frage stellt ob Wert im Unternehmen nicht am Ende nur ein schönes Edikett sind?

00:18:57: Was antwortest du denn darauf?

00:18:59: Ja also bei der einen Frage habe ich natürlich auch Beispiele gebracht und gesagt Es ist hier eine Frage der Haltung, ob wir Führungskräften einem nur Leitblanken geben und sagen um damit allen gut geht könnt ihr auch Ausgaben machen, ohne dass wir auf den letzten Cent schauen im kurzfristigen Denken.

00:19:23: Und ich glaube das ist die Hauptantwort, dass wir als Familienunternehmen langfristig denken und natürlich geht es uns um Geld verdienen.

00:19:29: Das ist die Daseinsberechtigung eines Unternehmens aber Die Voraussetzung.

00:19:36: Ich bin fest davon überzeugt, wenn es den Mitarbeitenden wirklich gut geht.

00:19:40: Wenn wir eine Sinnerfüllung empfinden in dem was wir tun und wenn wir auch Spielräume des Entwicklungs geben.

00:19:46: Und das passiert eben nicht indem ich quartalsweise denke sondern indem ich über Jahre hinweg Investitionen auch in den Return erst betrachte Und dann kann man auch Werte leben.

00:19:58: Aber wenn ich von Quartal zu Quartall gucken muss, was wir jetzt gerade sehen in solchen Wirtschaftskrisen wo Unternehmen eben schnell mal Dienstleister nur noch nach dem Preis beurteilen aber nicht mehr nach der Leistung da funktionieren die Werte nicht.

00:20:12: Ich wollte sagen wie offen sind denn die Unternehmen grade für solche Gespräche für echte Auseinandersetzungen dieser schwierigen Zeit?

00:20:18: Also habt ihr sehr schwerer daran zu kommen.

00:20:20: also sie spielen in Ausschreibungen immer nur eine vermeintliche Rolle Sie spielen aber in echten Partnerschaften.

00:20:27: Wir sehen es natürlich, wenn wir auch mit familiengeführten Unternehmen über Jahrzehnte hinweg Dienstleistungspartner sind.

00:20:34: Überall wo Menschen tätig sind – Menschels?

00:20:38: Das heißt man muss immer im offenen Dialog sein und man muss zeigen als Dienstleister dass man Dinge abstellt das man sie ändert, dass man Innovationen lebt Aber auch dass etwas passieren kann und dass man dann bereit ist schnell Fehler zu korrigieren.

00:20:52: Wenn man nur beurteilt wird nach Zahlen und nach Kurzfristigkeit funktioniert so eine langfristig wirklich fruchtbare Gemeinschaft nicht.

00:21:02: Das bröckelt aktuell sehr, aber ich bin immer ein positiver Mensch.

00:21:07: Ich glaube wir haben schon viele Krisen gesehen.

00:21:10: Kurzfristige Entscheidungen wurden dann doch immer wieder revidiert weil irgendwann spielt die Qualität doch eine Rolle.

00:21:18: Ja, das ist ganz wichtig.

00:21:19: Ich war am letzte Woche Donnerstag noch vom Frank-Machenbacher eingeladen zum Dinner in seinem neuen Hotel und Sven saß neben mir und da haben wir uns auch noch schön über das Thema unterhalten, nämlich auch schon angekündigt weil beide waren ja auch schon hier im Podcast und gesagt dass du jetzt diese Woche fällig bist Ganz zum Schluss wegen Wertekommission.

00:21:35: Ich hätte auch eine Frage, es geht euch ja darum dem Dialog nicht müde werden zu lassen.

00:21:39: ist das vielleicht genau der Punkt?

00:21:40: Nicht die große Veränderung sofort zu erwarten aber immer wieder Räume zu schaffen den Menschen anders nachdenken?

00:21:47: also ich sehe es gerade auf was du sagtest.

00:21:49: in der jetzigen Zeit ich nenn sie mir so die Gesellschaft verrotet mal wieder Corona war schon so ein Startschuss, jetzt diese ganzen Sorgen umkriegt.

00:21:58: Diese wirtschaftliche Druck.

00:21:59: Man merkt ja wie Ängste zunehmen und nicht nur beim Menschen den zu besuchen immer vielleicht schlecht gingen sondern auch die die auch vermögend sind oder die viele Mitarbeiter haben.

00:22:09: also es sind ja ganz viele gerade dafür betroffen.

00:22:12: wo seht ihr euch da als werte Kommission?

00:22:14: Wir werden ganz oft nachgefragt, dass wir bei Verfehlungen von Unternehmen Stellungnahmen abgeben.

00:22:21: Da sehen wir uns überhaupt nicht in der Rolle.

00:22:23: eine Kommission ist bei uns das Wort was einfach ein gewisses Gewicht hat in der Gesellschaft.

00:22:29: Wir werden gehört und gesehen.

00:22:31: Wir bekommen tollste Redner sind.

00:22:34: in der Politik dürfen wir Dialoge führen mit sehr hohen verantwortlichen Persönlichkeiten deswegen Kommissionen.

00:22:43: Der Hintergrund ist aber, so wie du es genau ausdrückst.

00:22:46: Dass wir eher die Reflektion anregen und darüber nachzudenken dass wir Plattformen schaffen wo man ernsthaft sich mit Werten auseinandersetzen kann und auch mal Wege und Möglichkeiten aufzeigen wie man sich in jeder von uns trifft jeden Tag mindestens eine werteorientierte Entscheidung Und dort eben auch Entscheidungsräume zu öffnen und aufzuzeigen, es gibt Möglichkeiten sich für die Werte zu entscheiden ohne sich gegen die Wirtschaftlichkeit zu entscheiden.

00:23:17: Und auch was du gerade sagtest – Die Verrohung der Gesellschaft!

00:23:21: Ich bin ja nicht dogmatisch und sage Dinge wie Investitionen in frühkindliche Bildung zum Beispiel ist etwas das auf Teufel kommen raus gemacht wird, auch wenn kein Geld da ist sondern den Blick den pragmatischen Blick auf Möglichkeiten und Machbarkeiten zu legen.

00:23:38: Und auch eben zu schauen, was ist denn werteorientiert machbar in einer Zeit die sich verändert?

00:23:44: Man kann nicht immer die gleichen Argumente bringen in jeder wirtschaftlichen Situation da muss man sich anpassen aber Werte bleiben unantastbar.

00:23:54: Ich liebe dann hier ein zweites Beispiel.

00:23:57: Sehr beeindruckt hat, ist ein anderes Netzwerk.

00:23:59: Das ist das Netzwerk Mensch.

00:24:00: Das begann ja ursprünglich mit einer Idee rund um das Karlsruhe-Institut für Technologie also mit der Frage wie eine besondere Kita aussehen könnte.

00:24:09: und am Ende habt ihr gesagt Ja da machen wir es selbst.

00:24:13: Wie ist daraus dieses Netzwerkmensch entstanden?

00:24:16: Netzwerkmensch war immer schon gedacht Es sagt der Name dass wir uns in der Unternehmensentwicklung immer an Menschen orientieren von dem kleinsten Baby ab zwei Monaten bis zur Betreuung und Ideenfindung, was wir Unternehmen anbieten können für deren Mitarbeiter die Themen haben mit ihren Angehörigen.

00:24:38: Die zum Beispiel in einen Alter gekommen sind wo sie neue Lebensräume brauchen.

00:24:44: und wie kann man da unterstützen?

00:24:45: Deswegen Netzwerk Mensch begonnen hat.

00:24:48: alles mit einer Kita, die wir selber gebaut haben.

00:24:53: Da darf ich ganz stolz sagen die erste Green Building zertifizierte Kita in Deutschland, die wir in Karlsruhe errichtet haben.

00:25:00: Ein Holzgebäude ein tolles Raumkonzept.

00:25:03: da komme ich jetzt gleich ins Schwärmen und höre nicht mehr auf.

00:25:05: dann müsste mich jetzt gleich stoppen aber es sind Kitas die wir betreiben wo mehrere Kooperationspartner aus Unternehmen Plätze haben und daraus wurde eine zweite Einrichtung.

00:25:17: Wir haben mit dem KIT zusammen im Sportinstitut pädagogischen Hochschulen in Heidelberg und Karlsruhe, einer tollen Projektleitung.

00:25:26: Und vielen Fachkräften aus Forschung, Entwicklung und Erziehung ein eigenes Bildungskonzept geschrieben.

00:25:33: Und ja entwickeln das auch stetig weiter.

00:25:35: Ich finde da sind wir eine Vorreiterstellung ist unser Ziel im Kita, im Vorschulalter und das begleite ich.

00:25:44: Man spürt ihr, das ist ein richtiges Herzensprojekt und du hast ja auch am Anfang des Podcasts vorher noch gesagt.

00:25:48: Lass uns doch bitte darüber mehr sprechen!

00:25:50: Also du sprüßst ja da vor Freude und das ist total schön.

00:25:52: Erzähl doch nochmal bei dieser Kita was soll diese Kita können?

00:25:56: Was andere vielleicht in dieser Form gar nicht leisten können.

00:25:59: Was war euch denn besonders wichtig dabei?

00:26:02: Um den Blick auf das Unternehmen, dass ich sage die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

00:26:07: Ich bin selber Mama ist eine schierunmögliche Aufgabe allem gerecht zu werden.

00:26:12: wie schaffen wir aber Räume in denen sich die Eltern möglichst wohl fühlen?

00:26:16: Dass sie ihr Kind nicht in einer Aufbewahrung abgeben, dass Sie dort ein Gefühl bekommen die Kinder erhalten dort etwas was im Alltag manchmal so kurz kommt dass Unternehmen eine Flexibilität bekommen, dass sie Beöffnungszeiten anbieten und vor allem Schließtage die ihren Mitarbeitenden auch ermöglichen.

00:26:36: Dass Sie zum Beispiel gemeinsam in Urlaub gehen können was es mittlerweile gar nicht mehr so oft gibt.

00:26:41: wenn so viele Schließ Tage sind muss mal die Mutter mit den Kindern in Urlaube gehen und mal der Vater.

00:26:45: bei uns gibt's so wenig Schließtaage das wir eben auch Flexibilitäts schaffen und ist allerwichtigste dass wir ein Raum schaffen für Kinder indem wir auf die Individualität eingehen eines jeden Kindes und dort ganz viele Angebote schaffen, dass sich Kinder gut entwickeln und letztendlich auch erfolgreich den Übergang in die Grundschule schaffen.

00:27:07: Die Warteliste ist wahrscheinlich lang oder?

00:27:09: Die Warteliste ist lang!

00:27:11: Und das Geheimnis würde ich sagen liegt nicht unbedingt darin, In unserem Konzept wahnsinnig was anderes geschrieben haben.

00:27:19: Natürlich, es kommt auf Norsen an wird auch gerne da ein bisschen noch drauf eingehen aber es kommt vor allem darauf an wie du den Alltag lebst weil jede Einrichtung ist eine eigene Welt an sich wo alles passiert was man sich so menschlich vorstellen kann.

00:27:33: Und dies aber zu schaffen, dass sich die Fachkräfte vor allem wohlfühlen.

00:27:38: Dass sich die Kinder wohl fühlen und die Eltern gehört fühlen ist eine große Aufgabe – und da stellen wir uns sehr gut.

00:27:46: Ich habe gerade gestern als wir unser neues Konzept veröffentlicht haben, habe ich die Fachkäfte unserer Kita-Leitung gefragt und gesagt, warum haben wir keine Probleme auch Fachkräften zu bekommen?

00:28:00: Ja, weil wir die Individualität des Kindes so sehr in den Mittelpunkt rücken.

00:28:05: Dass man auch Entfaltungsmöglichkeiten hat und dass eine Fachkraft selber Fortbildungen machen kann ihre eigenen Fähigkeiten einsetzen kann und wir den Mensch im Mittelpunkt haben.

00:28:15: das sei außergewöhnlich sagt er sie zu mir.

00:28:20: Dany du hast gesagt ein Konzept kann man nicht einfach schreiben und zehn Jahre lang liegen lassen.

00:28:26: was brauchen Kinder heute besonders?

00:28:28: Und was brauchen Eltern?

00:28:30: Also Corona war glaube ich schon eine sehr, sehr prägende Zeit für Unternehmen.

00:28:35: Für Menschen und Kinder vor allem.

00:28:39: Daraus haben wir auch gelernt.

00:28:40: Wir haben ein offenes Raumkonzept Das heißt es sind keine geschlossenen Räume sondern viele verschiedene Bildungsinseln.

00:28:46: Es wurde natürlich in Corona wieder zu einem geschlossenen System Und danach wiederzulernen und zu sagen was brauchen die Kinder jetzt?

00:28:53: Manche brauchen Engere Begleitung des Thema.

00:28:57: Grenzen setzen ist eine große Herausforderung, gerade nach Corona wo viele zu Hause waren unterschiedliche Wirklichkeiten erlebt haben.

00:29:07: Und aktuell ist es schon auch ne wirkliche Herausforderung dass wir akzeptieren das die Bindung zwischen den Eltern und dem Kind etwas so wertvolles is was auch ne Erzieherin oder ne Fachkraft immer wieder vor Augen hat, dass die Bindung in vielerlei Hinsicht im Sozialen eine große Rolle spielt und das wir ein Bindeglied sind in der Kita.

00:29:35: Die diese Verbindung zwischen den Eltern und dem was in der Einrichtung steht in einen guten Kontext bringt?

00:29:42: ja und die individuelle Förderung?

00:29:44: Wir sagen Begabungsförderung.

00:29:46: damit meinen wir aber nicht Hochbegabungen sondern wirklich uns Zeit nehmen und zu schauen wo steht ein Kind Mit welchem Päckchen kommt es vielleicht von zu Hause in die Einrichtung und wie können wir bestmöglich helfen?

00:29:59: Resilienz klingt wie ein Schlagwort, aber das Beruhigen von den kleinen Nervensystemen meditieren, Klopfübungen zu machen, Atemüblingen zu machen – die Dinge gewinnen deutlich mehr an Bedeutung.

00:30:15: Und es gewinnt auch mehr an Bedeutung, wie wir Kreativität leben.

00:30:19: Für mich ganz spannend!

00:30:21: Wir haben schon gelernt... Ich zeig dir jetzt, wie man im Bild malt und welche Materialien und so soll's aussehen?

00:30:27: Und jetzt leg los!

00:30:29: Da haben die Kinder schon ganz schön geprägt.

00:30:31: oder wir sagen einfach Stell dir vor das ist das Thema und mach was du willst.

00:30:35: uns einmal frei.

00:30:36: damit sind so klitzekleine Beispiele.

00:30:39: Was muss ich...?

00:30:40: Oder welche Voraussetzung muss ich denn erfüllen um bei euch einen Platz zu bekommen?

00:30:43: oder mein Kind?

00:30:45: Man muss sein Unternehmen davon überzeugen, dass es sinnvoll ist mehrere Jahre einen Platz zu nehmen bei uns und dann haben wir Kooperation mit Firmen.

00:30:56: Und dann klappt das.

00:30:58: Cool!

00:30:59: Jetzt würde ich zum nächsten Punkt gehen?

00:31:03: Was wäre denn etwas was für dich bildungsrelevant ist?

00:31:06: weil also ich glaube schon noch gerne unterbringen möchte dass die Unternehmen sich gerade abwenden von der Vereinbarkeit, vom Familienberuf ja weil es halt Geld kostet.

00:31:15: Ja!

00:31:16: Die Themen haben wir auch.

00:31:17: meine liebe Lea ist schwanger.

00:31:18: ich freue mich total für sie und das ist für uns als kleines Unternehmen schon eine Nummer.

00:31:23: wenn Sie jetzt dann in diese Zeit geht und sie sagt aber ganz ehrlich ich möchte so schnell wie's geht auch wieder hier arbeiten und wir gucken natürlich auch selbst im Handwerksbetrieb Wie viel können wir remote?

00:31:34: möglich machen.

00:31:35: Wir haben hinten einen tollen Raum, da habe ich schon sofort meine Pläne.

00:31:38: Der war schon mal so genutzt vor... Oh das war zu Carlos Zeiten vor vierzehn Jahren als ein Kinderparadies.

00:31:46: und ich glaube wenn wir es wieder umbauen, dann kommt ein Gitter davor und dann wird das alles umgebaut und dann kann so ein Kind auch hier Stunden groß werden.

00:31:54: Und ich glaube heutzutage ist eine ganz große Aufgabe Es war immer die große Aufgabe gute Mitarbeiter zu finden viel schwieriger zu halten, also finde es immer eine Sache.

00:32:07: Genauso wie das Thema mit einem Käufer zu haben oder einen Kunden daraus zu entwickeln.

00:32:12: und diese Langfristigkeit sehe ich genauso auch bei Mitarbeitern und da muss man sich als Unternehmen schon mehr Gedanken machen.

00:32:18: Ich seh noch ein Unterschied vielleicht meistens Wie bei dir in großem Ziel.

00:32:22: oder wie wir uns sagen wenn du als Inhaber Als reiner Gesellschafta Auch langfristiger siehst ist es vielleicht manchmal auch etwas anderes als Offlight auch bei Konzernen wo viele sagen, ich bin ja auch selbst angestellt.

00:32:36: Es kann nicht despektierlich gemeint aber ich finde es gibt manche die machen sich mehr im Kopf und es sollten auch mehr sich dazu Gedanken machen weil es gibt so tolle Mitarbeiter.

00:32:46: Wenn ich jetzt zum Beispiel Alainette bei der Lea sehe Ich freue mich total wenn sie diese Einstellung hat hier weiter mitzumachen.

00:32:51: da muss ich als Unternehmen alles ermöglichen dass das auch machbar ist und nicht dass sie mir verloren geht Und... ...ich seh' da auch viele Beispiele die ich nicht für gut heiße wo der Umgang ist und gerade jetzt.

00:33:05: Man kann natürlich sagen, es sind momentan vielleicht wieder Arbeitgeberfreundlich weil viele Stellen gestrichen werden und viele dort sind.

00:33:10: aber das kann's ja nicht sein.

00:33:12: Es muss ja in einem Gleichgewicht stattfinden.

00:33:15: Du hast gesagt die Entwicklung geht gerade in eine andere Richtung generell wenn du dich so umschaust dass die Vereinbarkeit von Familien- und Unternehmen oder dem Beruf einfach nur noch als Kostenfaktor gesehen wird?

00:33:26: Also das erste, was ich beobachte ist sobald es ein bisschen kriselt in der Wirtschaft sind natürlich solche Ausgaben werden in Frage gestellt.

00:33:33: Zum einen sagen Unternehmen ja wir wollen allen Mitarbeitenden gleich gerecht werden und deswegen machen wir nichts mehr finde ich eine spannende Argumentation.

00:33:42: jedes einzelne Kind was in einer Einrichtung kommt dass gerade bei so einer Herausforderungen beide Eltern arbeiten da kann man ja wenn man Vollzeit arbeitet und dann noch nach Hause kommt.

00:33:54: Da kann man sich schon vorstellen, was da zuhause los ist?

00:33:56: Da brauchen alle ein bisschen Entspannung.

00:33:58: Und wenn dann viele Bildungsthemen, Abwechslung, Sportbewegungen Musik schon stattgefunden haben am Vormittag, dann kann sich die Familie am Nachmittag auch wirklich entspannt mal jeder für sich so ein bisschen auch lockere Zeit verbringen.

00:34:13: Dann muss ein Kind nicht ausgepowered werden weil es schon die Zeit hinter sich hat.

00:34:19: Da sind wir im Moment auf dem falschen Weg.

00:34:23: Teilweise die Nachfrage ist immer noch mehr da als das Angebot, aber trotzdem merke ich einen deutlichen Rückschritt gerade von den großen Unternehmen, die sich aus dem Feld wieder zurückziehen.

00:34:35: Ich glaube dass es ein großer Mehrwert ist.

00:34:38: jetzt bei uns kommen häufiger wieder die Anrufe ad hoc.

00:34:42: Also wir wollen uns langfristig nicht engagieren, aber kurzfristig brauchen wir ganz schnell einen Platz.

00:34:47: Hast du einen für mich?

00:34:48: Da ist eine ganz tolle Mitarbeiterin die kommt aber nur wenn sie ein Kita-Platz hat eben mit den Rahmenbedingungen, die eine öffentliche Einrichtung nicht unbedingt hat sagen wir haben wir nicht kurzfristige sondern viele Unternehmen sichern sich Plätze und belegen denen dann wenn Sie ihn brauchen.

00:35:05: Wie viele Plätze sprechen wir da so mal ganz informativ?

00:35:08: Also

00:35:09: in Karlsruhe haben wir eighty-fünf Plätze und für SEW Euro Drive dürfen wir deren wundervolle Einrichtung betreiben mit über hundert Kindern.

00:35:20: Wir machen auch gerne eine Kita ein Baden-Baden.

00:35:23: Ohne Flasche, ich glaube das... also unsere Kinder waren ja oben auf dem Pedder.

00:35:27: Kita, das war super!

00:35:28: Alle haben schon diese Namen Kindheitserinnerungsplatz, wo man dann vorgefahren ist.

00:35:32: Alles ist nach Heilewälter oben.

00:35:34: Aber ich denke auch, das ist ... Ich kriege es von vielen anderen mit.

00:35:37: Wenn man sich da nicht früh genug drum kümmert... Viele sind ja echt aufgeschmissen!

00:35:41: Ein Riesenthema.

00:35:41: Ich fahre jetzt am Wochenende nach Grünwald zu einem meiner Partnerkinder der Firmung.

00:35:45: Ja in Grünenwald wird das komplett übernommen.

00:35:47: Die haben gar keine Kita-Gewöhnung, gar nichts.

00:35:49: Also das ist schon ... Manche Städte können sie sein und manche weniger.

00:35:53: aber zum Schluss geht's ja nicht nur um das Leistungs-Gitarum überhaupt als das Angebot.

00:35:56: Und wir brauchen in Deutschland einfach mehr Kinder.

00:36:00: Und dann mache ich jetzt nicht nur das Rentensystem zu sterben, sondern generell wir müssen ja irgendwo mehr Kinder haben.

00:36:06: Das ist für mich ein Thema und wenn es dann immer schwieriger wird auch immer teurer werde, möchte ich dann auch genau sehr viele Familien die jetzt nicht ultravermögen sind aber ein gutes Geld verdienen.

00:36:14: Wenn dann runter gedrosselt, die wie Frau auf tausend achthundert Euro da kann man sagen Ja das ist immer noch viel Geld.

00:36:21: Aber wenn sie trotzdem irgendwie eine Wohnung in der Finanzierung hatten, whatever, kann es für meint ihr echt knapp werden.

00:36:26: also einen Kind zu bekommen Und so würde ich es in den Raum stellen, ist schon Luxus.

00:36:32: Viele überlegen sich das, ob sie sich das leisten können.

00:36:35: Also Karlsruhe hat wunderbare Förderbedingungen für Einrichtungen – da sind Sie Vorreiter!

00:36:40: Ich hoffe diese Haltung behalten Sie auch weiterhin?

00:36:43: Ich finde aber Baden-Württemberg sollte dringend Kitaplätze anbieten, die nichts kosten.

00:36:49: Das muss natürlich refinanziert werden das ist mir völlig klar.

00:36:52: aber die Erleichterung oder der Gedanke Kinder zu bekommen scheint offensichtlich genau aus dem Gedanken die du sagst schon getroffen zu werden.

00:37:01: warum haben und viele Familien die sich leisten können?

00:37:05: Viele Kinder und ja viele die hart arbeiten entscheiden sich dann für ein oder zwei Kinder.

00:37:11: also ich glaube da könnten wir viel leisten und viel tun und es würde der Gesellschaft nach haltig zugutekommen.

00:37:18: Ein Gedanke, der jetzt mit der Kita nichts zu tun hat, der mir aber wirklich wichtig ist auch Home Office.

00:37:24: Viele rudern wieder zurück vom Home Office weil sie sagen man muss im Unternehmen sein.

00:37:28: dadurch benachteiligen wir aber sehr viele Frauen denn die Anreise zum Arbeitsplatz und die Reise nach Hause es genau die Zeit die eigentlich fehlt um das Kind wieder frühzeitig betreuen zu können.

00:37:42: Ich spreche nicht davon, im Homeoffice-Kinder zu betreun.

00:37:45: Davon halte ich überhaupt nichts weil es entweder arbeiten oder Kind.

00:37:49: aber die Anreise und Abreisezeit macht es vielen Frauen eben unmöglich die Arbeitsstelle zu behalten.

00:37:56: Weil sie sagen zwischen morgens und bis das Kind aus der Schule oder aus der Kita kommt haben Sie nicht genug Zeit zum Arbeiten eine Stunde hin, eine Stunde zurück.

00:38:06: Dann lohnt es sich nicht und wir haben viele Partnerinnen und Partner gewonnen die maßgeblich für die Kindererziehung zuständig sind, die vom Homeoffice aus sehr effizient und gut arbeiten

00:38:17: konnten.".

00:38:19: Daniel zum Lesenpunkt Sichtbarkeit und Haltung.

00:38:22: du stehst ja auf vielen Podien bringst deine Meinung an und bist in vielen Netzwerken aktiv.

00:38:27: wie wir's schon zuvor gerade besprochen haben gehört Sichtbarigkeit für dich heute auch zur Verantwortung dazu?

00:38:33: Also nicht nur im Hintergrund zu wirken, sondern öffentlich Haltung zu zeigen.

00:38:38: Und wo ziehst du auch für dich ganz privat zum Teil die Grenze?

00:38:41: Wann ist Sichtbarkeit sinnvoll und wann wird es dann doch wohl zu viel?

00:38:47: Das ist ein ganz schmaler Grad denn natürlich ist es schön wenn man ins Restaurant geht und in seiner Freizeit nicht erkannt wird.

00:38:56: ich wohne in Jölingen, das ist Walzbachtal.

00:39:00: Da bin ich schon seit Kindheit aufgewachsen.

00:39:03: da bin ich so wie du mich nennst die Danni und sonst nichts.

00:39:06: es ist einfach super Und das gelingt mir manchmal wenn ich in der Stadt bin nicht aber Ich bin privat privat und wenn ich In der Öffentlichkeit stehe dann mache ich mir Gedanken erstens ob ich was zu sagen habe.

00:39:21: vermeintlich Nur dann gehe ich dahin und nur dann spreche ich darüber.

00:39:26: Und es ist jedes Mal für mich eine kleine Herausforderung zu sagen, ich mache's.

00:39:30: Weil ja wie du schon sagst wenn man nichts zu sagen hat, wenn man keinen Impact hat zu einem gewissen Thema warum sollte man dann irgendwo hingehen?

00:39:38: Klar!

00:39:39: Was dich total schön finde was du mir auch erzählt hast dass du früh gelernt hast das war bei dir im Elternhaus so dass Frauen alles können.

00:39:45: also total schön.

00:39:46: Dann hast aber doch gemerkt in manchen Strukturen Dass es indirekte Hörden gibt.

00:39:50: Wie hast Du gelernt dir deinen Raum zu nehmen?

00:39:53: Ich bin ein optimistischer und positiver Mensch.

00:39:56: An manchen Tagen gelingt mir das nicht, weil ich denke die Rolle der Frau ist doch überhaupt noch nicht da wo sie hingehört aber man spricht darüber nicht mehr so gerne.

00:40:06: Es ist nach wie vor eine riesen Herausforderung manchmal einfach ernst genommen zu werden.

00:40:11: Das gelingt mich da in vielen Dingen.

00:40:13: die Position habe etwas zu ändern macht es aber nicht leichter wenn du ne Position hast aber nicht wirklich ernst genommen wirst.

00:40:20: Ich versuche es dann, ich glaube über zehn verschiedene Umwege und immer wieder einen neuen Weg an das männliche Geschlecht heranzukommen.

00:40:30: Auch die Kollegen und Kollegen, die vielleicht manchmal lieber mit mir ein Pläuschchen halten würden, anstatt sich über Projektzahlen zu unterhalten und die Entwicklung ihres Unternehmens.

00:40:42: Was würde es nur ganz genau jungen Frauen sagen oder empfehlen, die sich in Netzwerken noch irgendwie schwer tun oder das Gefühl haben nicht richtig den Zugang zu bekommen?

00:40:51: Nicht die männliche Art nachzueifern sondern den eigenen inneren Kompass zu finden.

00:41:00: Ihre eigene authentische Art ob flippig, ob lustig, Ob kindlich, ob weiblich ist völlig egal.

00:41:08: Hauptsache es ist authentisch und wenn man In seiner Authentizität bleibt, dann gewinnt man auch bei dem Gegenüber egal mit welcher Haltung.

00:41:19: Vielen Dank.

00:41:21: Vorletztes Kapitel!

00:41:25: Auch das muss mal angesprochen werden die wir da haben und ich gebe euch ganz viel Raum.

00:41:30: also Zukunft wenn du auf die aktuellen Themen schaust Viel zu viele davon.

00:41:38: Unternehmertum, Fachkräfte, Bildungsstandort Deutschland, gesellschaftlicher Zusammenhalt – wo spürst du gerade den größten Druck?

00:41:48: Ich spüre den großen Druck im Kostendruck.

00:41:51: zum einen dass sich große Konzerne aktuell die bundes- also die weltweit unterwegs sind den deutschen Markt erkaufen.

00:42:00: ja wenn kostendruck herrscht können sie günstig reingehen und sich merkt er kaufen.

00:42:07: Das merke ich zum einen.

00:42:08: und zum anderen, wenn es bei Unternehmen Krisel das erste was sie machen sind Dienstleister ausschreiben.

00:42:13: Wir haben in der Vergangenheit gemerkt dass es Ausschreibungen hier im Süden gab und die Dienstleisern nicht reagiert haben in die Richtung wie viele Unternehmen das wollten sondern die Chance genutzt haben die Preise zu erhöhen was dringend notwendig war.

00:42:26: dann hat man die Ausschreibungen hier und da zurückgezogen und es blieb wieder dabei.

00:42:32: jetzt ist es wieder so dass man unter Kostendruck steht Aber ich stelle einfach fest, die richtigen Partner.

00:42:37: Wir haben unglaublich treue Firmen mit denen wir seit Jahrzehnten zusammenarbeiten und mit denen auch vertrauensvoll darüber sprechen können wie wir damit umgehen.

00:42:48: Das funktioniert in dem Vertrauen sehr gut aber der Druck steigt.

00:42:53: Kenna du hast von der Balance zwischen Fortschrittung Krisenbewältigung ja gesprochen.

00:42:57: Wie schaffst Du das eigentlich diese Balance als Unternehmerin selber zu halten?

00:43:02: Das ist eine riesen Herausforderung, also einerseits unter Kostendruck zu stehen und andererseits mit Technologie mithalten zu können.

00:43:11: Das gelingt uns in dem wir als Familienunternehmer schon immer die Gelder im Unternehmen lassen und nicht entnehmen.

00:43:21: Dadurch können wir investieren – das ist auch aktuell so... Wir investieren in Produktmanagement, wir investieren im Teams die sich um Robotik kümmern.

00:43:33: Die Weiterentwicklung zum Thema Data Management von Gebäuden machen.

00:43:38: bei uns bedeutet Investitionen im Dienstleistungssektor dass wir in Teams und Menschen investieren bevor wir in irgendwelche Technologie investieren können.

00:43:47: Und da hatte ich auch jüngst den Vorschlag gemacht, dass wir als Dienstleistungsunternehmen auch mal Gelder-Gewinne im Unternehmen nicht versteuern müssen.

00:43:57: Sondern diese unversteuerten Gelder die nachgewiesenermaßen direkt in Investitionen gehen und Investition eben nicht in Anlagen und Maschinen, die abschreibbar sind dass man diese Gelder auch nutzen kann, ohne dass man sie vorher schon versteuern muss.

00:44:13: Die Ansätze fanden viele ganz spannend und ich glaube da könnten wir politisch noch deutlich mehr tun das dieser Druck von den Dienstleistungsunternehmen genommen wird und wir wieder ein bisschen mehr Freiraum bekommen dringend in Neuheiten, in Innovationen, in Technologie zu investieren.

00:44:30: Dankeschön!

00:44:32: Was macht dir Sorge, wenn du auf Deutschland als Wirtschaftsstandort schaust und wo siehst du trotzdem Zuversicht?

00:44:40: Ganz lokal gedacht macht mir Sorgen dass wir in Karlsruhe und der Technologieregion viel zu wenig Selbstbewusstsein haben für unsere wundervolle Stadt.

00:44:49: Wir wohnen in einer der schönsten grünen Städte, die es überhaupt in Deutschland gibt und sehen manchmal nicht wie toll wir's haben.

00:44:56: Und sind dann gar nicht so mit Selbstbewusstsein ausgestattet dass in Deutschland wenn man nach Karlsruhe guckt immer noch denkt, ah KIT kennt man!

00:45:04: Die erste E-Mail Technologieregion hat man gehört.

00:45:07: aber welche Power wir haben das wir uns der größten Automobil Cluster in überhaupt Deutschland sind hier in unserer Region und gar nicht mal in Stuttgart?

00:45:17: Das macht mir Ein bisschen Sorgen und finde ich schade.

00:45:21: Und natürlich macht mir Sorgen, dass die Unternehmen langfristig in breiter Maß im breite Spektrum sich mehr im Ausland investieren, so sie das denn können als in Deutschland zu investieren.

00:45:32: Da müssen wir gegensteuern, da sollten wir Anreize schaffen.

00:45:36: Das sollten wir Möglichkeiten haben, dass Diejenigen, die eigentlich in Deutschland investieren wollen auch die Möglichkeit bekommen dies zu tun?

00:45:45: Und ich finde auch bedenkenswert, dass wir überall nur noch über Start-ups sprechen und Innovationstöpfe bilden wo man sich darum bewerben muss.

00:45:55: Das Pfund was wir in Deutschland haben ist der Mittelstand.

00:45:58: Der weiß in Wasser investieren will, der weiß welche Innovation wir leben wollen.

00:46:02: Ich habe es vorhin kurz gesagt Wir haben relativ wenig Spielraum zu investieren aber uns jetzt noch um externe Töpfen zu bemühen Das ist der Mittelstand gar nicht gewohnt und Unternehmen jammert nicht, sondern macht und macht aus eigenen Mitteln.

00:46:17: Da kommen wir nicht so richtig voran.

00:46:19: die Bewerbung um diese Töpfe, die findet gar nicht statt, wird gar nicht abgerufen.

00:46:23: Wir sollten uns mehr darum bemühen dass über achtzig Prozent sind in Eigentümer geführten Unternehmen beschäftigt das wir diesen Unternehmen wieder unsere Aufmerksamkeit widmen und schauen wie können diese aus ihren eigenen Handeln Unternehmertum da sein, wieder mehr investieren können.

00:46:43: Also da gehe ich komplett in allen Punkten mit dir der Chor bis auf die Attraktivität der Stadt.

00:46:49: Da würde ich Baden-Baden doch noch schwer gegenhalten als grüne schöne Stadt.

00:46:54: aber naja das ist ja beides nicht weit voneinander entfernt.

00:46:57: Baden Baden hat aber das Selbstbewusstsein schon des Karlsruhe vielleicht noch aufbauen darf?

00:47:02: Ja ich habe es gerade nur vorher schon gehabt.

00:47:04: heute ist ein Artikel in der Kapitale bin zitiert worden mit ein paar Aussagen zu dem Standort Baden-Baden.

00:47:11: Das finde ich jetzt nicht ganz so glücklich erschienen, aber ja, ich weiß was du meinst?

00:47:16: Ich glaube da ist noch manchmal Nachholbedarf.

00:47:19: Also Baden Baden und Karlsruhe gehören für mich auch zusammen gedacht.

00:47:24: also es ist eine Region die so viel wundervolle Dinge zu bieten hat kulturell dass wir das uns selbstbewusstsein fehlt es nach außen zu tragen.

00:47:34: Ich sehe es auch immer so in Bezug auf Europa.

00:47:36: Wenn man sich so Europa gesamt anschaut, das ist hier schon die Mitte.

00:47:39: also wir sind super vernetzt Wir haben eine tolle Anbindung und man kommt überall europaweit gut hin.

00:47:45: Man ist nirgendswo in so einer Ecke ich finde sogar von der Lage viel besser als Berlin und manche andere.

00:47:50: Man ist wirklich Superzentral genau dass gleiche wenn man das mitbekommt was so draußen überall passiert.

00:47:56: man sieht die Nachrichten man geht hier nur raus sei's bei euch irgendwo wo du wohnst an den Wald oder mal geht hier die lichten Tellerley.

00:48:03: Man ist hier immer noch so ein bisschen, finde ich, in der Glücksseligen.

00:48:07: Es ist eine heile Welt, die irgendwie noch so vorkommt und ja ... Ich bin auch oder wir sehr froh, dass wir hier leben.

00:48:14: Das mag ich nicht mehr missen diese Region.

00:48:19: Jessica seht schon an Sie lacht, sie freut sich weil jeder muss immer dran.

00:48:23: Auch du musst dran glauben.

00:48:25: Mattes drei Klassiker.

00:48:27: Es kommt jetzt!

00:48:31: Welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient?

00:48:35: und was wäre das für ein Schuh?

00:48:37: Ich wollte schon sagen, es gibt der erste Moment wo du die Brille

00:48:40: abnimmst.

00:48:40: Das neue Kontakt nimmst, jetzt kann ich auf dich näher nichts mehr sehen.

00:48:50: Welcher moment?

00:48:52: Also sicher Mama werden hat den ganz eigenen Schuhe im wahrsten Sinne des Wortes verdient.

00:48:58: unter von den High Heels da richtig tollen Schuh zu tragen, der halt nicht mehr hoch ist und einem trotzdem die Aufrechterhaltung

00:49:07: gibt.

00:49:08: Hat einen Moment verdient.

00:49:10: jedes Mal auf einer schönen Bühne zu stehen wo man auch auf die Schuhe guckt hat ein toller Schuh verdient Und manchmal einfach nur für sich selber Zuhause in tollen schuhtragen.

00:49:21: Genau.

00:49:24: Nächste Frage an welches Glas Wein erinnert du dich besonders gern zurück?

00:49:30: Ich liebe tatsächlich im Moment Weine aus dem Montalcino.

00:49:36: Da haben Freunde von mir ein sehr schönes Weingut und bei denen auf den Weinguth.

00:49:42: das zu trinken in einer lockeren schönen Atmosphäre unter Freunden, das war schon was sehr Besonderes.

00:49:50: Schön!

00:49:51: Und zu aller Letzt, Dani.

00:49:53: Welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen?

00:49:58: Ich hänge tatsächlich ganz wenig an Gegenständen.

00:50:02: Ich glaub, den letzten Schnulli meine Sohn ist?

00:50:04: Okay,

00:50:06: haben wir auch noch nicht gehabt!

00:50:07: Das stimmt es ist neu, sehr schön.

00:50:09: Vielen vielen Dank.

00:50:10: das war großartig.

00:50:11: Du bist eine Frau die viel zu sagen hat und es ist so schön dass du durch in so viele unterschiedlichen Bereichen einbringst.

00:50:16: danke für deine Zeit und für diesen spannenden Einblick aber sehr schön.

00:50:20: ich danke ebenfalls Dani.

00:50:21: Danke, dass ich hier sein durfte.

00:50:23: Jetzt

00:50:23: gucke ich auf die Uhr.

00:50:23: Es ist jetzt zwanzig nach elf und ein paarm's schon eher auf.

00:50:25: Also wenn ihr Lust und Zeit habt, würde ich euch noch gerne zum Mittagessen einladen.

00:50:30: Sehr gerne!

00:50:31: Dannie schaut kurz im Klingel.

00:50:32: Die

00:50:33: Uhr muss sich in Karlsruhe sein?

00:50:34: Ja das kremen wir doch noch

00:50:36: hin.

00:50:37: Ein Quick Lunch.

00:50:38: Sehr schön freue ich mich sehr.

00:50:39: also vielen vielen Dank.

00:50:39: es war eine Freude.

00:50:40: auch danke an Matthias.

00:50:41: Danke an dich Jessica.

00:50:43: Vielen dank fürs Zuhören.

00:50:44: alle weiteren Infos die stehen ja bei uns unten in den Show Notes und wir freuen uns schon auf das nächste mal.

00:50:49: bis dahin alles Gute.

00:50:50: Tschüss.

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