Von Baselitz gewarnt, in New York gesammelt, in Glashütte getragen – Künstler Max Frintrop im Gespräch#31
Shownotes
Was haben abstrakte Malerei, ein farbbedeckter Atelierboden und 16 Luxusuhren gemeinsam? Künstler Max Frintrop spricht über seinen Weg von der Düsseldorfer Kunstakademie in internationale Sammlungen, über Unabhängigkeit, Ausdauer und die Frage, warum die besten Ideen oft erst beim Arbeiten entstehen.
Langbeschreibung
Max Frintrop wollte schon früh etwas Eigenes schaffen. Heute gehört der Düsseldorfer Künstler zu den markanten Stimmen der abstrakten Malerei. Seine Werke finden sich in internationalen Sammlungen – und seine Kunst längst nicht mehr nur auf Leinwand.
Im Gespräch mit Jessica und Matthias erzählt Max, warum ihn eine Warnung von Georg Baselitz erst recht darin bestärkt hat, Künstler zu werden, wie er die schwierigen Jahre nach der Kunstakademie überstanden hat und weshalb er einem langsamen, kontinuierlichen Weg mehr vertraut als einem schnellen Hype.
Es geht um seinen Alltag im Atelier, um Langeweile als produktive Spannung und um den Moment, in dem ein Bild plötzlich ein Eigenleben entwickelt. Max erklärt, warum er heute ohne Skizzen arbeitet, weshalb ihn vor allem die Arbeiten interessieren, die ihn selbst überraschen, und was Unabhängigkeit für einen Künstler bedeutet.
Besonders außergewöhnlich ist seine Zusammenarbeit mit der Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann: Aus den über Jahre entstandenen Farbschichten seines Atelierbodens wurden 16 individuelle Zifferblätter für eine limitierte Uhrenedition. Außerdem spricht Max über seine Arbeit mit traditionell gefertigtem Glas und die geplante Übertragung seiner Malerei in ein großes Glasfenster.
Eine Folge über Kunst und Handwerk, über Geduld, Bauchgefühl und Substanz – und über einen Künstler, der nicht auf Inspiration wartet, sondern jeden Tag ins Atelier geht und anfängt.
Unser Gast:
Max Frintrop, Künstler und Maler aus Düsseldorf
Max Frintrop – Website:
Die Kunst und aktuellen Arbeiten von Max Frintrop
Max Frintrop auf Instagram:
@maxfrintrop
Max Frintrop bei der Galerie Berthold Pott:
Werke, Ausstellungen und Vita von Max Frintrop
ART EDITION Max Frintrop von Moritz Grossmann:
Wie aus Max Frintrops Atelierboden 16 einzigartige Zifferblätter wurden
Unser Sponsor:
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Transkript anzeigen
00:00:02: Und zwar hatte ich eine Begegnung mit Georg Baselitz und hat er halt wirklich massiv davon abgeraten, als junger Mensch Kunst zu studieren und Künstler werden zu wollen.
00:00:12: Und ich weiß dass ich davon total angepisst war also richtig beleidigt.
00:00:16: was soll das sein?
00:00:18: Das darf der mir doch nicht verbieten irgendwie.
00:00:20: Und in der Zwischenzeit bin ich irgendwie zu der Erkenntnis gekommen, dass er eigentlich vollkommen recht hatte.
00:00:32: Es geht um Maßarbeit im Handwerk und dem Leben.
00:00:35: Um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen – gerade dann wenn es unbequem wird!
00:00:41: Matthias Vickermann ist Marschumacher Unternehmer, Speaker & Netzwerker.
00:00:46: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Marsch debesetzen.
00:00:50: Wir sprechen über Wandelwerte Und das was wirklich zählt Das ist Handwerk- und Haltung.
00:00:59: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Handwerk und Haltung.
00:01:02: Ich bin Jessica Sander, bei mir sitzt natürlich Matthias Vickermann.
00:01:05: Hallo Mathias!
00:01:06: Hallo Jessica!
00:01:07: Und bevor wir jetzt gleich mit unserem heutigen Gast sprechen möchte ich mich natürlich zuerst wieder einmal bei der Allianz Capital Solutions Gameberg bedanken.
00:01:15: Für mich passt diese Partnerschaft einfach wahnsinnig gut zur Handwerk- und Haltung weil wir hier nicht nur über schnelle Erfolgesprechen sondern auch über Wege, Verantwortung und das was man über Jahre hinweg aufbaut.
00:01:27: Danke dass ihr dieses Format so großzügig unterstützt.
00:01:31: Wunderbar, danke schön Matthias!
00:01:32: Und unser Gast ist ein Mann dessen Arbeit Matthias eine Tür geöffnet haben und zwar die Tür zur abstrakten Kunst.
00:01:39: Er ist Maler lebt und arbeitet in Düsseldorf und hat eine Handschrift entwickelt, die man erkennt an Farben, an der Fläche, an einem Strich, der sofort auffällt und an der Art wie eine Leinwand nicht nur bemalt sondern wirklich bearbeitet.
00:01:51: Was ich nach dem Vorgespräch besonders schön fand, man stellt sich an Künstler vielleicht so vor wie er auf eine große Idee auf Vision wartet.
00:01:58: Aber bei ihm ist das anders.
00:01:59: Er geht morgens ins Atelier auch wenn er noch nicht weiß was passieren wird und fängt einfach an.
00:02:05: Dazu kommt eine Verbindung zum Handwerk die uns hier natürlich besonders freut zu Uhren, zu Glas, zu Manufakturen Und ich freue mich sehr dass wir heute bei ihm ja vor seinem Atelier im Garten sitzen dürfen in Düsseldorf.
00:02:15: Wir wurden gerade schon zum Grillen eingeladen und es ist so schön dass wir hier sein dürfen.
00:02:19: Herzlich Willkommen Max Fritz.
00:02:22: Hallo, schön dass ihr da seid.
00:02:23: Danke schön!
00:02:23: Hallo Max auch meinerseits vielen Dank für dieses tolle Mittagessen.
00:02:27: ich hab Ihnen schon sofort gesagt also das merke ich mir über drei Stunden Öffnungszeiten gefragt.
00:02:31: Wie oft bin ich?
00:02:31: Ich bin hier vor dem Jahr vierundzwanzig sieben.
00:02:33: Danke
00:02:33: danke also.
00:02:34: das war für mich ein toller Start und ja ich freue mich drauf auch jetzt hier so Outdoor zu sitzen in diesem schönen Garten und freu mich aus den Haustauschen.
00:02:42: Danke dir
00:02:43: Sehr schön!
00:02:44: Matthias, die erste Frage geht ja wie immer an dich.
00:02:46: Du hast damals Max Bilder gesehen und wusstest sofort diesen Menschen hier muss ich irgendwie kennenlernen?
00:02:50: Und du hast sich dann wie Max es erzählt hat mit Charmander Bestimmtheit durchgefragt bis du seine Nummer hattest?
00:02:55: Was hatte dich an seiner Kunst damals so gepackt und warum gehört er für dich heute genau in diesem Podcast?
00:02:59: Ja das kann ich dir ganz einfach sagen... Ich habe ja irgendwann mal angefangen so Kunst zu sammeln.
00:03:04: Habe mich da auch in einer Freude.
00:03:05: Es war sehr gegenständlich und konnte mit abstrakter Kunst erstmal gar nichts anfangen.
00:03:10: Und dann habe ich ja einen Format in Baden-Bahn ins Leben gerufen, wo er an außergewöhnlichen Orten Kunst ausgestellt werden sollte.
00:03:16: Es kam verschiedene Galerien deutschlandweit unter anderem aus Köln die Galerie Hammelele und Ahrens den wir uns ausgestellt haben.
00:03:23: Da war ganz viel abstrakte Kunst dabei.
00:03:25: nichts von Max weil ihr da auch nicht zusammenarbeitet.
00:03:29: aber ich hätte der Berührungspunkt dazu damit beschäftigt, weil ich mir das auch nicht losgelassen hat.
00:03:35: Hab dann geguckt und irgendwie sind mir die Arbeiten von Max immer wieder aufgepoppt.
00:03:39: Ich hab den lieben Olaf Salih der auch schon in dem Podcast war kennengelernt, habe bei dem auch schon eine tolle Arbeit gesehen Und er sagt okay so wenn ich mich damit beschäftige und sowas mal auch austauscht irgendwie kennenlernen möchte Dann würde ich ganz gerne den Max Frindtrop kennenlern.
00:03:54: So!
00:03:55: Die Welt ist klein Und ich habe das Glück, dass ich auch viele Menschen kennen darf und auch Menschen, die mit dem Entsetzen gewachsen sind.
00:04:00: Habe ich den Salih gefragt?
00:04:01: Dann kam da die Nummer und all und hab mich gemeldet.
00:04:04: Hab angerufen, mich vorgestellt und hab gesagt Ich würde gerne mal wenn ich im Rheinland bin, mal vorbei kommen wir das mal anschauen.
00:04:10: Das ist der erste Punkt Die erste Frage wie wir uns kennengelernt haben wie wir darauf zugekommen sind.
00:04:15: Der zweite Punkt ist der Von dem man sich so abstrakt habe und sammle Ist die erster Arbeit vom Achsen Daum ist es für mich eine Schlüsselarbeit wo sich viel drauf aufgebaut hat, die immer noch hängt.
00:04:27: Ganz prägnant und die erfreut mich bis heute.
00:04:31: Und ja das ist auch so es geht nicht um das Bild Es geht ja auch die Story dahinter mit den Menschen die man kennt.
00:04:37: Ja da gehört für mich ganz viel dazu und daher großen Dank.
00:04:41: Ja vieles davon beruht auf Gegenseitigkeit.
00:04:44: Aber am Anfang als wir uns kennengelernt haben hatte ich auf jeden Fall erst mal ein großes Portion Skepsis.
00:04:49: Ich dachte wer kommt denn da?
00:04:51: Also das ist aber relativ schnell hat sich das verflüchtigt, als wir dann einmal im Atelier waren und ich einfach gemerkt habe dass da eine gewisse Wertschätzung und einem ja auch einen Bewusstsein irgendwie für das was ich da tue.
00:05:08: Sich einfach irgendwie Im Ausdrück.
00:05:11: also du hast sofort irgendwie versucht die Arbeiten so zu verstehen wie Wie man das als den Handwerker auch macht.
00:05:19: ne?
00:05:19: Wie wird etwas hergestellt?
00:05:21: welche Prozesse stecken wo dahinter?
00:05:24: Diese Aufmerksamkeit hat dann sofort eine Verbindung geschaffen.
00:05:27: War dir schon am Anfang an klar, dass du ihm diese Tür öffnest?
00:05:31: Nein, hatte noch gar keine Ahnung wo er herkommt und wo die Reise hingeht.
00:05:36: auch für mich selber hatte ich da noch gar nicht.
00:05:39: Bei euch ist es aber so schön, das ist ja nicht nur Künstler- und Sammler oder Kunstinteressierter bei euch ist auch wirklich so ne Freundschaft entstanden und ihr habt fast parallel eure Liebe zum Weinemdeckt oder die so ein bisschen tiefer oder das Wissen vertieft.
00:05:49: Das war ziemlich parallel, oder?
00:05:52: Das kann schon sein, also ich bin so ein Gastronomie-Kind.
00:05:55: Ich komme aus einem Familienrestaurant und bin da halt dann irgendwie auch schon als kleiner Stebke zum Beispiel bei Maya Negle gewesen.
00:06:06: Da waren wir sehr regelmäßig und ich hatte eigentlich als Jugendlicher bzw.
00:06:10: junge Erwachsener immer das Gefühl, ich hätte voll Ahnung von beiden.
00:06:14: Und als ich mich tatsächlich irgendwann mal mehr damit beschäftigt hatte muss sich dann relativ schnell einsehen, dass ich gar nichts weiß.
00:06:23: Das habe ich dann irgendwie versucht, etwas zu überbrücken und tatsächlich auch theoretisches Wissen über Wein zu bekommen.
00:06:32: Und das war tatsächlich glaube ich auch so was wo Matthias zu der Zeit angefangen hat sich tiefer mit der Materie zu beschäftigen.
00:06:41: aber es ist ein schönes Hobby wenn man ein bisschen Hedonismus pflegt.
00:06:47: Ja das gibt ja so viele Parallelen.
00:06:50: Das hat man mit dem Handwerk, mit den Schulen.
00:06:51: Das ist aber mal der Kunst und vielleicht mit dem Wein.
00:06:54: Es geht um mich.
00:06:54: die Masses geht darum dass man sich da vielleicht miteinander setzen sollte.
00:06:58: Und vielleicht mal einfach über seinen Wissen ein bisschen darauf vertieft.
00:07:01: Ja das finde ich auch ganz gut.
00:07:03: Max lass uns doch mal noch so ein bisschen an den Anfang zurückgehen.
00:07:06: War es eigentlich immer klar, dass es nur dieser künstlerische Weg sein kann und sein sollte?
00:07:13: Auf jeden Fall wollte ich immer irgendetwas schaffen.
00:07:17: Also das war so ein ganz tiefes Grundbedürfnis, auch als ich noch gar nicht irgendwie eine konkrete Berufswahl oder so mir als Jugendlicher vorstellen konnte.
00:07:26: Ging es immer darum was eigenes zu machen etwas zu erzeugen, was halt nicht irgendwie aus einer anderen enttremdteren Arbeit stammte, sondern immer irgendwas, was aus mir herausfließt und dass dann die Malerei geworden ist hat sich irgendwann als ich so Zivildienst gemacht habe, hab' ich mich da irgendwie dann festgelegt und hab gesagt okay das ist jetzt der Kurs.
00:07:51: Und er wird
00:07:53: gehalten.".
00:07:54: Du kommst ja aus Oberhausen.
00:07:56: Da auch so ein bisschen unsere Art-und-Weise, wie wir auch manchmal sprechen... Ich hätt's alter Schwärter oder aus einer Grenze zu Dortmund kommen.
00:08:04: Du bist später dann in die Kunstakademie Düsseldorf gegangen und warst bei Albert Ölen.
00:08:09: Wie wichtig war diese Zeit für dich?
00:08:11: Was hast du denn dort genau
00:08:12: mitgenommen?".
00:08:14: Ja, also ich komme nicht nur aus Oberhausen sondern bin im Mühlheim zur Schule gegangen.
00:08:19: Unser Garten hat da hinten einen Baum der noch in Essen war.
00:08:22: das war einer meiner Lieblingskletterbäume.
00:08:24: Also genau aus diesem Dreistädte-Eck und ich habe dann in der Schule auch... war unsere Ecke in Styrum von der Schule, da hat Helga Schneider gelebt als er auch noch nicht so berühmt war.
00:08:35: Da hatte er noch diese Hörspiele gemacht und da sind wir als kleines Stepp gesehen und haben bei ihm Klingelmännchen gemacht und haben vor dem Wort mit Helge reden und haben gebeten das herauskommt.
00:08:44: dann hat uns immer wegschickt.
00:08:48: Und ja nach Düsseldorf hat mich dann halt ein Maler gezogen.
00:08:54: also ich habe mich ganz Deutschland eigentlich beworben aber schon immer Fokussierung auf Düsseldorf, weil dort Dieter Krieg unterrichtet hat.
00:09:02: Und Dieter Krieg war eigentlich so jemand den ich als malerisches Vorbild genommen habe, weil er halt so eine direkte und Unmittelbarkeit in seiner Malereisprache einfach hatte.
00:09:15: aber der war dann nicht mehr Professor als ich dann dort angekommen bin.
00:09:19: Das war dann so Richtung Ende seines Lebens und da hatte dann auch tatsächlich Albert Oelen, denen ich damals noch gar nicht kannte die Klasse vom Dieterkrieg übernommen.
00:09:29: Und da kommt man aber erstmal in den Oberbereich, was halt so ungefähr ... das sind zwei Semester wo man erst mal auf Probe in Anführungsstrichen angenommen wird an der Akademie.
00:09:41: Und aus dieser Oberreichsituation heraus bewirbt man sich dann bei den einzelnen Professoren.
00:09:46: und da ist mir dann halt relativ schnell klar geworden dass Albert die Einzige an der akademie ist ja für mich infrage käme.
00:09:54: und da gab es aber das kleine Problem, dass er eine sehr kleine Klasse hatte war sehr Selektiv und sehr wählerisch, wer da rein durfte immer.
00:10:03: Ja... Und die gesamte Studienzeit über war das glaube ich denn bin auch immer bei ihm in der Klasse geblieben und habe von dort aus meinen Weg gesucht und mich so durchexperimentiert.
00:10:18: Apropos durchexperimentieren, du hast ja am Anfang in der Akademie noch sehr figürlich gearbeitet und heute kennt man dich vor allem über die abstrakte Malerei.
00:10:26: Wie hast Du diesen Wechsel selbst erlebt?
00:10:28: War das ein klarer Bruch oder eher so'n langsames Suchen?
00:10:32: Man muss die Akademie als einen Schutzraum verstehen indem man als Student wirklich sämtliche Narrenfreiheiten hat!
00:10:40: Man kann sich in naiven Ideen verlieren komische Experimente durchführen und hat eigentlich immer so diese Kontextualisierung.
00:10:51: Man ist Student in dieser Akademie, und die ist wie ein Schutzmantel dass man sich auch gar nicht rechtfertigen muss für irgendwelche Eskapaden sag ich mal.
00:11:02: Und ich habe das sehr genossen und eigentlich mein gesamtes Studium als ein reines Rumexperimentieren von Dingen die ich dann vielleicht nicht machen will betrachtet Und eigentlich erst nach der Akademie dann für mich auch so beschlossen, jetzt wird es ernst.
00:11:18: Jetzt gehen wir einen gewissen Weg und den halt mir dabei weiß nicht ob man das so verstehen kann aber auf der Akademie habe ich nie versucht Kunst zu machen sondern eher irgendwie alles auszuprobieren was vielleicht für mich... in Frage kommen könnte.
00:11:34: Du hast ja beschrieben im Vorgespräch auch, dass du am Anfang mit sehr konstruierten Räumen abkleben, Perspektiven und scharfen Kanten gearbeitet hast Und das dir diese Produktionsweise irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht hat.
00:11:45: War das ein wichtiger Hinweis?
00:11:47: Es muss nicht nur gut aussehen sondern es muss auch einfach zu deiner Art zu arbeiten passen.
00:11:52: Also ich glaube, wenn man halt seine Kunst bzw.
00:11:56: eh als Maler.
00:11:58: Die malerischen Prozesse sind immer ein bisschen anders als jemand der irgendwie versucht eine gewisse didaktik oder so in seinem berg zu erzeugen.
00:12:08: maler ist immer was unmittelbares und da liegt halt dann einfach eine authentität drin wenn man einfach die auch die kleinen unzulänglichkeiten wie zum beispiel wie viel konzentrationsfähigkeit hat man oder wie viele weh gung braucht man um sich am tag gut zu fühlen und all solche also ich dinge habe ich halt immer mit einfließen lassen in der suche nach dem richtigen prozess für die Malerei.
00:12:33: Also es geht nicht nur um die intellektuelle und kognitive Auseinandersetzung mit dem fertigen Bild, sondern auch der Prozess wie ich da hinkommen sollte in einer gewissen Weise nicht nur zu mir passen, sondern eine Ergebnis erzeugen was dann eine gewisse Müllosigkeit repräsentiert.
00:12:53: Und danach zu suchen war immer irgendwie so ein roter Faden in meinem Schaffen.
00:13:03: Also es gibt bestimmte Malertechniken, die einfach auch unter Studenten der Akademie sehr beliebt waren.
00:13:10: oder man klebt dann mit irgendwelchen Klebeband ab um bestimmte Kanten zu haben.
00:13:15: Das hat man natürlich alles exzessiv durch experimentiert und da bin ich halt irgendwann zu einem Ergebnis gekommen dass sich ganz bestimmte Techniken nicht machen möchte weil das auch so malerische Vorbilder gibt nicht versuche heranzureichen, sondern deren von gewissen Tricks oder Situationen ein gewisser Charme ausgeht.
00:13:40: Dass ich da nach suche und versuche die auch in meiner Arbeit zu erzeugen.
00:13:44: Also das sind zum Beispiel wenn man sich Bilder, die ich ganz toll finde von sowjetischen Avongarde, die ganz frühen Bilder wie sie z.B.
00:13:54: Tatlin gemacht haben Man sieht halt, weil die dann mit einem kleinen Pencil große Fläche gemalt haben.
00:14:03: Dass uns eine ganz andere Wärme bekommt, die da drin liegt.
00:14:08: Cool!
00:14:09: Ich will mal auf diesen eigenen Weg gehen in diese Situation heute.
00:14:16: Du hast mir einen tollen Satz gesagt... Das klingt ja erstmal beneidenswert?
00:14:25: Aber was heißt das wirklich wenn man als Künstler von seiner Arbeit
00:14:27: lebt?!
00:14:28: Also ich hab auch das Riesenglück, ich habe einen Job oder so viele Jobs mittlerweile.
00:14:32: Oder mit dem Podcast und so tolle Formate wo ich auch sage Ich darf echt ein sehr vollkommenes Leben führen.
00:14:39: Hab eine gesunde Familie, hab tolle Freunde Und kann jeden Tag Dinge machen die mich antreiben.
00:14:43: Aber trotzdem diesen genauen Punkt zu sagen, ich aber eigentlich immer Sommerferien Denn wenn ich so charmant, kannst du mir da noch was zu sagen?
00:14:52: Das ist einfach so'n Euphänismus den nicht sehr gerne mag um zu beschreiten wie die Arbeit als Künstler funktioniert.
00:14:58: In Wahrheit habe ich natürlich unendlich viele Dinge, die mir den Tag versauen – logistische Probleme, Bürokratie und vielleicht auch mal Gespräche um Versicherungen gehen oder so was, also Dinge, denen sich dann auch schon wie Arbeit anfühlen.
00:15:18: Aber die Malerei bzw.
00:15:20: die Beschäftigung mit der Kunst ist ist dann ein Prozess, der sich halt nicht wie Arbeiten anfühlt sondern wirklich aus einer Situation des Bedürfnisses heraus entsteht.
00:15:31: Also ich suche immer weiter, ich arbeite immer und die besten Inspirationen kommen durch die Arbeit Und das ist dann eher so eine Lawine, die sich in Bewegung setzt ja?
00:15:44: Das eine will das andere und es fühlt sich nie an als müsste ich es erzwingen eigentlich, also das ist natürlich auch wirklich nicht ganz richtig.
00:15:52: Manchmal muss man sich da durcharbeiten wenn man in Situation irgendwie nicht weiter kommt und sich vielleicht auch nicht so in Anführungsstrichen inspiriert fühlt.
00:16:01: aber prinzipiell ja ist es eigentlich in so einer Art und Weise dass es vielleicht sogar mehr Arbeit ist als normale Arbeit weil ich auch nicht abschalte wenn ich dann nach Hause gehe.
00:16:15: Lass uns nochmal auf die Zeit zurückgehen nach der Akademie.
00:16:17: Da hast du mir erzählt, dass du mehrere Jahre kaum oder keine Bilder verkauft hast und dich mit Jobs durchgeschlagen hast.
00:16:22: Du warst beim Messebau Ausstellungsaufbau Assistenz für andere Künstler.
00:16:27: Wie hält man so eine Phase in der Malerei aus?
00:16:31: War das ne harte Zeit oder war das für Dich trotzdem immer klar?
00:16:34: Ich mach nichts anderes.
00:16:34: Das ist mein Weg.
00:16:35: Der ist halt so erst mal am Anfang vielleicht ein bisschen steiniger Und langwieriger bis es dann wirklich erfolgreich ist
00:16:43: vom Anfang an bewusst, dass es darauf hinausläuft.
00:16:46: Also da macht man sich eigentlich auch wenig Illusion hat mit der Erfahrung die man halt in der Akademie gegenseitig weitergeben kann zu tun, dass man sich da auch über Jahrzehnte durchschlägt beziehungsweise das man halt auch unter Umständen nie auf einem wirtschaftlich positiven Zweig mit der Arbeit alleine kommt.
00:17:10: Wenn man Künstler werden will, dann muss man das aus einer Haltung heraus tun die sich eine gewisse Unabhängigkeit bewahrt.
00:17:20: Und wenn man halt versucht unbedingt Geld zu verdienen mit der Kunst, dann hat man halt generell das Problem dass man sehr schnell in Situationen gerät wo die Authentität nicht mehr so gegeben ist.
00:17:33: und ich habe also mal abgesehen von ein paar Blöden Messe Jobs und so habe ich eigentlich meine Jobs auch ganz gerne gehabt, obwohl die mir im Weg waren.
00:17:43: Aber wenn ich zum Beispiel... Ich war Assistent für Rose Marie Trockel dann hab da so Streifenbilder für sie mit hergestellt.
00:17:51: Das waren halt auch immer Arbeiten wo man sehr viel für sie eine eigene Arbeit herausziehen konnte.
00:17:57: oder ich habe in Kunstvereinen in Düsseldorf halt Ausstellung für andere Leute aufgebaut.
00:18:03: also es ist immer Das ist immer etwas, was einem auch etwas geben kann für die Kunst, die man selber macht.
00:18:10: Sollte ja nur eine Anekdote zu einer Rosenmarie Trockel sagen?
00:18:12: Ja
00:18:12: klar.
00:18:13: Weißt du wo sie herkommt?
00:18:15: Aus Schwerte!
00:18:17: Das will wir verhauken.
00:18:18: Die bekannteste Person, die auf Schwerte kommt.
00:18:20: Wisst ihr aber gar nicht so viele außer... Gut noch ein Bier, ich höre mich um die Schuhe Aber Rosenarie Trockl, das ist auch schwer, der ganz cool, ne?
00:18:27: Da hat man gar nichts mehr auf dem Schirm.
00:18:29: Also, das heißt schon lange her Das finde ich immer ganz, ganz cool.
00:18:32: Wenn man so Arbeiten sieht und denkt, die kann nur so ein Dörfchen, wo ich auch geboren bin.
00:18:36: Super coole Frau, Marc, du bist ja gerne.
00:18:38: Ja, echt stark!
00:18:40: So, ich glaube... Ich bin jetzt wieder an der Reihe
00:18:42: noch?
00:18:42: Ja, du bis dann!
00:18:44: Max, es gibt hier denn als Künstler ja auch manchmal diese Momente, die den Unterschied machen.
00:18:50: Welche waren das für dich?
00:18:52: Ich sag mal jetzt so in Klammer mal gedacht, dass Sammlerpaar aus New York also welche Peaks waren das wurde gesagt ist okay.
00:18:59: Es gibt hier immer einen Auf- und Abhaben, habe ich ja unternehmerisch auch.
00:19:01: aber was waren deine Momente in deiner künstlerischen Laufbahn, nachdem du dann wirklich angefangen hast nach der Universität?
00:19:08: Ich weiß worauf Du anspielst.
00:19:10: Aber da nochmal etwas drüber nachdenkend bin ich zu einem etwas anderen Moment gekommen, der viel Ausschlag geben hat und zwar hatte ich eine Begegnung mit Georg Baselitz als er seine Retrospektive in der Bundeskunsteile hatte wirklich massiv davon abgeraten, als junger Mensch Kunst zu studieren und Künstler werden zu wollen.
00:19:36: Und ich weiß dass sich der von total angepisst war.
00:19:39: Also richtig beleidigt.
00:19:40: Was soll das sein?
00:19:43: Dieser saturierte alte Sack.
00:19:45: Das darf er mir doch nicht verbieten irgendwie.
00:19:49: In der Zwischenzeit bin ich irgendwie zu der Erkenntnis gekommen, dass er eigentlich vollkommen recht hatte.
00:19:54: Nicht damit, dass man nicht Künstlern werden soll sondern, jemanden geben kann in dem Moment, weil wenn dich so ein Typ davon abhält dann trotzdem Künstler zu werden.
00:20:07: Dann ist es vielleicht auch doch nicht der einzige Weg.
00:20:10: Das
00:20:10: hatte ich angesprochen?
00:20:11: Ja ja
00:20:12: genau und solche Momente gibt's dann in kleineren Situationen öfter aber in diesem war das halt wirklich so dass sich da so einen psychologischen Kick rausgezogen habe und mich eigentlich mit meiner Rolle noch mehr bestätigt gefühlt habe als dann dieses Sammlerpärchen aus New York die Horts fünf Bilder gekauft haben, die auch einfach in meine Ausstellung gekommen sind ohne mich zu kennen und das ganz fantastisch fanden.
00:20:42: Das war schon natürlich ein gewisser Schlüsselmoment aber eigentlich eher dann die Konsequenz aus einer langen Periode wo ich einfach immer durchgehalten habe Und Ich bin mit denen aber auch nach wie vor in Kontakt und befreundet.
00:20:57: Dreißigjähriges Jubiläum ihrer Stiftung, die haben so eine Stiftungen wo sie Krebspatienten unterstützen.
00:21:03: In Amerika ist ja die Gesundheitsversorgung nicht unbedingt allerbeste besonders wenn man nicht die fette Kohle hat.
00:21:09: und da werde ich dann wahrscheinlich im Oktober auch hinfahren und noch ein Werk spenden was für die versteigert wird.
00:21:15: und Ja Ich habe damals tatsächlich diesen Moment eher als sowas stoisches empfunden.
00:21:23: Also ich war dann nicht euphoristisch oder so, sondern ich glaube, ich bin direkt am nächsten Tag auch wieder im Atelier gewesen und habe einfach normal
00:21:30: weitergemalt.".
00:21:31: Genau du hast gesagt ... Du hast ja auch nie... Oder hattest nie diesen großen Durchbruch?
00:21:35: Du hast immer weitergearbeitet!
00:21:36: So hast du es ja erzählt auch.
00:21:38: Und dass du dich eigentlich gegen den Hype gewährt hast.
00:21:41: Hattest du Sorgen das dich als Künder verändern konnte?
00:21:43: Du bist ja schon gesagt Authentizität, dass die dann manchmal auf der Strecke bleibt.
00:21:47: War das dir Angst?
00:21:48: Dass es dich vielleicht verändert als Künstler oder du da nicht mehr authentisch arbeitest?
00:21:53: Es geht eigentlich immer darum, dass der gesamte Fortschritt, den man in seiner künsterischen Karriere irgendwie versucht zu erreichen, nichts auf tönernden Füßen steht.
00:22:05: Und dieses berühmte Bild von Hase und Igel, was auch ganz interessant ist – das habe ich auch amerikanischer Sammlern schon gesagt – langsam und kontinuierlich an einem gewissen Ziel in meiner künstlerischen Laufbahn arbeite als jetzt morgen zum Museum zu rennen, nach einer Einzelshow zu protestieren oder so verlangen.
00:22:27: Auf jeden Fall habe ich eigentlich nie versucht bestimmte Dinge zu beschleunigen auf eine Art und Weise wo ich das Gefühl hatte dass dann die Substanz dahinter nicht richtig funktionieren könnte.
00:22:39: also Eine Marketingkampagne für einen Künstler hat halt immer das Problem, wenn die weg ist.
00:22:45: Wie viel Interesse bleibt übrig?
00:22:49: Ich bin mir sicher, dass ein Großteil meiner Sammler an dem Werk interessiert ist und das auch kontinuierlich beibehält.
00:22:59: Das ist eigentlich viel mehr wert als irgendeinen Strohfeuer in Anbekannschaft in einem Gewissen.
00:23:05: Ja, und ich glaube auch wenn ich da einen unterbrechen darf auch ein bisschen da einschreige so eine One-Hit-Wonder.
00:23:10: Viele werden davon von jetzt auf gleich gehypt was ihr etwas machen und irgendeiner schiebt der Geld ins Marketing PR an allen Und dann schießen die hoch.
00:23:18: aber es ist nicht langfristig.
00:23:20: Ich glaub dieses Phänomen gibt's immer bei der Kunst.
00:23:21: oder sagen wow das is keine Ahnung Der nächste Picasso oder der Nächste hier und sowas ja Oder Max?
00:23:30: Da gibt es sehr viele Beispiele, ja.
00:23:32: Und dann sind die da, werden hochgeschossen und die Leute merken manchmal gar nicht, dass sie sich mit Kunst an den Sonder setzen, was sie da vielleicht wirklich kaufen, stehen sie auch gar nicht hinter.
00:23:39: und zum Schluss ist der Wert ja egal!
00:23:41: Der wahre Wert ist er das, dass du selbst nach zehn, zwanzig Jahren das in der Wand hängen hörst und er freust dich dran und es bereichert dein Leben.
00:23:48: Das ist es.
00:23:49: und viele sind oft getrieben natürlich auch vom von dem Finnazellenwintergrund und das finde ich immer sehr schwierig.
00:23:55: Meine Meinung ist eher wenn man's auf Finnazielle runterbrechen würde Ja, nach dem Gesichtspunkt Qualität setzt sich durch.
00:24:03: Langfristig wird es sich da immer irgendwie vermitteln.
00:24:08: Es gibt immer Dinge die auch aus so einem Hyper raus eine Relevanz bekommen.
00:24:14: Ich wusste nur das war nicht mein Weg.
00:24:17: Jetzt gehen wir mal zu den Punktenatilierprozess-Handwerk.
00:24:21: ich möchte mal ganz konkret hier und wir sind ja gerade auch just selbst hier sitzen hier ins Atelier geben Max, du hast gesagt man muss morgens ins atelier gehen auch wenn man nicht weiß was man machen will.
00:24:34: Was passiert dann und wie gehst du mit?
00:24:37: Auch mit mit langweilig um?
00:24:39: also diese lange weile ist immer Also so ein leerlauf.
00:24:43: im kognitiven Prozessen sag ich halt sind immer so bereiche wo sich einfach neue Ideen neue gefühle irgendwo für auch neue Perspektiven auf den Werk eröffnen können.
00:24:57: Man muss das immer wieder suchen, sich dieser Situation auszusetzen dass man noch nicht genau was mit sich selber anzufangen weiß sondern vielleicht auch mit der Arbeit.
00:25:08: und wie man es jetzt sieht die lange Weile ist dafür halt auch ein zu kleines Wort.
00:25:14: Es ist schon eine gewisse unangenehme Spannung die eigentlich herrschen kann eine Unsicherheit, eine suchende abwartende Haltung.
00:25:29: Du hast es ja so ein bisschen mit dem Fischen verglichen da sitzen warten bewusst sein wandern lassen und dann auf diesen Impuls warten.
00:25:37: wie spürst du denn diesen Impulse?
00:25:38: Dann woran merkst du?
00:25:39: jetzt ist genau der richtige Anfang.
00:25:40: was passiert da genau?
00:25:42: Ja das also dieses Fischen das war so ein Bild was von David Lynch kommt.
00:25:47: Also er hat dann halt mit transcendentaler Meditation auch versucht Ideen aus dem Tiefen des Unterbewusstseins zu ziehen.
00:25:58: Ich sehe aber den gesamten malerischen Prozess als eine Art nicht meditativen Prozess, sondern als etwas was sich mit menschlichen Bewusstsein als ganzem auseinandersetzt.
00:26:10: und Ja, die Geduld, die man beim Fisch brauchen.
00:26:14: Auch die Ungewissheit.
00:26:15: Das gehört halt mit dazu und auch ein gewisses Vertrauen und Selbstbewusstsein dass das schon was kommen wird.
00:26:21: ja also Man darf da auch nie irgendwie verzweifeln oder Haar dann kann man schauen ganz gut aber Zu Not muss man halt auch noch mal eine Runde zurück.
00:26:35: Das sind halt immer solche Kreise die sich drehen und wo einfach Reputation und Wiederholungen sich alle zu neuen Ergebnissen bringen.
00:26:45: Ich vergleiche das immer sehr viel mit musikalischen, zum Beispiel im Jazz-Fan-Jugd
00:26:50: z.B.,
00:26:51: weil Ornet Coleman halt solche Melodien, die über mehrere Minuten praktisch hinweg erst ihre Konsistenz darbieten.
00:27:01: Man braucht eine gewisse Zeit um da reinzukommen und das zu verstehen.
00:27:06: Prozesse.
00:27:06: als Künstler ist auch einer, der halt manchmal über Jahre hinweg sich wiederholen kann und tauchen Dinge von vor fünf Jahren auf einmal wieder im Atelier auf um eine ganz neue Situation dann zu ermöglichen an die man halt vorher vor fünf oder x jahren nicht denken konnte.
00:27:28: Also bei abstrakter Kunst denken ja viele das passiert einfach irgendwie aber da steckt viel Wiederholung darin Material Kenntnis und Entscheidung.
00:27:37: Wie entsteht wirklich so ein Bild von bei dir?
00:27:40: Was sind die einzelnen Schritte, wie passiert das?
00:27:42: Ich habe früher mit Skizzen gearbeitet.
00:27:45: Ich wollte immer, dass das Bild eine Präsenz hat, wie eine Papierarbeit etwas was aus dem Handgelenk kommt.
00:27:52: Ich hatte nur in New York bei der Kasemiengalerie eine Ausstellung von Robert Martowell gesehen.
00:27:59: Die ist glaube ich ist dreihundertfünfundsechzig.
00:28:00: Er hatte jeden Morgen beim Kaffee trinken eine Aquarelle gemacht.
00:28:06: Also die Peter drehe er mit seinem Glas?
00:28:08: Ich fand einfach, dass das waren die besten Arbeiten, die ich jemals von ihm gesehen habe und die Qualität war halt...ich bin nicht der größte Motherwell-Fan aber ...die Qualität, die da drin lag, war halt einfach diese so Mannschaft etwas und dann muss das sitzen und daran hab' ich halt seit Jahren gearbeitet, das zu versuchen in einer großen Leinwand Präsenz auch hinzubekommen.
00:28:32: wie Geschehen aussehen.
00:28:35: Nicht, wie komponiert und gemacht und durchdacht sondern es sind Dinge die sollten am besten nicht nur eine Müllosigkeit.
00:28:42: dann sie sehen vielleicht auch so ein bisschen als wären ja aus dem Himmel gefallen.
00:28:47: Und nach diesem ästhetischen Ideal strebe ich nach wie vor Ich mache jetzt keine Skizzen mehr einfach weil ich irgendwie auch diese Fallhöhe gerne habe dass man sich in der Situation konzentrieren muss und entweder es klappt oder das klappt nicht.
00:29:02: Also dieser gewisse Erfolgsdruck, der dahinter steht ist auch kein Erfolgsdruck kann aber wieder von vorne anfangen.
00:29:09: Aber man hat immer wieder so diese diesen Moment wo man wirklich versucht sich zu fokussieren Und etwas auf dem punkt zu bringen was am besten mich selbst auch überrascht.
00:29:22: Das weiter beim prozess?
00:29:23: Ich weiß jetzt nicht zu abstraktes
00:29:25: absolut verständlich.
00:29:26: also ich habe ja bei deinen bildern immer diesen Strich vor Augen.
00:29:32: Dieses Ansetzen, dieses Verlaufen weißt du vorher genau was du machen willst oder passiert das beim Arbeiten?
00:29:38: Also du hast es ja gerade auch mit den Skitzen, ich habe ja auch von dir aus solche Skitsen arbeiten ein paar diese ersten Tests und man sieht das ja auch mal hinter Wasser so übertragen wird auf die große Leinwand.
00:29:48: aber gibt's da einen Moment in dem du denkst Mist jetzt hab' ichs kaputt gemacht.
00:29:53: oder ist es auch so wo du sagst okay Wenn ich dann anfange, es noch weiter zu bearbeiten entsteht immer was ganz anderes.
00:29:59: Also dieser Prozess... Wann kippt es überhaupt?
00:30:02: Ja, ich verstehe was du meinst.
00:30:04: Also grundsätzlich muss man einfach zwischen Strategie und Taktik unterscheiden.
00:30:09: Also Taktick ist jetzt, sagen wir mal, einfache Bild wie zu einem gelungenen Ende führen.
00:30:16: Aber die Strategien, die ich benutze sind zum Beispiel dass sich eine allerprima Malerei anstrebe.
00:30:25: Also einen Malerei in einem Rutsch zu einem Ergebnis kommt und nicht irgendwie über Tage oder Wochen noch mal korrigiert und nachgearbeitet haben.
00:30:38: Das habe ich mir aus der Kunstgeschichte von verschiedenen Malern zusammen gesucht und gedacht.
00:30:44: das ist eigentlich so die Essenz wieso ich das am besten finde.
00:30:48: Wenn man zum Beispiel Velasquez sich anschaut, find' ich es einer der Ersten, der das zur Meisterschaft gebracht hat, dass er halt mit einem Strich eine Präzision hatte, dass da einfach keine Fragen offen bleiben.
00:31:00: oder das Spätwerk von Picasso ist halt auch so etwas, wo er einfach setzt sich an die Leinwand oder stellt sich davor und zieht die durch und wird dann nicht nochmal irgendwie dieses Nicht-Zögern... Das ist ein Teil meiner Strategie, die Taktik.
00:31:20: Aber wie dann die einzelnen Entscheidungen getroffen werden?
00:31:24: Es gibt immer einen Punkt in der malerischen Auseinandersetzung wo man irgendwie merkt dass jetzt die Arbeit ihr eigenes Bewusstsein entwickelt und dann wird es zu einer Verhandlung.
00:31:36: Manchmal wird's auch zu einem kontroversen Gespräch oder mehr.
00:31:42: Die Emotionen die man beim malprozess empfindet sind dann aber auch wiederum teil der strategie.
00:31:50: ich versuche, die zu erzeugen und zu verstärken durch musikalische bestimmte musik durch bestimmte durch bestimmten zeitliche vorgaben.
00:32:02: also erfolgdruck ist auch etwas was nicht nur aus innen sondern was man ja auch von außen auf sich auferlegen kann.
00:32:09: Also man sagt man hat das bis dahin fertig Probleme, die das auch zwingend erfordern zum Beispiel.
00:32:18: Und da sind alles dann solche Dinge, die mir helfen halt mich selbst auszutricksen oder mehr aus mir raus zu holen.
00:32:26: Spannend!
00:32:26: Ja aber jetzt mal genauer Max wie viel Körper?
00:32:29: Wie viele Kontrolle und wieviel Freude.
00:32:32: erst recht die Freude steckt dafür dich drin.
00:32:35: Ich bin ja Stoiker.
00:32:37: Also ich muss sich immer wieder von Dingen, die besonders gelungen sind verabschieden können, weil halt auf irgendwie am anderen Ende etwas nicht mehr zu vertuschen oder um zu retuschieren ist.
00:32:53: Ich finde es eigentlich immer am besten wenn der Arbeit irgendetwas hervorbringt mit dem ich selber nicht gerechnet habe und das mich überrascht.
00:32:59: und gut... Das heißt meistens nicht dass das die beste Leinwand ist, die ich je hergestellt habe aber wenn da halt so ein Moment drin ist ja irgendwie neu in Weg aufmacht.
00:33:11: Das sind die Arbeiten, über die ich mich am meisten freue und die auch meistens für mich selber behalte.
00:33:18: Was bedeutet es eigentlich für dich wenn jemand nicht nur deinen Bilder sammelt sondern wirklich damit lebt und sie liebt und jeden Tag genießt wie vielleicht Matthias oder andere?
00:33:28: Ja das macht mich tatsächlich stolz.
00:33:31: also wenn ich merke dass da ist man Teil von Leben einer anderen Familie Labsaal beiträgt, auch so was man zu wenig benutzt eigentlich wofür die Kunst da ist.
00:33:49: Das finde ich tatsächlich das größte.
00:33:51: Ich komme jetzt zu einem Part, der mich auch besonders gefreut hat.
00:33:55: Auch aus dem Vorgespräch.
00:33:56: Du hast erzählt wie sehr dich Manufakturen und schöne handgemachte Dinge begeistern?
00:34:00: Und dann kam ja genau diese Geschichte die perfekt dazu passt!
00:34:02: Die Zusammenarbeit mit Moritz Grossmann einer Manufaktur.
00:34:06: aus Glashütte Der Wiege der deutschen Uhrmacherkunst.
00:34:09: Aus den Farbspuren auf deinem Atelierboden ist eine limitierte Edition von sechzehn Zilfernblättern geworden.
00:34:16: Wie kam es dazu und war das für dich am Ende noch Kunst oder eher Handwerk?
00:34:21: Das ist so eine Schnittstelle, dass diese Uhr zu etwas geworden ist.
00:34:25: Dass für mich als Kunst funktioniert aber nicht.
00:34:29: meine Kunst ist also nicht im Bild von mir ist ja Aber trotzdem den Statement zu meiner Haltung zur Kunst widerspiegelt.
00:34:37: und das ist halt wirklich ne absolute Endstufe der Manufakturen Kunst was dort gemacht wird.
00:34:45: Wenn man jetzt die Chefin von Moritz Großmann-Christine Hütter fragt, dann sagt sie, ihre Fertigungstiefe ist mehr als bei Arlange und Söhne.
00:34:53: Ich kann das nicht zu hundert Prozent beurteilen aber ich war vorher schon so ein bisschen... hab mich mit dem Thema auseinandergesetzt Und ich hatte ursprünglich eigentlich die Idee für einen Mechanismus in einer mechanischen Uhr.
00:35:06: Das nennt man dann Komplikation.
00:35:09: Also ich habe eine Komplication mir ausgedacht.
00:35:12: Ich bin auch über dem Kontakt Sali, dann zu dem Kontakt direkt zur Chef-Ettage gekommen.
00:35:20: Was halt eigentlich immer die Abkürzung ist, die man irgendwie gehen muss als Künstler wenn man mit irgendeiner Idee kommt.
00:35:25: Das was man in Businesskreisen den Elevator Pitch nennt.
00:35:31: Man hat einen kurzen Zugang hier.
00:35:35: Und ihr hab ich von diesem Mechanismus erzählt und das war ein Zoom Call.
00:35:41: Und dann hat sie gesagt, sie muss jetzt sofort die Entwicklungsabteilung und daraus ist so die Zusammenarbeit entstanden.
00:35:48: Dieser Mechanismus ist theoretisch noch in Arbeit.
00:35:52: es ist eine Sache wo halt wahrscheinlich eher ein Jahrzehnt Forschung reinfließen muss.
00:35:57: ich habe das halt ohne technisches Wissen sondern nur mit Enthusiasmus mir ausgedacht kommt vielleicht noch aber die Uhr die wir dann hergestellt haben ist für mich eine Metapher für Zeitlichkeit in der Malerei.
00:36:15: Ich denke, man kann das menschliche Bewusstsein bzw.
00:36:20: das männliche Leben als einen gewissen eindimensionalen Punkt in der Zeit, durch den es gibt ein Faden, der irgendwie das Leben darstellt.
00:36:31: unter die Geschichte und man befindet sich immer an einem Punkt und schaut eigentlich nur zurück.
00:36:36: Das ist ein barbilonisches Konzept, die Seele ist etwas was sich durch die Zeit mit dem Rücken nach vorne bewegt.
00:36:43: Man kann halt die Vergangenheit sehen.
00:36:45: wie weiß man aber die Zukunft das wirklich vor einem liegt?
00:36:48: Weiß man nicht!
00:36:49: Und es gibt auch keinen Weg wie man authentisch einen Führerzeitpunkt wieder neu ins Jetzt holen kann.
00:36:59: Man hat natürlich verschiedene Dokumentationsmöglichkeiten, Fotografie-, Film-Erzählungen und ganz klassischen.
00:37:06: Aber das einzige Medium was halt ein Punkt in einer Zeit wirklich zu hundert Prozent festhalten und in die Zukunft tragen kann ist meiner Meinung nach die Malerei.
00:37:17: Und auf Basis dieses Gedanken habe ich mich dann halt weiter auch mit der Bedeutung von Zeit und Zeitmessungen im Verhältnis zu Kunst und der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins auseinandergesetzt haben.
00:37:32: Also Galileo Galilei hat den Isokronismus entdeckt, der praktisch die Zeitmessung mit Schwerkraft verbindet.
00:37:42: Und aufgrund dieser Verbindung war es dann halt möglich durch ein Pendel Zeitmesserungen zu schaffen, die eine gewisse Präzision hatten und dadurch konnten sich auch erst so was wie Seefahrten, also Routen überhaupt etablieren.
00:38:02: Und ein Bild um diese unterschiedlichen Qualitäten von wie kann man Zeit repräsentieren in einem mechanischen Urwerk und in dem was Malerei halt kann.
00:38:16: da war halt dieser Boden etwas wo sich so zeit akkumuliert hat.
00:38:20: ich habe in dem atelier sieben oder acht Jahre glaube ich gearbeitet und habe sehr viel meine Leinwände wieder runter gewaschen.
00:38:27: Also ich hatte dann Schichten von Farbe, die sich dann halt wirklich über die Zeit in einer ganz anderen Materialität auf dem Boden wiedergefunden haben als sie eigentlich in den Bildern sind.
00:38:40: Und dieses Material zu nehmen und daraus einen Ziffernblatt herzustellen, indem dann praktischer dieser Versuch Zeit einzufangen, sich auf eine andere Art und Weise transformiert hat, fand eine poetische Idee, das einmal in so einem möglichst präzisen auf handwerklichen Herstellungsweise erzeugtem Gerät wiederfindet.
00:39:05: Max, es gibt ja noch diese ganz andere Handwerksgeschichte.
00:39:08: Du hast mir auch mal im Telefonat erzählt, in Glashütte in Bayern – diesmal aus Anderglashöhe In dieser Generation Buntglas, Mund geblasen wird soll bald UNESCO Weltkulturerbe werden und es gibt auch schon Fenster von Gerhard Richter und Katharina Große.
00:39:23: Ist schon Weltkulturherbe?
00:39:24: Ist sogar schon!
00:39:25: Und du bist jetzt eingeladen dort auch ein eigenes großes Fenster zugestalten.
00:39:29: Wie kam es dazu?
00:39:31: Naja ähnliche Geschichte Also das ist in die Glashütte Lambertz in Weidingen.
00:39:40: Nein ich vertue mich jetzt Waldsassen Beide Dinge sind in der Eifel.
00:39:47: In Waldsassen gibt es diese hundertzwanzig Jahre alte Glasfütte, die hat einen fantastischen Produktionsort eine Produktionshalle mit einem großen Holzkuppeldach, indem halt diese Häfen sagen hin dazu also diese Glashochöfen sind und in dem dieses Glas hergestellt wird.
00:40:09: und sie ist die letzte Glasfütte in dem Umfang halt Mund und Hand hergestelltes Glas produziert.
00:40:19: Die produzieren da über fünf tausend Farben, also es gibt noch andere Glashütten.
00:40:23: und auch gerade in China halt industrielle und auch dann so Glasproduktionen die sich da irgendwo zwischen Industrie- und Handwerk bewegen, die dann aber relativ reduzierte Farben herstellen.
00:40:38: Die stellen ja das absolute... das absolut Beste her, was diese Handwehr kann.
00:40:44: Und ich wollte halt meine Malerei versuchen in ein anderes Medium zu überführen und hatte da halt eine gewisse Verwandtschaft gespürt in der Art und Weise wie dort mit Farbqualitäten umgegangen wird.
00:41:01: Und dann bin ich dahin gefahren auch wieder unter Vorstellungen und habe dort halt Skizzen und Entwürfe hingelegt.
00:41:07: und der Rainer Schmidt, der zusammen mit seiner Frau Cornelia Maurer, die Glashütte leitet.
00:41:15: Die haben auch noch ein anderes Unternehmen und das ist Dirix im Taunusstein, die halt eine absolute Weltmarkt-Spitze darstellen in der Weiterverarbeitung von diesem Bundglas.
00:41:28: Und in dieser kongenialen Zusammenstellung ich komme hin mit einem Haufen Ideen, die haben einen Haufen Knowhow und wir können das halt irgendwie einfach erstmal zusammenwerfen da an ... ja, Kreativität herauskommt.
00:41:45: Also sich auf diesem Prozess einzulassen ist dann etwas entstanden das wir jetzt erst mal gewisse Bilder von mir versuchen in Glas umzusetzen.
00:41:54: gleichzeitig ist halt diese Glashütte im Wald sassen und jetzt UNESCO Weltkulturerbe für Besuchergruppen zugänglich gemacht und alle Gläser in dieser Produktionsstätte werden jetzt von Künstlern gestaltet, unter anderem.
00:42:09: Also die haben natürlich auch das Glas für Gehard Richters Domfenster hergestellt.
00:42:21: Einflussnahme von Gerhard Richter noch mal hergestellt.
00:42:24: Also es ist ein Gerhard-Richterfenster, das auf der Domarbeit beruht.
00:42:28: Katharina Grosse macht ein großes Fenster dort.
00:42:31: Olafur Eliasson ja und ich mache auch einen Fenster dorthin, bin da zu eingeladen worden Und versuche auch weiter mit denen noch zusammenzuarbeiten.
00:42:41: also wir machen jetzt erstmal drei konkrete Arbeiten in einer kleineren Ausführung aber Das Ziel ist dann schon langfristig auch ganz große Werke herzustellen.
00:42:53: Herzlichen Glückwunsch!
00:42:54: Toll, wo suchst du dir heute deine Projekte aus?
00:42:58: Also wann spürst Du da lohnt es sich Energie reinzugeben und wann lässt Du es?
00:43:04: Immer der Bauch.
00:43:08: Welche Projekten man wie startet?
00:43:09: oder so habe ich eigentlich nie, dass ich da total strategisch übernacht denke sondern davor lasse ich mich nur auf einem Bauchgefühl.
00:43:17: Gibt es denn irgendwas für ein nächstes Kapitel, was du dir wünschen würdest?
00:43:20: Mehr Kooperationen.
00:43:21: Mehr Ruhe mehr Risiko oder einfach weiter ins Atelier gehen und schauen welcher Fisch dann einfach anweist.
00:43:25: Ich denke grundsätzlich das ist so etwas was man eigentlich aus der künstlerischen Tätigkeit heraus wie nicht braucht.
00:43:34: Also ich brauche nicht ein gewisses... Ich habe einen gewissen Ehrgeiz, eine gewisse abstrakte Ziele die ich verfolge.
00:43:40: aber ich suche eigentlich nicht irgendwelche konkreten Landmarks also die ich abhaken möchte sondern lasst das immer im Austausch mit meiner Arbeit entstehen.
00:43:50: Also ich bräuchte ein bisschen mehr Logistik, um bestimmte Dinge noch herzustellen.
00:43:57: aber eigentlich geht es mir auch gut, dass erst mal im Kleinen auszuprobieren und prinzipiell kommen die Dinge so auf mich eher zu als dass ich da aktiv nachstrebe wo es jetzt hingeht.
00:44:17: Sag mal, verändert es eigentlich wie du heute über dein nächstes Kapitel nachdenkst?
00:44:22: Also überzahlt über Risiko über das was wirklich zählt.
00:44:26: Ja ich würde jetzt lügen wenn ich sagen dass mich das nie besorgen würde Dass man halt gewisse existenzielle Risiken als Binder.
00:44:34: eigentlich kein Selbständiger aber man arbeitet selbstständig.
00:44:37: Ich arbeite außerhalb von wirtschaftlichen Zwingen Aber bin den vollkommen ausgeliefert.
00:44:42: in diesem Spannungsfeld muss halt irgendwie eine eine Ausgewogenheit erhalten bleiben.
00:44:51: Aber nee, die machen das schon.
00:44:54: Wir kommen auch klar.
00:44:56: Mein lieber Max!
00:44:57: Jetzt sind wir mit dem offiziellen Tal durch?
00:44:59: Auch du bist jetzt dran mit meinen drei klassischen Fragen.
00:45:02: Welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient.
00:45:06: und was wäre das für ein Schuh?
00:45:09: Ich habe mein Zivildienst gemacht im Kinderheim für kriegsverletzte Kinder aus der dritten Welt.
00:45:15: Und wenn man da morgens zur Schicht angekommen ist, dann sind immer die kleinen Kinder auf die Schuhe drauf gesprungen.
00:45:22: Ja?
00:45:23: Also ich hätte gerne ein Schuh wo die alle drauf passen und mit denen nicht anlaufen.
00:45:27: Noch viel schön!
00:45:29: Wir bauen Übergrößen, wo ganz viele darauf passen.
00:45:32: Ich verspreche dir So zu unserer Beidervorliebe An welches Glas Wein erinnert du dich besonders gern zurück?
00:45:39: und was war das für einen Wein?
00:45:41: Ich erinner mich nicht mehr was für ein Wein es war und es war auch kein Glas.
00:45:45: Ich bin eher der Typ, der so... Also mir ist es... ich trink lieber ein schlechtes Glas Wein mit guten Freunden als ein gutes Glas Wein.
00:45:56: Und ich erinnere mich da an, als sie noch Studenten waren das ich mit meiner Frau in Paris gewesen bin und ich hatte eine Flasche Weißwein gekauft und dann war ich eine halbe Stunde lang auf der Suche nach dem Korkenzier.
00:46:11: in irgendwelchen Läden Im Parif war kein Korkenzieher zu finden und dann saß ich da relativ enttäuscht, dass wir unten an der Seelen bevor wir zurück ins Hotel sind.
00:46:22: Und dann holte die Flasche raus und sagst du, ah tut mir leid, ich hab leider keinen Korkenzieher und stell fest es war ein Schraubverschluss.
00:46:30: Ja haupt euch mal das Trinken her!
00:46:33: So und jetzt zum Abschluss Welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen?
00:46:39: Keinem Gegenstände können alle gehen.
00:46:41: also... Was heißt niemals, was?
00:46:46: Ja es gibt Leute die sagen zum Beispiel ich habe unbedingt meine Brille weil ohne Brille kann ich nichts sehen.
00:46:50: Andere sagen Tiana und haust der Spitzel eher Regen oder im Korkenzieher
00:46:59: Wunderbarum gibt's das viele Gegenstände die ich niemals wegwerfen würde.
00:47:02: Die Frage ist wie dringend ist das Wegwerfender?
00:47:06: Aber es gibt... Ich bin ein alter Pfadfinder katholischer Pfadfinder und auch Pfadfinderleiter.
00:47:13: Und es gibt einen Taschenmesser, das mir ein guter Freund und Kollege geschenkt hat.
00:47:17: Das ist so ein französisches Pliege hinten drauf.
00:47:21: Das habe ich sehr gerne.
00:47:23: Schön!
00:47:24: Ich war früher bei den Brockenkäfern.
00:47:25: Das waren die, ich sag mal, die Splitteranat vom CVJM... ...und dann auch wirklich, da brauchst du nicht viel, aber das ist wirklich immer ganz wichtig wenn ihr vier Tage in einem Wunderbildnis bist.
00:47:36: Toll, Max!
00:47:38: Vielen lieben Dank!
00:47:39: Nicht nur für diesen schönen Tag, Einen Tag miterleben deiner Sommerferien für das tolle Essen.
00:47:47: Er ist recht, dass wir beide uns mal wieder gesehen haben.
00:47:49: Das war nicht ganz toll.
00:47:51: Ganz großen Dank auch an dich Jessica!
00:47:53: Wieder für diese schöne Moderation wie du es immer begleitest und ja ich freue mich auf alles und am meisten freue ich mich jetzt in den Atelier gehen zu können und da noch ein bisschen zu stöbern was du so tolles gemalt hast.
00:48:05: Danke für alles.
00:48:06: Ich danke dir auch
00:48:07: Sehr schön, Max von mir auch.
00:48:08: Vielen Dank für deine Gastfreundschaft und das sensationelle Essen, dass wir hier draußen diesen tollen Podcast aufnehmen konnten.
00:48:13: Dass wir bei dir sein durften und war wirklich eine Freude.
00:48:16: Also vielen Dank!
00:48:17: Du bist mir auch immer willkommen, Jess.
00:48:19: Danke schön.
00:48:19: Ich freue mich jetzt auch noch ein bisschen zu stöbern.
00:48:22: Und danke an Matthias.
00:48:23: Und vielen Dank fürs Zuhören.
00:48:24: und ihr wisst ja alle weiteren Infos die stehen bei uns unten in den Shownutz.
00:48:28: also schaut gerne rein und schreibt uns und kommentiert und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:48:32: Bis dahin alles Gute, Tschüss!
00:48:36: Ihr wisst nicht, was Slay heißt.
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