KSK, Raumkapseln, Defense – wie Sebastian Klaus Europas Raumfahrt vorantreibt | ATMOS Space Cargo #36
Shownotes
Schon als Jugendlicher verschlingt Sebastian Klaus alles über Apollo, das Space Shuttle und die Raumfahrt. Mit 17 sieht er das erste privat entwickelte Raumschiff ins All fliegen und denkt: Wenn die das können, kann ich das vielleicht auch. Trotzdem führt sein Weg zunächst für 14 Jahre zur Bundeswehr – über die Fallschirmjäger bis zum Kommando Spezialkräfte. Dort lernt er, was Führung, Verantwortung und Vertrauen bedeuten, wenn Entscheidungen echte Konsequenzen haben.
Heute ist Sebastian Klaus CEO und Mitgründer von ATMOS Space Cargo. Das Unternehmen entwickelt Raumkapseln, die Nutzlasten sicher aus dem Weltraum zurück auf die Erde bringen sollen – etwa Medikamente, neue Materialien oder perspektivisch sogar biologisches Gewebe. Wir sprechen darüber, warum der Wiedereintritt aus dem All technisch so anspruchsvoll ist, wie aus Raumfahrt plötzlich ein industrielles Geschäftsmodell wird und warum ATMOS inzwischen auch im Bereich Defense aktiv ist.
Sebastian erzählt außerdem von der ersten eigenen Kapsel im Orbit, von einem Moment, auf den er fast 20 Jahre hingearbeitet hat, vom Aufbau eines europäischen Raumfahrtunternehmens und von der Verantwortung, die Europa heute sicherheitspolitisch selbst übernehmen muss. Eine Folge über große Ziele, extreme Erfahrungen, technologische Zukunft – und darüber, warum Verantwortung für ihn niemals teilbar ist.
Unser Gast:
Sebastian Klaus, CEO & Mitgründer von ATMOS Space Cargo
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00:00:00: Ich habe wirklich als Kind alles verschlungen, was ich kriegen konnte zur Raumfahrt.
00:00:05: Und dann gibt es eben die Angriffszüge und das sind diejenigen, die dann in das Gebäude reingehen und tatsächlich dort die Operation durchführen.
00:00:10: Die eine Festnahme durchfühlen oder eine Geisel befreien.
00:00:13: Und ich hatte so einen Zug.
00:00:16: Auf diesem Bild sieht man tatsächlich dann die SpaceX-Rakete und unsere Kapsel an der Seite dran mit dem Atmos-Logo.
00:00:22: Wir saßen alle in diesem Flugzeug.
00:00:24: Wir haben gejubelt!
00:00:27: Willkommen bei Handwerk und Haltung dem Podcast mit Matthias Vickermann.
00:00:32: Es geht um Maßarbeit im Handwerk und im Leben, um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen – gerade dann wenn es unbequem wird!
00:00:41: Mathias Weckermann ist Marschumacher Unternehmer, Speaker- und Netzwerker.
00:00:46: Gemeinsam treffen wir Menschen den ihrem Bereich Marschdebesetzen.
00:00:50: Wir sprechen über Wandelwerte und das was wirklich zählt.
00:00:54: Das ist Handwerk & Haltung.
00:00:59: Herzlich willkommen zu Handwerk und Haltung, ich bin Jessica Sander.
00:01:02: Und bei mir sitzt natürlich Matthias Vickermann.
00:01:04: Hallo Mathias!
00:01:05: Hallo Jessica!
00:01:06: Bevor es losgeht noch ein ganz großer Dank wieder an unseren tollen Partner der Allianz Capital Solutions.
00:01:13: Dort geht es ja um langfristige Perspektiven Verantwortung und darum gute Entscheidung nicht nur für heute zu treffen.
00:01:20: Genau deshalb passt diese Partnerschaft auch so gut zu uns zur Handwerkunhaltung Perfekt,
00:01:24: vielen
00:01:25: Dank und ich freue mich
00:01:25: sehr auf unseren heutigen Gast.
00:01:27: Mit zwölf verschlingt unser Gast alles über Apollo, die Mondlandung und das Space Shuttle!
00:01:32: Mit siebzehn sieht er das erste privat entwickelte Raumschiff ins All fliegen und denkt sich wenn ein privates Team so was schaffen kann, kann ich das ja vielleicht auch?
00:01:39: Und heute arbeitet er an einem der schwierigsten Probleme in der Raumfahrt – wie bringt man etwas dass mit rund achtundzwanzigtausend Stundenkilometern durchs All fliegt wieder zurück auf die Erde?
00:01:49: und sein Unternehmen entwickelt dafür Raumkapseln und diese sollen Medikamente neue Hochleistungen Materialien und vielleicht sogar irgendwann menschliches Gewebe aus dem drei D-Drucker wieder sicher zurück nach Hause bringen.
00:01:59: Und dieselbe Technologie bekommt inzwischen noch eine ganz andere Bedeutung für Sicherheit und Verteidigung, denn aus dem Orbit lässt sich theoretisch nahezu jeder Ort der Erde erreichen unter Zwischenliegen vierzehn Jahre Bundeswehr, falscher Jäger, KSK und Einsätze in Afghanistan an Afrika – und über allem steht ein Grundsatz den er aus seiner Zeit bei Militär mitgenommen hat.
00:02:19: Mischen Team-Self, also erst die Mission dann das Team und erst danach er selbst.
00:02:23: Warum genau diese Reihenfolge für ihn und sein Erfolg so wichtig ist?
00:02:27: Darüber sprechen wir gleich!
00:02:28: Ich freue mich sehr dass er heute bei uns ist.
00:02:30: herzlich willkommen Sebastian Klaus.
00:02:32: hallo Sebastian
00:02:33: Hallo und vielen Dank euch beiden dass ich da sein darf.
00:02:36: Total schön dass du da bist.
00:02:37: Hallo Sebastian auch von mir.
00:02:38: vielen dank dass es auch so gut geklappt hat mit der Zeit.
00:02:40: ich weiß du hast einen vollen Terminkalender.
00:02:43: ja super ein total spannendes Thema und da freue ich mich jetzt wirklich drauf auf die Episode und was du zu erzählen hast.
00:02:50: Absolut, Matthias.
00:02:50: Die erste Frage geht aber natürlich an dich und du hattest bei Sebastian ja sofort mehrere Themen im Kopf.
00:02:56: was hat dich eigentlich zuerst interessiert oder am meisten gepackt?
00:02:59: KSK, die Raumfahrt oder was er jetzt wirklich daraus auch gemacht hat?
00:03:02: Okay.
00:03:02: Also ich glaube... Ich würde mal kurz sagen, KSk steht für Kommandospezialkräfte weil viele denken okay das kann ja auch was ich.
00:03:10: künstlersozialkasse.
00:03:13: Nein!
00:03:14: Kommandospazialkräfte.
00:03:15: Das müssen wir von vornherein schonmal auflösen.
00:03:17: Ja also um uns unterhalten haben das war bei dem Grill-Event beim Stefan da habe Beides.
00:03:24: A ist es natürlich mit dem Kommunal Spezialkräften, man kriegt dann was von mit.
00:03:28: aber als normaler Bundesbürger außer ab und zu die Berichterstattung im Fernsehen weiß man ja gar nicht was da wirklich immer alles passiert ist und was er auch für uns für das Land getan hat und immer noch tut mit dem Team.
00:03:42: Und damals einen Einblick zu bekommen finde ich super spannend.
00:03:45: Das ist einfach mal ein Eigeninteresse, da das so mitzuerfahren.
00:03:48: Ja und dann natürlich auch mit der Raumfahrt.
00:03:50: Mit dem was da rüstungsmäßig ist weil ich glaube dass es einfach eins der Themen... Und das ist nicht nur seit einem Jahr oder seit zwei Jahren, seit dem ganzen Ukraine Krieg sondern das ist ein Thema was uns noch viele Jahre lang beschäftigt und da gibt's ganz viele Branchen und das du jetzt auch eine davon abbildest.
00:04:04: Dachte ich mir super!
00:04:05: Zwei Fliegen mit einer Klappe bekommen etwas aus der Vergangenheit verspannt ist und etwas außen jetzt dafür danke schonmal.
00:04:14: Sebastian, lass uns mal direkt über dieses Motto sprechen was die Jessica vorhin so nett gesagt hat.
00:04:19: Mission Team Self.
00:04:22: Du hast im Vorgespräch gesagt dass dir wichtig ist das Menschen die zu euch kommen diese Haltung wirklich mittragen.
00:04:27: Warum ist es für dich so elementar und warum glaubst du?
00:04:30: Dass etwas so anspruchsvolles wie das Was ihr macht vielleicht auch nur mit genau dieser Haltung funktioniert?
00:04:38: Das sind eine richtig gute Frage.
00:04:40: Dieses Motto habe ich nicht selber erfunden.
00:04:41: Das kommt tatsächlich von einem Spezialkräfte-Offizier, einem Amerikaner in dem Fall und der hat ein Buch geschrieben über zehn Führungsprinzipien und das war so das Führungsprinzip Nummer eins und im militärischen Bereich hatte er das eigentlich immer so erklärt die Mission muss grundsätzlich erstmal überall im andere stehlen.
00:04:59: du musst deinen Auftrag erfüllen sozusagen aber an zweiter Stelle steht immer das Team und erst an dritter Stelle stehe ich selber.
00:05:08: Und er hat das an einem ganz plastischen Beispiel erklärt, aus dem Irakkrieg damals als ein Team den Auftrag bekommen hat eine bestimmte feindliche Stellung anzugreifen und der Befehlshaben du offiziell dann festgestellt hat eigentlich macht es überhaupt gar keinen Sinn das Anzugreifend.
00:05:22: da will sich nur jemand sage ich mal in der übergeordneten Führung profilieren und setzt dafür die Menschenleben der Soldaten aufs Spiel.
00:05:30: In so einer Situation muss man auch als Offiziermal den Mut haben und das Gewissen haben zu sagen, dass mache ich jetzt nicht.
00:05:37: Und natürlich ist dann möglicherweise die militärische Karriere vorbei.
00:05:41: aber ich muss halt wirklich abschätzen Ist diese Mission es jetzt wirklich wert?
00:05:45: Was sich mein Team dafür opfere oder eben auch nicht?
00:05:49: und wenn die Antwort ist der einzige der einen richtigen Nachteil hat wenn ich das jetzt nicht mache bin ich selber da muss ich die richtige Entscheidung treffen.
00:05:56: Das Prinzip fand ich in meiner Dienstzeit schon immer super stark übertragen und wenn ich jetzt neue junge Ingenieure bei uns habe, dann machen wir so newcomer Kürse um die sozusagen auf Geschwindigkeit zu bringen.
00:06:09: Und eins der ersten Prinzipien das ich jeden eigentlich wirklich immer sage ist Mission Team und Ich und ich erkläre es dann in den Worten dass ich sage unsere Mission ist Wir bauen diese Phönix Raumfahrzeuge, diese Kapseln und wir fliegen in den Weltraum.
00:06:23: Und in den Kapselnen drin haben wir Nutzlasten für unsere Kunden Pakete sozusagen die dort oben gelagert werden müssen und dann wieder zurückkommen müssen.
00:06:31: Wenn wir diesen Job nicht erfüllen also wenn dieser Kapsel nicht funktioniert oder wenn unsere Kunden nicht happy sind Na gut!
00:06:36: Wir sind ein Starlub.
00:06:37: Also dann wird es uns nicht mehr lange geben Dann können alle neuen Jobs suchen.
00:06:39: Das muss überall bestehen.
00:06:41: So an zweiter Stelle steht das Team und zwar deswegen weil es einfach eine extrem schwierige Aufgabe ist.
00:06:46: Also ihr habt's ja schon angedeutet, dass ich mit der KMH im Weltraum wenn ich zurückkomme.
00:06:50: Das ist wirklich technisch die größte Herausforderung, die es gibt in der Raumfahrt und dazu brauche ich halt ein extrem smartes, brillantes Team was aber auch extrem hart arbeitet.
00:06:59: und ich arbeite nur dann wirklich extrem hart wenn ich weiß das ich halt irgendwo da psychologisch sicher bin.
00:07:04: also wenn ich halt einen Team um mich drum herum habe was mir den Rücken frei hält wo ich weiß wenn ich nicht mehr kann damit jemand anders für mich übernehmen dann funktioniert sowas und erst an dritter Stelle stehe ich selber.
00:07:15: Das ist halt so ein bisschen kontrovers.
00:07:17: Wir leben ja auch in einer Gesellschaft, in der eigentlich so der Individualismus sehr stark ausgeprägt ist und eigentlich nur in schwierigen Zeiten sowie jetzt auch da besinnt man sich eigentlich drauf dass es auch noch was größeres gibt das eben auch eine Gesellschaft gibt in der man als individuellen zusammenstehen muss und das ist so ein Prinzip.
00:07:34: das versuche ich auf die Firma zu übertragen.
00:07:36: Ist das schwierig Mitarbeiter zu finden?
00:07:38: Die dem auch folgen oder... Es ist überraschend.
00:07:41: viele, die eigentlich sich freuen, sich einer großen Sache unterordnen zu können.
00:07:45: Also es wird euch jetzt wahrscheinlich wundern wenn ich sagen würde da ziehen alle mit.
00:07:49: hey das ist nicht so.
00:07:51: also manchmal muss ich mir schon Sachen anhören von wegen dass das war vielleicht in der Militärzeit so.
00:07:55: aber du bist jetzt hier im zivilen Umfeld das ist anders.
00:07:58: Aber interessanterweise der Großteil des Teams zieht tatsächlich mit und Ich glaube der Großteils Team fühlt sich auch einfach wohl weil sie halt wissen dass sie Teil von einem wirklich brillanten hart arbeitenden team sind oder irgendwie etwas größere mitarbeiten können, an einer größeren Vision.
00:08:11: Und ich glaube jeder will ja in seinem Leben irgendwie die Gelegenheit haben irgendwas Sinnstiften das zu machen und deswegen kommt er schon überraschend gut an.
00:08:21: Du hast ja schon sehr früh ein Bild davon gehabt, was du wirklich mal machen willst.
00:08:24: Raumfahrt war für dich ja nicht nur einfach Faszination.
00:08:27: Du hast als Jugendlicher tatsächlich die Frage gestellt, was muss ich können um irgendwann selbst einen Raumfahrtsunternehmen aufzubauen?
00:08:34: Was hat Dich an Raumfahrten so gepackt und wie wird daraus mit siebzehn schon so ein konkreter Plan für das eigene Leben?
00:08:39: Ja, du hast es ja am Anfang schon erwähnt!
00:08:41: Ich habe wirklich als Kind alles verschlungen, was ich kriegen konnte zur Raumfahrte also die Mondlandung Apollo, der Space Shuttle... Das war alles super faszinierend für mich.
00:08:49: und ich muss dazu sagen Dorf in Ostwestphalen, so in der Gegend von Paderborn und Lippstadt.
00:08:56: Und da ist die Realität eine ganz andere.
00:08:58: Also da ist Kreisliga Fußball, da ist Schützenfest, da wird viel Bier getrunken.
00:09:03: Da ist viel Landwirtschaft und die Raumfahrt ist halt extrem weit weg.
00:09:06: aber als ich siebzehn war es in Kalifornien das Spaceship One in den Weltraum geflogen.
00:09:10: und das habe ich gesehen damals und hab gedacht, das ist ja fantastisch!
00:09:13: Das wäre jetzt wirklich einer Zeitleben wo Privatleute, Privatunternehmen das machen können was vorher halt nur die NASA machen konnte.
00:09:20: Und das hat mich so gepackt, dass ich gesagt habe also wenn die das können dann vielleicht kann ich das auch.
00:09:25: und da hab' ich mich halt gefragt was braucht's.
00:09:27: Und für mich war die Antwort halt zum einen muss die Technologie verstehen, also ich muss Luft- und Raumfahrtechnik studieren... ...und zum anderen ich muss lernen auch wirklich mit Menschen und mit großen Teams umzugehen weil damit war ich als Kind überhaupt nicht gut.
00:09:38: Also ich war so ein richtiger Nerd, also tausende Bücher gelesen Ich hab Computer gebaut und gespielt.
00:09:46: Was musste ich erst lernen?
00:09:47: Und ich glaube, da war dann halt tatsächlich die Bundeswehr.
00:09:50: Die beste Schule, die ich mir hätte wünschen können.
00:09:51: Ja,
00:09:52: das ist interessant, dass es waren.
00:09:53: Ich war just vor zwei Tagen in Schwerte.
00:09:56: Also jetzt nicht ganz so auswisfern, aber schon sehr im Westfälischen.
00:09:59: und ja, genauso gleiche Landwirtschaft viel Bier und trotzdem ein schönes... was ist einfach, ist aber ein schöneres Leben.
00:10:05: also...
00:10:05: Genau, man hat auch sehr gerne mit meiner Familie dort oben.
00:10:08: Ich fand's auch wieder immer ganz netter hinzukommen.
00:10:11: Sebastian!
00:10:12: Dann wird hier aus dem Wunsch auf einmal einen erstaunlich klarer Plan.
00:10:16: Luft- und Raumfahrttechnik hast du studiert, gleichzeitig gelernt große Teams zu führen.
00:10:21: Deshalb gehst du mit Neuz und zur Bundeswehr und wir ist Offizier.
00:10:24: Wie bewusst wart ihr damals schon?
00:10:26: Genau diese Dinge brauche ich später wenn ich selbst einmal so einen Raumfahrttunternehmen führen will.
00:10:33: Naja also dass ich als technisches Studieren musste das war offensichtlich.
00:10:37: Ich habe auch wirklich als ich zu dieser Offizierebewerber Prüfzentrale nennt sich das ja OPZ im Bundeswehr Deutsch Da kann man drei Wünsche angeben, was man studieren möchte und ich habe genau einen angegeben.
00:10:47: Das war Luft- und Raumfahrt.
00:10:48: also ich bin wirklich hingegangen und hab gesagt alles oder nichts.
00:10:51: Und dann habe ich den Grund auch tatsächlich dann bekommen.
00:10:54: was mir damals glaube ich noch nicht so ganz bewusst war, wie funktioniert dieses militärische System an sich und werde ich mich darin auch zurechtfinden.
00:11:01: Ich bin an sich ein sehr freiheitsliebender Mensch und wenn du als junger, neunzehnjähriger Abiturient dort zur Bundeswehr hingehst und dann hast du erstmal jemanden vorgesetzt einen Unteroffizier, Stabsunteroffiziere der irgendwo hat seinen Hauptschulabschluss gemacht, er ist da zu Bundeswehr gegangen und es jetzt halt in seinem Bereich ist er sehr gut.
00:11:20: Na, aber du kommst dort als junger Abortorient hin und sag mal so.
00:11:22: Du musst dir erst mit den Hörner
00:11:23: abstoßen.".
00:11:25: Ja!
00:11:26: Und ja...und so hab ich das dann gemacht, dass ich mich erstmal für einen jahr freiwilligem Gerdings gemeldet habe bei den Gebirgssilgern in Bad Reichenhall und am Ende von diesem Jahr hab' ich dann gesagt jetzt okay, jetzt hab ich es einmal gesehen, jetzt weiß ich wie der System funktioniert.
00:11:39: Ist nicht ganz so leicht, aber ich werd mich wohl durchbeißen.
00:11:41: und dann hab´ich mich freiwilliger gemeldeten eben dann für die Offizierlaufbahn und bin dann in die falsche Megatruppe gewechselt ging das Ganze los.
00:11:49: Dann hast du deine Ausbildung, Offizieranwärter-Lehrgang und Offiziellährgang.
00:11:54: Dann geht's irgendwann ins Studium, du studierst... Und da kannst du dir natürlich genau überlegen was du dann wo du durch spezialisieren möchtest sozusagen und wenn du mit dem Studium fertig bist gehst zurück in die Truppe und die Offiziereausbildung läuft weiter.
00:12:06: Ich glaube die Bundeswehr ist halt für das Thema Menschenführung extrem wichtig.
00:12:13: Du kannst extrem viel lernen dort.
00:12:15: Schwerend!
00:12:16: Das war dir dann aber irgendwann zu langweilig.
00:12:17: und dann hast du gesagt, okay, dann geh ich doch jetzt auch zu den Spezialkräften.
00:12:20: Was hat dich denn an dieser ja maximalen Herausforderung dann gereizt?
00:12:24: War dir wirklich zu langwellig mit dem anderen oder was?
00:12:26: Also wenn ich
00:12:26: ehrlich bin muss man natürlich sagen da waren natürlich auch eine Menge Ego-Dann mit dem Spiel.
00:12:31: So habe wieder meine Punkte sich die Hörner abzustoßen.
00:12:34: Ja ihr müsst euch vorstellen ich bin aus der Schule rausgekommen und ich war ja mit meinem Raumfahrtraum in der Schule doch relativ allein.
00:12:41: also da gibt es nicht so viele von den gleichen Dingen an Träumen.
00:12:45: Und dann habe ich mir gedacht, jetzt gehst du zur Bundeswehr und jetzt machst es auch richtig.
00:12:48: Jetzt zeigst du das allen so ungefähr.
00:12:49: Dann hab' ich mich halt schlau gemacht was es bei der Bundeswehr gibt und rausgefunden.
00:12:53: Da gibt's dieses KSK.
00:12:55: Das scheint wohl die schwierigste Einheit dort zu sein.
00:13:00: Da musst du irgendwie hin und ich habe alles dazu auch wieder gelesen.
00:13:03: Ich bin ja ein richtiger Bücherwurm, da hieß es in einem der Büchermahl die besten Bestehrquoten haben so die Gebirgssäger, die Fallschirmjäger und die fernspeer.
00:13:11: Und entsprechend habe mir das ausgesucht dass ich genau zu den Truppengartungen dann hingegangen bin um...
00:13:16: Also als Lesenstab dort zu kommen?
00:13:17: Als Nächstenstab genau!
00:13:19: Ich hab das natürlich nicht groß erzählt und das machen auch tatsächlich alle wenigsten die sich dann irgendwann für den Fahrt entscheiden.
00:13:24: Die allermeisten behalten sie eigentlich für sich.
00:13:26: Und erst dann, wenn man sich wirklich dann konkret bewirbt, dann spricht man vielleicht auch mal drüber.
00:13:30: Weil man ist ja immer noch Teil der Truppe und man möchte natürlich nicht dass jemand denkt na da hält sich jetzt für was besseres und so behält man den Traum eigentlich für sich und trainiert, trainert, trainiert jahrelang und irgendwann geht's dann halt los.
00:13:43: Was heißt das in Jahren trainiert?
00:13:45: Ab wann hast du eingestiegen bei Militär und wann bist du dann beim KSK gelandet?
00:13:51: Ich bin im Jahr zwei tausendund sieben zur Bundeswehr hingegangen.
00:13:55: Ich
00:13:56: habe dann von dem Jahr im Jahrhundert bis zum Jahr Jahrzehnte studiert und bin in diesem Eigenungsfeststellungsverfahren beim KSK gegangen.
00:14:05: Also das war sieben Jahre nachdem ich angefangen habe dort, da ist schon lange Zeit.
00:14:10: Sebastian du hast ja vorgespräch gesagt dass diese Jahre eine extreme Arbeitsumgebung waren Auf der einen Seite Menschen, auf die du dich bis heute den verlassen würdest.
00:14:19: Auf der anderen Seite Dinge, die man nicht einfach vergisst Was hat diese Zeit mit deinen Bild von Vertrauen, Verantwortung und Führung gemacht?
00:14:29: Ich glaube wirklich die Zeit beim KSK ist in jeder Hinsicht extrem.
00:14:34: Also du hast extrem schöne tolle Momente in denen du wirklich denkst Bau Bin on top of the world Und dann hast aber auch richtig richtige Tiefpunkte.
00:14:44: Und das ist immer wieder beim Thema sich die Hörner abzustoßen.
00:14:48: Du lernst halt dort Menschen kennen, die in ihrem Bereich wirklich alle allerbesten sind... ...die jahrelang darauf hingearbeitet haben, in dem Bereich dann wirklich gut zu werden ob das jetzt der Offizier ist, der dort führt oder ob das die individuellen Spezialisten sind, die zum Beispiel sehr gut sind in taktischer Medizin oder die Waffenspezialisten sind oder die Sprengstoffspezialisten und auch den ganzen unterstützenden Bereich.
00:15:10: Das darf man ja nicht vergessen.
00:15:11: bei einem KSKL Der aktive Kern, also die Kommando-Soldaten selber sind weniger als zwei Hundert Leute.
00:15:17: Aber da sind tausend Unterstützer drumherum, die dafür sorgen dass der Laden läuft und ohne die würde es auch nicht laufen.
00:15:23: Was war deine Spezialisierung?
00:15:25: Ich war Offizier in einem Angriffszug.
00:15:27: Also sprich ich hatte das Kommando über ungefähr zwanzig Personen im Einsatz teilweise auch achtzig Personen Und es gibt dort zwei verschiedene Arten von Zügen.
00:15:36: Das eine sind die Scharfschützenzüge Die sorgen sozusagen drum herum um ein Objekt um eine Ortschaft drum herum, dass alles sicher bleibt.
00:15:43: Die regeln die Zugänge ab.
00:15:45: und dann gibt es eben die Angriffszüge und das sind diejenigen, die dann in das Gebäude reingehen und tatsächlich dort die Operation durchführen, die eine Festnahme durchfühlen oder eine Geisel befreien oder Schlüsselinformationen gewinnen Genau.
00:15:57: Und ich hatte so einen Zug und da waren extrem erfahrene Leute drin, also müsst ihr euch vorstellen... Ich komme da als junger Offizier hin, ich bin noch nicht mal dreißig Jahre alt und ich hatte einige dabei die waren vierzig, die waren zehn zwölf Jahre älter als ich, extrem erfahren tausende Tage in Afghanistan gewesen ...und dann kommst du dort rein und übernimmst das Kommando.
00:16:15: und deswegen sage ich auch immer dass ist eigentlich die perfekte Schule für Führung eigentlich auch weil dieser Bundeswehr Kasernenhofton der funktioniert dort überhaupt Gar nicht.
00:16:27: Also null!
00:16:29: Die Leute sind sehr gut, die wissen auch dass sie sehr, sehr gut sind und die brauchen sich nicht rumschubsen zu lassen.
00:16:34: also das funktioniert nur mit gegenseitigen Respekt.
00:16:37: sprich du respektierst sie dafür dass ihr in ihrem Bereich wirklich absoluten Experten sind und Sie respektieren nicht dafür dass Du eben dann als Offizier als Zugführer dann das österreichische Kommando dort für ist.
00:16:47: aber Du musst dir dann halt auch in Ihrem Bereich machen lassen damit sie dich auch in deinem Bereich wachen lassen.
00:16:53: Das ist schon ne... Tolle, tolle Erfahrungen gewesen.
00:16:56: Und du hast es ja auch gesagt das sind Menschen teilweise den man wirklich dann blind vertraut.
00:17:01: also da habe ich immer noch Freunde dabei sich ganz genau wenn ich danach zum zwei Uhr anrufe Dann werden die ins Auto steigen und zu mir fahren.
00:17:07: Da kann ich mich drauf verlassen.
00:17:09: Auf der anderen Seite hast Du aber natürlich auch dort absolute Tiefpunkte.
00:17:13: Also ich war... ...zweifelnd siebzehn und zweitzundneunzehnte in Afghanistan.
00:17:16: Wir hatten dort afghanische Partner mit denen wir Taliban gejagt haben.
00:17:22: im Endeffekt, also die hatten den Auftrag Taliban-Führer festzunehmen und wir haben sie dabei ausgebildet und begleitet.
00:17:28: Und wir haben bei unseren afghanischen Partnern auch Tote und Verwundete gehabt.
00:17:33: Wenn du das mal mitmachst ist es schon... Das lässt sich nicht los!
00:17:38: Gleichzeitig ist es auch so, dass ist ja auch großlich die Presse gegangen.
00:17:40: Wir haben in KSK auch einige Skandale gehabt, also mit rechtsradikalen Umtriebenen und Waffen verstecken was es da nicht alles gab mittendrin stecken das alles so mitbekommen, dass es schon... Das bringt einen auch auf der anderen Seite dann wirklich ans Limit ran.
00:17:55: Darf ich mal ganz direkt fragen und jetzt auch ein Schiss sagen?
00:17:58: Hast du auch auf jemanden geschossen?
00:18:00: also bei so vielen Einsätzen in so vielen Jahren und das ist ja wirklich ganz vorne, das ist nicht irgendwie noch eine Absicherung von dem Industriegelände sondern wie du gerade sagtest Menschen jagen.
00:18:10: Wie ist das?
00:18:11: darf ich das fragen oder ist das...?
00:18:12: Ja das darfst du fragen klar, auf jeden Fall.
00:18:15: Also ich bin selber natürlich beschlossen worden.
00:18:18: Aber als Offizier ist es so, du bist eigentlich immer bei so einer Operation am sichersten Ort.
00:18:22: Weil du ja einen klaren Kopf behalten musst damit du halt auch noch vernünftige Befehle geben kannst.
00:18:28: Das heißt also diejenigen, die wirklich ganz vorne stehen und selber persönlich schießen sind nochmal eine Ecke weiter vorn.
00:18:35: Und deren Auftrag ist es dann den Offiziere und seinen Zugtrupp, sein Führungsteam sozusagen sicher zu halten.
00:18:43: Was natürlich klar ist, dass ich als Offizier halt auch die Verantwortung hatte bei Operationen, bei denen auch Menschen gestorben sind.
00:18:50: Bei den Teilbarn getötet wurden.
00:18:52: und um diese Verantwortung kommst du auch nicht drum herum.
00:18:56: Wir haben bei der Bundeswehr immer gesagt verantwortung ist unteilbar und damit musste dich dann auch auseinandersetzen das eben die Konsequenz seines Handelns an ist.
00:19:03: Und ja... Ich glaube es sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
00:19:06: nochmal Ob du dann derjenige bist, der wirklich am Gewehr abdrückt oder ob du den Befehl dazu gegeben hat.
00:19:13: Aber beteiligt sind am Ende des Tages beide dran?
00:19:15: Ja auch wenn es die Entscheidung ist.
00:19:17: und gerade ich denke mir... Ich will jetzt nicht von ihr welche im Film sprechen aber geht ja nur von dem aus was man durch die Medien mitbekommt Auch zu entscheiden Sind das wirklich da die Attentäter?
00:19:27: Ist es doch ein Zivilist?
00:19:28: oder sind sie vorgehalten?
00:19:29: Also diese auch mal in einem Sekundenbruch teilen, die Entscheidungen zu treffen?
00:19:35: muss diese Person sterben, kann sie sterben?
00:19:37: Soll sie also dieses... Und ich glaube das kann man ja manchmal auch gar nicht.
00:19:40: Also da kann ich mir jetzt gerade einfach aktuell total schwer vorstellen.
00:19:44: Ich kann das entscheidende Kraft zu
00:19:45: sagen wow oder man weiß nicht wer ist noch in dem Haus hinter?
00:19:49: vielleicht Frauen sind der Kinder und es ist ja...
00:19:52: Ja ich kann vielleicht mal eine Geschichte erzählen ohne da irgendwie zu viel preiszugehen worüber ich nichts sprechen darf.
00:19:57: aber wir hatten tatsächlich mal eingefächten.
00:20:00: Das war tatsächlich mein allererstes Gefecht indem wir beschossen wurden durch Taliban aus einem Nachbauerort mit einem schweren Maschinengewehr.
00:20:08: Und das war bei Nacht, alles nachts zwei drei Uhr.
00:20:10: du siehst dann diese Leutspurfliegen in deine Richtung und du weißt die versuchen dich jetzt gerade dort zu töten.
00:20:19: Im ersten Moment ist es natürlich ein absoluter Schockmoment, gerade wenn's auch das aller erste Mal für dich ist.
00:20:23: aber du musst trotzdem die Ruhe bewahren weil natürlich alle anderen auf dich schauen.
00:20:27: Wenn du die Ruhr verlierst oder ihr Nerven verlierst Dann bricht Chaos aus und das geht nicht.
00:20:32: Und dementsprechend atmen man dann mal durch, und dann überlegt man sich was man jetzt macht... ...und in dem Fall war es tatsächlich so dass zwischen unserem eigenen Standort und diesem anderen Dorf, aus dem das Feuer kamen zwei Personen sich aufm Feld befunden haben!
00:20:45: Wir hatten Kampffuchsschrauber da drüber, amerikanische Kampftuchsschauber die unter meinem Kommando standen.
00:20:50: also ich habe einen sogenannten ZOTAC neben mir oder einen Special Operations Terminal Attack Controller.
00:20:55: Das ist ein Funker der sozusagen die Luftfahrzeuge einweist.
00:20:59: Und ich habe den dann mehrfach gefragt, sehen die Hubschrauber-Piloten irgendwelche Bewaffnungen bei denen?
00:21:05: Es ist halt oft so dass wenn du aus größerer Entfernung beschossen wirst.
00:21:08: Dass man da noch zwei Taliban nach vorne schickt, die dann versuchen das Feuer zu leiten.
00:21:12: Die ja sozusagen gucken wo gehen die Einschläge hin?
00:21:14: und muss sich da mehr links oder rechts schießen damit ich dann halt die deutschen und der afghanischen Partner treffe sozusagen.
00:21:20: Und die Hupschraub Piloten haben wir mehrfach gesagt sie sind nicht bewaffnet, die tragen nur Schaufeln!
00:21:23: So dann stehst Du halt wirklich vor der schwierigen Entscheidung, beschießt Du die jetzt Oder machst du es eben nicht, weil dazu muss man wissen Afghanistan ist ein Wüstenstaat.
00:21:32: Und dort ist es halt extrem heiß gerade im Sommer.
00:21:34: das heißt die Bauern sind teilweise nachts auf den Feldern bestellen die Felder nachts und das heißt du kannst dir nicht sicher sein ob dass am Ende des Tages dann Taliban sind oder ob sie eben nichts sind.
00:21:46: Du musst die Entscheidung treffen ob du dann schießst oder halt nicht und in der Situation habe ich tatsächlich dann die Entscheidung getroffen mit dem Wortkanon der Hubschrauber vor diesen zwei Personen ins Feld zu schießen um denen zu zeigen hey Wir sehen euch.
00:21:58: Geht zurück geht zurück und es hat tatsächlich auch funktioniert.
00:22:01: die sind dann zurückgegangen Und wir haben alle unsere leute heile dort rausbekommen, und wir haben auch unseren Auftrag den wir da hatten erfüllen können und Das war dann.
00:22:11: das ist gut gelaufen.
00:22:12: aber es gab garantiert auch genug Beispiele wo wo Dinge nicht gut gelaufen sind und Da muss jeder denn für sich selber entscheiden welcher Entschaltung er wirklich trifft dass er dann hinterher immer noch in spiegel schauen kann.
00:22:22: Ist das etwas was dich immer noch belastet oder du immer noch oft dran denkst?
00:22:26: Oder Oder konntest du das loslassen?
00:22:29: Ja, was heißt oft dran denken.
00:22:30: Also ich glaube... Was vielen Menschen nicht bewusst ist, wenn wir an so große Kriege zurückdenken wie in Zweiten Weltkrieg beispielsweise da war die gesamte Gesellschaft irgendwie involviert und es waren Millionen Soldaten im Krieg und sie sind zurück gekommen und die hatten natürlich auch Millionen anderer Soldaten mit denen Sie sich über so etwas unterhalten konnten.
00:22:49: Und wenn Du jetzt an Afghanistan denkst Da gab's das einfach nicht.
00:22:53: Also es war ja ein relativ kleiner Prozentsatz, unsere Gesellschaft der dort vor Ort war und man unterhält sich dann vielleicht mal mit dem einen oder anderen Kameraden darüber was man dazu erlebt hat.
00:23:03: aber normalerweise spricht man da nicht groß drüber und ich muss natürlich auch sagen ehrlicherweise persönlich sehr viel Glück gehabt, dass ich nicht so schlimme Sachen erlebt habe wie es andere erlebt haben die das überhaupt nicht mehr durch gelassen hat.
00:23:15: Also da kenne ich auch genug Beispiele von Soldaten die schwerste posttraumatische Belastungsstörungen haben aufgrund dessen was sie dort erlebt haben und das muss man sich bewusst sein was diese Männern und Frauen dann auch gerade bei den KSK für einen Preis zahlen wird das was sie halt machen für unsere Land.
00:23:31: Ja, du hast gesagt schön dass ich noch einmal nachfrage Männer und Frauen.
00:23:33: Also ihr hatte doch viele Frauen im Einsatz oder?
00:23:36: Ja es ist tatsächlich so das beim KSK die Auswahl also diese sogenannte Höllenwoche dieser Ereignungsbestellung für Männer und Frau offen steht.
00:23:44: Es hat allerdings noch nie eine Frau geschafft.
00:23:46: Das haben sich einige schon beworben Man muss aber dazu sagen die physischen Anforderungen sind extrem hoch.
00:23:53: Mein Beispiel war ja, ich bin nach sieben Jahren dort hingekommen.
00:23:55: Typisch ist halt irgendwo so zwischen vier und sieben jahren vor die Zeit das heißt du bist schon Soldat Du bist eigentlich schon topfit Gehst dann dort rein in diese Eikungsfeststellung Und dann werden aber trotzdem immer noch neunzig Prozent abgelöst also zehn prozent schaffen es.
00:24:07: Es ist also physisch so sehr am limit auch für einen austrainierten Mann Das ist einfach eine frau fast unmögliches zu schaffen.
00:24:13: Aber Wir hatten in den Unterstützungskräften immer Frauen, die auch teilweise an vorderster Front sozusagen mitgegangen sind.
00:24:21: Beispielsweise ist es ja in Afghanistan so ein streng islamisches Land und du musst dort halt die Sitten- und Kulturen respektieren.
00:24:28: Und das bedeutet zum Beispiel wenn du dort eine Frau in einem Gebäude antrifst und Du musst sie durchsuchen zb nach Waffel darf das unter gar keinen umständigen Mann sein weil das kann allein das berühren dieser Frau kann halt also zu einem direkten Kampf führen und deswegen musst du dann Frauen mitnehmen, die das dann übernehmen.
00:24:45: Und dementsprechend hatten wir oft zum Beispiel im Bereich TSE, also Tactical Site Exploitation bei Weißsicherung militärisch sozusagen, hatten wir viele Frauen immer dabei.
00:24:54: Krass!
00:24:54: Über das Thema könnte man jetzt noch stundenlang sprechen und wir haben mal noch so viel andere Themen, die wir besprechen haben.
00:24:59: Ja, eine spannende Zeit auf jeden
00:25:01: Fall.
00:25:05: Also dann machen wir es erstmal Teil ein... Ja, das ist eine
00:25:30: richtig gute Frage.
00:25:31: Wenn ich mir die Raumfahrt so anschaue über die letzten siebzig Jahre, ihr müsst euch ja vorstellen.
00:25:35: Ich als Kind habe alles verschlungen zu... zur Mondlandung und zum Space Shuttle Und ich hab mich damals gefragt, ob ich vielleicht das goldene Zeitalter der Raumfahrts irgendwie verpasst?
00:25:43: Das war gefühlt hier alles in den Sechziger und Siebziger Jahren.
00:25:47: Und danach ging irgendwie nicht mehr ganz so viel in der Raum-Fahrt.
00:25:50: Es wurde immer ruhiger!
00:25:50: Und ich habe mich gefragt woran liegt das?
00:25:53: Und ich wollte natürlich dass da mehr passiert weil es mich einfach fasziniert hat.
00:25:56: Und.. ...ich hab dann festgestellt, es gibt eigentlich zwei große Probleme, das eine ist Es ist viel zu teuer in den Weltraum hochzufliegen.
00:26:03: Und das liegt jetzt nicht daran, weil es technisch so komplex wäre.
00:26:06: Also eine Rakete ist mit Sicherheit komplex aber nicht so komplex wie jetzt Biomedizintechnologie oder wie künstliche Intelligenz, Datenzentren IT.
00:26:14: Die Raketen die wir heute bauen sind als genauso gebaut wie die Raketen der sechziger Jahre.
00:26:18: Das sind große Treibstofftanks Da sind starke Turbopumpen und drinnen.
00:26:21: die drücken diesen Treibstoff an die Triebwerke und die Rakete fliegt los.
00:26:25: vorher kommt hinten raus.
00:26:26: Da hat sich nichts geändert, der Grund warum es so teuer ist in den Weltraum hoch zu fliegen ist weil wir diese Raketen nach einmal Gebrauch immer weggeworfen haben.
00:26:35: und wenn ihr euch jetzt vorstellt ihr würdet mal mit dem Flugzeug von Frankfurt nach New York fliegen und nach diesem Flug wird das Flugzeug einfach verschrottet würde ich vorstellen was das Ticket kosten würde.
00:26:45: Das muss man eben ändern und die Schwierigkeit dabei ist.
00:26:48: Jetzt hatten wir es ja schon zweimal gesagt, du fliegst dann wenn du im Orbit bist mit achtundzwanzigtausend kmh.
00:26:53: Und jetzt musst diese Raketen Stufe irgendwie wieder zurück auf der Erde kommen und zwar heile in einem Stück.
00:26:58: Ich kann nicht so viel Treibstoff mitführen dass ich einfach noch mal zünden und abbremsen kann Sondern ich muss irgendwie was anderes nutzen zum bremsen.
00:27:05: Was man dafür typischerweise nutzt is' einfach die Atmosphäre.
00:27:08: also ich fliege in die Luft rein und die Luft hat dann Luftwiderstand und dadurch werde ich langsamer.
00:27:13: Die Problematik ist aber, wenn ich mit der Luft-Reilefliege mit dem KMH in diese Luftreile fliege, dann wird die Luft so dermaßen heiß.
00:27:18: Sie wird zum Plasma, also man sagt sie dissoziiert.
00:27:22: Also sprich die Moleküle lösen sich auf in einzelne Atome und Elektronen, die dort herumfliegen.
00:27:29: Und dieses Plasma frisst alles auf!
00:27:32: Wenn du einfach die Rakete umgeschützt rein schickst, verdampft die.
00:27:35: Im Endeffekt einfach.
00:27:36: Das heißt, ich brauche jetzt Hitzeschilde und diese Hitzeschilde müssen aber extrem leicht sein weil ja jedes Kilo was ich in diesen Hitzschild reinpacke ein Kilo ist das von der Nutzlast meiner Rakete weggeht.
00:27:46: So und dann bin ich halt wirklich schon bei einem richtig großen Ingenieursproblem wie baue ich so einen Hitzischild dass er extrem leicht gewichtig ist?
00:27:53: also da muss jedes Gramm gespart werden.
00:27:56: Und das zweite Problem was ich gesehen habe es gibt auch gar nicht so viele Dinge im Weltraum mit denen man wirklich Geld verdienen kann.
00:28:01: Also wenn man mal ganz ehrlich ist, dann sind es eigentlich historisch gesehen nur drei Dinge.
00:28:05: Das eine ist Satelliten-Kommunikation also sprich alles vom Satellitentfernsehen bis zu Starlink und das zweite ist Erdbeobachtung.
00:28:14: Ich schaue runter auf die Erde und ich mache Bilder für Google Maps, für Wetter... ...und das dritte ist militärische Anwendbarkeit!
00:28:23: Das war immer schon so.
00:28:24: Alles andere was wir dort im Weltraum gemacht haben Also so toll ich das fand, die Flagge auf dem Mond zu sehen.
00:28:29: Das ist am Ende des Tages nur Geldverbrennung.
00:28:32: Da muss man mal ganz ehrlich sein.
00:28:33: und nur wenn eine Industrie halt wirklich Geld macht dann kann sie halt auch wachsen.
00:28:37: So und
00:28:38: ich habe mir damals gedacht was könnte denn das nächste sein?
00:28:41: Was wirklich im Weltraum richtig groß werden könnte?
00:28:43: und die Antwort für mich ist Industrie im Weltraum also sprich wenn ich im Welt Raum Dinge herstelle die dann der Otto-Normalverbraucher hier auf der Erde gebrauchen kann zum Beispiel
00:28:53: Medizin
00:28:54: Biomedizin ist ein klassisches Beispiel, dann habe ich aber das gleiche Problem.
00:28:57: Muss das ja irgendwie aus dieser Fabrik im Orbel zurück auf die Erde zum Verbraucher runterbringen und braucht wieder diesen atmosphärischen Wiedereintritt?
00:29:05: Und deswegen habe ich mich dann in dem Bereich spezialisiert.
00:29:09: Toll!
00:29:10: Danke für der Zählung.
00:29:11: also, total spannendes Thema.
00:29:13: Du hast ja gerade schon mit angefangen Industrie im All.
00:29:16: Wenn dort oben tatsächlich Dinge hergestellt werden können, die auf der Erde so nicht möglich sind wie das gerade Bauschel sagt was sagt es?
00:29:22: Medikamente neu Material und vielleicht irgendwann sogar menschliches Gewebe.
00:29:27: Was davon ist heute schon realistisch?
00:29:29: Und wo reden wir noch über Zukunft?
00:29:33: Es gibt zum Beispiel ein Unternehmen in Großbritannien das nennt sich BioOrbit machen Kristallisation von proteinbasierten Medikamenten im Weltraum.
00:29:42: Also wenn man sich Medikamente anschaut, da ist ein ganz großer Teil davon basiert auf Eiweiß-Proteinen im Endeffekt und diese Proteine sind sehr lange Kippen von so riesengroßem Moleküle im Endeppekt und die müssen auf eine bestimmte Art und Weise kristallisiert werden also so wie man Zucker halt auch in einer Kristallformat oder sei es um dann appliziert werden zu können, also einem Patienten verabreicht werden zu kann.
00:30:06: Und die Art dieser Kristallisation, also wie rein, wie perfekt dieser Kristalle ist, das kann einen großen Unterschied machen für die Anwendung.
00:30:15: Also ich kann beispielsweise bei bestimmten Krebstherapien wenn ich die perfekte Kristallisierung habe mir Zuhause eine Spritze unter die Haut
00:30:25: schieben
00:30:27: Anstatt dass ich ins Krankenhaus muss und dort dann ambulant sozusagen intravenös dieses Medikament bekommen kann.
00:30:33: Und die Anwendung ist heute schon da, also das kann man machen.
00:30:36: Das wurde mehrfach auf der internationalen Raumstation schon demonstriert, dass man im Weltraum wirklich diese Kristalle hundertmal besser wachsen lassen kann als man es auf der Erde machen kann.
00:30:44: Jetzt ist halt die Frage wie machst du es kommerziell?
00:30:46: Also so dass es günstig wird!
00:30:47: Aber die haben's halt nicht mit ner Kapsel wieder runter gebracht sondern die haben sie einfach wieder mit zurückgenommen als ihr selber drücke Flogen sind, ja?
00:30:53: Genau.
00:30:53: Und jetzt geht es eben darum dass wir mit unserer Kapsel das ganze dann im industriellen Maßstab also viel viel schneller und viel regelmäßiger machen können.
00:31:00: Vielleicht nochmal ein zwei andere Beispiele.
00:31:02: Es gibt natürlich auch Beispiel die wirklich extrem weit raus sind.
00:31:05: Also nennen wir mal das Thema wird das gerade angesprochen Biodruck.
00:31:08: Also es gibt Firmen wie die Firma Yuri Gravitay Die kommt hier aus Baden-Württemberg sitzen unten bei Friedrichshafen am Bodensee Meckenbäuren Und die machen ein sogenanntes Science-Taxi.
00:31:19: Das müsst ihr euch so vorstellen, so groß wie zwei Schukartons ungefähr, dreißig Kilogramm schwer.
00:31:23: und das kann man in den Weltraum hochschießen.
00:31:25: und in diesem Science Taxi sitzt ein Dreidedrucker.
00:31:27: Der Dreideadrucker nimmt menschliche Zellen und druckt dann wirklich Zelle an Zelle genauso wie man es von einem Plastikdreide-Drucker auch kennt.
00:31:36: aber er löst damit ein riesengroßes Problem.
00:31:38: Und zwar wenn ich Plastiktrucke...das mache ich heiß, das drucke ich und dann wird es sofort wieder fest.
00:31:44: Aber wenn nicht menschlichen Zellendrucken Die kann ich ja nicht irgendwie heiß verbacken, sondern die brauchen Zeit.
00:31:49: Die muss sich Zelle an Zelle legen und dann verknüpfen sie sich automatisch auch.
00:31:53: also die heilen sich sozusagen selber bis sie zu einem festen Gewebe werden.
00:31:56: aber das dauert Tage teilweise Wochen sogar.
00:31:59: Und jetzt muss ich diese Zellen für einen langen Zeitraum wirklich präzise dort an der richtigen Stelle halten ohne dass sie auseinander fließen.
00:32:07: Der wesentliche Unterschied in dem Weltraum ist eben ich habe keine Schwerkraft.
00:32:10: Also auf der Erde sorgt die Schwerkraft ja dafür, dass diese Zellen eigentlich wie eine Pfütze auseinander fließen.
00:32:16: Aber wenn ich im Weltraum bin dann schwebt es einfach.
00:32:19: Genau und die Anwendung ist mit Sicherheit noch zehn Jahre in der Zukunft.
00:32:23: aber wenn man sich mal vorstellt was daraus werden könnte, die könnten möglicherweise in der Lage sein zum Beispiel ein gesamtes Herz zu drucken.
00:32:30: Stellen uns mal vor wir hätten einen Herzinfarkt oder ein schweres Herz leiden und die einzige Möglichkeit die wir stand jetzt haben ist eine Herztransplantation.
00:32:39: Man muss ja traurigerweise sagen, in achtzig Prozent der Fälle kriegst du keine Herztransportation weil es einfach nicht genug Spenderorgane gibt.
00:32:47: Diese Spendereorgan-Knappheit kennt jeder und selbst wenn Du das große Glück hast dass Du dann zu den zwanzig Prozent gehörst die wirklich einen Spenderherz bekommen Dann wirst Du für den gesamten Rest Deines Lebens immun suppressiver schlucken müssen damit Dein Körper dieses fremde Herzen nicht wieder abstößt.
00:33:03: Und jetzt könntest Du möglicherweise in zehn Jahren aus Deinen eigenen Zellen Ein neues Herz, was kooperatibel mit deinem Körper ist.
00:33:10: Kripp
00:33:10: produzieren lassen.
00:33:11: Genau.
00:33:13: Wenn ich da dran denke... Das ist Wahnsinn!
00:33:15: Da denke ich echt, das ist richtig Fortschritt im Dienste der Menschheit.
00:33:20: Ja du kannst Teil davon sein, es ist unglaublich.
00:33:22: Ich meine wir sind nur der Logistiker, das muss man auch dazu sagen.
00:33:25: also ich bin kein Biomediziner.
00:33:27: aber trotzdem ja das hochzubringen und dann wieder zurück zu bringen ist schon das toll.
00:33:31: Wenn mir rettet es gerade, wir hatten ja auch eine Folge gehabt mit dem Professor Gunnar Seide.
00:33:34: Mit dem Gunnar habe ich hier vor drei Jahren auch so ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen.
00:33:38: Wir sind auf Bio-Polymer Basis, aber noch mit einer anderen Maschine Lederersatzstoff entwickeln wollen.
00:33:45: Vielleicht
00:33:46: funktioniert das auch besser im Weltall?
00:33:47: Ja, das glaubst du, was ich gerade hier so nachdenke.
00:33:49: Ich bin dann so wenig gerade erzähle und denke ja, brauchen brauchen immer die Gedanken.
00:33:54: Das ist noch weit hin!
00:33:55: Es gibt noch ein
00:33:55: Beispiel, das würde ich auch gerne erwähnen, was so ein richtig schönes Positiv ist... Es gibt eine Firma, die nennt sich Prometheus and Life Technologies und die machen sogenannte Organoide.
00:34:05: Also das sind quasi Mini-Organe so groß wie ein Stecknadelkopf ungefähr.
00:34:10: Man nimmt dort einfach menschliche Zellen beispielsweise Herzmuskelzellen oder Leberzellen auch Gehirnzellen Nehmt dann ganz paar von diesen Zellen und gibt die in Schwerelosigkeit in so eine Nährlösung.
00:34:22: Und die wachsen einfach, bis sie dann Stecknadel-Kopfgröße erreicht haben.
00:34:26: Dann bringt man von diesen Organoiden hunderte oder tausende aus der Schwereloßigkeit wieder zurück auf die Erde.
00:34:31: Die werden hier auf der Erde genutzt für Medikamententests.
00:34:34: Man muss sich ja vorstellen wie wird ein Medikamente normalerweise entwickelt?
00:34:37: Man macht sehr viel Trial and Error oder hat ganz viele verschiedene chemische Formulierungen und die testet man dann typischerweise im ersten Schritt an Tieren.
00:34:46: Und da ist natürlich die Sache, in neunzig Prozent der Fälle funktioniert es dann nicht.
00:34:50: Also entweder gibt's halt irgendwie eine Reaktion dass das Tier schon nicht gut darauf reagiert oder Es funktioniert zwar am Tier an einer Maus, einer Ratte, einem Hund Aber wir können ja nicht auf den Menschen übertragen.
00:35:03: jetzt stellt euch mal vor ich könnte an diesen Organoiden direkt zum Beispiel Die Toxizität von solchen Medikamenten testen direkt an menschlichen Zellen und kann diese Stufe des Tierversuchs einfach überspringen.
00:35:14: Also finde ich eine super Sache und auch wieder super cool da irgendwie teils zu sein.
00:35:18: Ja,
00:35:19: also wir müssen noch mal ein Mittagessen nachholen.
00:35:21: Wir müssen auf die zweite Folge machen.
00:35:22: das muss nur spannend.
00:35:24: Die erste Kappe von euch war ja am Orbit hat im Liedereintritt geschafft.
00:35:28: Du arbeitest so viele Jahre daran wie es... Wie war das Gefühl diesen Moment dann wirklich zu erleben?
00:35:33: Ja, die erste Kapsel ist tatsächlich im April, und wir hatten da drei Teams.
00:35:39: Eins war am Startplatz in Florida, im Kennedy Space Center.
00:35:43: Eines war hier in der Nähe von Bonn-Baden, tatsächlich in Lichtenau oder unserem Kontrollzentrum.
00:35:49: Und das dritte Team, das war unter meiner Führung in Brasilien.
00:35:53: Wir haben uns dann dort ein kleines Flugzeug ausgeliehen und sind über die Küste von Brasilien in den Südatlantik rausgeflogen ungefähr siehundert Kilometer vor der Küste um dort quasi Antennen aus dem Flugzeug zu halten und die letzten Signale von dieser Kapsel sozusagen aufzuzeichnen.
00:36:07: Ich weiß jetzt noch ganz genau wie wir im Flugzeug drin gesessen haben und wir hatten dieses Starlink also Satelliten Internet mit an Bord und konnten dadurch live verfolgen was bei uns in der Missionskontrolle passiert ist.
00:36:17: Dann wurde dieser Satellit gestartet.
00:36:19: Wir hatten die Verbindung noch drin und nach irgendwie zwanzig Minuten kam dann auf einmal ein einziges Bild aus dem Weltraum.
00:36:26: Und auf diesem Bild sieht man tatsächlich dann die SpaceX-Rakete, unsere Kapsel an der Seite dran mit dem Atmos-Logo... ...und wir saßen alle in diesem Flugzeug.
00:36:34: Wir haben gejubelt wirklich!
00:36:38: Es war für das Team natürlich eine riesen Erleichterung, dass es geklappt hat den Saliten dort hochzuschießen.. ..und für mich auch.
00:36:43: ich meine ich habe fast zwanzi jahrelang davon geträumt so was zu machen und das dann realisiert werden.
00:36:48: Ja, zu sehen war schon speziell.
00:36:53: Schrapp hoch!
00:36:55: Wie ich gehört habe die nächste Kapsel ist bereits fertig.
00:36:58: Genau.
00:36:59: Die stehen jetzt in der Lichtnau.
00:37:00: Kann man sich das mal anschauen?
00:37:02: Ja auf jeden Fall.
00:37:03: Dann kommen wir mal vorbei.
00:37:06: Was muss denn bei dieser Mission gelingen damit du danach sagst Jetzt sind wir technologisch wirklich einen entscheidenden Schritt weiter.
00:37:14: Also es gibt ein paar Unterschiede jetzt zwischen der ersten Kapsel und der zweiten Kapsel.
00:37:18: Die Kapsel ist nicht nur doppelt so schwer, also bei den Ersten haben wir über zweihundertfünfzig Kilogramm.
00:37:22: Jetzt sind wir schon bei fünfhundert Kilogrammen, also eine halbe Tonne die wird dort hoch schießen sondern der Satellit hat auch jetzt ein eigenes Antriebssystem.
00:37:28: Also, der eine oder andere, der Zuhörter hat sich dann vielleicht mal ergoogelt was bei dem ersten Versuch so passiert ist.
00:37:34: Wir sind da durch SpaceX abgesetzt worden und auch nach relativ kurzer Zeit wieder eingetreten.
00:37:38: also waren drei Stunden etwa im Weltraum und sind damit zurückgekommen.
00:37:41: Und beim nächsten Flug wollen wir schon sechs Wochen dann im Orbit drin bleiben.
00:37:44: Dafür brauchen wir eben den eigenen Antrieb und wir brauchen Solarpaneele die dann die Batterien aufladen.
00:37:49: Ich würde sagen aus meiner Sicht wird das ein riesengroßer Erfolg dann sein, wenn wir es schaffen wirklich diesen Satelliten dort hochzuschießen und die ganzen Kunden, die wir an Bord haben glücklich zu machen.
00:38:00: Weil man muss dazusagen Wir haben jetzt die Kapsel wirklich ausgelastet also die hat hundert Kilogramm Kapazität Die ist voll bis zum Anschlag.
00:38:07: Also wir versuchen wirklich jedes Gramm dort rauszukitzeln Und wir haben dann ja knapp ein Dutzend verschiedene Kunden jetzt Anbord bei dem nächsten Flug.
00:38:15: Und wenn die dann hinterher sagen, hey das hat sich gelohnt dort mit Atmos, die sechs Wochen da oben zu fliegen.
00:38:19: Wir haben unsere Kommandos zu unseren Nutzlasten hochgeschickt und wir haben die Daten runter bekommen, die wir brauchen... Ich glaube, dann haben wir erstmal schon mal achtzig Prozent der Miete erreicht!
00:38:28: Dann kommt dazu, dass wir dann die Kapsel präzise wieder zum Wiedereintritt bringen.
00:38:34: Atmos ist tatsächlich im Moment das einzige Unternehmen in ganz Europa, das so eine sogenannte Wiedereintrittslizenz hält.
00:38:40: So ein langer Prozess, also da musst du dich jahrelang tatsächlich mit den Behörden rumschlagen bis du dann diese Lizenz bekommst.
00:38:46: Das ist jetzt eine portugiesische Lizenz.
00:38:48: wir werden die Kapseln nämlich nach Santa Maria Azor und Portugal wenn mir die zurückbringen im zweiten Quartal nächsten Jahres Und Wenn wir es dann schaffen präzise dort in Richtung Santa Maria zu fliegen diesen Wiedereintritt erstmal sicher durchzuführen das ist wirklich das allerwichtigste.
00:39:03: Dann mache ich schon mal drei Kreuze so alles was darüber dann hinaus kommt.
00:39:07: Da werden wir mal sehen weil Also das langfristige Ziel ist natürlich, dass die Kapsel dann landet, geborgen werden kann und wieder in Stand gesetzt werden kann.
00:39:16: Damit wir sie wieder und wieder fliegen.
00:39:18: also ich sag mal zehn Wiederverwendungen pro Kapsel ähnlich wie SpaceX das jetzt eben mit den wieder verwendbaren Raketen machen.
00:39:24: Falsche!
00:39:25: Falsche.
00:39:25: mit Zu-Lust gelöst und dann kommt eine relativ sichere Landung.
00:39:29: Das entscheidende hier bei uns ist, dass wir nicht mal mehr einen Fallschirm nutzen, sondern dieser aufblasbare Hitzeschild der hat schon so viel Oberfläche.
00:39:35: Der ist eigentlich fast genauso groß wie ein Fallschirmen und dann nutzten wir ne Wasserlandung.
00:39:40: also das heißt die Geschwindigkeit die wir noch haben bei der Wasserlandungen ist ungefähr so hoch als wenn du im Freibad vom Fünfer oder vom Zehner ins Wasser rein springst ja?
00:39:47: Also es ist halt.
00:39:48: ja es ist schon noch zügig aber es ist überlebbar und das ist erstmal das Wichtigste.
00:39:52: Aber eine Frage habe ich noch, jetzt komme ich auch so langsam ins Technische.
00:39:55: Jetzt kommt der Junge wieder raus.
00:39:57: Man hört ja, dass so unglaublich viele Satelliten im All sind und ganz viel Müll und Schrott.
00:40:02: Ist so eine Kapsel dann?
00:40:03: oder behauptet ihr so ausgestattet, dass die selbst ausweichen?
00:40:07: Oder wie funktioniert das?
00:40:08: Oder steuert ihr das und es ist wie früher.
00:40:10: Geht's zu dir spielen mit Asteroids?
00:40:12: Ja genau!
00:40:16: Also
00:40:18: das ist ein aktiv
00:40:19: Auswahl.
00:40:20: Wir müssen das wirklich aktiv da werden.
00:40:21: Okay
00:40:21: das nennt nicht das System.
00:40:23: Ich hab die Flugbahn und von rechts kommt jetzt was angestockt.
00:40:26: Aber da
00:40:27: kann doch jemand bei euch bewerben der damals einen mega Stuck-Score hat in diesem
00:40:30: Spiel, oder?
00:40:31: Wir können das tatsächlich vom Boden aus beobachten.
00:40:38: Es gibt sozusagen so Radarsysteme, die dann genau sagen der Satellit fliegt jetzt da und dahin Und in zwei Tagen haben wir möglicherweise eine Kollision weil die Satelliten sich nahekommen.
00:40:47: Dann kannst du entscheiden okay ich zünde jetzt meine Triebwerk und Fliegen Ausweichmenüber damit ich dort eben nicht crashen oder du sagst ja passt, der fliegt vorbei.
00:40:55: Und manchmal ist es tatsächlich so da werden die Satelliten auch getroffen und dann hat man auch Ausfälle von Satellitern im Orbit.
00:41:01: Wir hatten noch keinen Teutel-Teuer aber...
00:41:03: Da geht's jetzt ganz eine Frage bevor es weitergeht.
00:41:06: Ist das an die beim Segeln so Lu Volee?
00:41:08: Also dass man sagt man weicht rechts aus.
00:41:10: Ja ich bin hier wie ich doof wenn du jetzt sagst ich flieg jetzt die Bahn und der andere hat die gleiche tolle Idee weil er gerade aus Taiwan kommt ja und dann knallt ihr einfach in zwei Tagen dann trotzdem zusammen.
00:41:19: Ja,
00:41:19: es ist natürlich extrem wichtig dass die Leute dann miteinander reden.
00:41:23: Es
00:41:30: gibt ja auch eine Luftrechte, da gibt's tatsächlich dann Vorflugregeln.
00:41:33: Aber in der Praxis ist das tatsächlich auch so... Der Fluglotse sagt halt dem einen Flugzeug, du flieg jetzt ein bisschen höher und du fliege ein bisschen tiefer?
00:41:41: Das darf natürlich nicht falsch verstanden werden, dass dann einer auf einmal in die andere Richtung fliegt!
00:41:46: Und das ist bei Satelliten genau das Gleiche.
00:41:48: Also da müssen die zwei Unternehmen, die die zwei Satellite besprechen oder betreiben, die müssen miteinander sprechen um dann diesen dieses Ausweichmittel überzufliegen.
00:41:56: Das ist schon komplex.
00:41:58: Aber was hältst du von dem Live-Podcast beim Wiedereintritt?
00:42:02: Wir kommen rüber nach Lichten auch!
00:42:05: Ja, Atmos ist ja ganz bewusst als ziviles Unternehmen gestartet und du hast sehr offen gesagt nach vierzehn Jahren Bundeswehr hattest du vom Militär eigentlich ja erstmal genug.
00:42:13: Was ist passiert?
00:42:14: dass du irgendwann trotzdem gesagt hast wir können uns beim Thema Verteidigungen doch nicht heraushalten?
00:42:19: Ja das war tatsächlich so.
00:42:20: also ich hatte nach nach vier Zehn Jahren genug von der Bundeswehr.
00:42:22: Ich hatte den Eindruck dass ich persönlich genug getan habe sage ich mal ich hab meinen Dienst getan Und ich will jetzt einfach mein Kindheitstraum mehr erfüllen Nichts mehr zu tun haben, sag ich auch ganz offen.
00:42:36: Und dann haben wir das Unternehmen gestartet und wir sind in diesem Bereich von wiederverwendbaren Raketen und in den Bereich von Biomedizin im Weltraum eingestiegen.
00:42:46: also wirklich zivile Themen.
00:42:48: aber ein halbes Jahr nachdem wir das unternehmen gestartet haben, war ja der Überfall der Russen auf die Ukraine und da wurde schon klar also jetzt es ändert sich halt was in einer geopolitischen Situation.
00:42:59: Aber das war für uns auch immer noch nicht genug sage ich mal Grund da jetzt wirklich aktiv zu werden sondern für uns war tatsächlich der richtige Grund aktiv zu werde erst Anfang twenty-fünfundzwanzig also ist jetzt gerade mal anderthalb Jahre her als Präsident Zelenski im Weißen Haus war.
00:43:13: Ich denke die meisten Zuhörer werden sie auch noch sehr gut erinnern an diesen Moment.
00:43:16: Das war ja ein Freitagabend.
00:43:17: ich habe das mehr oder weniger live verfolgt dann Und also mir persönlich hat das ganze Wochenende den Magen umgedreht, also aus zwei Gründen.
00:43:26: Zum einen ist es so die Art und Weise wie mit ihm dort umgegangen wurde einfach extrem respektlos.
00:43:34: Das macht man einfach nicht mit einem Staatschef vor den Augen der Weltpresse.
00:43:39: Die haben sicher... Also Trump und Jaydency haben sich ja wie so Schulhof-Bullis dort verhalten, die auf dem Erstklässler rumpickeln.
00:43:47: Das machen wir einfach nicht!
00:43:49: Und das andere war aus professioneller Sicht heraus.
00:43:51: Ich meine, ich habe vierzehn Jahre lang bei der Bundeswehr unter NATO-Kommando gedient.
00:43:56: Es war für mich völlig normal dass wir in Afghanistan ständig amerikanische militärische Assets eingesetzt haben.
00:44:02: Also das Beispiel mit dem Kampfflugschrauber erwähnt Das waren amerikanischer Apache Drohnen Kommunikationes War immer alles amerikanisch.
00:44:08: und für mich was völlig normal Dass wenn Europa mal irgendwo wirklich eine militärischen Herausforderung hat Dann werden die Amerikaner da sein um uns zu schützen.
00:44:16: Und in dem Moment, als Präsident Trump dort gesagt hat es ist die Schuld der Ukraine das die Russen sehr angegriffen haben.
00:44:24: In dem moment war für mich halt absolut glasklar dass wenn als nächstes das Baltikum angegriffene werden sollte oder wenn Polen angegriffenen werden sollte, dass die Amerikaner eben nicht kommen werden und Das hat mir wirklich den Magen umgedreht, weil ich natürlich auch wusste aus meiner Dienstzeit heraus wie viele Lücken wir haben in der Bundeswehr.
00:44:42: Wie viele Waffensysteme fehlen?
00:44:44: Wie viele Kommunikationssysteme fehle?
00:44:46: Und wenn ich mich dann überlege, wir müssten möglicherweise diesen Krieg gegen Russland führen mit der Ausstattung die wir hatten zu dem Zeitpunkt... das hat mir den Maken umgedretet und am Montag danach habe ich meinen Aufsichtsrat zusammengerufen an Bord Und dazu müsst ihr wissen, wir waren schon auf dem Sprung eigentlich in die USA.
00:45:01: Wir haben bei uns im Aufsichtsrat sitzt Lori Gawa.
00:45:04: das ist die ehemalige stellvertretende Chefin der NASA.
00:45:07: Die hat Elon Musk unter Präsident Obama die Verträge verschafft.
00:45:10: Sie sitzt bei uns am Aufsichtsrat.
00:45:12: Bin ich vor diesen Aufsichtigtsrat getreten und habe gesagt meine Empfehlung an den Aufsichtsrat ist... ...wir sagen alle Aktivitäten in den USA mit sofortiger Wirkung ab.. ..und konzentrieren uns auf die Verteidigung Europas!
00:45:22: Ich glaube in dem Moment war es halt so dass auch bei uns beim Aufsicherheitsrat viele waren denen es genauso ging über das Wochenende, die auch gesagt haben was ist denn da jetzt los?
00:45:30: und die haben das dann am Ende des Tages mit mir zusammen abgenickt.
00:45:33: Und wir haben dann tatsächlich alles, was wir in den USA gemacht haben eingestellt und sind losgegangen und haben unsere ganzen alten Bundeswehrkontakte wieder reaktiviert und haben überlegt was wir machen können, was militärisch relevant ist?
00:45:46: Und haben damit eigentlich so eine Kehrtwende hingelegt.
00:45:49: und ich glaube... Da sind wir nicht die Einzigen!
00:45:51: Ich glaube, dass sind viele in Deutschland unter Europa Den es gerade ganz genau so geht, die sagen eigentlich wollte ich mit Militärin nie was zu tun haben.
00:45:57: Aber ich sehe ja, was passiert hier gerade an der Ostflanke?
00:46:01: Und ich muss irgendwie meinen Beitrag
00:46:03: leisten.".
00:46:04: Du kennst ja beide Seiten!
00:46:06: Du warst aus eigener Erfahrung wie es ist als Soldat im Einsatz auf Technologie angewiesen zu sein und heute bist du selbst auf der Seite derjenigen, die solche Technologien entwickeln.
00:46:16: Verändert diese Erfahrung die Verantwortung, die du dabei
00:46:19: empfindest?".
00:46:20: Ja absolut Absolut.
00:46:21: Ich bin ja jetzt viel bei Verteidigungsveranstaltungen, ich weiß letzte Woche bei der Bits in Pretzels in München also die Startup-Veranstaltung, die extrem viel jetzt auch im Defensbereich mittlerweile macht und Spacebereich.
00:46:34: Mich war die Woche davor beim Luftwaffe, beim Air Force Innovation Day.
00:46:39: Was man halt schon sieht ist, es gibt jetzt sehr viele die versuchen in den Defensbereich irgendwo was zu machen und das ist ja grundsätzlich gut.
00:46:46: Also Grundsätzlich wir brauchen eine gesellschaftliche Bewegung dahin dass wir sagen Wir müssen jetzt bereit werden uns zu verteidigen.
00:46:53: aber man merkt natürlich auch Dass Es Schon Riesenunterschied Gibt Zwischen Firmen Bei Den Du militärische Gründer mit dabei hast wie schon mal selber die Problematiken gesehen haben, was funktioniert und was nicht funktioniert.
00:47:05: Und Firmen, die das vielleicht zum allerersten Mal machen.
00:47:07: Also ich glaube wo man jetzt ganz extrem sieht ist in diesem ganzen Drohnenbereich.
00:47:10: du hast auf der einen Seite Firmen wie eine Quantumsystems also ein Riesenunternehmen mittlerweile was tausende Drohne auch in der Ukraine im Einsatz hat und da sind fast alle von den Gründern und von den Entscheidern ehemalige Bundesverse offiziere Soldaten Expertise mitbringen.
00:47:28: Und dagegen hast du anderswo vielleicht kleinere Drohnenunternehmen, die mit Rüstung und Militär vorher nichts zu tun gehabt haben?
00:47:34: Und dann merkst Du halt dass viele, viele Kleinigkeiten einfach übersehen werden weil Du das einfach nicht... Du hast es selber nie erlebt!
00:47:41: Und Du verstehst vielleicht auch nicht die täglichen Probleme die ein Soldat im Einsatz hat also Die Zuverlässigkeit von dem Material.
00:47:48: Dass die Dinge einfach sein müssen, weil sie halt unter extremen Bedingungen funktionieren müssen.
00:47:52: Dass du in der Bedienung darauf achten musst dass die Leute das unter Stress machen müssen.
00:47:56: Also du kannst dort keine komplizierten Dinge verkaufen, weil die Menschen die kämpfen um ihr Leben.
00:48:01: Die sind unter Adrenalin und da funktionieren nur noch die einfachsten Dinge überhaupt.
00:48:05: Und wenn du so an die Dinge herangehst mit dieser medizinischen Erfahrung dann hast du glaube ich im Verteidigungs- und Ristungsbereich natürlich bessere Karten.
00:48:14: Über
00:48:14: konkrete Projekte kannst du ja nicht wirklich sprechen, aber du hast einen Gedanken beschrieben der ziemlich eindrücklich ist.
00:48:19: Aus dem Weltraum betrachtet die Reichweite plötzlich ganz anders aus?
00:48:23: Was verändert Raumfahrt-Technologie grundsätzlich für militärische Strategie gerade wenn man auf dieses große Land Russland schauen?
00:48:31: Ja also ich versuche das so so rational und vorsichtig zu formulieren wie es kann.
00:48:38: Wenn ich mir Europa in seinem derzeitigen Zustand anschauen, dann haben wir ein riesig großes Problem mit Russland und das ist dass eigentlich Gesamteuropa in reichweite russischer Drohnen und den reich weite rossischer ja ballistischer mittelstrecken Raketen liegt.
00:48:53: Und zwar runter bis nach Portugal.
00:48:54: also da kann sich niemand verstecken und es gibt jetzt viel Diskussionen darüber was man dagegen machen soll und welche Abwehrsysteme man einführen soll.
00:49:03: Also intercepter Drohne was es da alles gibt.
00:49:05: Es gab vor einigen Monaten diese große Diskussion über einen Drohnenwall, der uns dort schützen soll.
00:49:11: Und da muss ich persönlich sagen sowohl aus dem militärischen Sicht heraus als auch aus der technischen Sicht heraus das funktioniert nicht.
00:49:17: Das wird nicht funktionieren!
00:49:18: Ich kann da so viele Abfangdrohnen bauen wie ich möchte es werden trotzdem immer russische Drohne oder Raketen durchkommen können.
00:49:25: wir sehen das ja in der Ukraine.
00:49:27: Die Ukraine kämpft jetzt seit zwei tausend vierzehn gegen die Russen und seit zwanzig zweiundzwanzig gegen die Vollidimension.
00:49:32: Die Ukraine ist mit Abstand kommissionell das stärkste Land in Europa.
00:49:36: Also deutlich stärker als Deutschland beispielsweise, man muss sich das mal vor Augen führen.
00:49:39: Wir haben zweihunderttausend deutsche Soldaten.
00:49:41: die haben achthundert tausend ukrainische Soldaten unter Waffen.
00:49:44: gerade also auf jeden deutschen kommt vier.
00:49:47: Nicht mal die Ukrainer schaffen dass es alles abzufangen.
00:49:49: ich war jetzt vor zwei Wochen in Kiev und du hast alle zwei Stunden dort Luftalarm.
00:49:53: So ohne irgendwie dort Leute verrückt zu machen.
00:49:55: aber man muss nicht dessen bewusst sein.
00:49:57: wir sind alle in Reichweite der Russen.
00:50:00: Das einzige, was aus meiner Sicht sie wirklich daran hindern wird uns zu beschießen ist Abschreckung.
00:50:06: Es hat achtzig Jahre lang funktioniert im Kalten Krieg.
00:50:08: es war immer dieses Gleichgewicht des Schreckens und das funktioniert auch heute immer noch.
00:50:12: Das bedeutet aber auch dass wir umdenken müssen und nicht nur über Verteidigungsmaßnahmen nachdenken müssten sondern eben auch über Offensivmittel über Angriffswaffen am Ende des Tages.
00:50:22: Niemand will die einsetzen.
00:50:23: aber es haben auch die Römer vor zweitausend Jahren schon gesagt wer Frieden will muss für den Krieg bereit sein.
00:50:30: lange Rede, kurzer Sinn.
00:50:31: Wenn ich mir aus dem Orbit jetzt Russland anschaue dann löst das ein wesentliches Problem.
00:50:36: was wir haben denn wir haben im Moment diese langreichenden Waffen haben wir einfach nicht.
00:50:40: Ihr erinnert euch mit Sicherheit an die Diskussion über den Taurus.
00:50:43: sollen wir den Taurus jetzt liefern an die Ukraine oder nicht?
00:50:46: Der Taurus liegt nur fünfhundert Kilometer weit.
00:50:48: dieses Land ist aber zehn tausend Kilometer lang macht also Walker keinen Unterschied ob wir den liefern oder nicht und es ist ein hervorragendes ganz tolles waffensystem weil das wird nicht reichen zur Abschreckung.
00:50:58: Wir brauchen also etwas, was viel mehrreich weiter hat.
00:51:01: Und da sind wir eben wieder beim Thema Weltraum.
00:51:03: wenn ich im Weltraum bin dann bin ich an jedem Ort der Welt in einer kürzester Zeit.
00:51:08: Gleichzeitig leben wir ja im Krieg in der Ukraine.
00:51:11: wie schnell sich Kriegsführung, was du gerade sagst jetzt durch Droh und künstliche Intelligenzen neue Aufklärungs-Technologien auch verändert Was unterschätzen wir in Deutschland möglicherweise noch an der Geschwindigkeit dieser Entwicklung?
00:51:22: Ich
00:51:23: glaube was wir vielleicht noch nicht ganz verstanden haben ist dass diese Massen von kleinen Drohnen, die aber immer intelligenter werden, ein komplettes Umdenken in unserer Kriegsführung herbeiführen würden.
00:51:35: Das ist eigentlich vergleichbar mit dem was man im Ersten Weltkrieg gesehen hat.
00:51:41: Vor dem ersten Weltkrig gab es Cavalry-Attacken und Soldaten, die in Reihen aufeinander zumarschiert sind und sich gegenseitig beschossen haben.
00:51:49: Und auf einmal kam im Ersten Weltkrieg, es kamen Maschinengewehre.
00:51:52: Es kamen Grabenkampf, es gab Giftgas-, Panzer-Flugzeuge.
00:51:56: Also eine komplette Umwälzung der Kriegsführung und das was vorher funktioniert hat, funktionierte danach halt nicht mehr.
00:52:03: Das müssen wir uns auch bewusst sein.
00:52:04: also nur mehr Panzer zu bauen von dem was wir schon immer gemacht haben.
00:52:09: Mehr Artillerie, mehr Flugzeuge – das wird nicht reichen!
00:52:12: Also es braucht aus militärischer Sicht immer eine Mischung aus diesen bestehenden Systemen, aber auch sehr vielen neuen innovativen System.
00:52:21: Und da haben wir tatsächlich in diesem ganzen Bereich Drohne und Weltraum haben wir noch massive Lücken und im Weltraum möchte ich nochmal ein paar andere Themen vielleicht beleuchten.
00:52:30: also klassischerweise war es im Weltraum eigentlich immer so dass wir eben aus dem Weltraum auf die Erde runter geschaut haben, also wir hatten Satelliten um Bilder zu machen sozusagen und wir hatten diese Kommunikationssatelliten.
00:52:41: Und das brauche ich auch im militärischen Bereich.
00:52:43: jetzt haben wir aber bei der Bundeswehr also zumindest in meiner aktiven Dienstzeit nur eine Handvoll-Satelliten überhaupt gehabt, also zwei drei Satellite die Radarbilder aus dem Orbit machen konnten und zwei drei Sateleten mit denen man kommunizieren konnte.
00:52:54: Das war alles wenn man das jetzt mal vergleicht.
00:52:56: Die Amerikade haben jetzt mit StarLink StarShield über Zehntausend Satelliten im Orbit.
00:53:02: Und deswegen sind die Amerikaner natürlich auch so wichtig für die Kriegsführung in der Ukraine, weil sie teilweise die einzigen sind, die Zieldaten liefern können, die die Ukrainer dann nutzen um ihren Abwehrkampf zu führen und zum anderen, weil Sie über das Starlink auch in der Lage sind diese weitreichenden Drohnen dann zu steuern und zu kontrollieren.
00:53:18: Das fehlt uns alles!
00:53:20: Deswegen gibt die Bundeswehr dort gerade Unmengen an Geld aus.
00:53:23: also vor ziemlich genau einem Jahr hat unser Verteidigungsminister Boris Pistorius angekündigt dass die Bundesware allein über die nächsten fünf Jahre von dreizig Milliarden Euro in Offensivfähigkeiten im Weltraum reinstecken wird.
00:53:34: Also in Kommunikation, in Aufklärung aber auch in Satelliten die andere Satellite angreifen können also wirklich hochgradig offensive Fähigkeiten.
00:53:41: und da zeigt sich halt jetzt dass wir in Deutschland eigentlich ein bisschen eine Verantwortung übernehmen.
00:53:45: eigentlich das was früher die Amerikaner innerhalb der NATO gemacht haben Das übernimmt Deutschland für den verbleibenden Resteil der NATO in Europa.
00:53:53: Und ganz Europa schaut auch auf uns, was wir machen, weil wir natürlich diese Wirtschaftskraft haben und auch diese Mengen an Geld in die Rüstung reinstecken können, was jetzt ein anderes Land wie Frankreich oder Großbritannien zum Beispiel gerade einfach nicht kann.
00:54:04: Wir brauchen aber trotzdem unsere Alliierten um uns drumherum, weil Deutschland alleine kann es auch nicht richten.
00:54:10: Lieber Sebastian, komm doch mal zu Baden-Württemberg-Unwachstum!
00:54:14: Also ein bisschen weiter weg vom All, bisschen ins Ländle... Ihr habt euch ja ganz bewusst für Baden-Württemberg entschieden und ihr auch Unterstützung bekommen.
00:54:23: Bis hin zu einem Invest sogar von diesem Land, was hat euch dieser Standort ermöglicht?
00:54:29: Also die erste Frage ist ja vielleicht warum sind wir überhaupt hier?
00:54:32: und der Hauptgrund für uns dass wir hier sind ist tatsächlich Europa.
00:54:35: also in der europäischen Raumfahrt war es eigentlich immer schon so das Frankreich und Deutschland sozusagen den Ton angegeben haben.
00:54:44: Beiträge in die ESA gezahlt und wenn man dann daran irgendwie passisieren will, da muss man eben beide Ländern aktiv sein.
00:54:51: Das Schöne in Baden-Württemberg und gerade hier auch im badischen ist halt ich kann direkt auf der Grenze sein Ich kann einen deutschen Standort haben aber ich kann eben auch ein französischem standort haben.
00:54:59: das haben wir also Deutschland in Lichtenau Frankreich in Straßburg Ich lebe selber auch in straßburg tatsächlich ja ich kann mich in den TGV setzen und bin in anderthalb Stunden mitten in Paris.
00:55:08: Ja dass es schon schon gutes Leben Und Das war so der erste Grund, überhaupt mal nach Baden-Württemberg zu gehen.
00:55:16: Wir haben aber auch super viel Unterstützung hier bekommen.
00:55:19: Ihr habt es ja gerade schon erwähnt wir haben Investment direkt vom Land Baden Württmberg bekommen.
00:55:23: da gibt's diese mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden Württembergen und den Zukunftsfonds Baden Bürtenberg.
00:55:28: Da war Atmos tatsächlich das allererste Unternehmen dass dort ein Investment quasi über das Landeswirtschaftsministerium hier gekommen hat.
00:55:34: Und das Land unterstützt uns jetzt weiter auch bei weitergehenden Finanzierungsrunden.
00:55:39: Die Wirtschaftsministerin war bei uns zu Besuch.
00:55:42: Der Ministerpräsident war bei der Ausstellung in Heilbronn dort, ich war vor zwei Wochen mit dem Innenminister mit Manuel Hagel in Kiew, in der Ukraine und das spüren wir halt schon dass wir hier wirklich viel Unterstützung bekommen.
00:55:57: Atmos ist eines der wenigen Raumfortunternehmen, die halt nicht im Großraum München angesiedelt sind.
00:56:00: Also in München da passiert ja gefühlt alles.
00:56:02: Der Herr Söder hat natürlich auch seine Finger überall im Spiel gehabt.
00:56:06: aber dadurch dass wir jetzt in Baden-Württemberg wirklich am schnellsten wachsende Raumfort unternehmen sind mit mittlerweile hundertvierzig Mitarbeitern kriegen wir hier enorm viel Unterstützung und enorm viel Rückenwind aus der Politik.
00:56:18: Und was man nicht vergessen darf ist Baden Württmück ist so das Land der Tüftler also die Schwaben nicht so bekannt dafür, dass sie groß, wie sagt man auf Deutsch auf die Kacke auch.
00:56:32: Schaffe
00:56:32: schaffe mehr arbeiten und weniger reden und das spürt man hier.
00:56:38: ich glaube man dürfte durchaus ein bisschen lauter sein, man dürfe durchaus ein wenig stolzer sein auf das was man hier macht.
00:56:43: aber fakt ist halt du findest hier in jedem Ort irgendwo im Schwarzwald, irgendwo einen Weltmarktführer.
00:56:49: Du findest immer irgendjemanden der in der Zuliefererkette extrem wichtig ist damit du solche Hochtechnologie bauen kannst und das spülen wir halt schon.
00:56:56: Ihr steht ja gleichzeitig aber auch vor der nächsten Finanzierungsrunde was es bei einem Unternehmen wie eurem eigentlich die größere Herausforderung die Technologie zu beherrschen oder genügend Kapitalum Vertrauen zu bekommen um sie wirklich groß machen zu können?
00:57:09: Ich würde sagen beide sind ungefähr gleich schwierig.
00:57:12: also der technische Entwicklungsaufwand Das hat mir eben schon, das ist wirklich enorm schwierig.
00:57:18: Diese Herausforderung des Wiedereinsatzes aus dem Weltraum gibt ja auch einen Grund dafür warum Atmos da jetzt in Europa Marktführer ist also der ich sage mal die nächstbeste Konkurrenz, die wir haben.
00:57:28: Die fliegt das in drei Jahren mit ihrer Kapsel richtig in den Weltraum.
00:57:31: Es ist extrem schwierig.
00:57:32: aber auf der anderen Seite muss man natürlich sagen Wir reden jetzt bei der nächsten Finanzierungsrunde über mehr als einhundert Millionen Euro die wir einsammeln wollen und dass es in Europa tatsächlich auch schwierig weil die Amerikaner doch viel, viel tiefere Taschen in dem Bereich haben.
00:57:46: Das kommt einfach daher weil es bei den Amerikanern ganz normal ist dass diese Pension-Fans also sozusagen die Rente, die Vorsorge das sie in Venture Kapital das Geld reinstecken.
00:57:56: Also das heißt der Venture-Kapitalist aus San Francisco, aus dem Silicon Valley, er nimmt eigentlich die Spareinlagen
00:58:02: von den Großen
00:58:04: Genau und steckt die in die Firmen rein.
00:58:06: Und es funktioniert in Amerika auch ziemlich gut, tatsächlich werden die Renten dadurch größer dort weil man natürlich die Gewinne von diesen erfolgreichen Technologieunternehmen einstreichen kann.
00:58:14: Natürlich hat das auch ein gewisses Risiko aber dafür gibt's nur mal Profis dann eben bei den Investmentfonds die das dann ausgleichen indem sie halt hoch riskante aber auch hoch profitable Unternehmen mischen mit ich sag mal weniger riskanten Anlagemethoden.
00:58:26: Das machen wir in Europa ja nicht.
00:58:28: Also, in Europa ist es eigentlich so ein Umlaufverfahren oder?
00:58:30: Die junge Generation steckt das Geld rein in die Rente und die ältere Generation zieht direkt wieder raus.
00:58:35: der wird hier nichts irgendwie groß investiert.
00:58:37: Der Bundeskanzler hat das jetzt angekündigt dass das auch so langsam kommen soll aber halt wirklich im ganz ganz kleinen Einstelligen-Prozentbereich.
00:58:44: Und das führt eben dazu dass wir in europa viel viel weniger geld zur verfügung haben für für venture capital Für junge schnell wachsende Unternehmen als als in amerika.
00:58:53: Wir versuchen uns aber trotzdem wirklich rein europäisch zu Und wir haben das in der, da gibt es ja dann verschiedene Runden.
00:58:58: Man sagt dann Pre-Seat, Seed, A-Runde... Wir haben das bis jetzt in all diesen Runden geschafft, das rein europäisch zu machen.
00:59:05: Keine Amerikaner mit im Captable!
00:59:09: Ob wir das bei der B-Runde noch mal schaffen, weiß ich nicht.
00:59:11: Kann ich nicht versprechen aber wir werden es auf jeden Fall versuchen weil der entscheidende Punkt ist wir wollen das Unternehmen hier halten Wir wollen hier wirklich einen europäischen und möglicherweise auch ein weltmarktführer aufbauen der aber in Europa bleibt.
00:59:22: also wir haben null Interesse dran Richtung Silicon Valley verkauft zu werden.
00:59:27: Spannend
00:59:28: Sebastian, wenn wir jetzt einmal zum Schluss zu dem sitzienjährigen zurück in der damals das Space Shuttle sieht und zum ersten Mal denkt, wow vielleicht kann ich das ja auch mal machen.
00:59:36: Was würde der jetzt zu dir sagen?
00:59:38: Hast du ihm damit seinen Traum erfüllt?
00:59:40: Ich glaube es kommt doch an wann er mich erwischt.
00:59:43: also wenn ich dann abends da sitze um zwanzig Uhr nochmal irgendein Vertrag durch arbeite, dann denke ich mir auch manchmal naja hättest der auch ein einfacheres Leben aussuchen können.
00:59:53: Aber an anderen Tagen, so wie jetzt heute Morgen zum Beispiel wenn ich dann durch die Werkstatt durchgehe und ich sehe die fertige Kapsel dort.
00:59:58: Ich sehe das Team was da dran arbeitet... ...dann muss ich mich manchmal schon kneifen dass ich mir denke also das hast du dir alles erträumt sozusagen und jetzt ist es Realität!
01:00:07: Also das ist alles aus deinem Kopf sozusagen entstanden und das ist schon wirklich wirklich toll.
01:00:14: und da kann ja auch nur jedem sagen der vielleicht dazuhört und irgendwie Trauben noch hat in der Richtung einfach machen am Ende des Tages ne?
01:00:22: Es kommen ganz viele Ups und Downs.
01:00:23: Also mein Mentor der Fabriz hat damals beim Notar mal zu mir gesagt, Sebastian willkommen auf der Achterbahn jetzt geht's los!
01:00:29: Es gibt dann extreme Hoch, es gibt extreme Tiefes.
01:00:32: aber wenn man das durchzieht oder wirklich an seinen Traumen glaubt und da alles reinsteckt ist schon ein wahnsinnig tolles Gefühl.
01:00:38: Schan vielen Dank
01:00:40: Ja... Aber auch du musst dran glauben wie jeder andere am einen.
01:00:43: drei Klassiker zum Abschluss.
01:00:47: Sebastian welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient?
01:00:51: Und was wäre das für ein Schuh?
01:00:54: Das ist ein Meindl, Bergstiefeln schwarzer.
01:00:58: Ich habe den tatsächlich noch zu Hause stehen und zwar war es der Moment in dem ich diese sogenannte Höllenwoche da beim KSK gemacht hab.
01:01:05: Ihr müsst euch vorstellen, ich muss in dieser Woche ungefähr zwei Hundert Kilometer marschieren.
01:01:09: immer Weihnacht also Tagsüber wird!
01:01:11: Mal kurz geschlafen, so vier Stunden schlafkriegst du pro Tag ungefähr und dann marschierst du jede Nacht durch.
01:01:16: Und diese Meinelschuhe die haben mich da durchgetragen und die bewaare ich auch auf und die gebe ich
01:01:20: auch nicht weg.
01:01:22: Okay, wow!
01:01:22: Ich habe mir sowieso schon fast gerecht, äh ja klar.
01:01:27: Weil ich ja auch ein großer Weinliebhaber bin, kollotte jetzt dazu auch eine Frage an welches Glaswein erinnerst Du Dich besonders gern zurück?
01:01:36: Ja, da muss ich dich jetzt leider enttäuschen.
01:01:37: Ich bin nicht der große Weinkenner.
01:01:39: Also ich würde mal sagen das was hier noch am nächsten kommt ist wenn ich an Weihnachten zu Hause bin haben wir immer noch eine Tradition mit der Familie dass alle Kinder und wir sind fünf Kinder.
01:01:46: Wir kommen immer alle nachhause an Heiligabend und trinken dann dort zusammen im Sekt.
01:01:50: Was ganz einfaches nichts besonderes.
01:01:53: Mummdry oder sowas.
01:01:55: Aber der Moment macht es halt besonders.
01:01:57: Im Rahmen der Familie.
01:01:58: Danke schön!
01:01:59: Und zuallerletzt?
01:02:01: Welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen und warum?
01:02:05: Die Kapsel
01:02:07: Nein, da würde ich das nicht sagen.
01:02:12: Ich habe eine Box zu Hause.
01:02:14: die hat noch ganz viele Änderungen aus meiner Dienstzeit unter anderem.
01:02:17: Ich hab so einen kleinen blauen Lapis-Lazuli damals aus Masei Sharif mitgenommen der dort abgebaut wurde aus der Gegend und ein ganzen Stapel von Briefen die mir meine Familie und meine Freunde und alle, die sozusagen daran gedacht haben wo ich da gerade war dann geschickt haben dort runter.
01:02:34: Ich habe darauf bestanden dass ich keinen WhatsApp oder so was mache.
01:02:36: Da war ich richtig oldschool.
01:02:37: wir haben uns Briefe gestiegen weil ich gesagt hab so ich möchte das in einem ruhigen Moment auch genießen können Und diese Sammlung habe ich tatsächlich immer noch.
01:02:44: es ist ein Riesenstapel und die würde ich auch niemals recht geben.
01:02:46: Toll Sebastian ganz lieben Dank also wie immer für die Zeit die du genommen hast.
01:02:52: Eine Folge, wo ich erst mal gleich so ein bisschen das so verdauen muss und dass dann alles mal Revue passieren lasse.
01:02:59: Und ja vielen Dank für dieses gute Spiegelbild von dem was glaube ich gerade auch viele natürlich beschäftigt durch und durch und das jetzt noch als erster Hand mitzubekommen und ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei dem was jetzt noch bevorsteht.
01:03:10: und danke weil es ist ja auch auch ein Dienst für die Gesellschaft.
01:03:14: wieder
01:03:15: Danke euch, dass ich da sein durfte.
01:03:17: Und
01:03:17: natürlich auch danke an dich Jessica für die tolle Moderation.
01:03:20: Sehr gerne!
01:03:21: Ich muss auch sagen, das war... Es ist sehr berührend gewesen, also ich muss das auch ein bisschen sagen lassen.
01:03:26: Ich kann es total nachvollziehen was Matthias gerade gesagt hat aber was für einen spannender Einblick?
01:03:30: Was für ein toller Mensch wie reflektiert du bist und was für eine großartige Mission.
01:03:34: Und ich freue mich schon auf den nächsten Podcast an dem Brasilien ja oder wenn wir uns die Kapsel einmal anschauen und alles was da noch kommen mag Aber dann bleiben wir auf jeden Fall dran!
01:03:43: Das ist unglaublich spannend.
01:03:44: Also vielen vielen Dank für deine Zeit dass ihr hier wärst.
01:03:46: Danke Matthias.
01:03:48: Vielen Dank fürs Zuhören, alle weiteren Infos stehen ja bei uns unten in den Shownotz und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
01:03:53: Bis dahin alles Gute!
01:03:54: Tschüss!
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