Wer will so noch Unternehmer werden? – Über Bürokratie, Risiko und fehlende Perspektiven | Michael Hölle #38
Shownotes
„Entweder ich will Fortschritt haben, ich will Innovation haben, ich will wettbewerbsfähig sein – oder ich will halt zukünftig in einem Museum wohnen.“
Michael Hölle nimmt kein Blatt vor den Mund. Er ist selbst Unternehmer und stellvertretender Landesvorsitzender des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Baden-Württemberg. Was er von anderen Unternehmerinnen und Unternehmern hört, erlebt er auch im eigenen Betrieb: Investitionen werden verschoben, Aufträge brauchen mehr Überzeugungsarbeit und bürokratische Aufgaben kosten Zeit, die an anderer Stelle fehlt.
Mit Matthias Vickermann und Jessica Sander spricht er darüber, warum Familienunternehmen zwar als Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet werden, sich mit ihren Problemen aber häufig zu wenig gehört fühlen. Es geht um hohe Sozialabgaben und Energiekosten, ausbleibende Reformen – und um digitale Formulare, die am Ende doch ausgedruckt werden müssen, weil ein Stempel fehlt.
Warum verliert Unternehmertum an Attraktivität? Was müsste sich ändern, damit die nächste Generation einen Betrieb übernehmen möchte? Und wie können Unternehmer ihre Anliegen gegenüber der Politik deutlicher vertreten?
Auch die eigene Sichtbarkeit gehört für Michael Hölle dazu: Familienunternehmen haben mit den Menschen hinter dem Betrieb ein Gesicht, das sie nach außen zeigen können. Er selbst bezieht mit seiner Rubrik „Was zur Hölle war diese Woche los?“ regelmäßig öffentlich Stellung.
Bei aller Kritik bleibt er optimistisch. Denn wer selbst nicht mehr an die Zukunft seines Unternehmens glaubt, kann auch seine Mitarbeitenden schwer dafür gewinnen.
Unser Gast:
Michael Hölle, geschäftsführender Gesellschafter der PASEO Marketing GmbH und stellvertretender Landesvorsitzender des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER in Baden-Württemberg
Michael Hölle auf LinkedIn:
Zum LinkedIn-Profil von Michael Hölle
PASEO Marketing:
paseo-marketing.de
DIE FAMILIENUNTERNEHMER:
familienunternehmer.eu
Unser Sponsor:
Allianz Capital Solutions bietet Wealth-Management und Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf individuelle Anlagestrategien und langfristig werthaltige Vermögensplanung. Kundinnen und Kunden erhalten über bedarfsgerechte Lösungen Zugang zu sämtlichen Anlageklassen und weltweit attraktiven Investments – inklusive alternativer Anlagen, die für Privatanlegerinnen und Privatanleger oft schwer zugänglich sind.
Allianz Capital Solutions:
allianz.de/vorsorge/capital-solutions
Allianz Capital Solutions auf LinkedIn:
Allianz Capital Solutions auf LinkedIn
Mehr über uns:
Podcast & Social Media:
Instagram: @handwerkundhaltung
E-Mail: info@vickermannundstoya.de
Matthias Vickermann & Marken:
Vickermann & Stoya: vickermannundstoya.de
ShoeDoc: shoedoc.de
Leading Minds: Profil von Matthias Vickermann
LinkedIn: Matthias Vickermann auf LinkedIn
Jessica Sander – Moderation & Podcastproduktion:
Website: mobilpodcast.de
LinkedIn: Jessica Sander auf LinkedIn
Transkript anzeigen
00:00:00: Warum sollte dann noch jemand Unternehmer werden, wenn mir überall Stein in den Weg gelegt wird?
00:00:06: Wer da den Wandschluss nicht hört, kann man fast nicht mehr helfen.
00:00:10: Entweder ich will Fortschritt haben oder Innovationen haben und wettbewerbsfähig sein.
00:00:15: Oder ich will zukünftig in einem Museum wohnen.
00:00:19: Willkommen bei Handwerk und Haltung dem Podcast mit Matthias Weckermann.
00:00:24: Es geht um Massarbeit im Handwerk unterm Leben Um Werte, Verantwortung und die Kunst Haltung zu zeigen.
00:00:31: Gerade dann wenn es unbequem wird.
00:00:33: Matthias Weckermann ist Marschumacher Unternehmer, Speaker & Netzwerker.
00:00:38: Gemeinsam treffen wir Menschen, die in ihrem Bereich Marsch debesetzen.
00:00:42: Wir sprechen über Wandelwerte Und das was wirklich zählt Das ist Handwerk und Haltung.
00:00:51: Herzlich willkommen zur Handwerk-Haltung.
00:00:53: Ich bin Jessica Sander und bei mir sitzt natürlich Mathias Weckermann.
00:00:56: Hallo Matthias
00:00:57: Hallo Jessica!
00:00:58: Bevor es losgeht, möchte ich nochmal meinen herzlichen Dank an unseren Partnerallianz Capital Solutions ausrichten.
00:01:04: Unternehmerische Verantwortung heißt ja oft heute Entscheidung zu treffen deren Wirkung erst viele Jahre später sichtbar wird.
00:01:11: Dafür braucht es Klarheit finanziellen Spielraum und Lösungen die zum Unternehmen und zu den Menschen dahinter passen.
00:01:17: Allianz Capital Solutions begleitet Unternehmer genau bei solchen langfristigen Fragen.
00:01:22: Und deshalb freuen wir uns sehr, dass Sie Handwerk und Haltung weiterhin an unserer Seite unterstützen!
00:01:27: Wunderbar vielen Dank Matthias.
00:01:29: Ja wie geht es Familienunternehmen in Deutschland gerade?
00:01:32: Was kommt bei Ihnen von den politischen Entscheidungen tatsächlich an?
00:01:36: Und warum haben gerade die Unternehmen, die einen großen Teil unserer Wirtschaft tragen auf das Gefühl mit ihren Problemen nicht wirklich gehört zu werden?
00:01:42: Unser Gast kennt beide Seiten.
00:01:44: Er ist selbst Unternehmer, Geschäftsführer einer Gesellschaft oder eine Digitalmarketing-Agentur und erlebt dort ganz konkret was viele Unternehmen gerade beschäftigt.
00:01:52: aber vor allem engagiert er sich auch im Verband Die Familienunternehmer einem bundesweit tätigen Wirtschaftsverband der die Interessen von Familienunternehmen vertritt.
00:01:59: in Baden-Württemberg ist er der stellvertretende Landesvorsitzender unter dieser Rolle spricht dann natürlich mit Unternehmen mit Politik und Gewerkschaften, und weiß ziemlich genau wo gerade der Schuh drückt.
00:02:10: Und er sagt Unternehmen sind in der öffentlichen Debatte immer noch viel zu leise.
00:02:14: Er selbst möchte das ändern.
00:02:15: weil ihm stilles Ärger nicht reicht äußert er sich öffentlich wirklich direkt zugespitzt und auch mit einer sehr klaren Haltung.
00:02:21: Ich freue mich sehr dass er heute bei uns zu Gast ist.
00:02:23: herzlich willkommen Michael.
00:02:25: Hallo!
00:02:26: Danke für die Einladung.
00:02:27: Hallo Michelle schön dass du gekommen bist.
00:02:29: Sehr schön.
00:02:30: wenn du so ist komme ich gerne.
00:02:33: Sehr gut, Matthias!
00:02:34: Was interessiert dich denn an mich als Blick auf Familienunternehmen und generell Unternehmertouren in Deutschland besonders?
00:02:41: Also erstens finde ich es ganz toll.
00:02:42: Ich folge dir auch auf LinkedIn und wir sind ja nicht so oft im Städtenkontakt kennen uns zwar schon ein paar Jahre aber wenn ich das auch immer sehe natürlich mit diesem Humor was zur Hölde ist los.
00:02:53: dass finde ich natürlich super dieses Wortspiel schon.
00:02:57: Ja, mich hat das einfach fasziniert wie du auch ganz offen auch mal Kritik äußerst.
00:03:02: Ich werde es gestern noch juster gab.
00:03:04: wir waren bei Freunden und da ging's auch darum zu der Situation in Frankreich dass die wenigsten auf den Tisch hauen.
00:03:09: Das ist ein typisch deutsches Phänomen Da kann man ganz viel machen und die wenigstens äußermal wirklich ihre Meinung wies um den Standort steht Und wir haben einfach Probleme.
00:03:18: Und das fand ich jetzt mal ganz interessant, dass wir uns auch mit dir jetzt austauschen über die Situation.
00:03:24: Wie steht es ums Unternehmertum in Deutschland?
00:03:27: Es ist letztendlich zurück gerade unserer Gesellschaft der Mittelstand und das würde ich gerne heute einmal erörtern und mit dir durchdiskutieren.
00:03:35: Sehr gerne!
00:03:37: Die Frage ist wie viel Zeit?
00:03:41: Ja, die Kunst ist ja in fünf Minuten auf den Punkt zu bringen.
00:03:46: Weil die Probleme der Herausforderung sind durchaus vielfältig.
00:03:49: also es ist nicht der eine oder die zwei Gründe das gibt weshalb's bei uns im Gegensatz zu vielen anderen Ländern eben nicht vorangeht oder wie immer auch im Wettbewerb immer weiter zurückfallen.
00:04:02: Also von daher ist es aber nicht nur die Politik Aber ist natürlich vieles der Politik geschuldet, weil eben sich wirklich eigentlich nichts bewegt.
00:04:12: Wir hatten jetzt schon viele Jahreszeiten mit Reformen die allerdings nur angekündigt waren und es passiert ja gar nicht.
00:04:18: Und wenn ich nur immer dann wieder lese dass im Moment ca.
00:04:23: fünfzehntausend Industriearbeitsplätze pro Monat verloren gehen also ich finde wer da den Wandschluss nicht hört kann man eigentlich fast nicht mehr helfen.
00:04:35: Wir können ja nicht warten bis alles an die Wand gefahren ist, sondern man muss hier rechtzeitig dagegen steuern.
00:04:40: Und wie bei allem je länger man wartet mit Gegensteuern umso stärker muss man auf die Bremse drehen und damit ist ja auch niemandem gedient.
00:04:51: Ja Michael, bevor wir aber jetzt immer Wirtschaft und Politik sprechen privat beschäftigt dich gerade ein pupatierender Beagle.
00:05:01: Wie anstrengend ist diese Lage?
00:05:08: Da musst du auch früh gegen steuern
00:05:11: und auf die Bremse treten.
00:05:13: Aber da bin ich zumindest aktiv, also im Gegensatz zur Politik versuche ich aktiv gegenzusteuern allerdings bis er mit sehr überschaubar am Erfolg.
00:05:22: Das gibt Phasen in einem Hundeleben, das ist ja nicht unser erster Hund, den wir so erleben.
00:05:31: Aber trotzdem ist es dann doch irgendwie immer wieder aus dem Neue erstaunlich, was dem Hund alles schmeckt.
00:05:39: Bücher, Kissen, Decken... Schuhe?
00:05:41: Möbel!
00:05:43: Erstaunlicherweise schuht bisher nicht.
00:05:46: Also da war unser... Unser erster Hund war da irgendwie, der hatte eine Perfektion darin entwickelt die Fuß-Inneneinlagen meisterhaft zu entfernen.
00:05:59: Und zwar bei jedem schon.
00:06:00: Wahnsinn!
00:06:03: Nein aber das sind ja im Endeffekt sehr die schönen Dinge des Lebens.
00:06:06: also man ist ja beschäftigt es ist immer was los zu Hause und irgendwann besteht zumindest die Hoffnung, dass es auch wieder besser wird.
00:06:15: Aber ich kann sagen wenn das die einzigen Probleme wären dann wäre es nichts
00:06:18: Wichtig!
00:06:18: Das ist richtig!
00:06:20: Beruflich ist sein Schreibtisch ja gerade ziemlich voll.
00:06:22: Michael Was beschäftigt dich dort im Moment am meisten?
00:06:26: So bist wahrscheinlich dich auch beschäftigt als Unternehmer.
00:06:28: Es sind einfach viele einzelne Baustellen Die haben das Leben irgendwie nicht einfacher zu machen.
00:06:35: Also der allgemeine Grundgrundduellelage ist einfach schwieriger geworden.
00:06:39: Investitionen werden verschoben, abgesagt.
00:06:45: Die Zahl muss man alles auch nicht besser geworden.
00:06:47: also muss man auch mitkämpfen.
00:06:49: Mitarbeiter muss man ja auch motivieren.
00:06:51: ich meine die bekommen ja auch mit dass es irgendwie insgesamt einfach schlechter läuft und gleichzeitig muss man eben aus einer Vertriebsaktivität noch erhöhen weil ich muss halt viel mehr Zeit investieren damit neue Aufträge überhaupt kommen plus dann eben noch was alles so von irgendwelchen Behörden ins Haus plattert, das man bearbeiten soll.
00:07:17: Das
00:07:17: ist dann schön, wenn man dann digitale Anträge ausfüllend kann für die Arbeitsagentur beispielsweise?
00:07:24: Dann faxen!
00:07:26: Nein, das kommt nicht... Die könnte man auch digital übermitteln, wenn denn die Schnittstelle funktionieren würde.
00:07:35: mal.
00:07:35: aber ich finde mein Highlight dabei ist ja dass ich es aber ausdrucken muss, weil das wird nur akzeptiert mit Stempel.
00:07:45: Ohne Stempeln geht nix, also nutzt mir das digitale Ausfüll
00:07:47: x-dreht.
00:07:47: Und den digitalen Stempels gibt's noch nicht?
00:07:50: Nee, also ich kenne auch viele Unternehmen.
00:07:52: Wer hat denn heute überhaupt noch ein Stempelt?
00:07:54: Also wofür braucht man da... Aber gibts
00:07:55: kein Digitalen Stempel, so wär das super!
00:07:57: Es gibt mir digitale Signaturen oder die ist aber
00:07:59: auch
00:07:59: keine richtigen Einheitlichen.
00:08:04: Das ist ja nur ein ganz, ganz kleines Beispiel für die Probleme, die wir vorher schon im Großen irgendwie kurz angedeutet haben.
00:08:10: Aber das zeigt ja, dass ich bei den öffentlichen Institutionen eigentlich auch keiner Gedanken macht, also wie kann ich ein digitales Formular erstellen?
00:08:20: Und ich muss es dann aber ausdrücken und wieder eins kennen weil ich einen Stempel brauche.
00:08:26: Also da denkt er irgendwie... beim Prozess erstellen nicht unbedingt irgendwie für, wie man sich je viel Gedanken darüber gemacht hat.
00:08:37: Und das ist ja auch glaube ich für ein Mittelstand, für kleinere Unternehmen ist es ja echt eine große Herausforderung weil das liegt alles bei mir auf dem Tisch.
00:08:47: also ich muss jede Kleinigkeit irgendwie selber machen und es ist einfach die Häufung dieser Kleinigkeiten dann auch.
00:08:55: Also jetzt mal wenn ich wenig mit mit Bekannten aus anderen Branchen, also die Industrielle fertigen und so machen.
00:09:04: Wenn dann irgendwie... Also jetzt gibt es ja die EU-Verpackungsverordnung.
00:09:09: Die werden wahnsinnig weiß da alles auf die Beine zu stellen ist um da irgendwie alles versuchen konformen zu machen.
00:09:17: Und so geht's ja.
00:09:17: Es kommt ja irgendwie jede Woche irgendetwas neuer Irrsinn dazu.
00:09:22: Und dann immer zu werden war eigentlich gar nicht dein Plan?
00:09:26: Wie bist du denn bei Paseo gelandet?
00:09:29: Das war wirklich reiner Zufall.
00:09:31: Also eine Freundin aus Kindheitstagen, der hat die Firma gehört und mich gefragt, ob ich ihre Anteil übernehmen möchte.
00:09:42: Und dann habe ich ehrlicherweise überschaubar lange nachgedacht und gedacht, da kann ich wenig falsch machen.
00:09:49: Es ist ja ein Artverwand, das man sich bisher schon immer gemacht hat.
00:09:52: Das sind jetzt noch große digitale Kommunikationskomponente aber ich komme ja aus dem... Analogen aus analogen Kommunikation.
00:10:00: von daher war es eigentlich eher eine Verlängerung dann, von dem was ich bisher schon gemacht hatte.
00:10:05: Ich dachte, ja probiere ich's mal!
00:10:08: Also ich bin jetzt kein... ich habe im Normalfall keine Lebenspläne, keine längerfristigen Pläne weil die Realität eben meistens dazwischenkommt bei solchen Plänen.
00:10:20: von daher denke ich wenn sich Gelegenheiten ergeben muss man zugreifen.
00:10:25: und wie man irgendwie bei der DDR gesehen hat, so fünf Jahrespläne funktionieren eher suboptimal.
00:10:33: Ja
00:10:33: wie war das?
00:10:35: Du hast ja gesagt du bist damals ziemlich blauäugig in diese Geschichte hineingegangen.
00:10:40: Wann wurde dir denn klar?
00:10:42: jetzt trage ich plötzlich selbst unternehmerische Verantwortung und hat sich damit auch dein Blick auf Wirtschaft und Politik verändert?
00:10:52: nur bedingt, muss ich sagen.
00:10:53: Ich komme ja aus einem Unternehmerhaushalt, also mein Großvater kommt ja aus Fahrzeichen der einstigen Schmuckstadt, Goldstadt und von daher bin ich ja mit so was aufgewachsen.
00:11:05: Also ich habe gut Teil meiner Kindheit irgendwie in der Firma auch verbracht.
00:11:10: Damals gab es noch Stempel?
00:11:12: Viel Stempeln!
00:11:13: Und die hab' ich zum Leitwesen meiner Mutter dann überall irgendwie drauf gehauen.
00:11:20: Also von daher bin ich ja damit irgendwie schon aufgewachsen auch mit den Problemen, dass man eben nicht geregelte Arbeitszeiten hat und im Urlaub es auch nicht immer so klappt.
00:11:32: Von daher war's jetzt überschaubar.
00:11:36: Ich hatte auch in meinen vorherigen Tätigkeiten auch immer Mitarbeiterverantwortung.
00:11:39: alles also das hat sich jetzt dramatisch geändert, sein Sieg was sie geändert hat ist also die Politik hat sich dramatisch gehendert und das nicht zum Guten.
00:11:51: Du engagierst dich ja auch schon sehr lange du warst Sportaktiv hast ich im Studium bei Amnesty engagiert und heute sehr stark in Verband die Familienunternehmer.
00:12:00: warum ist dir dieses Engagement so wichtig?
00:12:02: Und erzähl uns doch mal was ihr da wirklich ganz konkret macht.
00:12:06: Also zu meinen finde es einfach wenn einem Die Zeit irgendwie es ermöglicht finde ich's einfach wichtig irgendwie auch der Gesellschaft irgendwie ein bisschen was zurückzugeben.
00:12:17: Also das sage ich, der jetzt wirklich kein großer Teamplayer bin also ich bin ein klassischer Liberale und Individualist.
00:12:25: aber ich finde es trotzdem wichtig dass wenn es Sachen gibt die einem persönlich irgendwie wichtig sind, dass man da auch irgendwie versucht sich da einzubringen.
00:12:35: Das ist eigentlich der Grundgedanke und ich meine jetzt gerade Familienunternehmer Wirtschaft und Politik ist so oder so ein Gebiet, das mich beides wirklich sehr interessiert.
00:12:47: Und deshalb fand ich es einfach nur gut, mich da irgendwie zu engagieren, weil sich jetzt schon seit, ich weiß gar nicht, acht Jahren oder so in eine sehr intensiv Betriebe und es ist auch für mich persönlich einfach durchaus interessant und bringt mich auch persönlich weiter, Andere Leute kennenlernen andere Meinungen höhere.
00:13:13: Gerade wenn man sich jetzt mit der Politik oder so austauscht, dann die einem selber auch hier zu Nachdenken gereifen und wirklich ganz persönlich weiterbringen.
00:13:23: Und was liegt da ganz konkret auf deinem Schreibtisch?
00:13:25: tagtäglich?
00:13:26: Oder nicht tagtägig, denn wenn du dich sozusagen mit dieser Arbeit beschäftigst?
00:13:30: Nein es sind ja... Also unsere Arbeit besteht ja aus drei Komponenten.
00:13:34: Seine ist einfach die Lobbyarbeit gegenüber der Politik, gegenüber der Öffentlichkeit Arbeit, gegenüber den Öffentlichkeiten.
00:13:40: Das andere ist einfach Unternehmen aus den unterschiedlichen Branchen auch zusammenzubringen, damit man sich einfach gegenseitig ein bisschen besser austauscht.
00:13:51: Weil die Herausforderungen – egal ob ich jetzt in der Industrie-, in der Dienstleistung oder wo auch immer aktiv bin – die Herausforderung sind häufig relativ identisch und voneinander lernen kann, das ist doch eine gute Sache, die außer Zeit eigentlich nichts kostet wirklich auch dahingehend weiterbringt, weil wenn man sich in dem Kreis austauscht.
00:14:15: Man weiß der andere erzählt mir jetzt so wie es auch wirklich ist in seinem Unternehmen und versucht nicht irgendwie den Marketing-Sprech und alles schön zu reden oder so.
00:14:27: Man diskutiert einfach offen über Dinge was klappt, was klappt nicht?
00:14:30: Wie habt ihr's?
00:14:31: probiert, was hat bei euch funktioniert?
00:14:34: und das finde ich gut.
00:14:35: Und es dritte ist einfach dann auch Veranstaltungen zu organisieren die jetzt ein bisschen über den Tellerrand hinausgehen dass man sich mal einen Wirtschaftsprofessor einlädt der einfach irgendwie die aktuelle Lage die Aussichten irgendwie ein bisschen referiert.
00:14:49: und das ist so dieser Dreiklang den ich spannend finde
00:14:55: Michael, wenn du gerade mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus diesen ganz unterschiedlichen Branchen sprichst.
00:15:00: Wo sind denn die Probleme mit am größten?
00:15:02: Sind es die politischen Entscheidungen oder ist er die Summe aus Bürokratie, Dokumentationspflichten?
00:15:11: Also es ist ja wenn man die ganzen umfragt, wir machen ja auch irgendwie Quartalsweise vom Verband aus immer umfragen und die Mitgliedsernnehmen.
00:15:18: Die Top-Reise sind eigentlich immer relativ identisch also das Bürokratie alles was damit zusammenhängt Dokumentationen alles was da mit zusammen hängt dann sind es einfach die Sozialabgaben plus Steuern die einfach und gerade im produzierenden Gewerbe sind einfach all die Energiebereise.
00:15:41: Also das sind eigentlich immer die Top-Drei.
00:15:45: Und seit Jahren, also das ist jetzt nicht keine neue Entwicklung sondern... Das zieht sich ja durch die jüngere Vergangenheit.
00:15:55: Es heißt ja oft ich habe schon gesagt Deutschland habe kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.
00:15:59: und du sagst wir haben ja beides.
00:16:00: was wird aus deiner Sicht noch nicht wirklich erkannt?
00:16:04: Wenn man sich manchmal selbst mit Politikern unterhält oder liest, was die so von sich geben.
00:16:12: Dann fragt man sich schon in welcher Welt eigentlich die leben?
00:16:17: Manchmal die grundlegenden Dinge gar nicht irgendwie verstanden werden.
00:16:22: Ich meine muss jetzt nicht nur nach Berlin gucken.
00:16:24: Irgendwie wenn ich sage, ich enteigene Wohnungsbaugesellschaften da entsteht keine einzige neue Wohnung und ich dann noch irgendwie so naiv bin zu sagen Naja ist ja kein Problem wir bekommen hier dafür mieten und dafür bezahlen vierzehn Milliarden, achtzehn Millionen, fünf oder zwanzig Milliarden die die Enteignung kostet.
00:16:44: Also das ist so weltfremd häufig dass man wirklich auch gar nicht mehr irgendwie weiß wie man allgemein dien soll.
00:16:53: Michael Familienunternehmen gelten ja zur Rückgrat der deutschen Wirtschaft.
00:16:56: Gleichzeitig sagst du sinngemäß wenn ein großer Konzern ruft hört man zu.
00:17:01: Wenn er klassische Mittelständler Probleme bekommt geht das oft unter.
00:17:06: Werden Familienunternehm ihrer Bedeutung entsprechend behandelt?
00:17:10: Nein, auf keinen Fall.
00:17:12: Der Mittelstand taucht ja nur sonntagsauf in den berüchtigten Reden die dann gehalten werden.
00:17:18: ansonsten geht es geht das ja einfach häufig unter.
00:17:22: wenn ein Borschen Daimler Siemens irgendwie hustet dann hören alle zu.
00:17:30: aber wenn jetzt da drum rum die ganzen Zulieferer irgendwie wenn der hundertste Kusten dann interessiert vielleicht noch den örtlichen Bürgermeister.
00:17:39: Aber das war es dann im Normalfall.
00:17:40: Das liegt natürlich auch in der Größe eines Unternehmens begründet und im Renommee, also ob ich den Namen kenne... Ja.
00:17:51: aber trotzdem mag zwar nachvollziehbar sein ein Stück weit, aber das hilft uns ja nicht weiter.
00:18:00: Ich muss die ganze Breite betrachten und wenn jetzt viele Milchständler schon ins Ausland gegangen sind Überlegen zu gehen, es ist ja trotzdem ein Konzern hat sehr viel leichter irgendwie seine Aktivitäten.
00:18:16: Zu verlagern... Ich meine wenn man nur BISF anguckt, eins der Stolz von Ludwigshafen und darüber hinaus die ja überall Geld verdienen nur in Deutschland nicht.
00:18:30: Also die brauchen alle anderen Standards damit sie die negativen Zahl in Deutschland ausgleichen können.
00:18:37: also Aber auch das scheint ja niemand zu interessieren.
00:18:42: Und wenn die Industrie wegbricht, dann brechen nicht nur gut bezahlte Arbeitsplätze weg hochqualifizierte Mitarbeiter sondern auch alles drum herum.
00:18:51: also ich mein bleibe bei BISF da liefern hier vom Bäcker über den Elektriker über Dienstleister wie wir.
00:19:01: Die haben dann ja auch ein Problem weil da geht dann auch nichts mehr.
00:19:05: Viele Familienunternehmer würden ihren Betrieb ja sehr gerne an die nächste Generation weitergeben, aber die erleben dann ganz oft dass die nächste generation gar nicht möchte.
00:19:13: Ich würde interessieren warum verliert Unternehmertum so sehr eine Art Aktivität?
00:19:16: Du hast ja auch ziemlich zugespitzt gesagt im Tatort ist der Unternehmer am Ende sowieso der Mörder.
00:19:20: was läuft da bei dem Bild in Deutschland schief?
00:19:24: Das ist eine gute Frage.
00:19:26: wenn ich darauf meine Antwort wüsste würde sich sofort ändern.
00:19:30: nein also wir Denken immer noch anscheinend in Zeiten der industriellen Revolution, als wirklich die Arbeiter ausgebeutet wurden und uns den nicht gut ging auf Kosten oder zu Gunsten des Unternehmers.
00:19:46: Aber wer heute noch behauptet?
00:19:50: Wir haben irgendwie ... Die Mitarbeiter werden schlecht behandelt oder sonst irgendwas.
00:19:53: also da muss ich ja nur auch auf die Kenntse von irgendwie gucken.
00:19:58: Also, n-nirgends wird so wenig gearbeitet wie bei uns.
00:20:01: Das heißt jetzt nicht dass die Leute irgendwie faul wären oder irgendwas, sondern das sind einfach auch da wieder die falschen Andreuze.
00:20:07: Also ich mein'', wenn man das sieht, dass selbst die Schweiz inzwischen seit günstiger der Arbeitskosten hat als wir, das ist ja eigentlich Realsatire!
00:20:16: Also das
00:20:18: war mir gar nicht bewusst?
00:20:20: Ja, also bei vielen Kleinstunternehmen würde ich ja sogar behaupten, in Deutschland aufs Jahr hochgerechnet sind die Entnahmen eines Unternehmers zum Teil niedriger als das, was ein Führer unter Angestellter verdient.
00:20:32: Wie viele stecken gerade auch zurück?
00:20:33: Ich weiß es von vielen Bekannten, die einfach sagen, dass Eigenunternehmen gibt's nicht her!
00:20:37: Die Mitarbeiter werden bezahlt... ...die Mieten, Materialsteuer natürlich alles und viele stechen einfach zurück.
00:20:43: und dann sagt man auch wie lange gehts.
00:20:44: Und da spielt manche Unternehmer die bessere Bank her.
00:20:48: Ja ja also ich weiß wovon du sprichst weil also ich habe früher mehr verdient, wenn sie angestellt war.
00:20:55: Also das heißt nicht, dass ich jetzt weder ein Klagelied noch möchte tauschen.
00:21:01: Aber es ist einfach auch die Realität in vielen Milfständlern, dass eben dann auf Rücklagen zurückgegriffen wird und die meisten haften ja auch privat mit ihrem Vermögen.
00:21:12: Und das wird überhaupt nicht irgendwie wahrgenommen oder auch nicht irgendwie registriert.
00:21:17: Ich meine man kann ja von ihm halten was man will einen Mask.
00:21:22: Aber er ist ein genialer Unternehmer und von der Sorte sollten wir hier ganz viele haben.
00:21:26: Deshalb muss ich ihn nicht mögen!
00:21:29: Aber wir beschäftigen uns hier mit dem Lastenfahrwart und der Schäßzeiteläden in die Umlaufbahn.
00:21:36: Also das ist...
00:21:37: Ja, aber kommt einfach mal ein Auto raus im Studienantrieb?
00:21:40: Und man sieht so bei uns wird tausendmal überlegt – ich weiß noch hier der Podcast auch mit Stefan Klock mit Volokopter her!
00:21:46: Es kommen so viel Ideen-Reichtum, Leute, die was machen wollen und dann kommt immer wieder irgendeine bürokratische Ebene oder irgendwelche Zusagen, die doch nicht eingehalten werden und die Dinge klappen nicht.
00:21:58: Das ist immer ein Ernüstand.
00:21:59: Der Amerika wird einfach gemacht, er wird einfach riskiert und das Risiko wird belohnt – das ist das Entscheidende!
00:22:04: Ja, das ist auch gesellschaftlich angesehen und es ist ja genau da auch ein Stück weit das Problem.
00:22:08: also warum soll denn noch jemand Unternehmer werden wenn wir über mir überall irgendwie steinenden Wege legt werden?
00:22:16: Und wenn ich mich noch überall beschimpfen lassen muss unternehmer zu sein... Das, was du gerade angesprochen hast mit dir so ist.
00:22:25: Ich habe neulich mich mit einem Vorstandsvorsitzenden in der Quantentechnologie unterhalten.
00:22:30: Der hat gesagt, der Unterschied zu Amerika und anderen Ländern ist einfach die Machen und bitten anschließend um Entschuldigung!
00:22:39: Und wir regulieren erst und kommen gar nicht ins Machen.
00:22:42: Ja... ...und das ist der riesen Unterschied.
00:22:44: Aber das heißt nicht erstmal alles irgendwie ...unreguliert lassen soll, aber es ist ja... entweder ich will Fortschritt haben.
00:22:51: Ich will Innovationen haben!
00:22:52: Ich will wettbewerbsfähig sein oder ich will halt zukünftig in einem Museum wohnen.
00:23:00: Ja.
00:23:01: Was müsste denn sich deinerseits oder dass sich daraus verändernde mit jungen Menschen wieder sagen?
00:23:06: Ja, ich möchte Verantwortung übernehmen, unternehmische Beantwortung und ich möchte vielleicht auch dieses Unternehmen weiterführen.
00:23:12: einfach die warmen Bedingungen also Auch da ist es ja, wir sind in der Zwischenzeit irgendwie angekommen.
00:23:18: Also das Staat muss so lahmbedingungen setzen, nennt sich Ordnungspolitik.
00:23:21: also ich muss klar sagen da in dem Bereich könnt ihr euch bewegen aber die sind jetzt zwischendurch so gesetzt dass maximal noch ein Vater durchpasst und damit kann man einfach nicht arbeiten.
00:23:33: Also wie gesagt warum sollte dann ein Junge sagen?
00:23:36: Warum soll ich denn hier irgendwie in Deutschland einen Unternehmen übernehmen oder auch ein eigenes gründen gerade wenn ich ein Start-up oder so habe die Leute nicht mehr losbekommen, wenn es nicht klappt.
00:23:47: Deshalb investieren ja auch viele gar nicht.
00:23:49: also auch Wagniskapital kommt ja gar nicht hierher dann oder weil einfach die Arbeitszeiten so unflexibel sind.
00:23:59: Wenn ich was bewegen will, muss sich halt wahrscheinlich bis in hier Zeit am Anfang investieren und damit es nachher läuft.
00:24:06: Also das sind ganz viele Kleinigkeiten.
00:24:08: Und nochmal wenn ich dann irgendwie oder vermögensabgabe Erbschaftssteuer und alles ganz ehrlich... Da muss ich schon eine hohe innere Motivation besitzen Und dort sind sie sagen, ja wohl.
00:24:24: Das ziehe ich jetzt durch und nicht zu sagen, ich gehe jetzt bei den Beispielwahlen zu bleiben in die Schweiz oder so, wo das alles viel, viel schneller, viel einfacher wird also von Asien oder von Amerika ganz zu schweigen.
00:24:36: Also das ist glaube ich das Hauptproblem.
00:24:38: Also es ist die Perspektivlosigkeit
00:24:42: Michael, was können denn Unternehmer wirklich machen?
00:24:44: Du sagst ja viele sind aber noch viel zu leise.
00:24:46: Du warst dir selber im vergangenen Jahr auf deiner ersten Demonstration in Berlin und hast gesagt so richtig wohl gefühlt habe ich mich dort nicht weil öffentliches protestieren ist wahrscheinlich nicht so dass die klassische Art von Unternehmern um sich gehört zu verschaffen.
00:24:59: Aber wie kann man sich gehört verschaffen?
00:25:01: Was kann man machen?
00:25:03: Indem einfach viel mehr die Chance ergreifen zumindest ihre ihren regionalen Landtagsabgeordneten, Bundestag abgeordnet und regelmäßig zu kontaktieren, zum maltretieren mit ihren Anliegen.
00:25:20: Die einzuladen in die Firma, dass sie sich das wirklich überhaupt mal angucken auch dann auch regional vielleicht in die Presse gehen und so.
00:25:27: Also da ist einfach so eine Art... Das in der Fläche einfach mehr passiert weil es ist nochmal ich auch das kann nicht nach wie du gesagt hast also mit irgendwelchen Plakate schwenken und Düsselerpfeifen durch die Gegend laufen, bin ich jetzt nicht so der Typ dafür.
00:25:44: Wir leben halt in einer Zeit wo die Lautstärke irgendwie auch ein Stück weit entscheidend ist ob man gehört wird oder nicht gehört wird aber nichtsdestotrotz es muss halt trotzdem auch zu einem passen.
00:25:54: also das ist deshalb kann ich irgendwie nur jedem empfehlen jeden bitten als Unternehmer sagen hey Wir haben die und die Probleme.
00:26:07: Und wir müssen das jetzt irgendwie lösen, und zwar am besten gemeinsam... ...und es halt wirklich immer wieder kunst zu tun!
00:26:15: Weil
00:26:16: von alleine passiert nichts?
00:26:17: Der steht die Tropfen höhlt eben den Stein.
00:26:20: Also das ist glaube ich.
00:26:22: Da schließe ich mich ja selber auch mit ein.
00:26:25: Das sind wir einfach noch viel zu... Zu vornehm, zu zurückhalten, zu fein ist nicht unsere Welt.
00:26:34: Weil man am liebsten halt das eigene Unternehmen voran bringt und ich irgendwie auf den Marktplatz geht und große Reden schwingt.
00:26:41: Und du meinst auch nicht es reicht wenn ein paar wenige als Vertretungen nach vorn gehen?
00:26:44: Man muss geschlossen nach vorne gehen.
00:26:48: Das wäre der Idealzustand.
00:26:50: Aber das ist ja auch so ein Grundproblem.
00:26:56: Die Wirtschaftsverbände gibt ja durchaus viele, dass da irgendwie so eine gemeinsame Linie zu finden nicht immer einfach ist.
00:27:05: Weil auch da herrscht natürlich das Konkurrenzdenken leider auch vor.
00:27:09: also da sind die Wirtschaftsarbände auch nicht anders als... als der Rest der Gesellschaft.
00:27:15: Also auch da wäre das sicherlich noch Optimierungsbedarf, mal mit wirklich einer Stimme zu sprechen und nicht draufzukucken.
00:27:21: Naja wer hat denn jetzt den Kopf?
00:27:24: ist denn länger in der Tagesschau als der andere?
00:27:27: Das ist halt auch immer ein Grundproblem!
00:27:29: Du hast ja noch einen ganz anderen Weg gefunden.
00:27:31: ich habe es am Anfang schon gesagt dass ich hier auffolge.
00:27:34: Ich will trotzdem nochmal darauf hin, weil du schreibst ja regelmäßig deiner Rubrik Was zur Hölle war diese Woche los?
00:27:40: und kommentierst darin sehr direkt was sich politisch und gesellschaftlich beschäftigt.
00:27:45: Wie ist diese Rubrik entstanden?
00:27:47: Und was willst Du damit anstoßen?
00:27:49: Also zum einen ist es für mich jetzt mal ganz auf der ideellen Ebene gesprochen.
00:27:55: ich bin ja eigentlich so wie ich hier sitze kein vertretertes Das gesprochenen Wort ist, sondern eher das geschriebenen Wort.
00:28:03: Da ich aus der Zeitungslandschaft komme, deshalb ist es für mich eine schöne Abwechslung mal wieder so ein bisschen irgendwie in die Tasten zu hauen und es fördert dann auch meine persönliche Gesundheit weil irgendwie beim Schreiben dann doch irgendwie so mann ein bisschen Dampf ablassen kann.
00:28:24: Auch jetzt schon Blutdruck.
00:28:27: Ja genau, dass der nicht allzu oft den ungesunde Höhen schnellt.
00:28:32: Sag mal mir, soll ich auch mal aufpassen?
00:28:34: Nein und das finde ich also auch da meistens habe ich so beschreige mich auf drei vier eher suboptimale Aktionen der öffentlichen Hand.
00:28:43: ums vorsichtig zu formulieren Hab sein Neuestem auch einen Lichtblick noch ans Ende gestellt, weil man mir ja immer vorgeworfen hat.
00:28:53: Ich sei zu negativ!
00:28:54: Deshalb dachte ich allerdings von den drei Vier am Anfang der Misswirtschaft sind bei der öffentlichen Hand da könnte ich locker jede Woche zwanzig dreißig machen.
00:29:07: Beim Lichtblick ist dann doch irgendwie schon... Das dauert viel länger als die anderen zu finden.
00:29:12: Ja
00:29:14: das ist leider so.
00:29:15: Vieles von dem was im Verband die Familienunternehmer hörst, erlebst du ja inzwischen aus.
00:29:19: selbst Investitionen werden verschoben.
00:29:21: Die Zahlungsmoral wird schlechter.
00:29:22: Unternehmen halten ihr Geld zusammen.
00:29:24: wie optimistisch schaust Du als Unternehmer gerade wirklich noch in die Zukunft?
00:29:28: Ich bin Ungebrochen optimistisch, weil ansonsten müsste ich mir ja echt Gedanken machen den Beruf zu wechseln.
00:29:34: Weil das ist ja die vordringlichste und die vornehmste Eigenschaft eines Unternehmers der Optimismus.
00:29:40: also wenn ich selber nicht dran glaube wie sollen dann auch beispielsweise Mitarbeiter dran glauben?
00:29:45: Also von daher bin ich immer optimistische Und irgendwann wird auch die Politik irgendwie in Bewegung kommen.
00:29:54: wie auch immer
00:29:56: Ja sehe ich genauso.
00:29:57: Also den Zweiundzwanzigjahren, die ich das jetzt mache habe ich auch so viele Momente gehabt und dann normal voraussetzungen.
00:30:04: Was sind normale?
00:30:05: Voraussetzung ist jetzt die Definition.
00:30:07: Ich dachte ja was machst du eigentlich hier?
00:30:09: Aber zum Schluss ist genau das.
00:30:10: Man muss immer als Erster vorne weggehen und sagen okay irgendwie es gibt noch keine Alternative zum Schuh gelaufen wird immer Und ein paar werden wir noch finden und man braucht reichen einfache Sätze um sich zu sagen ok Es geht weiter egal mit allem Du bringst aber noch eine zweite Perspektive mit.
00:30:28: Paseo arbeitet im Digital-Marketing, wenn du auf Familienunternehmen schaust wie wichtig ist es heute die eigene Marke aufzubauen nach außen sichtbar zu werden und auch den Menschen hinter dem Unternehmen zu zeigen?
00:30:40: Also da ich jetzt Werbeblock anfange bei Paseomarketing einige Geschäftsführer Unternehmer, Familienunternehmer betreue bei LinkedIn indem organischen Content, Begleiteschreibe veröffentliche finde ich ist es extrem wichtig weil was unterscheidet ein Familienunternehmen von einem Konzern?
00:31:07: Von einem gesichtslosen Konzert.
00:31:10: Es sind die Gesichter der Familie.
00:31:15: also habe ich doch da schon einen Merkmal mit dem ich punkten kann im Wettbewerb Und dieses Gesicht muss halt auch erlebbar sein.
00:31:27: Es muss sichtbar sein, es muss gehört werden und da muss oder sollte ich eben als Familienunternehmer einfach auch Präsenz zeigen in den unterschiedlichen Kanälen die wichtig für mich sind.
00:31:43: Das finde ich schon weil das ist ein ganz wesentliches Unterscheidungsmerkmal.
00:31:48: Also hoffe ich zumindest!
00:31:51: Wenn du jetzt fünf Jahre nach vorne schaust Was muss sich in Deutschland verändern, damit Familienunternehmen auch dann noch diese Rolle spielen können die wir ihnen heute zuschreiben?
00:32:00: Und was können Unternehmer selbst dafür tun.
00:32:04: Also als Gesellschaft müssen wir glaube ich wieder dahin kommen dass das wir Lust drauf haben auf Leistung, dass wir Lust darauf haben auf Veränderungen, auf Neues und nicht immer in dem alten bekannten Weststecken bleiben.
00:32:24: Also das ist, glaube ich die Grundvoraussetzung für alles.
00:32:26: Die gilt für alle Bereiche finde ich.
00:32:29: also wir schaffen es ja heute nicht mal irgendwie ein gescheites Internet hinzubekommen.
00:32:37: Auch da wieder wenn ich in der Schweiz auf dem entferntesten Berg bin habe ich eine bessere Internetverbindung als wenn ich an der Großstadt unterwegs bin.
00:32:45: Das kann doch nicht... irgendwie der Anspruch sein.
00:32:48: Also wir müssen einfach wieder, dürfen uns nicht mit Mittelmaß zufrieden geben sondern wir müssen sagen hey wir wollen wieder Geld im Übrigen auch für den Fußball Wir wollen wieder irgendwie Spitze sein und diesen Ehrgeiz, den müssen wir grundsätzlich wieder an den Tag legen.
00:33:05: Und dann wenn man das haben ergibt sich glaube ich vieles von dem anderen Von ganz alleine und sozusagen und eben runter gebrochen.
00:33:14: Wir müssen einfach auch den Mut haben Dinge, die man einfach jetzt so als gegeben hinnimmt.
00:33:21: Einfach zu sagen nein das machen wir jetzt nicht.
00:33:23: also beispielsweise Wir machen jetzt einfach mal die Hälfte der Gesetze Setzen wir morgen aus der Kraft und dann gucken wir mal ob in drei Monaten Ob die irgendjemand vermisst Also jetzt überspitzt formuliert.
00:33:36: aber diesen Mut müssen wir einfach aufbringen und sagen Jetzt ist Schluss.
00:33:40: Aber wie realistisch ist das?
00:33:43: Ich bin optimist hatte ich ja vorhin gesagt Irgendwann wird der Druck einfach so groß werden, dass sich was bewegen muss.
00:33:54: Ob das positiv oder negativ bewegt?
00:33:58: Man weiß es nicht!
00:34:00: Aber ist ja häufig die Frage, wir erleben seit Jahren einen schleichenden Prozess des Abstiegs und schleichende Prozesse haben halt leider die Angewohnheit.
00:34:13: man gewöhnt sich dann immer so dran auf das niedere Niveau, das nächste niedere niveau und manchmal ist es vielleicht besser.
00:34:21: Man fährt einmal krachen gegen die Wand.
00:34:24: Ist auch nicht schön aber ist die Hoffnung dass sich dann was ändert ist glaube ich größer und je länger wir zuwarten umso wahrscheinlicher dürfte sein dass es so kommt.
00:34:37: hoffentlich
00:34:38: So, bevor wir gleich zu den drei Klassien kann kommen.
00:34:40: Einmal noch eine letzte Frage bei all dem Themen mit denen du dich ja beschäftigst Wie schaffst Du selber für Dich?
00:34:45: Den einen für ein Ausgleich zu sorgen?
00:34:48: Dafür sind wir beim Anfang des Gesprächs.
00:34:51: dafür habe ich Eine vier beinige Furie Zuhause Die mir wenn nicht wenn Ich die sehe oder Wenn wenn der unterwegs bin vergesse ich eigentlich immer alles andere.
00:35:03: von daher ist das prima
00:35:06: wie schön.
00:35:08: Ja, auch du bist jetzt dran bei meinen drei klassischen Fragen lieber Michael.
00:35:14: Welcher Moment in deinem Leben hätte einen eigenen Schuh verdient und was wäre das für ein Schuh?
00:35:19: Also ich finde jedem im Moment im Leben hat eine besondere Schuhe verdient.
00:35:24: Das war die kürzeste Antwort ever!
00:35:27: Wollt ihr auch sagen...
00:35:30: Ja kommt ja auf der Aktivität an.
00:35:31: wenn ich mit dem Hund unterwegs bin weiß sich einen guten Wanderschuh zu schätzen und weiß auch, beispielsweise jetzt bei dem Wetter schon zu schätzen wenn der gefüttert ist.
00:35:43: Und das ein schönes Leder hat und man drückt sicher durch die Gegend kommt.
00:35:47: Sehr gut!
00:35:48: Michael an welches Glas Wein er natürlich besonders gern zurück?
00:35:52: Und was war das für einen Wein?
00:35:54: Also ich erinnere mich immer gerne an die Gläserweinen, die ich in angenehmer Gesellschaft bei anderen regenden Gesprächen mit Freunden irgendwie genossen habe.
00:36:03: Okay.
00:36:05: Die Art des Weines hängt natürlich auch von der Jahreszeit
00:36:08: ab.
00:36:08: Aber Liebling?
00:36:13: So war man im Sommer, so abends dann einen schönen Tarassenwein und grüner Verlina oder sowas Feines.
00:36:20: Und wenn es dann kälter wird darf das auch gerne die Farbe gewechselt werden.
00:36:24: Das ist etwas kräftiger werden!
00:36:26: Okay...
00:36:28: Und zu aller Letzt, welchen Gegenstand würdest du niemals wegwerfen?
00:36:32: Meine Bücher
00:36:34: Ein spezielles oder?
00:36:35: Nein, hängt auch wieder von den Umständen ab.
00:36:38: Also im Moment bin ich weissensweise lesig habe ich gerade wieder aus dem Tiefen irgendwie der Regale rausgepickt eigentlich Mann der Untertan.
00:36:46: Ich finde das passt gut in unsere Zeit dass man irgendwie immer noch so oberigkeitsgläubig ist und was sie ausspannen findet wieder Max Frisch homo-Farber also für Herr Farber Walter bewussten vornahmen.
00:37:05: gewählt ist ein schweizer engineer der die welt nur erleben kann.
00:37:09: durch die kammer war also da knipps alles und das ist für die so.
00:37:14: die analogie zur heutigen zeit wo ja irgendwie wenig jetzt auf dem konzert oder wo auch immer bin die leute irgendwie nur ihr händi haben also dass anscheinend gar nicht live erleben sie eigentlich gar nicht lief sondern alles filmen müssen.
00:37:27: und es finde ich so diese irgendwie dieses
00:37:30: ja
00:37:30: finde ich das schräg eigentlich diese Einstellung.
00:37:34: Weil wenn ich irgendwo bin, dann will ich sie ja mit allen Sinn selber erleben und will es nicht irgendwie filmen durch das kleine Mobilgerät mir angucken.
00:37:47: Deshalb finde ich, dass wir im Moment gerade sind habe ich das wieder rausgeholt.
00:37:52: Klasse vielen herzlichen Dank Michael!
00:37:54: Danke für die Einladung!
00:38:00: Und ja, ich freue mich auf den weiteren Austausch.
00:38:03: Von mir auch vielen Dank!
00:38:04: Danke für diesen tollen Einblick.
00:38:06: es war sehr kurzweilig und ja auch total spannend finde ich.
00:38:09: danke Matthias.
00:38:10: Vielen dank, alle euch beide gerne.
00:38:12: Sehr schön, vielen Dank fürs Zuhören.
00:38:13: Alle weiteren Infos die stehen bei uns unten in den Show-Notes und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
00:38:18: bis dahin alles Gute, Tschüss!
Neuer Kommentar